Autor: astrid
12. April
Auf Naxos kommen fünf Arten aus der Familie der Primelgewächse vor, die sich größtenteils ziemlich unähnlich sehen. Eine dieser Arten ist das Efeublättrige Alpenveilchen, das auf Naxos häufig und weit verbreitet ist. Es kommt überwiegend an schattigen Standorten vor, wächst aber auch in den niedrigeren Lagen in kleinen Waldresten und in der Macchie. Alpenveilchen sind mehrjährige Pflanzen, die flache Knollen ausbilden, die die Sommertrockenheit gut überstehen....
11. April
11. April
Die Gebänderte Prachtlibelle ist der Blauflügel-Prachtlibelle auf den ersten Blick sehr ähnlich. Wenn man genauer hinschaut, kann man sehen, dass die Flügel bei dieser Art nur in ihrem hinteren Teil blau gefärbt sind, während sie im vorderen Teil durchsichtig sind. Die Weibchen sind schwieriger zu unterscheiden; ihre Flügel sind wie bei den Weibchen der Gebänderten Prachtlibelle bronzefarben, aber durchsichtiger, so dass man durch sie hindurchsehen kann, auch...
10. April
10. April
Die Blauflügel-Prachtlibelle ist eine der hübschesten Libellen-Arten auf Naxos. Sie kommt an kleinen Fließgewässern vor, zum Beispiel am Fluss in der Nähe von Apóllonas, ist aber ziemlich selten. Die Männchen besitzen einförmig blau gefärbte Flügel. Die Flügel der Weibchen sind bronzefarbenen und, von der Seite übereinanderliegend gesehen, undurchsichtig. Wie bei allen Libellen leben die Larven im Wasser und ernähren sich räuberisch von kleinen Wassertieren. Die...
9. April
9. April
Das zu den Hahnenfußgewächsen gehörende Adonisröschen besitzt intensiv rote Blüten. Der Name der Pflanze leitet sich aus der griechischen Mythologie ab: Die Blume soll aus den Tränen der Aphrodite entsprossen sein, als diese um den Jüngling Adonis weinte, der auf der Jagd von einem Eber getötet worden war; die Blüten wurden vom Blut des Adonis rot gefärbt. Die Früchte sind kleine Nüsschen, die in einem dichten Fruchtstand stehen. Sie besitzen ein Elaiosom, einen...
8. April
8. April
In der archaischen Zeit, im 6. Jahrhundert v. Chr., bauten die Einwohner von Naxos unter Lygdamis eine Wasserleitung, die das Wasser von den Quellen bei Flerió in der Gegend von Mélanes zur Hauptstadt der Insel transportierte; diese lag damals schon im Bereich der Chóra, also an derselben Stelle wie heute. Die Wasserleitung hat eine Länge von 11 km und ein Gefälle von etwa 2%; an einer Stelle durchsticht sie einen kleinen Hügel, an einer anderen überwindet sie...
7. April
7. April
Der Hübsche Aronstab ist wie alle Aronstäbe ein Geophyt und bildet Knollen als Überdauerungsorgane, aus denen im Winter nach den ersten Regenfällen die großen, pfeilförmigen Blätter treiben. Im Frühjahr bildet sich der Blütenstand, der von einem langen, cremefarbenen, nur im untersten Teil zu einer Röhre geschlossenen Hochblatt umhüllt ist, aus dem der obere, sterile Teil des Blütenkolbens herausragt. Im Blütenkolben speichert die Pflanze Stärke, die zur Zeit der...
6. April
6. April
Alles Insekten besitzen ein Exoskelett, d.h. der Körper wird durch eine steife äußere Hülle aus Chitin gestützt. Im Lebenslauf der Insekten gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen dem Larvenstadium, in dem die Insekten viel Nahrung aufnehmen, stark wachsen und sich mehrfach häuten, aber oft noch einen einfacheren Körperbau insbesondere ohne Flügel zeigen, und dem adulten Tier, das sich nicht mehr häutet, kein Wachstum zeigt und manchmal nur wenig oder gar...
