Zum Hauptinhalt springen

Autor: astrid

20. September

20. September Die Blüten der Doldenblütler stehen, wie der Name sagt, fast immer in Dolden und zwar meist in zusammengesetzten, das heißt der Blütenstand stellt eine Dolde aus kleinen Döldchen dar, die insgesamt eine scheibenförmige oder hochgewölbte Fläche bilden. An den Dolden und Döldchen sitzen oft Tragblätter (Hüllblätter bzw. Hüllchenblätter); sie können jedoch auch fehlen. Die Blüten haben fünf meist ziemlich kleine Kronblätter und fünf Kelchblätter; letztere sind...

Weiterlesen

19. September

19. September Der Wandergelbling oder Postillon gehört zu den Weißlingen. Er ist auf Naxos regelmäßig zu sehen, aber nicht häufig. Wie sein Name sagt, wandert die Art zwischen dem Mittelmeergebiet und Mitteleuropa hin und her. Er ist ziemlich scheu und deswegen nicht leicht zu fotografieren. Bei uns setzt sich die Art besonders gern auf die Blüten der Olivenblättrigen Winde. Der Wandergelbling ist ein recht großer Schmetterling mit sattgelber Farbe. Die Art ist an den...

Weiterlesen

18. September

18. September Die Gewöhnliche Schmerwurz (Dioscorea communis = Tamus c.) gehört zur ursprünglichen Familie der Yamswurzelgewächse (Dioscoraceae), deren einzige Art bei uns vorkommende Art sie ist. Die Yamswurzelgewächse sind mit je nach Ansicht bis zu 800 Arten vor allem in den Tropen verbreitet. Es handelt sich um windende oder kletternde ausdauernde Pflanzen mit dreizähligen Blüten mit gleichgestalteten Kelch- und Kronblättern. Sie bilden Rhizome oder Knollen als...

Weiterlesen

17. September

17. September Auf Naxos kommen drei Sonnenröschen-Arten vor; alle sind jedoch nur selten anzutreffen. Mit insgesamt etwa 175 Arten besitzen die Sonnenröschen ihren Verbreitungsschwerpunkt im Mittelmeergebiet. Es handelt sich um kleine Halbsträucher oder Kräuter. Das sehr schöne Apenninen-Sonnenröschen mit seinen großen weißen Blüten kenne ich nur von Kap Stavrós. Es ist leicht an den weißen Blüten und den durch eine filzige Behaarung grau erscheinenden, regelmäßig...

Weiterlesen

16. September

16. September Die Springspinnen ernähren sich von Insekten und anderen kleinen Tieren, die sie durch Anspringen erbeuten. Die blitzschnellen und erstaunlich weiten Sprünge werden durch hydraulisches Strecken der Beine über den Hämolymphdruck ermöglicht. Entsprechend ihrer Lebensweise besitzen die Springspinnen im Gegensatz zu den meisten anderen Spinnen hoch entwickelte Augen, mit denen sie nicht nur ein weites Farbenspektrum (auch im ultravioletten Bereich) wahrnehmen...

Weiterlesen

15. September

15. September Die Narzissen sind bekannte und beliebte Gartenpflanzen, die schon in der Antike für ihre Schönheit und ihren Duft gerühmt wurden. Von einer Narzisse wurde Persephone betört und zu dem Ort gelockt, an dem Hades sie sah und entführte, und der schöne Jüngling Narkissos wurde in eine Narzisse verwandelt, nachdem er sich, in ein Gewässer schauend, in sein eigenes Spiegelbild verliebt hatte, das schließlich durch ein hineinfallendes Blatt zerstört wurde, so dass...

Weiterlesen

14. September

14. September Die im östlichen Mittelmeergebiet verbreitete Spritzgurke ist die einzige Art ihrer Gattung. Sie wird manchmal als Zierpflanze angebaut, ist jedoch sehr giftig (es wird von Todesfällen berichtet). Sie wurde seit dem Altertum vielfältig in der Medizin eingesetzt, vor allem als starkes Abführmittel. Die Spritzgurke bildet eine kräftige, rauhaarige, mehr oder weniger dem Boden anliegende Pflanze ohne Ranken. Die Blätter sind herzförmig mit gewelltem Rand. Die...

