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29. Januar

29. Januar Die Steinkreise des in der Nähe von Tsikalarió gelegenen Friedhofs aus der geometrischen Epoche mögen auf den ersten Blick nicht sehr interessant erscheinen, sind jedoch in vieler Hinsicht sehr ungewöhnlich. Die Bestattung der Toten in Tumulus-Gräbern war zwar in der geometrischen Epoche üblich, der Friedhof bei Tsikalario ist jedoch in vielen Aspekten in ganz Griechenland einzigartig. Am Beginn des Friedhof-Geländes, neben einer Straße, die von der Tragaia...

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28. Januar

28. Januar Die Kornrade ist eine sogenannte Segetalpflanze, d.h. eine Pflanze, die ausschließlich in Getreidefeldern wächst. Sie stammt ursprünglich vermutlich aus dem Mittelmeergebiet, ist jedoch durch den Getreidebau über die ganze Erde verbreitet worden. Heute ist sie durch die modernen Methoden der Saatgutreinigung in den meisten Gebieten fast vollständig verschwunden und gilt in Mitteleuropa als stark bedroht. In früheren Zeiten war sie ein sehr unbeliebtes...

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27. Januar

27. Januar Der kleine Felsküsteneinsiedler ist bei uns der häufigste Einsiedlerkrebs. Er ist an den recht kleinen, leicht rötlich gefärbten Scheren mit schwarzen Spitzen und den schwarzen Augen mit kleinen weißen Punkten zu erkennen. Da der Krebs ständig in einem Schneckenhaus lebt, besitzt er einen rückgebildeten und wenig verhärteten Panzer. Der Einsiedlerkrebs auf dem Bild links unten ist auf meiner Hand – zu meiner Überraschung – aus seinem Schneckenhaus...

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26. Januar

26. Januar Die Kretische Zistrose ist auf Naxos weit verbreitet, insbesondere auf saurem Gestein in der Mitte und im Norden der Insel. Sie ist an den großen rosa Blüten erkennbar, deren Blütenblätter immer etwas zerknittert aussehen. Die Kretische Zistrose besitzt ein duftendes Harz, das sie besonders an heißen Tagen absondert. Aufgrund dieses Harzgehaltes ist die Zistrose sehr brennbar: Sie fördert Brände, um freie Flächen zu schaffen, auf denen sie besser gedeihen kann...

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25. Januar

25. Januar Der Bienenwolf ist natürlich kein Wolf, sondern eine Wespenart, die Honigbienen als Nahrung für ihre Nachkommenschaft erbeutet. Im oberen Bild sieht man ein Weibchen des Bienenwolfes (an der typischen weißen Gesichtsmaske zu erkennen), wie es auf seiner Warte sitzt und nach Honigbienen Ausschau hält. Wenn es eine mögliche Beute erspäht, überprüft es am Geruch, ob es sich um eine Honigbiene handelt, dann ergreift es sie und lähmt sie so schnell durch einen...

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24. Januar

24. Januar Tropfsteine sind wundersame Schöpfungen der Natur. Im oberen und unteren linken Bild handelt es sich um Sinterröhrchen, die Vorläufer der Tropfsteine. Im Gegensatz zu Tropfsteinen sind Sinterröhrchen innen hohl. In ihrem Innern fließt langsam Wasser, das von seinem Weg durch das kalkhaltige Gestein der Höhlendecke mit Kalk gesättigt ist. Wenn das Wasser das Ende des Röhrchens erreicht und dort einen Wassertropfen bildet, entweicht aus ihm Kohlendioxid, was dazu...

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22. Januar

22. Januar Der kleine Kreuzblütler Malcolmia flexuosa kommt in der Ägäis in einer nach der Insel Naxos benannten Unterart vor: Malcolmia flexuosa naxensis. Es handelt sich um eine niedrige Pflanze mit zahlreichen Blüten, die oft in dichten Teppichen wächst. Sie ist salztolerant und kommt vor allem in Meeresnähe vor, besonders im Schatten von Bäumen und Büschen, so zum Beispiel unter den Tamarisken neben unserer Kapelle. An windstillen warmen Abenden sondert sie einen...

