24. April
Der Kleinfrüchtige Affodill oder Asphodill ist im Frühling mit seinen bis über einen Meter hohen verzweigten Blütenständen mit großen sternförmigen Blüten eine auffällige Pflanze auf Naxos. Seine langen und schmalen grundständigen Blätter sind durch eingelagerte Kristalle so hart, dass sie von Ziegen nicht gefressen werden; entsprechend kann der Affodill auch an stark beweideten Standorten gedeihen. Die mehrjährige Pflanzen überdauert den Sommer in...
23. April
23. April
Der Große Wanderbläuling ist in Europa auf die mediterrane Region beschränkt; außerdem kommt er in vielen tropischen und subtropischen Gegenden der Welt vor. Er gehört mit bis zu 35 mm Flügelspannweite zu den größeren Bläulingen. Meist sitzen die Falter mit geschlossenen Flügeln, so dass man nur die Unterseite der Flügel sieht. Diese ist weißlich mit einem komplizierten beigen Streifenmuster; dabei bleibt eine breitere weiße Binde in der Nähe des Hinterrandes...
22. April
22. April
Der Schopf-Lavendel ist auf Naxos nur an manchen Stellen häufig. Er wächst an sauren Standorten wie in der Granitregion im Zentrum der Insel. Bei Azalas findet man ihn hier und da auf Schiefer. Im Vergleich zum Echten Lavendel ist der Schopf-Lavendel etwas weniger aromatisch. Er besitzt grüngraue, lineale Blätter und kompakte Blütenstände. Der Blütenstand des Schopf-Lavendels wirkt wie ein dichter, wolliger, grauer „Kolben“ aus den Kelch- und...
21. April
21. April
Manchmal wird der Studierende selbst zum Studienobjekt: Hier begegnen sich die Entomologin und der Anthropologe. Iris oratoria ist eine von drei ähnlichen Gottesanbeterinnen-Arten, die bei uns vorkommen. Sie ist meist grün gefärbt. Die Weibchen besitzen einen dicken Hinterleib mit kürzeren Flügeln, während die Flügel bei den Männchen das Hinterleibsende erreichen – hier haben wir es mit einem Männchen zu tun. Wie bei allen Gottesanbeterinnen bleiben die...
20. April
20. April
Auf Naxos kommen vier Eichenarten vor. Eine davon ist die laubabwerfende Flaumeiche, ein Charakterbaum der submediterranen Klimazone und der montanen Stufe in der mediterranen Klimazone („supramediterran“). Die Flaumeiche kommt im Zentrum der Insel und in den mittleren und höheren Lagen sehr häufig vor. Es gibt sowohl sehr große und alte, meist einzelstehende und vermutlich angepflanzte Exemplare (Bild oben) als auch Wäldchen mit natürlicher...
19. April
19. April
Als Flechten werden Pilze bezeichnet, die eine obligatorische Symbiose mit Algen eingehen. Der Pilz bildet mit seinen Hyphen den Flechtenthallus, nimmt Wasser und Nährstoffe auf und schützt die Algen vor Austrocknen und UV-Strahlung. Die Algen, die in die mittlere Thallusschicht eingebettet sind, betreiben die Photosynthese und versorgen den Pilz mit Energie. Die Hundsflechten (Gattung Peltigera) haben Blaualgen (Cyanobakterien) als Symbiosepartner. Es sind...
18. April
18. April
Es gibt viele Arten an Schwämmen, die endolithisch im Gestein leben; bei uns ist die häufigste Art der Gelbe Bohrschwamm. Der Schwamm lebt in Kammern, die er ins Gestein ätzt; von außen sieht man die zahlreichen als gelbe Punkte erscheinenden Papillen mit den Ausströmöffnungen über die der Schwamm das Wasser, das er filtriert, wieder ausscheidet. Der Bohrschwamm ist überaus effektiv darin, das Gestein „abzubauen“. Er bewerkstelligt das auf...
17. April
17. April
Auf Naxos kommt in der zentralen Region und in den Bergen häufig die Nelkenart Dianthus diffusus vor (Bild unten links). Sie besitzt rosa Blüten mit schwachen Strichen auf den Blütenblättern, deren Zähne recht abgerundet sind. Die Außenkelchblätter sind kurz. Bei uns tritt außerdem in wenigen Exemplaren Dianthus tripunctatus auf (Bild unten rechts), die bislang auf Naxos nicht nachgewiesen war. Sie besitzt je drei rote Punkte auf den Blütenblättern, deren...
16. April
16. April
Die Palästina-Grasskabiose blüht gegen Ende des Frühjahrs; sie kommt bei uns in der Phrygana vor. Sie gehört zu den Kardengewächsen, die heute als Unterfamilie zu den Geißblattgewächsen gestellt werden. Die Grasskabiosen sind eher kleine Pflanzen mit langen, kaum beblätterten Stängeln und lanzettlichen Blättern. Der Blütenstand ist ein lockeres Köpfchen mit kleineren Blüten in der Mitte, während bei den Randblüten je die äußeren drei Blütenblätter vergrößert...
15. April
15. April
Foto von Winfried Scharlau
Die Krähenscharbe kommt auf Naxos überall an der Küste vor. Sie brütet an Felsen in kleinen Kolonien und legt meist drei Eier in ein einfaches Nest aus Pflanzenteilen. Oft sieht man schwimmende Krähenscharben auf der Nahrungssuche: Sie tauchen nach kleinen Fischen und anderen Meerestieren wie Tintenfischen und Würmern. Die Krähenscharbe kann bis zu 45 m tief tauchen. Üblicherweise bleibt sie etwa eine halbe Minute unter Wasser. Nach...
