Autor: astrid
2. Mai
Auf Naxos kommen zwanzig Kleearten vor; die Gattung Trifolium ist eine der anrtenreichsten Gattungen der Schmetterlingsblütler. Sie zeichnen sich durch die große Vielfalt der Blütenfarben, der Formen der Blütenstände und der Früchte aus, insbesondere der Kelchblätter: Jede Art hat sich etwas anderes ausgedacht. Besonders einfallsreich ist der Bodenfrüchtige Klee. Er sieht auf den ersten Blick wie ein typischer Klee aus mit einer dem Boden anliegender Wuchsform und...
1. Mai
1. Mai
Der Phönizische Wacholder ist die häufigste Baumart auf Marmor in den heißen und trockenen Gebieten von Naxos, also vor allem im Süden der Insel, wo er ausgedehnte Bestände bildet, oft gemeinsam mit der Wilden Olive und dem Mastixstrauch. Die Wacholder sind die einzigen Nadelbäume auf den Kykladen: Die im Mittelmeergebiet ansonsten so häufigen Kiefern fehlen hier. Die Blätter des Wacholders sind zu kleinen Schüppchen zurückgebildet. Seine Blüten stehen in kleinen...
30. April
30. April
Die auf Naxos sehr häufige Alraune bildet große Rosetten aus elliptischen, runzeligen Blättern. In der Mitte der Rosette sitzen dicht an dicht die blass blauvioletten Blüten. Die rund Früchte nehmen, wenn sie reif sind, eine orangene Farbe an. Die Alraune bildet eine kräftige, verzweigte, entfernt Menschen-ähnliche Speicherwurzel aus, der seit alters her Zauberwirkung zugeschrieben wurde. Außer als Heilmittel bei Entzündungen, Abzessen, Husten, Schlangenbissen...
29. April
29. April
Auf Naxos kommt eine wilde Mandelart vor, Webbs Mandel, von der man annimmt, dass sie mit einigen Genen zur europäischen kultivierten Mandel (Prunus dulcis) beigetragen hat. Prunus dulcis wird in Griechenland seit 10.000 Jahren kultiviert. Schon im Altertum war Naxos für seine guten Mandeln bekannt; auch heute noch gibt es viele Mandelbäume auf der Insel. Webbs Mandel kommt auf Naxos in wenigen Exemplaren in Pánormos in der Nähe der frühbronzezeitlichen...
28. April
28. April
Die Riesen-Ameisenjungfer ist mit bis zu 8 cm Flügellänge der größte Netzflügler bei uns. Die nachtaktiven Tiere kommen oft im Frühsommer in die Nähe der Häuser, da sie durch das Lampenlicht angelockt werden. Wenn man sie tagsüber antrifft, fällt die Riesen-Ameisenjungfer aufgrund ihrer Größe auf, wenn sie eher unbeholfen davonflattert, verschmilzt aber aufgrund ihrer unregelmäßigen Musterung mit der Vegetation, sobald sie sich hinsetzt und ist dann kaum wieder...
27. April
27. April
Die Gattung der Hornblätter umfasst gut dreißig Arten. Sie ist die einzige Gattung in einer ganzen Ordnung, den Hornblattartigen, die nach neueren molekulargenetischen Untersuchungen als Schwestergruppe der Zweikeimblättrigen Pflanzen angesehen wird. Von beiden für die Ägäis angegebenen Hornblatt-Arten, dem Rauhen und dem Zarten Hornblatt, gibt es nur wenige und verstreute Nachweise. Auf den Kykladen und in der ganzen südlichen Ägäis hat es bislang keine...
26. April
26. April
Die beeindruckendste Bockkäfer-Art bei uns heißt Purpuricenus desfontainii. Die Käfer erreichen eine Körperlänge von knapp zwei Zentimetern. Die Flügeldecken sind orangerot mit schwarzen Enden; sie sind samtig behaart. Auch das Halsschild ist orangerot; es weist fünf rote Flecken auf, von denen die drei hinteren mit dem schwarzen Hinterrand verschmolzen sein können. Kopf, Beine und Fühler sind schwarz. Bei den Weibchen sind die Fühler etwa körperlang; bei den...
