Zum Hauptinhalt springen

30. August

30. August Die Nelken sind eine große Pflanzengattung mit je nach Auffassung bis zu 600 Arten. Auf Naxos kommen fünf Arten vor. Die „Zimtnelke“ (Dianthus cinnamomeus) kommt bei uns in der Macchie vor; sie ist auf mehreren Ägäisinseln, auf Kreta und in der Türkei heimisch. Sie bildet einen kleinen Halbstrauch aus dünnen, wenig verzweigten und spärlich bebätterten Stielen, der im Juni zahlreiche Blüten treibt. Die Blüten besitzen einen langen, zylindrischen...

Weiterlesen

29. August

29. August Der Europäische Halbfinger ist eine von zwei Gecko-Arten, die auf Naxos vorkommen. Er wird bis zu 10 cm lang und hat eine hellbräunliche, ein wenig durchsichtig wirkende Färbung. Auf dem ganzen Körper sitzen kleine Warzen und Höcker. Charakteristisch sind die Haftscheiben an den Füßen, die die vorderen Zehen freilassen („Halbfinger“, im Gegensatz zum Mauergecko, wo sie sich über den ganzen Zeh erstrecken). Sie ermöglichen dem Halbfinger das Klettern...

Weiterlesen

28. August

28. August Das Etrurische Geißblatt gedeiht vor allem in der lichten Macchie, wo es als Liane oder auch als kleiner freistehender Strauch wächst. Auf Naxos kommt in der Gegend der Tragaía vor, ist aber nicht besonders häufig. Das Etrurische Geißblatt besitzt sommergrüne, elliptische Blätter und rundliche Blütenstände mit cremefarbenen Blüten mit einer sehr langen und schmalen Kronröhre, die in zwei Lippen ausläuft: die untere ist schmal und einfach; die obere drei- bis...

Weiterlesen

27. August

27. August Die Gelbstirnige Dolchwespe ist mit bis zu vier cm Körperlänge der größte Hautflügler Europas. Sie ist schwärzlich gefärbt mit behaartem Thorax und langgestrecktem Hinterleib mit zwei auffälligen gelben Querstreifen in der Mitte, während das Ende rötlich behaart ist. Die Flügel sind bräunlich getönt. Der Kopf trägt lange, kräftige Fühler. Die Männchen sind auf dem Thorax hellbraun behaart und besitzen einen eher kleinen und unauffällig schwarzen Kopf, während...

Weiterlesen

26. August

26. August Der Möhrenartige Breitsame ist (anders als sein prosaischer Name vermuten lässt) einer der schönsten Doldenblütler bei uns. Er wächst an trockenen, felsigen Berghängen, seltener auch im Kulturland und ist auf Naxos mäßig häufig. Er besitzt dreifach gefiederte, lang behaarte Blätter und strahlende Blüten, das heißt die äußeren Kronblätter der Randblüten an den Dolden sind stark vergrößert; sie bilden einen hübschen Kranz um die Dolde. Die Früchte des...

Weiterlesen

25. August

25. August Die Spinnen sind vor allem für ihre Fähigkeit Fäden und Netze zu spinnen bekannt; tatsächlich leitet sich ja auch ihr Name davon ab. Sie teilen diese Fähigkeit mit vielen Insekten (deren Larven Kokons spinnen), aber z.B. auch mit manchen Tausendfüßlern und Muscheln. Die Spinnseide wird bei den Spinnen von meist sechs Spinndrüsen abgesondert, die in deutlich sichtbaren Spinnwarzen an der Unterseite des Hinterleibs liegen. In den Spinndrüsen liegt die Seide noch...

Weiterlesen

24. August

24. August Auf Naxos kommt der Gemeine Efeu vor, eine von zehn Efeu-Arten. Er wächst vor allem an feuchten Standorten wie in Wäldern und Auwäldern. Er klettert meist auf Bäumen, aber auch auf Felsen und Mauern sowie an Gebäuden und Ruinen. Im Altertum war der Efeu dem Gott Dionysos geweiht, wurde aber auch mit dem Apollon verbunden. Stark mit Efeu bewachsene Stellen wurden als Wohnstätten des Dionysos angesehen. Die Anhänger seines Kultes bekränzten sich mit Efeu, der...

