Autor: astrid
11. Februar
Der Würfelturban ist eine der häufigsten Schnecken an der Meeresküste. Sie lebt in der Gezeitenzone und besitzt entsprechend eine sehr kompaktes Gehäuse mit besonders dicker Wand. Die Schnecken ziehen sich tagsüber unter Steine und in Felsspalten zurück. Nachts kommen sie zur Oberfläche und raspeln dort den Algenbelag von den Steinen ab. Bei uns kommen drei Arten vor, wobei Phorcus turbinatus (oberes Foto) und Phorcus articulatus (untere Fotos) die häufigeren...
10. Februar
10. Februar
Die Scheinkrokusse sind den Krokussen ähnlich und gehören wie diese zu den Schwertliliengewächsen. Romulea columnae, eine der drei auf Naxos vorkommenden Scheinkrokus-Arten, bildet nur ein winziges, sehr leicht zu übersehendes Pflänzchen. Die Art war auf Naxos bislang erst einmal nachgewiesen worden; sie blüht im Februar oder März. Durch Zufall entdeckte ich mehrere der winzigen Pflänzchen mit unauffälligen cremeweißen Blüten auf unserem Grundstück; und...
9. Februar
9. Februar
Die auf Naxos häufigste Kleinlibellen-Art ist die Illyrische Federlibelle, die griechische Unterart der in Europa und Westasien weit verbreiteten Blauen Federlibelle. Auf Naxos kommt sie an kleinen Fließgewässern vor. Charakteristisch für die Gattung sind die verbreiterten Schienen der hinteren Beinpaare. Die Männchen sind hellblau, die Weibchen beige gefärbt mit artspezifischer schwarzer Zeichnung am Hinterleib und an der Brust. Typisch für die Art sind...
8. Februar
8. Februar
Mit den Flechten von Naxos fühle ich mich besonders verbunden, da ich meine Diplomarbeit über die epiphytischen Flechten der Insel geschrieben habe – ein interessantes Thema, da darüber noch fast nichts bekannt war. In den höheren Lagen der Insel kann man an nebelreichen Standorten dicht mit Strauchflechten bewachsene Bäume finden. Ramalina fraxinea ist eine der Arten, die besonders dichte Bestände bildet. In Mitteleuropa ist diese Art an vielen Stellen...
7. Februar
7. Februar
Die Östliche Gamswurz, eine von 12 europäischen Gamswurz-Arten, ist auf Naxos selten. Sie wächst in schattigen Wäldern in der Bergregion; ich kenne sie aus Sífones, einem Waldstückchen südlich von Apíranthos und vom bewaldeten Hang südöstlich von Komiakí, wo sie in großer Zahl gedeiht. Es ist eine meiner liebsten Blumen auf Naxos, über die ich mich immer besonders freue: Mit ihren großen leuchtend gelben Blüten mit dem Kranz an schmalen langen Zungenblüten und...
6. Februar
6. Februar
Der Gemeine Strauchdieb gehört zu den Raubfliegen. Er fängt seine Beute im Flug, nachdem er sie von einer Warte aus erspäht hat. Dabei kann er auch sehr große Beutetiere überwältigen (oberes Bild: mit großer Schwebefliege, unten links: mit Bergzikade). Entsprechend ihrer Lebensweise besitzen die Raubfliegen einen dicken Thorax, den sie für ihre starke Flugmuskulatur benötigen, und sehr leistungsfähige Augen. Während die Weibchen einen schmal zugespitztes...
5. Februar
5. Februar
Die Meerzwiebel ist erste Pflanze, die im Herbst zu blühen beginnt. Dann erscheinen überall in der Phrygana die hohen Blütenstände, die mich immer an Kerzen erinnern, die von unten nach oben abbrennen, so wie die Blüten allmählich aufgehen und wieder verblühen. Als anspruchslose, mit ihrer dicken Zwiebel sehr trockenheitsresistente Pflanze, die außerdem wegen ihrer Giftigkeit nicht von den Ziegen gefressen wird, gedeiht die Meerzwiebel auch in den ödesten...