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21. Januar

21. Januar Algen waren die ersten Pflanzen, die auf der Erde existierten. In Merkmalen wie der Biochemie, den Zellorganellen, dem Aufbau und der Fortpflanzung weisen sie eine weit größere Variabilität auf als die Landpflanzen. Die um Naxos vorkommenden Algen gehören den drei großen Algengruppen, den Grünalgen, den Braunalgen und den Rotalgen an. Unter den Rotalgen ist die Formenvielfalt besonders hoch. Viele Rotalgen lagern Kalk in ihren Thallus ein, die sogenannten...

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20. Januar

20. Januar Bild von Winfried Scharlau Der seltene Eleonorenfalke ist auf Naxos im Sommer häufig über den Hochtälern der Insel zu beobachten, wo er oft in kleinen Gruppen nach Beute jagt. Die meisten Brutvorkommen der Art befinden sich in der Ägäis, seltener kommt sie auch in anderen Gegenden des Mittelmeeres vor. Den Winter verbringen die Eleonorenfalken in Madagaskar. Eleonorenfalken sind geschickte und schnelle Flieger, die sich vor allem von großen Insekten wie...

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19. Januar

19. Januar Die Wilde Birne (Pyrus spinosa) erfreut im Frühjahr durch ihre weiße Blütenpracht. Im Sommer sind die kleinen Früchte reif. Diese sind meist wie Holzäpfel ungeniesbar; einige Bäume bilden jedoch etwas größere Früchte aus, die man essen kann, wenn sie auch nicht besonders saftig sind. Auf die Wilde Birne werden die traditionellen lokalen Birnensorten, stravóri, achladoúna und bastiváni, aufgepfropft. Die Wilde Birne ist auf Naxos der einzige sommergrüne Baum...

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18. Januar

18. Januar Die Frühe Heidelibelle ist auf Naxos sehr häufig. Sie kommt in allen Gegenden der Insel vor, obwohl sie wie alle Libellen für die Fortpflanzung auf Wasser angewiesen ist: Die Libellenlarven leben räuberisch im Wasser. Der Körper der Libellen ist in seiner Bauweise perfekt für ihre Lebensweise als geschickte Räuber, die ihre Beute (andere Insekten) im Flug fangen: Der kräftige Brustabschnitt (Thorax) beherbergt die starke Flugmuskulatur, die großen, unabhängig...

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17. Januar

17. Januar Die winzige Kirche Panagía Chrysopigí liegt auf dem Bergrücken zwischen Apíranthos und Danakós. Sie ist so klein, dass man kaum in sie hineinkriechen oder aufrecht in ihr stehen kann. Die Archäologen gehen davon aus, dass es sich ursprünglich um ein Grabmal handelte, das in die mykenische Zeit zu datieren ist. Außer der Kleinheit des Gebäudes weist darauf auch die Bauweise mit großen aufrecht stehenden Steinplatten im Innenraum hin, die für eine Kirche gänzlich...

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16. Januar

16. Januar Die Kronen-Anemone gehört zu den Hahnenfußgewächsen, einer recht urtümlichen Pflanzengruppe. Sie ist eine der ersten Blumen, die bei uns im Winter zu blühen beginnen. Ihre Blüten besitzen zahlreiche Staubblätter und meist sechs gleichgestaltete Blütenhüllblätter. Es treten jedoch auch abweichende Zahlen auf: Ich habe schon Blüten mit zwischen fünf und elf Blütenhüllblättern gefunden, wobei die überzähligen Blütenhüllblätter in einem inneren Kranz sitzen und...