Weiterlesen

23. August

23. August Die Glockenblumen sind eine sehr große, vielgestaltige Gattung, die je nach Auffassung 300 bis 500 Arten umfasst. Sie zeichnen sich durch ihre meist blauen, glockenförmigen Blüten aus. Auf Naxos kommen zwei Arten vor, die im Aussehen und Vorkommen denkbar verschieden sind. Campanula calaminthifolia wächst nur in den Bergen, wo sie hier und da in Ritzen im Kalkgestein und Marmor gedeiht. Die Art blüht erst im Sommer. Sie kommt außer auf Naxos nur auf einigen...

Weiterlesen

22. August

22. August Die Kalkröhrenwürmer (Familie Serpulidae) gehören zu den Sedentariern, das heißt zu den sessilen Vielborstern (eine Klasse der Ringelwürmer). Sie bilden eine kalkhaltige Röhre, die auf dem Felsboden festsitzt, bei kleinen Arten auch auf anderen Substraten wie Algen und Schneckenschalen. Die Kalkröhre kann mit einem Operculum (Deckel) aus Kalk oder Horn verschlossen werden. Der Körper der Sedentarier ist in verschieden gestaltete Abschnitte unterteilt. Die...

Weiterlesen

21. August

21. August Die Liburnische Affodeline oder Junkerlilie kommt bei uns verstreut in der Macchie vor, ist aber nicht häufig. Sie besitzt schmale, grasartige Blätter, die nur in der unteren Stängelhälfte stehen und vor der Blüte einem Kiefernnadel-Büschel ähneln. Die schönen gelben Blüten mit den sehr schmalen, langen Blütenblättern öffnen sich erst am späten Nachmittag. Die Liburnische Affodeline gehört zu den Geophyten, die keine Zwiebeln oder Knollen ausbilden, sondern...

Weiterlesen

20. August

20. August Der Feigenkaktus ist eine kultivierte Opuntie mit recht schwach ausgebildeten Dornen; seine Heimat ist vermutlich in Mexiko zu suchen. Er bildet große sukkulente Pflanzen, die aus aufeinander sitzenden, eiförmigen, abgeflachten Triebabschnitten („Platykladien“) bestehen. Auf den Platykladien sitzen zahlreiche sogenannte Areolen, kleine, dornentragende Polster, die sich aus reduzierten Kurztrieben entwickelt haben. Die Areolen tragen kleine,...

Weiterlesen

19. August

19. August Die Azurjungfern sind kleine, schlanke Libellen. In Europa treten etwa 15 Arten auf, die sich teilweise sehr ähnlich sehen, so dass die Bestimmung schwierig ist. Die Gabel-Jungfer kommt hauptsächlich im Mittelmeerraum vor, breitet sich aber in den letzten Jahren auch in Mitteleuropa immer mehr aus. Sie lebt an stehenden Gewässern. Auf Naxos habe ich sie an den kleinen Wasserlöchern bei Kinídaros angetroffen; sie ist dort recht häufig. Die Azurjungfern zeigen...

Weiterlesen

18. August

18. August Überall auf Naxos trifft der Wanderer auf die alten aus Stein gemauerten Häuser, in denen die Hirten oder Bauern wohnten, wenn sie weit vom Dorf entfernt zu tun hatten. Es gibt verschiedene Bauweisen bei diesen Häusern, die mehr oder weniger aufwändig hergestellt sein können. Hier handelt es sich um ein kleines Steinhaus am Karkós südlich von Apíranthos, an dem man gut mehrere Aspekte der Architektur sehen kann. Die Häuser waren gänzlich aus dem lokalen Stein...