14. April
14. April
Einer der charakteristischen Doldenblütler auf Naxos ist die Steifhaarige Gummiwurz. Wie die meisten Doldenblütler ist sie eine ausdauernde Staude, die im Winter zuerst die großen gefiederten, in einer Rosette stehenden Blätter bildet. Im Frühling treibt der kräftige Blütentrieb aus der Mitte der Rosette. So wie der Blütenstand sich bildet, beginnen die Blätter zu verwelken. Die gelben, kleinen Blüten mit zurückgeschlagenen Blütenblättern sitzen in lockeren...
13. April
13. April
Granit (Migmatit, Granodiorit) und Gneis bestehen bekanntlich aus Feldspat, Quarz und Glimmer. Sie verwitterern unter dem Einfluss von Feuchtigkeit vor allem chemisch, da die Feldspate sich unter der Einwirkung von Feuchtigkeit in lösliche Tonmineralien umwandeln, die mit dem Regenwasser davongetragen werden. Dabei verwittern die Blöcke besonders stark an ihrer beschatteten und somit feuchteren Nord- sowie der Unterseite. So bilden sich die merkwürdigen, von...
12. April
12. April
Auf Naxos kommen fünf Arten aus der Familie der Primelgewächse vor, die sich größtenteils ziemlich unähnlich sehen. Eine dieser Arten ist das Efeublättrige Alpenveilchen, das auf Naxos häufig und weit verbreitet ist. Es kommt überwiegend an schattigen Standorten vor, wächst aber auch in den niedrigeren Lagen in kleinen Waldresten und in der Macchie. Alpenveilchen sind mehrjährige Pflanzen, die flache Knollen ausbilden, die die Sommertrockenheit gut überstehen....
11. April
11. April
Die Gebänderte Prachtlibelle ist der Blauflügel-Prachtlibelle auf den ersten Blick sehr ähnlich. Wenn man genauer hinschaut, kann man sehen, dass die Flügel bei dieser Art nur in ihrem hinteren Teil blau gefärbt sind, während sie im vorderen Teil durchsichtig sind. Die Weibchen sind schwieriger zu unterscheiden; ihre Flügel sind wie bei den Weibchen der Gebänderten Prachtlibelle bronzefarben, aber durchsichtiger, so dass man durch sie hindurchsehen kann, auch...
10. April
10. April
Die Blauflügel-Prachtlibelle ist eine der hübschesten Libellen-Arten auf Naxos. Sie kommt an kleinen Fließgewässern vor, zum Beispiel am Fluss in der Nähe von Apóllonas, ist aber ziemlich selten. Die Männchen besitzen einförmig blau gefärbte Flügel. Die Flügel der Weibchen sind bronzefarbenen und, von der Seite übereinanderliegend gesehen, undurchsichtig. Wie bei allen Libellen leben die Larven im Wasser und ernähren sich räuberisch von kleinen Wassertieren. Die...
9. April
9. April
Das zu den Hahnenfußgewächsen gehörende Adonisröschen besitzt intensiv rote Blüten. Der Name der Pflanze leitet sich aus der griechischen Mythologie ab: Die Blume soll aus den Tränen der Aphrodite entsprossen sein, als diese um den Jüngling Adonis weinte, der auf der Jagd von einem Eber getötet worden war; die Blüten wurden vom Blut des Adonis rot gefärbt. Die Früchte sind kleine Nüsschen, die in einem dichten Fruchtstand stehen. Sie besitzen ein Elaiosom, einen...
7. April
7. April
Der Hübsche Aronstab ist wie alle Aronstäbe ein Geophyt und bildet Knollen als Überdauerungsorgane, aus denen im Winter nach den ersten Regenfällen die großen, pfeilförmigen Blätter treiben. Im Frühjahr bildet sich der Blütenstand, der von einem langen, cremefarbenen, nur im untersten Teil zu einer Röhre geschlossenen Hochblatt umhüllt ist, aus dem der obere, sterile Teil des Blütenkolbens herausragt. Im Blütenkolben speichert die Pflanze Stärke, die zur Zeit der...
6. April
6. April
Alles Insekten besitzen ein Exoskelett, d.h. der Körper wird durch eine steife äußere Hülle aus Chitin gestützt. Im Lebenslauf der Insekten gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen dem Larvenstadium, in dem die Insekten viel Nahrung aufnehmen, stark wachsen und sich mehrfach häuten, aber oft noch einen einfacheren Körperbau insbesondere ohne Flügel zeigen, und dem adulten Tier, das sich nicht mehr häutet, kein Wachstum zeigt und manchmal nur wenig oder gar...
5. April
5. April
Das Neptungras ist keine Alge, sondern eine höhere Pflanze, die sekundär wieder ins Meer gewandert ist. Es wächst insbesondere auf sandigen und schlammigen Böden, auf denen es mit seinen echten Wurzeln einen besseren Halt finden kann als die Algen. In Tiefen von einigen Metern vor der Küste bildet es große Wiesen, die als Sauerstoffproduzent und Lebensraum für unzählige Tierarten von ganz besonderer Bedeutung sind und die auch durch das Abbremsen des Wellengangs...
4. April
4. April
Die Opuntienspinne ist eine in den tropischen und subtropischen Regionen der Welt weit verbreitete Spinne. Auf Naxos ist sie häufig und kommt auch bei uns im Garten vor. Sie baut ein waagerecht aufgespanntes Radnetz, in das sie nach außen hin immer mehr Radialfäden einarbeitet. Auch den Spiralfaden zieht sie in sehr engen Runden, so dass die „Maschen“ im ganzen Netz sehr fein sind. Im Gegensatz zu anderen Radnetzspinnen bringt sie keinen Klebstoff auf...