Zum Hauptinhalt springen

19. Juli

19. Juli Die Attische Stabheuschrecke ist eigentlich keine Heuschrecke, sondern gehört zu den Gespenstschrecken, die den Heuschrecken äußerlich ähnlich, aber nicht näher mit ihnen verwandt sind. Die meisten Gespenstschrecken-Arten ahmen in ihrem Aussehen Blätter oder Zweige nach, so dass sie besonders gut getarnt sind und man sie nur selten entdeckt. Über 3.000 Arten sind bekannt; es werden jedoch ständig noch neue Arten beschrieben. Die größte Vielfalt erreichen sie im...

Weiterlesen

18. Juli

18. Juli Die mit dem Erdbeerklee verwandte Klee-Art Trifolium physodes kommt auf Naxos sehr häufig an schattigen, etwas feuchteren Standorten vor wie in Wäldern und an schattigen Wegrändern. Trifolium physodes bildet keine Ausläufer, aber oft langgestreckte, am Boden liegende Triebe. Die Blätter sind länglich-eiförmig und etwas zugespitzt. Die Blüten sind anfangs weiß und werden später dunkelrosa. Junge Pflanzen können mit dem Schwarzwerdenden Klee (Trifolium nigrscens)...

Weiterlesen

17. Juli

17. Juli Die Raue Stechwinde gehört zur schon aus der Kreidezeit bekannten Familie der Stechwindengewächse. Sie klettert auf anderen Pflanzen und kann so eine große Fläche bedecken. Ihre grünen, dünnen, extrem reißfesten Stängel tragen Stacheln, mit denen sie sich in den Trägerpflanzen verhaken. Die derben Blätter sind pfeil- bis herzförmig; auch sie tragen am Blattrand Stacheln. Die hübschen, duftenden Blüten sind dreiteilig mit gleichgestalteten, schmalen,...

Weiterlesen

16. Juli

16. Juli Die Vierstreifennatter wird unter den naxiotischen Schlangen mit Abstand am größten; sie kann bis 2,40 Meter Länge erreichen. Sie ist grau oder bräunlich gefärbt mit vier dunklen Längsstreifen, die sich den ganzen Körper entlang ziehen. Die Unterseite ist gelblich. Jungtiere sind gefleckt und sehen damit deutlich anders aus als die erwachsenen Tiere; bei der auf den Kykladen verbreiteten Unterart Elaphe quatuorlineata muenteri tritt der Farbwechsel aber schon...

Weiterlesen

15. Juli

15. Juli Obwohl man bei Enzianen wohl nicht gerade an Naxos denkt, kommen auf der Insel mehrere Enziangewächse vor: drei Tausendgüldenkräuter und ein Bitterling. Das Echte Tausendgüldenkraut (das auf Naxos nicht vorkommt) kann ähnlich wie Enzian aufgrund seiner Bitterstoffe als Heilkraut verwendet werden, z.B. als Appetitanreger, gegen Würmer und als Brechmittel. Häufigste Art bei uns ist Centaurium tenuiflorum. Es blüht erst im Mai und Juni, wenn die meisten anderen...

Weiterlesen

14. Juli

14. Juli Die Storaxbaumgewächse (Styracaceae) sind eine kleine Familie von gut 150 Arten in der Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales). Die meisten Arten finden sich in den Tropen Südamerikas und Südostasiens; alle Arten wachsen strauchförmig oder als kleine Bäume. Die größte Gattung mit gut 120 Arten sind die Storaxbäume (Styrax), von denen eine Art, der Echte Storaxbaum auch im Mittelmeergebiet vorkommt. Der Storaxbaum wächst gemeinsam mit Myrten und anderen Arten des...

Weiterlesen

13. Juli

13. Juli Foto von Doro Scharlau Die Spatzenzungen gehören zu einer weniger bekannten Pflanzengruppe, den Seidelbastgewächsen. Auf Naxos kommen zwei Spatzenzungen-Arten vor. Die Silberweiße Spatzenzunge gedeiht auf Naxos nur in den Bergen; vor allem ist sie in der Umgebung von Kóronos anzutreffen. Sie wächst als kleiner, bis etwa einen halben Meter hoher Strauch und bildet längliche bis verkehrt-eiförmige, silbrig behaarte Blätter. Die kleinen, gelblichen Blüten sind...

