4. Juni
Das Mauer-Schuttkraut kommt auf Naxos an steinigen, trockenen Standorten vor, ist aber nicht sehr häufig im Gegensatz zum sehr ähnlichen Steifhaarigen Schuttkraut. Es ist eine kleine, leicht zu übersehende Pflanze. Das Mauer-Schuttkraut lässt sich an den merkwürdigen hornartigen Auswüchsen der Früchte erkennen; charakteristisch ist auch die gleichmäßige, vierzählige Anordnung der jungen Blätter. Die sehr kleinen, gelblichen Blüten stehen zu dritt, wobei die...
3. Juni
3. Juni
Als einziger europäischer Vertreter der Riesenschlangen (Boas) bleibt die Westliche Sandboa sehr klein; ihre Länge überschreitet selten einen halben Meter. Wie alle Boas erbeutet sie ihre Nahrung, vor allem Mäuse, durch Umschlingen. Außerdem ernährt sich die Sandboa auch von Eidechsen oder großen Wirbellosen. Sie hält sich viel unterirdisch in den Bauten kleiner Säuger auf (Mäuse etc.) und bevorzugt dememtsprechend Gegenden mit weichem Boden. Die Sandboa ist...
2. Juni
2. Juni
Die Lebermoose stellen eine eigene Abteilung (Marchantiophyta) innerhalb der Pflanzen. Sie stehen verwandtschaftlich in der Nähe der Moose (Bryophyta). Beide sind deutlich urtümlichere Gruppen als die Gefäßpflanzen (Bärlapppflanzen, Farne und Samenpflanzen). Die Lebermoose der Ordnung Marchantiales wachsen blattartig am Boden liegend. Ihr Thallus ist der Gametophyt, d.h. die haploide Generation (mit nur einem Satz genetischer Information, entsprechend der Ei- und...
1. Juni
1. Juni
Die Herbst-Drehwurz stammt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet, hat sich aber mit dem Aufkommen von Ackerbau und Viehzucht über ganz Mitteleuropa bis nach Südskandinavien ausgebreitet. Ihr Vorkommen ist an eine extensive Beweidung durch Schafe gebunden; entsprechend ist die Art inzwischen in vielen Gegenden Europas wieder verschwunden oder selten geworden. Die Herbst-Drehwurz blüht als einzige heimische Orchideen-Art im Herbst. Sie ist auf Naxos eher selten...
31. Mai
31. Mai
Im Unterschied zu den Schnecken besitzen die Muscheln zwei Schalen, die sie öffnen und schließen können. Diese sind kalkhaltig und (beim lebenden Tier) außen von einem Häutchen überzogen, dem Periostracum, das sich als Ligament auch über das Schloss zieht. Innen besitzten sie oft eine glänzende Perlmutterschicht. Die beiden Schalen werden durch das Schloss, das mit charakteristischen Zähnen ausgestattet ist, zusammengehalten. An dieser Knotigen Herzmuschel sieht...
30. Mai
30. Mai
Das Samtgras ist die einzige Art seiner Gattung und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet, ist aber heute in viele andere Gegenden der Welt verschleppt worden. Auf Naxos kommt es häufig in der Phrygana und an Weg- und Feldrändern vor. Es bleibt eher niedrig, ist aber sehr auffällig und leicht zu bestimmen mit seinen dichten, eiförmigen bis länglichen, puschelig-weichen Rispen. Diese bestehen aus dichtstehenden kleinen einblütigen Ährchen, die je zwei...
29. Mai
29. Mai
Die Gattung Ceratonia umfasst nur zwei Arten. Der Johannisbrotbaum (Karobbaum) ist im Mittelmeergebiet und in Vorderasien sowie auf den Kanaren verbreitet. Die Wildform stammt vermutlich aus Arabien; wegen der Nutzung seiner Früchte als Nahrungs- und Futtermittel ist er in der Antike und im Mittelalter im gesamten Mittelmeerraum eingebürgert worden. Der Johannisbrotbaum ist ein sehr hitze- und trockenheitsresistenter immergrüner Hartlaub-Baum, der vor allem auf...
