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20. Februar

20. Februar Die Schwarze Mörtelbiene sorgt wie die meisten Bienen- und Wespenarten umständlich für ihre Nachkommen. Das Weibchen baut ein sorgfältig konstruiertes Nest aus Ton, das aus mehreren Brutröhren besteht. In die innere Tonschicht baut die Biene oft kleine Steinchen mit ein, um Ton zu sparen; die äußeren Wände werden jedoch aus reinem Ton gebaut, woduch sie unangreifbarer werden und besser getarnt sind. Sie füllt die Brutröhren mit Pflanzenpollen und -nektar, vor...

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19. Februar

19. Februar Der Mastixstrauch kommt auf Naxos vor allem in den niederen Lagen sehr häufig vor; er gehört zu den trockenheitsresistentesten Sträuchern. Er ist unempfindlich, kann nach Feuern gut wieder austreiben und wird von den Ziegen wegen seiner aromatischen Inhaltsstoffe nur wenig gefressen. Für den Menschen ist er in vieler Weise von Nutzen: Sein Holz liefert wunderbare Kohle zum Grillen, unter den Sträuchern sammelt sich beste Erde an, die Blätter wurden früher...

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18. Februar

18. Februar Regenbögen sind ohne Zweifel eine der schönsten Naturerscheinungen. Ein Regenbogen entsteht durch die Streuung und Reflektion von Sonnenstrahlen an Regentropfen und ist dementsprechend vor allem bei Gewitterschauern, die sich mit sonnigen Abschnitten abwechseln, zu sehen. Er erscheint gegenüber der Sonne in einem Winkelabstand von 41° vom Gegenpunkt der Sonne. Das kurzwellige blaue Licht wird bei der Brechung stärker gestreut als das rote, so dass es innen am...

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17. Februar

17. Februar Das Wiener Nachtpfauenauge ist mit bis zu 15 cm Flügelspannweite der größte europäische Schmetterling. Es besitzt einen dicken, pelzig behaarten Körper und große Flügel mit beeindruckenden Augenflecken. Die adulten Tiere schlüpfen etwa im März aus dem Puppenkokon, in dem sie überwintert haben. Auf dem Bild unten links sieht man ein frisch geschlüpftes Wiener Nachtpfauenauge mit dem von einem lockeren Gespinst umhüllten Kokon rechts neben ihm. Es dauert bis zu...

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15. Februar

15. Februar Bis vor einigen Jahren hieß es bei Wikipedia noch, dass die Kermeseiche nur einen kleinen Baum bildet. Glücklicherweise ist das inzwischen korrigiert und es wird von Wuchshöhen bis 15 m berichtet. Auf dem Bild oben schaut man in die Krone einer der größten Kermeseichen, die ich auf Naxos kenne. Die Kermeseiche ist ein anspruchsloser Baum und ist in großen Teilen der Insel sehr häufig; sie fehlt nur auf sauren Gesteinen und an den trockensten und heißesten...

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14. Februar

14. Februar Die Zistosenwürger bilden mit zehn Arten eine eigene Familie. Alle Arten leben ausschließlich parasitisch, d.h. sie dringen mit sogenannten Haustorien in die Wurzeln ihres Wirtes ein und entnehmen ihm alle Nährstoffe und das Wasser, das sie benötigen. Sie besitzen kein Chlorophyll; die Blätter sind zu winzigen Schuppen zurückgebildet. Die ganze Pflanze besteht außer den Haustorien und dem Spross nur aus dem Blütenstand. Der Rote Zistrosenwürger parasitiert auf...

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13. Februar

13. Februar Seepocken sind Krebstiere, die dauerhaft sessil, d.h. am Untergrund festsitzend leben. Ihre Verwandschaft mit den Krebsen ist äußerlich kaum mehr zu erkennen. Sie besitzen ein aus mehreren verbundenen Platten bestehendes kegelförmiges Gehäuse mit einer offenen Spitze, aus der das Tier zur Nahrungsaufnahme seine Füßchen vorstreckt, die mittels beweglicher Kalkplatten jedoch auch fest verschlossen werden kann. Die Sternseepocke ist an dem oft sternförmigen...