5. April
5. April
Das Neptungras ist keine Alge, sondern eine höhere Pflanze, die sekundär wieder ins Meer gewandert ist. Es wächst insbesondere auf sandigen und schlammigen Böden, auf denen es mit seinen echten Wurzeln einen besseren Halt finden kann als die Algen. In Tiefen von einigen Metern vor der Küste bildet es große Wiesen, die als Sauerstoffproduzent und Lebensraum für unzählige Tierarten von ganz besonderer Bedeutung sind und die auch durch das Abbremsen des Wellengangs...
4. April
4. April
Die Opuntienspinne ist eine in den tropischen und subtropischen Regionen der Welt weit verbreitete Spinne. Auf Naxos ist sie häufig und kommt auch bei uns im Garten vor. Sie baut ein waagerecht aufgespanntes Radnetz, in das sie nach außen hin immer mehr Radialfäden einarbeitet. Auch den Spiralfaden zieht sie in sehr engen Runden, so dass die „Maschen“ im ganzen Netz sehr fein sind. Im Gegensatz zu anderen Radnetzspinnen bringt sie keinen Klebstoff auf...
3. April
3. April
Die Sommerwurzen sind parasitisch lebende Pflanzen, die keine Photosynthese betreiben, sondern ihre Nährstoffe aus den Wurzeln anderer Pflanzen entnehmen. Sommerwurzen sind unterschiedlich wirtsspezifisch; manche Arten wachsen nur auf einer einzigen Wirtsart, andere auf vielen. Sie bilden sehr kleine Samen in großer Zahl (bis zu mehreren 100.000 pro Pflanze), die vom Wind verbreitet werden. Die Samen keimen nur in unmittelbarer Nähe einer Wirtspflanze, da ihre...
2. April
2. April
Der Nickende Sauerklee ist vermutlich die häufigste Pflanze auf Naxos. In den Olivenhainen der Tragaía, auf Feldern und an Wegrändern im Westteil der Insel und eigentlich überall, wo genügend Erde zur Verfügung steht, wächst er fast flächendeckend. Er gehört zu den frühesten Pflanzen, die im Winter austreiben und blühen; danach macht er Platz für die späteren Pflanzen. Der Nickende Sauerklee ist auf Naxos nicht heimisch, sondern stammt aus Südafrika. Vor etwa 200...
1. April
1. April
Ab und zu finde ich in unserem Garten ein Tier, das mit ganz neu ist. Vor ein paar Jahren entdeckte ich – bislang erst dieses eine Mal – zwei besonders kuriose Besucher: zwei kleine Fanghafte. Der Fanghaft wird knapp 1,5 cm lang und ist gelb gefärbt mit einer bräunlichen Zeichnung. Die Augen stehen weit außen am beweglichen, dreieckigen Kopf. Somit ähneln die Fanghafte in Aussehen und Lebensweise den Gottesanbeterinnen. Sie ernähren sich von...
31. März
31. März
Der Erd-Burzeldorn gehört zur Familie der Jochblattgewächse, deren einziger Vertreter er bei uns ist. Er ist in tropischen und subtropischen Regionen der Erde weit verbreitet. Auf Naxos findet man ihn verstreut an Straßenrändern und in Feldern und Gärten. Er besitzt paarig gefiederte Blätter und kleine gelbe fünfzählige Blüten. Die Pflanze ist filzig behaart. Die Früchte sind Kapselfrüchte mit langen Stacheln, die je zu fünft zusammen sitzen; der Fruchtstand...
