Autor: astrid
11. Juli
Die Johanniskräuter haben sitzende, einfache Blätter und gelbe, fünfzählige Blüten mit zahlreichen, in Büscheln sitzenden Staubblättern. Die meisten Johanniskraut-Arten weisen einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen auf; diese Pflanzen besitzen an Stängeln und Blättern sowie oft auch an den Blüten schwarze oder durchscheinende Öldrüsen. Bei den medizinisch nutzbaren Arten wie dem ebenfalls auf Naxos vorkommenden, dieser Art sehr ähnlichen Echten Johanniskraut,...
10. Juli
10. Juli
Die Riemenzungen sind eine kleine Orchideen-Gattung mit nur wenigen Arten, die vor allem im Mittelmeerraum vorkommen. Die meisten Arten zeichnen sich dadurch aus, dass die Lippe stark riemenförmig verlängert ist. Auf Naxos kommt nur eine Art vor, das Riesenknabenkraut; es ist an schattigen Stellen vor allem im Zentrum der Insel anzutreffen. Das Riesenknabenkraut kann eine Höhe von einem halben Meter erreichen. Die kräftigen Blätter ähneln auf den ersten Blick...
9. Juli
9. Juli
Die Korallen gehören gemeinsam mit den Seeanemonen in die Klasse der Blumentiere (Anthozoa), die zusammen mit den Hydrozoen (Hydrozoa) und Quallen den Tierstamm der Nesseltiere bilden. Die Nesseltiere sind eine „niedrigstehende“, auf den ersten Blick eher den Pflanzen ähnliche Tiergruppe. Ihre Angehörigen sind gewöhnlich klein, einfach gebaut und meist radiärsymmetrisch; charakteristisches Merkmal sind die Nesselzellen, die zum Einfangen und Abtöten...
8. Juli
8. Juli
Der Großblütige Scheinkrokus (Romulea bulbocodium) sieht auf den ersten Blick einem Krokus ähnlich. Er ist aber leicht am oberirdischen Fruchtknoten zu erkennen: Die Romulea-Arten haben einen echten Blütenstiel, und ihre Blüte besitzt nur eine kurze Röhre, während im Gegensatz dazu beim Krokus der Fruchtknoten unterirdisch liegt und die Blüte mit einer langen, schlanken Röhre direkt aus dem Boden wächst. Ein klares Merkmal zur Unterscheidung der Scheinkrokusse von...
7. Juli
7. Juli
Die Gattung der Wegeriche umfasst etwa 200 Arten. Die meisten Wegeriche besitzen eine bodenständige Blattrosette, seltener bilden die Pflanzen einen beblätterten Stängel aus. Die Blätter sind parallelnervig. Die kleinen, weißlichen oder bräunlichen, vierzähligen Blüten stehen in dichten, gestielten Köpfchen oder Ähren. Einige Arten können als Heilkräuter beispielsweise zur Behandlung von Wunden verwendet werden. Die meisten Wegerich-Arten wachsen an...
5. Juli
5. Juli
Die etwa 40 Ulmen-Arten gehören zur mit den Brennessel- und den Rosengewächsen verwandten Familie der Ulmengewächse. In Europa kommen vier Ulmen-Arten vor, die allerdings im letzten Jahrhundert wegen des Ulmensterbens, einer vernichtenden, aus Asien eingeschleppten Pilzkrankheit, selten geworden sind. Auf Naxos gibt es zwei kleine Bestände der Feld-Ulme, einer bei Potamiá, einer bei Moní. Obwohl die Ulme ein eher anspruchsvoller Baum ist, der an wechselfeuchten...
4. Juli
4. Juli
Foto von Winfried Scharlau
Der Gänsegeier ist eine der Besonderheiten von Naxos. Außer Kreta gibt es keine weitere Insel in der Ägäis, auf der die Art brütet. Früher war der Gänsegeier auf Naxos sehr häufig, ist dann aber durch Verfolgung und Giftköder stark zurückgegangen, so dass man um den Fortbestand bangen musste; inzwischen ist die Kolonie wieder auf gut vierzig Exemplare angewachsen. Eine zeitlang bestand die absolut ungewöhnliche Situation, dass der...