28. Mai
28. Mai
Eine traditionelle Wassermühle bestand aus einem kleinen zweistöckigen Gebäude und dem „Mühlenturm“, durch den das Wasser aus der darüber gelegenen Zisterne in die Mühle floss, wodurch ausreichender Druck aufgebaut wurde. Im oberen Stockwerk der Mühle befinden sich die Mahlsteine: der in den Boden eingebaute untere, unbewegliche Stein und der obere bewegliche, der mit einer Metallspange an der Achse befestigt ist. Um die Steine läuft ein Metall- oder...
27. Mai
27. Mai
Die große, weltweit verbreitete Gattung der Helmkräuter umfasst über 400 Arten. Auf Naxos kommt nur eine Art vor, das Weiße Helmkraut, das im Norden von Naxos an schattigen, feuchten Stellen wächst. Die Blüten der Helmkräuter wachsen in sehr charakteristischen, regelmäßig einseitswendigen Scheinähren. Die großen Blätter sind herzförmig mit gekerbtem Rand. Im Blütenstand stehen große Tragblätter, die über doppelt so lang sind wie der Kelch. Der Kelch der...
26. Mai
26. Mai
Die Goldwespen umfassen über 1000 Arten. Die hübsche, metallisch glänzende Goldwespen-Art Stilbum cyanurum kann bei uns gelegentlich im Frühsommer beobachtet werden. Sie ist ziemlich scheu und unruhig und deswegen nicht leicht zu fotografieren. Die Larven der Goldwespen leben parasitisch; sie parasitieren an solitären Bienen- und Wespenarten, wobei sie entweder deren Futtervorrat oder die Larve oder Puppe selbst fressen. Manche Goldwespenarten sind auf eine...
25. Mai
25. Mai
Der Siebenbürger Schuppenkopf gehört zu den Pflanzen, die bislang auf Naxos und den Kykladen allgemein nicht nachgewiesen waren. Er kommt in wenigen Exemplaren an mindestens drei Stellen in der Gegend von Potamiá und Sangrí vor. Der Schuppenkopf wird gut einen Meter hoch mit langen leicht verzweigten Stielen, die die endständigen Blütenköpfchen tragen. Die Blätter sitzen vor allem im unteren Bereich des Stängels und sind gefiedert. Bei den weiter oben am Stängel...
24. Mai
24. Mai
Die Gattung Arbutus umfasst elf Arten, deren Verbreitungsgebiet den Mittelmeerraum und Mittelamerika umfasst. Auf Naxos kommt der Westliche Erdbeerbaum vor; er wächst auf der ganzen Insel nur in einem kleinen Gebiet oberhalb des verlassenen Dörfchens Skepóni. Dort gedeiht er unter anderem in einem kleinen, aber sehr interessanten artenreichen Wäldchen. Der Erdbeerbaum wird einige Meter hoch; nach Feuern treibt er aus Wurzelschossen wieder aus, so dass viele Bäume...
23. Mai
23. Mai
Das Große Ochsenauge ist auf Naxos sehr häufig. Es ist wenig scheu und kann gut beobachtet werden. Die Falter sind reviertreu; man trifft sie oft immer wieder an derselben Stelle an. Ochsenaugen sitzen meist mit geschlossenen Flügeln; die Oberseite der Flügel bekommt man nur selten zu sehen. Die Weibchen des Großen Ochsenauges besitzen ein hellbraunes Band auf der Oberseite (bei uns auf Vorder- und Hinterflügel) und einen großen Augenfleck mit zwei weißen Tupfern;...