30. März
30. März
Die Scheinfichten-Kratzdistel kommt auf Naxos nur beim Dorf Liónas vor. Sie wächst hier hauptsächlich chasmophytisch in der Steilwand am Dorfeingang; die Pflanze kann jedoch auch an anderen Standorten gedeihen. Die Blütenköpfe sind von etwa zehn Reihen kleiner Hüllblätter umgeben, von denen die oberen lila getönt und schmal zugespitzt sind, die unteren grünlich und zurückgeschlagen. Die langen lila Röhrenblüten stehen weit über die Blütenköpfe hinaus....
29. März
29. März
Die Myrte, der einzige europäische Vertreter der großen tropischen Familie der Myrtengewächse, der die Klimaveränderungen der Eiszeiten überlebt hat, kommt auf Naxos im Zentrum und im Norden der Insel an feuchten Standorten vor. Sie wächst als immergrüner Strauch; auf den Blättern sind Drüsen mit ätherischen Ölen als feine Pünktchen sichtbar. Die schönen, weißen Blüten besitzen fünf Kronblätter und zahlreiche lange Staubblätter. Die Früchte, dunkelblaue...
28. März
28. März
Wenn ich im Frühsommer im Garten das Gemüse gieße, kann ich oft eine interessante Wespe beobachten, die Südliche Mauerwespe, die an den gewässerten Beeten Lehm für ihre Nester sammelt. Dazu sucht sie sorgfältig Erde aus, die genau die richtige Feuchtigkeit besitzt; diese formt sie mithilfe der Vorderbeine und der Fühler zu einem runden Ball. Den Lehmball trägt sie fliegend zu ihrem Nest, das sie zum Beispiel unter dem Dach unserer offenen Garage anlegt. Dort...
27. März
27. März
Den Fluss, der im Tal nördlich von Kinídaros verläuft und ganzjährig Wasser führt, überquert eine alte Brücke, die sorgfältig mit handbehauenen Steinen errichtet ist. Früher gab es viele Brücken dieser Art auf Naxos, über die die größeren Wege der Insel führten; einige von ihnen sind immer noch in Nutzung, andere sind heute durch moderne Brücken ersetzt. Die Baumeister, die Brücken herstellten, stammten üblicherweise aus Moní, wo es einen Marmorsteinbruch gab und...
26. März
26. März
Der Zweiblättrige Blaustern ist in Europa vor allem in der submediterranen Zone weit verbreitet. Er ist ein Frühjahrs-Geophyt, d.h. eine Zwiebelpflanze, die in den laubabwerfenden Wäldern vor dem Austreiben der Bäume blüht; stellenweise kann er große Teppiche bilden. Auf Naxos ist der Zweiblättrige Blaustern sehr selten. Er kann nur an kühleren, ausreichend feuchten Standorten gedeihen und ist somit auf die Bergregion beschränkt; außerdem ist er eine Waldpflanze...
25. März
25. März
Auf dem Bild oben sieht man den Kopf einer Mannazikade mit den kurzen, dünnen Fühlern, den Facettenaugen an den Seiten und in der Mitte zwei kleinen Punktaugen, die der Horizontwahrnehmung und Lichtkompass-Orientierung dienen. Mannazikaden leben fünf Jahre lang als Larve in der Erde, wo sie sich von Pflanzenwurzeln ernähren. Als adulte Tiere saugen sie den Xylem-Saft von Bäumen, deren Leitungsbahnen sie mit ihrem Rüssel anstechen, den sie, wenn sie ihn nicht...
24. März
24. März
Die Gewöhnliche Gelbflechte, Xanthoria parietina, ist die häufigste epiphytische Flechte auf Naxos. Mit ihrer leuchtend gelben Farbe fällt sie schon von weitem ins Auge. Es handelt sich um eine Blattflechte, d.h. eine Flechte mit einem flachen, dem Untergrund mehr oder weniger anliegenden, aber von ihm ablösbaren Thallus. Am Außenrand des rosettenförmigen Thallus sind die Lappen oft etwas in die Höhe gehoben. Im Zentrum des Thallus stehen oft viele Apothecien,...