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15. Mai

15. Mai Eine der häufigsten Krabbenarten auf Naxos ist die Felsenkrabbe mit einem bis 5 cm großen, fast viereckigen Rückenpanzer von dunkelgrauer, marmorierter Färbung. Sie lebt in Höhlen und Spalten um die Wasserlinie herum und kann mit ein bisschen Geduld leicht am Strand entdeckt werden. Sie ist ein Allesfresser und ernährt sich vor allem von kleinen Invertebraten und Detritus. Das Hinterleibsende ist bei den Krabben unter den Körper geschlagen; bei den Weibchen ist...

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14. Mai

14. Mai Die Kreuzblütler sind eine artenreiche Familie mit vierzähligen, meist gelblichen, weißen oder rosa- bzw. lilafarbenen Blüten und Schoten oder Schötchen als Früchte, die bei jeder Art eine etwas andere Form aufweisen. Ihre Blätter stehen meist in einer bodenständigen Rosette. Eine der häufigsten Arten bei uns ist das Brillenschötchen, dessen Schötchen aus zwei runden, einsamigen, am Rand kurz behaarten Teilfrüchten bestehen. Der Griffel bleibt auch bei der Frucht...

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13. Mai

13. Mai Die Heuschrecken-Sandwespe kann eine Größe von 2,5 cm erreichen und ist somit einer der größten Hautflügler bei uns. Sie ist schwärzlich gefärbt bis auf den orangeroten vorderen Hinterleib. Sandwespen falten ihre Flügel im Gegensatz zu vielen anderen Hautflüglern nicht zusammen. Die Heuschrecken-Sandwespe baut für ihre Larven Nester, die sie in die Erde gräbt, und fängt als Nahrung für sie Heuschrecken, die sie durch mehrere Stiche betäubt. Dabei kann sie...

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12. Mai

12. Mai Die Blattflechten-Gattung Parmelina umfasst etwa 40 Arten, die früher in der großen Gattung Parmelia standen. Es handelt sich um rosettig wachsende, epiphytische Arten mit oben hellgrauem, unten schwarzem oder braunem Thallus. Die drei hier vorgestellten Arten, Parmelina tiliacea, Parmelina pastillifera und Parmelina quercina, unterscheiden sich vor allem in ihren Fortpflanzungsorganen. Die geschlechtlichen Fortpflanzungsorgane der meisten Flechten, die...

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11. Mai

11. Mai Die Ölbaumblättrige Winde ist anhand ihrer großen tricherförmigen rosa Blüten sofort als Winde zu erkennen. Sie weicht jedoch in einigen Merkmalen von den typischen Winden ab; so wächst sie nicht windend, sondern als mehrjähriger, verholzender Strauch. Ihre Blätter sind nicht pfeilförmig, gekerbt oder tief eingeschlitzt, sondern einfach und ganzrandig. Ebenso wie die Stiele sind die Blätter anliegend seidig behaart; der Blütenkelch ist jedoch abstehend behaart,...

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10. Mai

10. Mai Die Gemeine Gabelzunge mit ihrem dichotom verzweigten Thallus gehört zu den Braunalgen. Während alle Landpflanzen aus den Grünalgen hervorgegangen sind, stellen die Braunalgen eine Gruppe mit einigen abweichenden Merkmalen dar. Das Studium einzelliger eukaryotischer Algen und Tiere sowie auch prokaryotischer Organismen (ohne Zellkern) enthüllt eine unendliche Vielfalt, eine Welt, in der die Evolution einfach alles ausprobiert hat, wobei manche Wege nur bei einem...

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9. Mai

9. Mai Die Krokusse blühen im Herbst oder frühen Winter nach den ersten stärkeren Regenfällen; sie gehören zu den Geophyten und bilden Knollen aus, mit denen sie die sommerliche Trockenzeit überdauern. Es gibt insgesamt etwa 88 Arten; das Verbreitungsgebiet umfasst Südeuropa, Südwestasien und Nordafrika, wobei viele Arten je nur in einem recht kleinen Gebiet auftreten. Eine ganze Reihe von Arten sind endemisch im Ägäisraum oder in Griechenland. Die Krokusse gehören zu den...