4. Februar
4. Februar
Der naxiotische Beinwell wurde früher als eigene, d.h. auf Naxos endemische Art abgetrennt (Symphytum naxicola). Heute betrachtet man ihn als Unterart von Symphytum davisii, der je in einer Unterart auf vier Inseln der zentralen Ägäis vorkommt: auf Naxos, Amorgos, Ikaria und Folegandros. Symphytum davisii ssp. naxicola ist auf Naxos sehr häufig, wächst jedoch nur an feuchten und schattigen Standorten in der Bergregion. Wie bei den meisten Raublattgewächsen...
3. Februar
3. Februar
Die dem Heiligen Johannes dem Theologen geweihte Friedhofskirche von Danakós ist mit bemerkenswerten Wandmalereien ausgeschmückt, die erst im letzten Jahr freigelegt worden sind. Der größte Teil der Wandmalereien ist in die Zeit des Bildersturms zu datieren, d.h. etwa das 9. Jahrhundert. In dieser Zeit wurde die bildliche Darstellung Gottes und der Heiligen verboten und viele Ikonen und Wandmalereien wurden zerstört oder übertüncht. Statt mit Heiligenfiguren...
2. Februar
2. Februar
Beim Schnorcheln kann man gelegentlich die leicht zerbrechlichen Skelette eines Herzigels finden, die sich dadurch auszeichnen, dass sie anders als die der Seeigel nicht ganz rund geformt sind. Der Kleine oder Gewöhnliche Herzigel besitzt weiche, dichtsitzende, am Ende leicht verbreiterte Stacheln, mit deren Hilfe er sich langsam durch den Sand gräbt. Mithilfe sogenannter Kittfüßchen, die bis über einen halben Meter weit ausgestreckt werden können, baut er...
1. Februar
1. Februar
Die größte Blume auf Naxos ist der Riesenfenchel: Sein Blütenstand kann eine Höhe von drei Metern erreichen. Er ist jedoch anders als auf manchen anderen ägäischen Inseln selten und kommt nur verstreut vor. In unserer Umgebung wächst er im Flusslauf oberhalb der Bucht von Azalás in einem großen Exemplar, das jedes Jahr die großen, fein zerteilten Blätter bildet, aber nur in manchen Jahren auch einen Blütenstand treibt. Die hohlen Blütenstängel werden in...
Unsere besten Wünsche…
…für besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Hier in Azalas war es zu Weihnachten regnerisch – das schönste Wetter für uns!
Dieses Jahr ist der Regen besonders willkommen: Im letzten Winter hat es mit 435 mm bei uns besonders wenig geregnet. Außerdem hatte der Regen im Frühling schon sehr früh aufgehört, was für die Vegetation besonders ungünstig ist. Entsprechend sind auf den Hügeln oberhalb von Agios Dimitris die Bäume und Sträucher so braun...
31. Januar
31. Januar
Der Ameisenlöwe ist ein ganz besonderes Tier. Es handelt sich um die Larve einer Gruppe von Netzflüglern, die Ameisenjungfern genannt werden. Ameisenlöwen leben räuberisch in der Erde und sind perfekt an diese Lebensweise angepasst. Der Körperbau ist sehr einfach mit einem dicken Hinterleib, kurzen Beinchen und einem kleinen schmalen Kopf. Um ihre Beute zu fangen, graben die Ameisenlöwen einen Trichter in die Erde, indem sie im rückwärts im Kreis krabbeln und...