Weiterlesen

17. August

17. August Die Goldlack- oder Schöterich-Art Erysimum naxense ist auf Naxos endemisch. Sie ist recht groß und auffällig mit einem dichten, leuchtend gelben Blütenstand. Sie blüht früh im Frühjahr, wenn sie neben den Überresten des letztjährigen Blütenstandes wieder austreibt. Die Art besitzt zahlreiche lanzettliche, leicht gezähnte, quirlig stehende Stängelblätter und einen verzweigten, traubigen Blütenstand an der Spitze. Die recht großen Blüten sind goldgelb. Die langen...

Weiterlesen

16. August

16. August Die Rotalgen sind im Mittelmeer mit vielen Arten vertreten. Sie sind besonders vielfältig in ihrem Aussehen; es gibt sowohl verkalkte als auch unverkalkte Arten, die blättrig, strauchig, filigran verzweigt oder krustenförmig sein können. Viele haben eine rote oder rötliche Farbe; es treten aber auch weiße, graue, braune und grüne Färbungen auf. Die Rotalgen können entsprechend ihrer das grüne bis blaue Licht nutzenden Pigmente auch in etwas größeren...

Weiterlesen

15. August

15. August Das Felsen-Steintäschel wächst verstreut an felsigen Standorten in den Bergen von Naxos. Es bleibt meist recht klein, fällt aber wegen der intensiven Farbe der dichtstehenden Blüten auf. Es besitzt fleischige, eiförmige Blätter und in Kränzen stehende rosa Blüten. Die langlebige Unterart Aethionema saxatile ssp. creticum bildet ein echtes verholztes Stämmchen und sehr fleischige Blätter aus; die Unterart graecum ist ebenfalls mehrjährig, aber weniger langlebig...

Weiterlesen

14. August

14. August Die kleine Blauflügelige Ödlandschrecke ist bei uns sehr häufig, sowohl im Weinberg als auch in der Phrygana. Die Heuschrecken sind sehr schwer zu bestimmen und es gibt zahlreiche sehr ähnliche Arten, weswegen ich nicht für die Richtigkeit garantieren kann. Die Blauflügelige Ödlandschrecke kommt in einer grauen Form vor, die sich in vertrockneter Vegetation aufhält, sowie in einer hellbraunen Form, die farblich perfekt an die rötliche Erde angepasst ist. ...

Weiterlesen

13. August

13. August Die Hybrid-Ochsenzunge ist in vielen Gegenden von Naxos recht häufig. Die normale Form wächst aufrecht und besitzt dunkelviolette Blüten; eine andere Form, die in Küstennähe vorkommt, wächst niederliegend und besitzt rote Blüten. Die Hybrid-Ochsenzunge ist steif behaart und hat am Rand gewellte Blätter. Die Blüten besitzen eine lange Kronröhre, dreieckige Kronblattzipfel und auffällige weiße Schlundschuppen. Die Kelchblätter sind breit und etwa bis zur Hälfte...

Weiterlesen

12. August

12. August Die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) ist auf Naxos eher selten anzutreffen. Sie wird recht groß: Die Weibchen können bis zu 8 cm lang werden, Männchen erreichen 6 cm Körperlänge. Die Tiere können entweder grün oder braun sein. In den „Achselhöhlen“ trägt das Männchen einen weißblauen Fleck. Am dreieckigen Kopf fehlen die kleinen, zwischen den großen Facettenaugen gelegenen Warzen, an denen man die ähnliche Art Iris oratoria erkennen...

Weiterlesen

11. August

11. August Die Quallen gehören zu den Nesseltieren. Diese zeichnen sich durch einen Generationswechsel aus, bei dem sich eine frei im Plankton treibende Medusen- (= Quallen-) und eine sessile Polypengeneration abwechseln; bei vielen Nesseltieren fehlt aber die Medusen- oder die Polypengeneration oder ist sehr reduziert. Die Generationen sind in Aussehen und Lebensweise so unterschiedlich, dass sie ursprünglich oft als verschiedene Arten beschrieben worden sind. Oftmals...

Weiterlesen