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15. Januar

15. Januar Die hier abgebildete kleine Pelzbiene Anthophora nigrocincta trägt an der Hinterleibsspitze zwei leuchtend gelbe Pollinarien der Königlichen Ragwurz, einer Unterart der Omega-Ragwurz. Die meisten Ragwurz-Arten lassen ihre Blüten durch die Männchen einer bestimmten Bienen-Art bestäuben, die sie dadurch anlocken, dass sie vortäuschen, ein Weibchen der entsprechenden Art zu sein. Dabei ähneln sie den Bienen nicht unbedingt im ganzen Aussehen, aber in...

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14. Januar

14. Januar Die Drachenhöhle im Gebiet von Mési ist zwar sehr klein, aber wohl die schönste Höhle auf Naxos. Sie ist geschmückt mit Vorhängen und Säulen von wunderbaren Tropfsteinen. Leider – oder glücklicherweise – ist die Höhle ohne Führer kaum zu finden: Ihr Eingang ist ein kleines Loch, gerade große genug, dass man hindurchpasst, an einem felsigen, locker bewachsenen Hang östlich von Mési. Zur Drachenhöhle

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13. Januar

13. Januar Die im Mittelmeergebiet verbreitete Vergissmeinnicht-Art Myosotis sicula wächst vor allem in Feuchtgebieten. Auf Naxos kommt sie meines Wissens nur in einem kleinen natürlichen Tümpel in der Nähe von Kinídaros vor. Hier erscheint sie in großer Zahl, sobald der Tümpel zu Beginn des Sommers auszutrocknen beginnt. Am Tümpel kommen mehrere weitere auf Naxos sehr seltene Pflanzen- und Tierarten vor. Auch kleine Feuchtbiotope sind von herausragender Bedeutung für die...

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12. Januar

12. Januar Der bis zu 30 cm lange Hardun, eine Agamen-Art, ist vermutlich schon in der Antike aus Nordafrika nach Griechenland eingeschleppt worden. Er sitzt gern auf Mauern oder Felsen in der Sonne, wo er oft sein Imponiergehabe zeigt, ein auffälliges Kopfnicken. Er ernährt sich von großen Insekten und Tausendfüßlern. Der wissenschaftliche Artname, Laudakia stellio, verweist auf den Mythos der Demeter, die einen Jungen namens Stellio in eine Echse verwandelte, weil ...

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11. Januar

11. Januar Hydrozoen sind winzige, vielzellige Tiere, die zu den Nesseltieren gehören, d.h. mit den Korallen und Seeanemonen verwandt sind. Oft besitzen sie zwei sehr unterschiedliche Generationen, eine sessile Polypengeneration und eine im Meer treibende Quallengeneration. Die meisten Arten leben in kleinen Kolonien. Die einzelnen Polypen der Kolonie sitzen je in einer Kapsel, aus der sie einen Tentakelkranz hervorstrecken können. Manche Tiere der Kolonie bilden den fest...

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10. Januar

10. Januar Die im östlichen Mittelmeergebiet heimische, mit dem Kümmel verwandte Doldenblütler-Art Hellenocarum multiflorum wächst chasmophytisch, d.h. sie kommt nur an steilen Felshängen vor. Ich habe diese beeindruckende und wunderschöne Art auf Naxos erst einmal entdeckt, als ich mich auf der Spitze des Fanári über die Mauer lehnte. Auf dem unteren rechten Bild sieht man die Pflanze am rechten Bildrand unterhalb der gerade noch zu sehenden Mauer. Es bewährt sich doch...

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9. Januar

9. Januar Wenn man nördlich von Ágios Dimítris die Küste entlang geht, kommt man zu einem tektonischen Bruch, durch den eine kleine „Schlucht“ entstanden ist. Derartige Brüche finden sich in regelmäßigen Abständen die ganze Küste entlang; sie sind bei der Aufwölbung des Kerns der Insel sozusagen als „radiale“ Falten entstanden. An unserem Bruch kann man schön sehen, wie weiße und schwarze Mineralien in die feinen oder dickeren Risse im Gestein...

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