30. Januar
30. Januar
Der Blasen-Wundklee ist (wie so viele Pflanzen und Tiere) im Jahr 1753 von Carl von Linné, dem großen schwedischen Naturforscher, als Anthyllis tetraphylla erstbeschrieben worden. Später wurde er als Tripodion tetraphyllum in eine eigene Gattung gestellt. Er gehört zu den Schmetterlingsblütlern mit der typischen zygomorphen (entlang einer Achse spiegelsymmetrischen) Blüte dieser Familie, die aus Fahne (hier weiß), Flügeln und Schiffchen besteht (hier gelb,...
29. Januar
29. Januar
Die Steinkreise des in der Nähe von Tsikalarió gelegenen Friedhofs aus der geometrischen Epoche mögen auf den ersten Blick nicht sehr interessant erscheinen, sind jedoch in vieler Hinsicht sehr ungewöhnlich. Die Bestattung der Toten in Tumulus-Gräbern war zwar in der geometrischen Epoche üblich, der Friedhof bei Tsikalario ist jedoch in vielen Aspekten in ganz Griechenland einzigartig. Am Beginn des Friedhof-Geländes, neben einer Straße, die von der Tragaia...
28. Januar
28. Januar
Die Kornrade ist eine sogenannte Segetalpflanze, d.h. eine Pflanze, die ausschließlich in Getreidefeldern wächst. Sie stammt ursprünglich vermutlich aus dem Mittelmeergebiet, ist jedoch durch den Getreidebau über die ganze Erde verbreitet worden. Heute ist sie durch die modernen Methoden der Saatgutreinigung in den meisten Gebieten fast vollständig verschwunden und gilt in Mitteleuropa als stark bedroht. In früheren Zeiten war sie ein sehr unbeliebtes...
27. Januar
27. Januar
Der kleine Felsküsteneinsiedler ist bei uns der häufigste Einsiedlerkrebs. Er ist an den recht kleinen, leicht rötlich gefärbten Scheren mit schwarzen Spitzen und den schwarzen Augen mit kleinen weißen Punkten zu erkennen. Da der Krebs ständig in einem Schneckenhaus lebt, besitzt er einen rückgebildeten und wenig verhärteten Panzer. Der Einsiedlerkrebs auf dem Bild links unten ist auf meiner Hand – zu meiner Überraschung – aus seinem Schneckenhaus...
26. Januar
26. Januar
Die Kretische Zistrose ist auf Naxos weit verbreitet, insbesondere auf saurem Gestein in der Mitte und im Norden der Insel. Sie ist an den großen rosa Blüten erkennbar, deren Blütenblätter immer etwas zerknittert aussehen. Die Kretische Zistrose besitzt ein duftendes Harz, das sie besonders an heißen Tagen absondert. Aufgrund dieses Harzgehaltes ist die Zistrose sehr brennbar: Sie fördert Brände, um freie Flächen zu schaffen, auf denen sie besser gedeihen kann...
25. Januar
25. Januar
Der Bienenwolf ist natürlich kein Wolf, sondern eine Wespenart, die Honigbienen als Nahrung für ihre Nachkommenschaft erbeutet. Im oberen Bild sieht man ein Weibchen des Bienenwolfes (an der typischen weißen Gesichtsmaske zu erkennen), wie es auf seiner Warte sitzt und nach Honigbienen Ausschau hält. Wenn es eine mögliche Beute erspäht, überprüft es am Geruch, ob es sich um eine Honigbiene handelt, dann ergreift es sie und lähmt sie so schnell durch einen...
24. Januar
24. Januar
Tropfsteine sind wundersame Schöpfungen der Natur. Im oberen und unteren linken Bild handelt es sich um Sinterröhrchen, die Vorläufer der Tropfsteine. Im Gegensatz zu Tropfsteinen sind Sinterröhrchen innen hohl. In ihrem Innern fließt langsam Wasser, das von seinem Weg durch das kalkhaltige Gestein der Höhlendecke mit Kalk gesättigt ist. Wenn das Wasser das Ende des Röhrchens erreicht und dort einen Wassertropfen bildet, entweicht aus ihm Kohlendioxid, was dazu...