Weiterlesen

12. Juli

12. Juli Die interessante Schirmchenalge Acetabularia acetabulum ist unverwechselbar. Sie besteht aus einem Rhizoid, das am Untergrund verankert ist, und das im Frühling das schlanke Stielchen treibt, an dem sich im Sommer die runden Schirmchen bilden; in alle Teile der Alge ist Kalk eingelagert, so dass sie sehr steif ist. Schirmchenalgen sind eine sehr alte Algengruppe: Viele der heute existierenden Arten waren schon im Jura und der Kreidezeit weit verbreitet; sie sind...

Weiterlesen

11. Juli

11. Juli Die Johanniskräuter haben sitzende, einfache Blätter und gelbe, fünfzählige Blüten mit zahlreichen, in Büscheln sitzenden Staubblättern. Die meisten Johanniskraut-Arten weisen einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen auf; diese Pflanzen besitzen an Stängeln und Blättern sowie oft auch an den Blüten schwarze oder durchscheinende Öldrüsen. Bei den medizinisch nutzbaren Arten wie dem ebenfalls auf Naxos vorkommenden, dieser Art sehr ähnlichen Echten Johanniskraut,...

Weiterlesen

10. Juli

10. Juli Die Riemenzungen sind eine kleine Orchideen-Gattung mit nur wenigen Arten, die vor allem im Mittelmeerraum vorkommen. Die meisten Arten zeichnen sich dadurch aus, dass die Lippe stark riemenförmig verlängert ist. Auf Naxos kommt nur eine Art vor, das Riesenknabenkraut; es ist an schattigen Stellen vor allem im Zentrum der Insel anzutreffen. Das Riesenknabenkraut kann eine Höhe von einem halben Meter erreichen. Die kräftigen Blätter ähneln auf den ersten Blick...

Weiterlesen

9. Juli

9. Juli Die Korallen gehören gemeinsam mit den Seeanemonen in die Klasse der Blumentiere (Anthozoa), die zusammen mit den Hydrozoen (Hydrozoa) und Quallen den Tierstamm der Nesseltiere bilden. Die Nesseltiere sind eine „niedrigstehende“, auf den ersten Blick eher den Pflanzen ähnliche Tiergruppe. Ihre Angehörigen sind gewöhnlich klein, einfach gebaut und meist radiärsymmetrisch; charakteristisches Merkmal sind die Nesselzellen, die zum Einfangen und Abtöten...

Weiterlesen

8. Juli

8. Juli Der Großblütige Scheinkrokus (Romulea bulbocodium) sieht auf den ersten Blick einem Krokus ähnlich. Er ist aber leicht am oberirdischen Fruchtknoten zu erkennen: Die Romulea-Arten haben einen echten Blütenstiel, und ihre Blüte besitzt nur eine kurze Röhre, während im Gegensatz dazu beim Krokus der Fruchtknoten unterirdisch liegt und die Blüte mit einer langen, schlanken Röhre direkt aus dem Boden wächst. Ein klares Merkmal zur Unterscheidung der Scheinkrokusse von...

Weiterlesen

7. Juli

7. Juli Die Gattung der Wegeriche umfasst etwa 200 Arten. Die meisten Wegeriche besitzen eine bodenständige Blattrosette, seltener bilden die Pflanzen einen beblätterten Stängel aus. Die Blätter sind parallelnervig. Die kleinen, weißlichen oder bräunlichen, vierzähligen Blüten stehen in dichten, gestielten Köpfchen oder Ähren. Einige Arten können als Heilkräuter beispielsweise zur Behandlung von Wunden verwendet werden. Die meisten Wegerich-Arten wachsen an...