Weiterlesen

13. September

13. September Die Seeigel stehen trotz ihres einfachen Körperbaus recht hoch im Tierstammbaum in der Nähe der Wirbeltiere. Sie stellen mit knapp 1000 Arten eine eigene Klasse (Echinoidea) und gehören gemeinsam mit den Seegurken und den Seesternen zum Stamm der Stachelhäuter. Wie die meisten Angehörigen der Stachelhäuter sind sie fünfstrahlig radiär-symmetrisch. Sie besitzen ein Außenskelett aus Kalk. Diese Kalkschale ist besetzt mit kleinen Höckern, auf denen die Stacheln...

Weiterlesen

12. September

12. September Hymenonema graecum ist auf Naxos insbesondere in der Phrygana an trockenen und kalkhaltigen Standorten häufig. Die Art ist in der Zentral-Ägäis endemisch (hauptsächlich Kykladen). Sie besitzt charakteristische, mit gerundeten Abschnitten gefiederte Blätter, die alle in einer Grundrosette stehen. Die oft „unordentlich“ aussehenden Blüten sind groß und sattgelb mit vielen schmalen, langen, leicht zusammengerollten Zungenblüten. Die Blütenkörbe sind...

Weiterlesen

11. September

11. September Die Nabelkräuter sind benannt nach ihren charakteristischen runden, schildförmigen Blättern mit einer Vertiefung über dem oft in der Mitte des Blattes gelegenen Stielansatz. Es gibt gut zehn Nabelkraut-Arten, die in Europa, Arabien und dem nördlichen Afrika vorkommen. Sie gehören zu den Dickblattgewächsen; ihre Blätter sind fleischig. Auf Naxos kommen drei Arten vor. Umbilicus parviflorus ist daran zu erkennen, dass der Blütenstand verzweigt ist. Die...

Weiterlesen

10. September

10. September Bei uns im Garten ist der Kleine Wollschweber im Frühling und Frühsommer ein sehr häufiger Blütenbesucher, insbesondere an der Kamille. Mit ihrem langen, auch im Fliegen vorgestreckt gehaltenen Rüssel saugen die Wollschweber im Flug oder sitzend an Blüten. Im Fliegen werden die Hinterbeine auf charakteristische Weise nach oben hinten abgespreizt. Die Wollschweber fliegen langsam und mit gleichbleibender Geschwindigkeit von einer Blüte oder Pflanze zur...

Weiterlesen

9. September

9. September Alle Arten der zu den Windengewächsen gehörenden Seiden (Cuscuta) leben als Vollschmarotzer, d.h. sie betreiben keine Photosynthese, sondern leben auf anderen Pflanzen, denen sie die Nährstoffe entziehen. Die Seiden besitzen weder Blätter noch Wurzeln: Die Blätter fehlen völlig oder sind zu winzigen Schuppen reduziert, und nur der Keimling bildet eine kleine, kurzlebige Wurzel aus, um sich mit ihr auf einer Wirtspflanze zu verankern. Die Seiden zapfen die...

Weiterlesen

8. September

8. September Auf Naxos kommen drei Herbstzeitlosen vor. Viele Zeitlosen-Arten sind hochgiftig aufgrund eines hohen Alkaloidgehaltes. Der größte Alkaloid-Gehalt findet sich in der Blüte, aber auch die Blätter sind giftig: schon etwa 60 Gramm frische Blätter wirken tödlich. Auch im Altertum war die große Giftigkeit der Pflanze bekannt. Die Zauberin und Giftmischerin Medea, die Iason auf seiner Fahrt mit der Argo in das Schwarze Meer half, das Goldene Flies zu ergattern,...