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7. Mai

7. Mai Die weltweit verbreitete Gattung Euphorbia umfasst gut 2.000 Arten; besonders viele, oft sukkulente Arten kommen in tropischen und subtropischen Regionen vor. Die Stängel geben einen stark reizenden Milchsaft ab, der nicht in Kontakt mit Augen und Schleimhäuten kommen sollte. Der giftige Saft der Palisaden-Euphorbie wurde früher auf Naxos zum Betäuben und Fangen von Fischen verwendet. Die Blüten der Euphorbien sind getrenntgeschlechtlich und sehr stark reduziert....

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6. Mai

6. Mai Die Ahornbäume sind mit den Rosskastanien verwandt und gehören zu den Seifenbaumgewächsen. In der Ägäis kommt der Kretische Ahorn vor. Es handelt sich um eine halbimmergrüne Art, die in den höheren Lagen die Blätter im Herbst abwirft, während sie sie in den niedrigeren Lagen bis zum Frühling behält. Der Ahorn ist eine der häufigsten Baumarten in den Bergen von Naxos; an geschützten Standorten wie in Flusstälern kommt er außerdem bis fast zur Küste hinab vor....

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5. Mai

5. Mai Die häufigste Seestern-Art bei uns ist der Dornenstern, den man an Steinstränden finden kann, wenn man größere Steine umdreht. Er hat eine bräunliche Farbe und ist daran zu erkennen, dass er auf der Oberseite relativ große Stacheln besitzt, die jeweils von einem Kranz winziger Greifzangen umgeben sind. Außerdem hat er meist mehr Arme als fünf (üblicherweise sieben), von denen oft einige sehr klein sind: Es handelt sich dabei um nach einer Teilung nachwachsende...

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4. Mai

4. Mai Der Frauenhaarfarn ist einer der häufigsten Farne weltweit; er ist überall verbreitet, wo es keinen Frost gibt. Er besitzt meist überhängende Wedel, die ein- bis zweifach gefiedert sind mit grazilen, schwarz gefärbten Stängeln und etwa rhombenförmigen Fiederblättchen. Auf Naxos wächst er an feuchten Stellen, an Quellen, Flüssen und Bächen; er ist die Zierde der lauschigen Flusstäler. An manchen Stellen bedeckt ein ganzes Hangstück, wo ausreichend Wasser fließt...

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3. Mai

3. Mai Die Grüne Reiswanze stammt ursprünglich vermutlich aus Ostafrika, hat sich aber durch den Menschen in weiten Gebieten der Erde ausgebreitet; auch im Mittelmeergebiet ist sie sehr häufig. Sie ist meist gänzlich grün gefärbt. Von der sehr ähnlichen Grünen Stinkwanze kann sie an den drei weißen Pünktchen am Vorderrand des Schildchens unterschieden werden. Das Schildchen (Rückenschild des mittleren Thoraxsegmentes) bildet ein großes Dreieck auf dem Rücken. Wie bei...

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2. Mai

2. Mai Auf Naxos kommen zwanzig Kleearten vor; die Gattung Trifolium ist eine der anrtenreichsten Gattungen der Schmetterlingsblütler. Sie zeichnen sich durch die große Vielfalt der Blütenfarben, der Formen der Blütenstände und der Früchte aus, insbesondere der Kelchblätter: Jede Art hat sich etwas anderes ausgedacht. Besonders einfallsreich ist der Bodenfrüchtige Klee. Er sieht auf den ersten Blick wie ein typischer Klee aus mit einer dem Boden anliegender Wuchsform und...