3. Juli
3. Juli
Die Gelbsterne, eine große, in Eurasien, Nordafrika und Nordamerika weit verbreitete Gattung, ist auf Naxos mit drei Arten vertreten. Gagea rigida kommt bei uns verstreut vor, ist aber sehr leicht übersehen: Man bemerkt die kleine Pflanze eigentlich nur zur sehr kurz anhaltenden Blütezeit im frühen Frühjahr, wenn sie wie ein kleines Sternchen in Gras und Phrygana leuchtet. Charakteristisch sind die spitzen Blütenblätter. Die trockene Jahreszeit überdauern die...
2. Juli
2. Juli
Die Ägyptische Wanderheuschrecke kommt auf Naxos sehr häufig vor. Sie ist als adultes Tier grau gefärbt, während die Larve grün ist. Sie gehört zu den Kurzfühlerschrecken, wie man an den relativ kurzen Fühlern erkennen kann. Charakteristische Merkmale der Ägyptischen Wanderheuschrecke sind die Längsstreifen auf den Facettenaugen, die Punktierung am Rand des Halsschildes und die kräftigen Dornen an den Unterschenkeln der Sprungbeine. Auf der Nahaufnahme des Kopfes...
1. Juli
1. Juli
Die Wilde Malve, eine häufige Pflanze in Gärten und Kulturland, wächst bei uns meist dem Boden anliegend, wobei sie sich mit ihren langen, dünnen Stängeln weit ausbreitet. Sie besitzt die typischen rundlichen fünflappigen Blätter der Malvengewächse und große rosa Blüten mit reichlich Nektar und Pollen. Die Blütenblätter weisen kräftige, dunklere Striche auf, die die bestäubenden Insekten zu den Nektarvorräten leiten. Die Knospen sind wunderschön eingerollt. Von...
30. Juni
30. Juni
Bei dem ungewöhnlichen Stein auf dem oberen Bild handelt es sich um einen Oolith, bestehend aus runden Ooiden. Diese entstehen dadurch, dass sich Calcit (Calciumcarbonat) an kleine, im Meer schwimmende Sandkörner anlagert, die, wenn sie eine bestimmte Größe erreicht haben, zu Boden sinken und miteinander verbacken. Auch bei den Kristallen auf den unteren Bildern handelt es sich um Calcit, wobei diese Kristalle dadurch entstanden sind, dass eine calciumreiche...
29. Juni
29. Juni
Das Anatolische Knabenkraut kommt in vielen Gegenden von Naxos an felsigen Standorten auf kalkhaltigem Gestein vor, so auch am Flusstal nördlich von Ágios Dimítris. Die Blüten besitzen eine lange gewölbte Lippe mit großen Seitenlappen und einem leicht eingekerbten Mittellappen; in der helleren Mitte der Lippe sitzen kleine dunkelrosa Punkte. Die Blüten besitzen einen sehr langen, auffälligen, aufwärts gebogenen Sporn. Sie können recht unterschiedlich gefärbt...
28. Juni
28. Juni
Die Olivenfliege ist ein bedeutender Schädling im Mittelmeergebiet. Ihre Maden leben in den Oliven. Bei starkem Befall wird die Qualität des Öls sehr beeinträchtigt (der Säuregehalt steigt) und auch die Ausbeute wird deutlich vermindert. Wenn man die Fliege nicht bekämpft, kann die Ernte oft völlig verloren gehen. Die Olivenfliege vermehrt sich insbesondere im Herbst, wenn die Oliven bald reif sind; hohe Temperaturen schränken die Vermehrungsrate der Fliegen...