Weiterlesen

5. Juli

5. Juli Die etwa 40 Ulmen-Arten gehören zur mit den Brennessel- und den Rosengewächsen verwandten Familie der Ulmengewächse. In Europa kommen vier Ulmen-Arten vor, die allerdings im letzten Jahrhundert wegen des Ulmensterbens, einer vernichtenden, aus Asien eingeschleppten Pilzkrankheit, selten geworden sind. Auf Naxos gibt es zwei kleine Bestände der Feld-Ulme, einer bei Potamiá, einer bei Moní. Obwohl die Ulme ein eher anspruchsvoller Baum ist, der an wechselfeuchten...

Weiterlesen

4. Juli

4. Juli Foto von Winfried Scharlau Der Gänsegeier ist eine der Besonderheiten von Naxos. Außer Kreta gibt es keine weitere Insel in der Ägäis, auf der die Art brütet. Früher war der Gänsegeier auf Naxos sehr häufig, ist dann aber durch Verfolgung und Giftköder stark zurückgegangen, so dass man um den Fortbestand bangen musste; inzwischen ist die Kolonie wieder auf gut vierzig Exemplare angewachsen. Eine zeitlang bestand die absolut ungewöhnliche Situation, dass der...

Weiterlesen

3. Juli

3. Juli Die Gelbsterne, eine große, in Eurasien, Nordafrika und Nordamerika weit verbreitete Gattung, ist auf Naxos mit drei Arten vertreten. Gagea rigida kommt bei uns verstreut vor, ist aber sehr leicht übersehen: Man bemerkt die kleine Pflanze eigentlich nur zur sehr kurz anhaltenden Blütezeit im frühen Frühjahr, wenn sie wie ein kleines Sternchen in Gras und Phrygana leuchtet. Charakteristisch sind die spitzen Blütenblätter. Die trockene Jahreszeit überdauern die...

Weiterlesen

2. Juli

2. Juli Die Ägyptische Wanderheuschrecke kommt auf Naxos sehr häufig vor. Sie ist als adultes Tier grau gefärbt, während die Larve grün ist. Sie gehört zu den Kurzfühlerschrecken, wie man an den relativ kurzen Fühlern erkennen kann. Charakteristische Merkmale der Ägyptischen Wanderheuschrecke sind die Längsstreifen auf den Facettenaugen, die Punktierung am Rand des Halsschildes und die kräftigen Dornen an den Unterschenkeln der Sprungbeine. Auf der Nahaufnahme des Kopfes...

Weiterlesen

1. Juli

1. Juli Die Wilde Malve, eine häufige Pflanze in Gärten und Kulturland, wächst bei uns meist dem Boden anliegend, wobei sie sich mit ihren langen, dünnen Stängeln weit ausbreitet. Sie besitzt die typischen rundlichen fünflappigen Blätter der Malvengewächse und große rosa Blüten mit reichlich Nektar und Pollen. Die Blütenblätter weisen kräftige, dunklere Striche auf, die die bestäubenden Insekten zu den Nektarvorräten leiten. Die Knospen sind wunderschön eingerollt. Von...

Weiterlesen

30. Juni

30. Juni Bei dem ungewöhnlichen Stein auf dem oberen Bild handelt es sich um einen Oolith, bestehend aus runden Ooiden. Diese entstehen dadurch, dass sich Calcit (Calciumcarbonat) an kleine, im Meer schwimmende Sandkörner anlagert, die, wenn sie eine bestimmte Größe erreicht haben, zu Boden sinken und miteinander verbacken. Auch bei den Kristallen auf den unteren Bildern handelt es sich um Calcit, wobei diese Kristalle dadurch entstanden sind, dass eine calciumreiche...

Weiterlesen

29. Juni

29. Juni Das Anatolische Knabenkraut kommt in vielen Gegenden von Naxos an felsigen Standorten auf kalkhaltigem Gestein vor, so auch am Flusstal nördlich von Ágios Dimítris. Die Blüten besitzen eine lange gewölbte Lippe mit großen Seitenlappen und einem leicht eingekerbten Mittellappen; in der helleren Mitte der Lippe sitzen kleine dunkelrosa Punkte. Die Blüten besitzen einen sehr langen, auffälligen, aufwärts gebogenen Sporn. Sie können recht unterschiedlich gefärbt...

Weiterlesen