22. Mai
22. Mai
Die Terebinthe gehört zur gleichen Gattung wie die Pistazie und der Mastixstrauch. Sie ist auf Naxos deutlich seltener als der Mastixstrauch und kommt an feuchteren Stellen in den Bergen vor. Sie ist an kalkhaltigen Untergrund gebunden. Im Gegensatz zum Mastixstrauch ist sie laubabwerfend; auf dem Bild unten links sieht man die Herbstfärbung der Blätter. Die kleinen runden Steinfrüchte sind essbar. Aus dem Harz der Terebinthe wurde früher Terpentin gewonnen, ein...
21. Mai
21. Mai
Der Dornige Akanthus ist eine Staude mit kräftigen, stacheligen, gefiederten Grundblättern, die einen bis über einen Meter hohen, dichten, ährigen Blütenstand mit zahlreichen Blüten treibt. Die Blüten sind röhrenförmige Lippenblüten, die nur aus einer weißen, leicht dreigespaltenen Lippe bestehen; auf der Oberseite sind die Blüten überdeckt durch eine rosafarbene, Blütenblatt-ähnliche Lippe des Kelches. Jede Blüte besitzt ein stacheliges Tragblatt. Der Eingang...
20. Mai
20. Mai
Die Große Königslibelle ist die größte europäische Libellenart. Sie lebt an stehenden Gewässern und kommt im größten Teil Europas vor. Auf Naxos ist sie mäßig häufig; teilweise sieht man sie auch weit vom Wasser entfernt jagen. Wie auch die anderen Edellibellen ist vergleichsweise schwer zu fotografieren, da sie im Fliegen jagt und sich nicht regelmäßig auf eine Warte setzt. Das Männchen der Großen Königslibelle hat eine grüne Brust und einen blauen Hinterleib mit...
19. Mai
19. Mai
Cynoglossum columnae, eine ostmediterrane Art, ist eine der zwei Hundszungen, die auf Naxos vorkommen, wobei beide eher selten sind. Sie gehört zu den Raublattgewächsen und ist auch tatsächlich auf Stängeln, Blättern und Blütenkelchen dicht abstehend, silbrig behaart. Es handelt sich um eine zweijährige Staude, die im ersten Jahr eine Rosette aus großen, einfachen Blättern bildet und im zweiten Jahr den bis über 50 cm hohen Blütenstand treibt. Die leicht...
18. Mai
18. Mai
Die wilde Linse Lens ervoides kommt im Mittelmeerraum und in Teilen Afrikas und Asiens vor. Auf Naxos ist sie bislang nur sehr selten nachgewiesen worden; ich habe sie in der Nähe von Apíranthos und am Flusstal nördlich von Ágios Dimítris gefunden. Lens ervoides ist eine zarte, kleine Pflanze mit schmalen gefiederten Blättern und langstieligen, kleinen, blauweißen Blüten. Die Hülsen sind kurz und breit und trugen in unseren Exemplaren je nur zwei Samen. Die Samen...
17. Mai
17. Mai
Der Milzfarn ist der häufigste Farn in den niedrigen Lagen von Naxos; er gehört zu den wenigen Farnarten, die sich an trockene Standorte angepasst haben. Er wächst vor allem in den Spalten von Felsen oder in alten Trockenmauern. Die Unterseite der dunkelgrünen, steifen Wedel ist von braunen Schüppchen bedeckt, die die Verdunstung verringern. Im Sommer rollen sich die Wedel ein, so dass die Unterseite sich nach außen wendet. Bei Wasserverlust kann die Pflanze ihren...
16. Mai
16. Mai
Die Gattung Medicago (Schneckenklee) ist mit weltweit etwa 110 Arten eine besonders große Pflanzengattung. Die bekannteste Art, die Luzerne (Medicago sativa), dient als Futterpflanze und ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Sie wurde angeblich von Darius aus der Landschaft Medien (im heutigen Iran) in Griechenland eingeführt und erhielt deswegen den griechischen Namen medikae, von dem sich die Gattungsbezeichnung Medicago ableitet. Fast alle in Europa...