27. Juni
27. Juni
Die Veilchengewächse umfassen an die 1000 Arten in etwa 23 Gattungen, von denen die Gattung Viola (Veilchen) die größte ist. Veilchen kommen weltweit vor mit den größten Artenzahlen in den gemäßigten Klimazonen. Ein Artenzentrum liegt in Südosteuropa mit 60 Arten. Auf Naxos kommen zwei Veilchen vor, das Weiße Veilchen (Viola alba) und das Duftveilchen (Viola odorata). Beide sind selten und kommen nur vereinzelt in den Bergen vor. Ich habe bislang nur das...
25. Juni
25. Juni
Die Storchschnabelgewächse besitzen recht kleine, fünfteilige, meist rosa oder lila Blüten und gekerbte oder gefiederte Blätter. Ihre Früchte tragen einen charakteristischen, mehr oder weniger langen Schnabel, wovon sich der Gattungsname ableitet: Sie gleichen einem langen Vogelschnabel. Manche Arten sind auf den ersten Blick recht ähnlich; sie lassen sich an der Form der Blätter und der Blüten sowie an Merkmalen der Frucht unterscheiden. Auf Naxos kommen sechs...
24. Juni
24. Juni
Der zu den Ritterfaltern gehörende Schwalbenschwanz ist einer der größten und schönsten Schmetterlinge auf Naxos. Wir haben einmal eine hässliche, braungrüne Puppe aufgesammelt und hatten dann nach ein paar Tagen einen frisch geschlüpften Schwalbenschwanz mit seinen klaren Mustern und seinem reinen Cremeweiß im Einmachglas sitzen – ein unvergessliches Erlebnis (Bild oben). Im Gegensatz zum sehr ähnlichen Segelfalter trifft man Schwalbenschwänze bei uns nur...
23. Juni
23. Juni
Wie überall auf der Welt sind auch auf Naxos verfügbare Substrate wie Felsen, Steine, Bäume und Erde an vielen Stellen dicht mit Krustenflechten bewachsen. Eine vorläufige Untersuchung der Flechten der Insel im Zuge meiner Diplomarbeit ergab gut 250 Arten, von denen über die Hälfte zu den Krustenflechten zählen. Krustenflechten besitzen eng und unablösbar dem Untergrund anliegende, für gewöhnlich mehr oder weniger rundliche Lager. Der Rand des Lagers sieht meist...
22. Juni
22. Juni
De Blumen-Esche oder Manna-Esche kommt im östlichen Südeuropa vor. Sie wächst an feuchten Standorten; auf Naxos kommt sie in der Bergregion vor allem in der Nähe von Kóronos vor. Im Frühling ist sie von fern an den großen weißen Blütenständen zu erkennen. Die gefiederten Blätter besitzen ein besonders helles, leuchtendes Grün. Die weißen, duftenden, vierteiligen Blüten mit kleinen Kelchblättern und sehr schmalen Kronblättern stehen in großen, breiten Rispen. Die...
21. Juni
21. Juni
Die kleinen Schleimfische sind Bewohner des Felslitorals. Sie leben zwischen dem Algenbewuchs oder in kleinen Spalten und Höhlungen der Felsen. Sie besitzen keine Schwimmblase und entfernen sich nicht vom Untergrund, auf dem sie meist sogar sitzen, wobei sie sich auf ihre kräftig ausgebildeten Bauch- und Brustflossen stützen. Sie kommen nah an der Küste vor und sitzen nicht selten an kurzzeitig trockenfallenden Plätzen; eine Schleimschicht schützt die Haut vorm...
20. Juni
20. Juni
Auf Naxos kommen fünf Lein-Arten vor. Der Zweijährige Lein (Linum bienne) wird auch Wild-Lein genannt; er ist vermutlich die Wildform des kultivierten Gemeinen Leins und wurde in Mesopotamien schon vor 9.000 Jahren angebaut. Der Lein wurde zunächst als Nahrung (Leinsamen) und zur Ölgewinnung verwendet; die Herstellung von Stoffen kann zum ersten Mal in Ägypten um 4.000 v. Chr. nachgewiesen werden. Die Verarbeitung des Leins zur Herstellung von Geweben ist eines...