Weiterlesen

7. September

7. September Ach ja, die DYC (botanologische Abkürzung für „damned yellow composites“), die können einen in die Verzweiflung treiben. Hier handelt es sich um den Stinkenden Pippau, bei uns die häufigste Art der kleinen gelben Korbblütler nur mit Zungenblüten. Er bildet oft große Pflanzen mit dichtstehenden grundständigen Blättern und locker verzweigten, verstreut beblätterten Stängeln. Die Grundblätter sind fiederspaltig bis schrotsägeförmig; die...

Weiterlesen

6. September

6. September Das Taubenschwänzchen kommt bei uns insbesondere im Spätsommer und Herbst sehr häufig vor. Es ist im Gegensatz zu fast allen anderen „Nachtfaltern“ tagaktiv und darum leicht zu beobachten. Taubenschwänzchen sind oft an Blüten zu beobachten, aus denen sie mit ihrem langen Rüssel Nektar saugen, während sie davor schwirrend „in der Luft stehen“. Ihr Flug und Verhalten erinnern stark an einen Kolibri. Taubenschwänzchen sind eher dunkel...

Weiterlesen

5. September

5. September Am Argokíli in der Nähe des Gebirgsdorfes Kóronos steht eine Wallfahrtskirche, die für das Dorf von herausragender Bedeutung ist: Hier wurden im Jahr 1836 aufgrund von Prophezeiungen wundertätige Ikonen gefunden. Von diesen ist nur noch eine erhalten, eine winzige Ikone, die aus einem besonderen Wachs geschnitzt ist, dessen Zusammensetzung man heute nicht mehr kennt. Auch diese Ikone war nach der Auffindung von den Kirchenobrigen mitgenommen worden; sie wurde...

Weiterlesen

3. September

3. September Es gibt weltweit etwa 550 bis 700 Lauch-Arten mit einem Schwerpunkt im Mittelmeerraum und in Südwest- und Zentral-Asien. Alle Arten sind krautig mit einfachen, parallelnervigen Blättern, unverzweigtem Stängel und einem doldigen, oft kugeligen Blütenstand. Unterm Blütenstand sitzen ein oder mehrere Hochblätter, die diesen anfangs einhüllen („Hüllblätter“). Die Blüten sind dreizählig mit gleichgestalteten Kelch- und Kronblättern und sechs oft...

Weiterlesen

2. September

2. September Auf Naxos kommt (außer den Meeresschildkröten) nur eine Schildkrötenart vor: die Balkan-Bachschildkröte (auch Ostmediterrane oder Westkaspische Bachschildkröte genannt). Diese hat eine dunkel- oder grünlichbraune Färbung und wird bis über 20 cm lang. Sie ist am besten an den Längsstreifen an ihrem Hals zu erkennen; Jungtiere sind lebhafter gefärbt. Sie lebt in Flüssen, Sümpfen und Seen und kann, eingegraben im Gewässergrund, auch periodisches Austrocknen...

Weiterlesen

1. September

1. September In Küstennähe kann man bei uns mehrere Seeanemonen-Arten antreffen. Besonders häufig und auffällig ist die tiefrot gefärbte Pferdeaktinie oder Purpurrose, die bis zur Wasserlinie vorkommt und auch Trockenfallen vertragen kann. Sie kann ihre ziemlich kurzen Tentakel völlig einziehen und ihren Körper einstülpen, so dass sie fast wie eine Tomate aussieht. Über die Zeit hinweg kann man beobachten, dass die Pferdeaktinien nicht immer an derselben Stelle sitzen:...

Weiterlesen

31. August

31. August Mit über 110 Arten gehört die weltweit verbreitete Gattung Paronychia zu den größeren Gattungen innerhalb der Nelkengewächse. Auf Naxos kommen drei Arten vor, von denen die Silber-Mauermiere die häufigste ist. Sie wächst vor allem an trockenen Standorten. Die Silber-Mauermiere bildet ein recht ausgebreitetes und auffälliges, direkt dem Boden anliegendes Polster. Die leicht fleischigen, fein bespitzten Blätter stehen meist deutlich voneinander entfernt, je mit...

Weiterlesen