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12. Februar

12. Februar Die Große Hufeisennase ist eine der häufigsten Fledermäuse auf Naxos. Man trifft sie in alten Minen und in Höhlen, aber auch in verlassenen Gebäuden an. Mit bis zu 40 cm Flügelspannweite ist sie eine der größten Fledermäuse Europas; sie kommt vor allem in Südeuropa und Nordafrika vor. Sie ernährt sich von großen Insekten, die sie auch von Pflanzen oder vom Boden aufgreifen kann. Ihr Name bezieht sich auf den merkwürdig gestalteten Nasenaufsatz mit einer...

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11. Februar

11. Februar Der Würfelturban ist eine der häufigsten Schnecken an der Meeresküste. Sie lebt in der Gezeitenzone und besitzt entsprechend eine sehr kompaktes Gehäuse mit besonders dicker Wand. Die Schnecken ziehen sich tagsüber unter Steine und in Felsspalten zurück. Nachts kommen sie zur Oberfläche und raspeln dort den Algenbelag von den Steinen ab. Bei uns kommen drei Arten vor, wobei Phorcus turbinatus (oberes Foto) und Phorcus articulatus (untere Fotos) die häufigeren...

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10. Februar

10. Februar Die Scheinkrokusse sind den Krokussen ähnlich und gehören wie diese zu den Schwertliliengewächsen. Romulea columnae, eine der drei auf Naxos vorkommenden Scheinkrokus-Arten, bildet nur ein winziges, sehr leicht zu übersehendes Pflänzchen. Die Art war auf Naxos bislang erst einmal nachgewiesen worden; sie blüht im Februar oder März. Durch Zufall entdeckte ich mehrere der winzigen Pflänzchen mit unauffälligen cremeweißen Blüten auf unserem Grundstück; und...

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9. Februar

9. Februar Die auf Naxos häufigste Kleinlibellen-Art ist die Illyrische Federlibelle, die griechische Unterart der in Europa und Westasien weit verbreiteten Blauen Federlibelle. Auf Naxos kommt sie an kleinen Fließgewässern vor. Charakteristisch für die Gattung sind die verbreiterten Schienen der hinteren Beinpaare. Die Männchen sind hellblau, die Weibchen beige gefärbt mit artspezifischer schwarzer Zeichnung am Hinterleib und an der Brust. Typisch für die Art sind...

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8. Februar

8. Februar Mit den Flechten von Naxos fühle ich mich besonders verbunden, da ich meine Diplomarbeit über die epiphytischen Flechten der Insel geschrieben habe – ein interessantes Thema, da darüber noch fast nichts bekannt war. In den höheren Lagen der Insel kann man an nebelreichen Standorten dicht mit Strauchflechten bewachsene Bäume finden. Ramalina fraxinea ist eine der Arten, die besonders dichte Bestände bildet. In Mitteleuropa ist diese Art an vielen Stellen...

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7. Februar

7. Februar Die Östliche Gamswurz, eine von 12 europäischen Gamswurz-Arten, ist auf Naxos selten. Sie wächst in schattigen Wäldern in der Bergregion; ich kenne sie aus Sífones, einem Waldstückchen südlich von Apíranthos und vom bewaldeten Hang südöstlich von Komiakí, wo sie in großer Zahl gedeiht. Es ist eine meiner liebsten Blumen auf Naxos, über die ich mich immer besonders freue: Mit ihren großen leuchtend gelben Blüten mit dem Kranz an schmalen langen Zungenblüten und...

