Die Tamariskengewächse (Tamaricaceae) umfassen gut 100 Arten in fünf Gattungen; bei den meisten Arten handelt es sich um Sträucher und kleine Bäume. Sie gehören zu den Caryophyllales (Nelkenartige) und sind am nächsten mit den Frankenien verwandt. Die Tamariskengewächse sind in den Trockengebieten Eurasiens und Afrikas verbreitet. Die größte Gattung ist Tamarix mit etwa 90 Arten, von denen mehrere im Mittelmeergebiet vorkommen. Sie sind an basische Böden gebunden und...
Wolfsmilchgewächse, Euphorbiaceae
Die weltweit verbreiteten Wolfsmilchgewächse sind eine artenreiche, vielfältige Familie innerhalb der Ordnung der Malpighienartigen (zu der auch die Johanniskräuter, Leingewächse, Weiden und viele mehr gehören). Die Wolfsmilchgewächse umfassen 240 Gattungen mit etwa 6000 Arten. Auf Naxos kommen Vertreter von vier Gattungen vor: je eine Art der Gattungen Chrozophora und Mercurialis (Bingelkräuter), etwa 10 Arten der Gattung Euphorbia (Wolfsmilch) und der auf einer eigenen...
Hahnenfuß und Scharbockskraut, Ranunculus
Auf Naxos kommen etwa 20 Arten der Familie Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) vor. Diese gehören sechs Gattungen an: Adonis, Anemone, Clematis, Delphinium, Nigella und Ranunculus. Diese Seite stellt nur die Gattung Ranunculus (einschließlich der ehemaligen Gattung Ficaria) vor. Die übrigen Gattungen werden auf der Seite Hahnenfußgewächse I behandelt.
Hahnenfuß, Ranunculus
Die große Gattung der Hahnenfüße ist mit über 600 Arten in allen Gegenden der Welt außer den...
Scheinkrokusse, Romulea
Der Großblütige Scheinkrokus sieht auf den ersten Blick einem Krokus oder einer kleinen Herbstzeitlosen-Art ähnlich. Er ist aber leicht am oberirdischen Fruchtknoten zu erkennen: Die Romulea-Arten haben einen echten Blütenstiel, und ihre Blüte besitzt nur eine kurze Röhre, während im Gegensatz dazu beim Krokus und der Herbstzeitlose der Fruchtknoten unterirdisch liegt und die Blüte mit einer langen, schlanken Röhre aus dem Boden wächst. Ein klares Merkmal zur...
Ikaria-Schneeglöckchen, Galanthus ikariae
Es mag viele ein wenig überraschen, dass es auf Naxos wilde Schneeglöckchen gibt, aber doch: Hier sind sie! Sie wachsen überwiegend in den Bergen, so auf der Spitze des Kóronos-Berges, am Troúllo bei Komiakí, in der Nähe des Friedhofs von Kóronos und im Flusstal südöstlich von Apíranthos. Sie blühen im Februar und März, und, wie man auf den Bildern sieht, gegebenenfalls tatsächlich im Schnee! In diesem Jahr (2025) fand ich zu meiner großen Überraschung auch ein paar...
Therophyten: Einjährige Pflanzen
Die Therophyten, also die Einjährigen Pflanzen oder Annuellen, verfolgen eine ganz andere Strategie als alle mehrjährigen Pflanzen: Sie beschränken ihre Lebensdauer auf die günstige Zeit des Jahres und überdauern die ungünstige Periode als Samen. Entsprechend ist ihr ganzes Bestreben auf die Produktion vieler Samen ausgerichtet, während beispielsweise die Ausbildung von tiefen Wurzeln, von Speicherorganen und Strukturen, die der Reduktion der Verdunstung dienen, nicht...
Hemikryptophyten: Staudenpflanzen
Die Hemikryptophyten oder Stauden sind mehrjährige (oft zweijährige) Pflanzenarten, deren oberirdische Teile wie bei den Geophyten während der ungünstigen Jahreszeit absterben, die sich aber nicht gänzlich in unterirdische Teile zurückziehen, sondern deren Erneuerungsknospen, zwischen totem oder lebendem Pflanzenmaterial geschützt, an der Erdoberfläche liegen.