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1. Mai

1. Mai Der Phönizische Wacholder ist die häufigste Baumart auf Marmor in den heißen und trockenen Gebieten von Naxos, also vor allem im Süden der Insel, wo er ausgedehnte Bestände bildet, oft gemeinsam mit der Wilden Olive und dem Mastixstrauch. Die Wacholder sind die einzigen Nadelbäume auf den Kykladen: Die im Mittelmeergebiet ansonsten so häufigen Kiefern fehlen hier. Die Blätter des Wacholders sind zu kleinen Schüppchen zurückgebildet. Seine Blüten stehen in kleinen...

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30. April

30. April Die auf Naxos sehr häufige Alraune bildet große Rosetten aus elliptischen, runzeligen Blättern. In der Mitte der Rosette sitzen dicht an dicht die blass blauvioletten Blüten. Die rund Früchte nehmen, wenn sie reif sind, eine orangene Farbe an. Die Alraune bildet eine kräftige, verzweigte, entfernt Menschen-ähnliche Speicherwurzel aus, der seit alters her Zauberwirkung zugeschrieben wurde. Außer als Heilmittel bei Entzündungen, Abzessen, Husten, Schlangenbissen...

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29. April

29. April Auf Naxos kommt eine wilde Mandelart vor, Webbs Mandel, von der man annimmt, dass sie mit einigen Genen zur europäischen kultivierten Mandel (Prunus dulcis) beigetragen hat. Prunus dulcis wird in Griechenland seit 10.000 Jahren kultiviert. Schon im Altertum war Naxos für seine guten Mandeln bekannt; auch heute noch gibt es viele Mandelbäume auf der Insel. Webbs Mandel kommt auf Naxos in wenigen Exemplaren in Pánormos in der Nähe der frühbronzezeitlichen...

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28. April

28. April Die Riesen-Ameisenjungfer ist mit bis zu 8 cm Flügellänge der größte Netzflügler bei uns. Die nachtaktiven Tiere kommen oft im Frühsommer in die Nähe der Häuser, da sie durch das Lampenlicht angelockt werden. Wenn man sie tagsüber antrifft, fällt die Riesen-Ameisenjungfer aufgrund ihrer Größe auf, wenn sie eher unbeholfen davonflattert, verschmilzt aber aufgrund ihrer unregelmäßigen Musterung mit der Vegetation, sobald sie sich hinsetzt und ist dann kaum wieder...

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27. April

27. April Die Gattung der Hornblätter umfasst gut dreißig Arten. Sie ist die einzige Gattung in einer ganzen Ordnung, den Hornblattartigen, die nach neueren molekulargenetischen Untersuchungen als Schwestergruppe der Zweikeimblättrigen Pflanzen angesehen wird. Von beiden für die Ägäis angegebenen Hornblatt-Arten, dem Rauhen und dem Zarten Hornblatt, gibt es nur wenige und verstreute Nachweise. Auf den Kykladen und in der ganzen südlichen Ägäis hat es bislang keine...

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26. April

26. April Die beeindruckendste Bockkäfer-Art bei uns heißt Purpuricenus desfontainii. Die Käfer erreichen eine Körperlänge von knapp zwei Zentimetern. Die Flügeldecken sind orangerot mit schwarzen Enden; sie sind samtig behaart. Auch das Halsschild ist orangerot; es weist fünf rote Flecken auf, von denen die drei hinteren mit dem schwarzen Hinterrand verschmolzen sein können. Kopf, Beine und Fühler sind schwarz. Bei den Weibchen sind die Fühler etwa körperlang; bei den...

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25. April

25. April In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde zur Vereinfachung des Transports des Schmirgels von den Minen zum Verladehafen in Moutsoúna eine Seilbahn gebaut. Die Hauptstation mit dem Dieselmotor befand sich bei den koronidiatischen Minen, von wo aus die Seilbahn über den Berg zu den apiranthitischen Minen und dann nach Moutsoúna führt; außerdem gab es vier weitere Verladestationen. Der Bau der Seilbahn, damals das größte industrielle Bauunternehmen im...

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