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6. Februar

6. Februar Der Gemeine Strauchdieb gehört zu den Raubfliegen. Er fängt seine Beute im Flug, nachdem er sie von einer Warte aus erspäht hat. Dabei kann er auch sehr große Beutetiere überwältigen (oberes Bild: mit großer Schwebefliege, unten links: mit Bergzikade). Entsprechend ihrer Lebensweise besitzen die Raubfliegen einen dicken Thorax, den sie für ihre starke Flugmuskulatur benötigen, und sehr leistungsfähige Augen. Während die Weibchen einen schmal zugespitztes...

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5. Februar

5. Februar Die Meerzwiebel ist erste Pflanze, die im Herbst zu blühen beginnt. Dann erscheinen überall in der Phrygana die hohen Blütenstände, die mich immer an Kerzen erinnern, die von unten nach oben abbrennen, so wie die Blüten allmählich aufgehen und wieder verblühen. Als anspruchslose, mit ihrer dicken Zwiebel sehr trockenheitsresistente Pflanze, die außerdem wegen ihrer Giftigkeit nicht von den Ziegen gefressen wird, gedeiht die Meerzwiebel auch in den ödesten...

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4. Februar

4. Februar Der naxiotische Beinwell wurde früher als eigene, d.h. auf Naxos endemische Art abgetrennt (Symphytum naxicola). Heute betrachtet man ihn als Unterart von Symphytum davisii, der je in einer Unterart auf vier Inseln der zentralen Ägäis vorkommt: auf Naxos, Amorgos, Ikaria und Folegandros. Symphytum davisii ssp. naxicola ist auf Naxos sehr häufig, wächst jedoch nur an feuchten und schattigen Standorten in der Bergregion. Wie bei den meisten Raublattgewächsen...

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2. Februar

2. Februar Beim Schnorcheln kann man gelegentlich die leicht zerbrechlichen Skelette eines Herzigels finden, die sich dadurch auszeichnen, dass sie anders als die der Seeigel nicht ganz rund geformt sind. Der Kleine oder Gewöhnliche Herzigel besitzt weiche, dichtsitzende, am Ende leicht verbreiterte Stacheln, mit deren Hilfe er sich langsam durch den Sand gräbt. Mithilfe sogenannter Kittfüßchen, die bis über einen halben Meter weit ausgestreckt werden können, baut er...

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1. Februar

1. Februar Die größte Blume auf Naxos ist der Riesenfenchel: Sein Blütenstand kann eine Höhe von drei Metern erreichen. Er ist jedoch anders als auf manchen anderen ägäischen Inseln selten und kommt nur verstreut vor. In unserer Umgebung wächst er im Flusslauf oberhalb der Bucht von Azalás in einem großen Exemplar, das jedes Jahr die großen, fein zerteilten Blätter bildet, aber nur in manchen Jahren auch einen Blütenstand treibt. Die hohlen Blütenstängel werden in...

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31. Januar

31. Januar Der Ameisenlöwe ist ein ganz besonderes Tier. Es handelt sich um die Larve einer Gruppe von Netzflüglern, die Ameisenjungfern genannt werden. Ameisenlöwen leben räuberisch in der Erde und sind perfekt an diese Lebensweise angepasst. Der Körperbau ist sehr einfach mit einem dicken Hinterleib, kurzen Beinchen und einem kleinen schmalen Kopf. Um ihre Beute zu fangen, graben die Ameisenlöwen einen Trichter in die Erde, indem sie im rückwärts im Kreis krabbeln und...

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30. Januar

30. Januar Der Blasen-Wundklee ist (wie so viele Pflanzen und Tiere) im Jahr 1753 von Carl von Linné, dem großen schwedischen Naturforscher, als Anthyllis tetraphylla erstbeschrieben worden. Später wurde er als Tripodion tetraphyllum in eine eigene Gattung gestellt. Er gehört zu den Schmetterlingsblütlern mit der typischen zygomorphen (entlang einer Achse spiegelsymmetrischen) Blüte dieser Familie, die aus Fahne (hier weiß), Flügeln und Schiffchen besteht (hier gelb,...

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