Strategie
Die Hemikryptophyten sind eine sehr erfolgreiche Pflanzengruppe. Sie sind auf Naxos durch sehr viele...
Geophyten: Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen
Als Geophyten (= Kryptophyten) werden die mehrjährigen Pflanzen bezeichnet, die die ungünstige Jahreszeit nicht oberirdisch, sondern nur in ihren unterirdischen Teilen überdauern. Sie bilden zu diesem Zweck unterirdische Speicherorgane aus, bei denen es sich um verdickte Wurzeln bzw. Rhizome oder um Zwiebeln oder Knollen handeln kann.
Die meisten Geophyten sind niedrige Pflanzen mit kleinen, oft schmalen Blättern. Wenn man sie ausgräbt, sieht man das verdickte...
Chamaephyten: Zwergsträucher
Als Chamaephyten bezeichnet man mehrjährige, oberirdisch überdauernde Pflanzen, die niedriger sind als die Phanerophyten (Sträucher und Bäume): die Grenze zwischen den beiden Formen wird bei einer maximalen Höhe (der Erneuerungsknospen) von einem halben Meter festgelegt.
Auf Naxos kommen etwa 75 Zwergsträucher vor, das heißt ungefähr 8 Prozent der Pflanzenarten sind Chamaephyten. Dieser Anteil wirkt zwar niedrig, ist aber hoch im Vergleich zu den meisten anderen...
Phanerophyten: Bäume, Sträucher und Lianen
Als Phanerophyten werden mehrjährige Pflanzen bezeichnet, die ganzjährig auch in ihren oberirdischen Teilen überleben und bei denen die Erneuerungsknospen mehr als einen halben Meter hoch liegen; es fallen also Bäume und große Sträucher sowie mehrjährige kletternd wachsende Arten darunter. Auf Naxos spielen entsprechend des ungünstigen Klimas mit der langen Sommertrockenheit die Bäume eine vergleichsweise geringe Rolle im Artenspektrum; trotzdem kommen hier immerhin etwa...
Silber-Weide und Silber-Pappel, Salix alba und Populus alba
Die Familie der Weidengewächse gehört zur großen Ordnung der Malpighiales, die insgesamt etwa 16.000 vor allem tropische Arten umfasst, von denen die meisten Gehölze sind. Zu den Weidengewächsen gehören die Gattungen der Weiden und der Pappeln; dazu kommt die Gattung Chosenia mit nur einer Art, sowie neuerdings gut 50 früher in die Familie der Flacourtiaceae gestellte Gattungen.
Hier kann man direkt zu den Gattungen springen (zurück kommt man durch Zurückblättern):...
Blumen-Esche, Fraxinus ornus
Die Blumen-Esche gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (in der Ordnung der Lippenblütlerartigen), die mit 25 Gattungen und etwa 600 Arten weltweit verbreitet ist. Ihre bekanntesten Vertreter sind außer dem Ölbaum und den Eschen die als Zierpflanzen genutzten Arten Jasmin, Forsythie, Flieder und Liguster sowie Steinlinden (Phillyrea). Die Eschen sind mit etwa 50 Arten vor allem in den gemäßigten und subtropischen Regionen der Nordhalbkugel anzutreffen.
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Echter Kapernstrauch, Capparis spinosa
Der Kapernstrauch ist einer der wenigen europäischen Vertreter der größtenteils in den Tropen und Subtropen verbreiteten, zu den Kreuzblütlerartigen gehörenden Familie der Kaperngewächse (Capparaceae) mit je nach Aufteilung etwa 20 Gattungen und 600 Arten. Die Gattung Capparis ist die größte Gattung der Familie mit etwa 270 bis 400 Arten. Die würzigen Blütenknospen sowie auch die jungen Blätter und Früchte der Art sind in Salzlake mit Essig eingelegt essbar; ihre Nutzung...
Feld-Ulme, Ulmus minor
Das Auftreten der Feld-Ulme in zwei kleinen Beständen auf Naxos ist eher überraschend; in Anbetracht der Tatsache, dass auch die Schwarzerle und Silberweide auf der Insel auftreten, kann man jedoch davon ausgehen, dass es sich um natürliche Vorkommen handelt (wohl Restbestände aus den feuchteren Perioden der Eiszeiten). Die Bäume gedeihen jedenfalls gut und vermehren sich bestens.
Die etwa 40 Ulmen-Arten gehören zur mit den Brennessel- und den Rosengewächsen verwandten...
Morgenländische Platane, Platanus orientalis
Die Morgenländische Platane ist eine von etwa zehn in Nordeuropa und Eurasien verbreiteten Arten der Gattung Platanus, der einzigen Gattung der Familie der Platanengewächse. Diese gehören zu den Silberbaumartigen (Proteales), einer der “Basalen Ordnungen” der Eudikotyledonen; es handelt sich also um vergleichsweise ursprüngliche Arten. Die Morgenländische Platane kommt vom östlichen Mittelmeergebiet bis zum Himalaya vor. Die natürlichen Standorte aller Platanen...
Schwarzerle, Alnus glutinosa
Die Erlen gehören zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae), die in der Ordnung der Buchenartigen stehen. Es gibt etwa 35 Erlen-Arten, die hauptsächlich in Eurasien und Nordamerika verbreitet sind.
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Schwarzerle, Alnus glutinosa, (L.) Gaertn.
Die Schwarzerle kommt in ganz Europa vor; sie erreicht in Griechenland ihre südliche Verbreitungsgrenze. Sie braucht feuchte Standorte und wächst vor allem in Auwäldern und Sümpfen. Die Schwarzerle wird nicht...
Lauch, Allium
Die Unterfamilie der Lauchgewächse Allioideae ist nach neueren Untersuchungen in die Familie der Amaryllisgewächse zu stellen, zu der auch die Narzissen und Goldbecher gehören. Sie umfasst etwa 15 Gattungen und 800 Arten, von denen die allermeisten der Gattung Allium angehören; die anderen Gattungen umfassen je nur wenige Arten und sind nur in der Kapregion und in Südamerika anzutreffen.
Die 550 bis 700 Lauch-Arten sind weltweit verbreitet mit einem Schwerpunkt im...
Krokus, Crocus
Die Krokusse blühen im Herbst oder frühen Winter nach den ersten stärkeren Regenfällen; sie gehören zu den Geophyten und bilden Knollen aus, mit denen sie die sommerliche Trockenzeit überdauern. Es gibt insgesamt etwa 88 Arten, die in Südeuropa, Südwestasien und Nordafrika vorkommen. Das Hauptverbreitungsgebiet liegt im Mittelmeerraum; viele Arten treten nur in einem recht kleinen Gebiet auf. Eine ganze Reihe von Arten sind endemisch im Ägäisraum oder in Griechenland. Die...
Gewöhnliche Schmerwurz, Dioscorea communis
Die Gewöhnliche Schmerwurz (Dioscorea communis = Tamus c.) gehört zur ursprünglichen Familie der Yamswurzelgewächse (Dioscoraceae), deren einzige Art bei uns vorkommende Art sie ist. Die Yamswurzelgewächse sind vor allem in den Tropen verbreitet. Es handelt sich bei allen um windende oder kletternde ausdauernde Pflanzen mit dreizähligen Blüten mit gleichgestalteten Kelch- und Kronblättern und mit Rhizomen oder Knollen als Speicherorganen. Eine ganze Reihe von Arten wird...
Faltenlilie und Gelbsterne, Gagea
Die Faltenlilien und Gelbsterne (Gagea) gehören zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) mit 16 Gattungen und gut 600 Arten, die außer den Lilien und den Gelbsternen beispielsweise auch die Tulpen umfasst. Die Liliengewächse bilden immer eine Zwiebel aus; wie die meisten Einkeimblättrigen besitzen ihre dreiteiligen Blüten einen doppelten Kranz aus gleichgestalteten Blütenhüllblättern, sechs Staubblätter und drei Fruchtblätter. Sie kommen in Eurasien (vor allem in...



