25. April
25. April
In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde zur Vereinfachung des Transports des Schmirgels von den Minen zum Verladehafen in Moutsoúna eine Seilbahn gebaut. Die Hauptstation mit dem Dieselmotor befand sich bei den koronidiatischen Minen, von wo aus die Seilbahn über den Berg zu den apiranthitischen Minen und dann nach Moutsoúna führt; außerdem gab es vier weitere Verladestationen. Der Bau der Seilbahn, damals das größte industrielle Bauunternehmen im...
24. April
24. April
Der Kleinfrüchtige Affodill oder Asphodill ist im Frühling mit seinen bis über einen Meter hohen verzweigten Blütenständen mit großen sternförmigen Blüten eine auffällige Pflanze auf Naxos. Seine langen und schmalen grundständigen Blätter sind durch eingelagerte Kristalle so hart, dass sie von Ziegen nicht gefressen werden; entsprechend kann der Affodill auch an stark beweideten Standorten gedeihen. Die mehrjährige Pflanzen überdauert den Sommer in...
23. April
23. April
Der Große Wanderbläuling ist in Europa auf die mediterrane Region beschränkt; außerdem kommt er in vielen tropischen und subtropischen Gegenden der Welt vor. Er gehört mit bis zu 35 mm Flügelspannweite zu den größeren Bläulingen. Meist sitzen die Falter mit geschlossenen Flügeln, so dass man nur die Unterseite der Flügel sieht. Diese ist weißlich mit einem komplizierten beigen Streifenmuster; dabei bleibt eine breitere weiße Binde in der Nähe des Hinterrandes...
22. April
22. April
Der Schopf-Lavendel ist auf Naxos nur an manchen Stellen häufig. Er wächst an sauren Standorten wie in der Granitregion im Zentrum der Insel. Bei Azalas findet man ihn hier und da auf Schiefer. Im Vergleich zum Echten Lavendel ist der Schopf-Lavendel etwas weniger aromatisch. Er besitzt grüngraue, lineale Blätter und kompakte Blütenstände. Der Blütenstand des Schopf-Lavendels wirkt wie ein dichter, wolliger, grauer „Kolben“ aus den Kelch- und...
21. April
21. April
Manchmal wird der Studierende selbst zum Studienobjekt: Hier begegnen sich die Entomologin und der Anthropologe. Iris oratoria ist eine von drei ähnlichen Gottesanbeterinnen-Arten, die bei uns vorkommen. Sie ist meist grün gefärbt. Die Weibchen besitzen einen dicken Hinterleib mit kürzeren Flügeln, während die Flügel bei den Männchen das Hinterleibsende erreichen – hier haben wir es mit einem Männchen zu tun. Wie bei allen Gottesanbeterinnen bleiben die...
20. April
20. April
Auf Naxos kommen vier Eichenarten vor. Eine davon ist die laubabwerfende Flaumeiche, ein Charakterbaum der submediterranen Klimazone und der montanen Stufe in der mediterranen Klimazone („supramediterran“). Die Flaumeiche kommt im Zentrum der Insel und in den mittleren und höheren Lagen sehr häufig vor. Es gibt sowohl sehr große und alte, meist einzelstehende und vermutlich angepflanzte Exemplare (Bild oben) als auch Wäldchen mit natürlicher...
19. April
19. April
Als Flechten werden Pilze bezeichnet, die eine obligatorische Symbiose mit Algen eingehen. Der Pilz bildet mit seinen Hyphen den Flechtenthallus, nimmt Wasser und Nährstoffe auf und schützt die Algen vor Austrocknen und UV-Strahlung. Die Algen, die in die mittlere Thallusschicht eingebettet sind, betreiben die Photosynthese und versorgen den Pilz mit Energie. Die Hundsflechten (Gattung Peltigera) haben Blaualgen (Cyanobakterien) als Symbiosepartner. Es sind...
18. April
18. April
Es gibt viele Arten an Schwämmen, die endolithisch im Gestein leben; bei uns ist die häufigste Art der Gelbe Bohrschwamm. Der Schwamm lebt in Kammern, die er ins Gestein ätzt; von außen sieht man die zahlreichen als gelbe Punkte erscheinenden Papillen mit den Ausströmöffnungen über die der Schwamm das Wasser, das er filtriert, wieder ausscheidet. Der Bohrschwamm ist überaus effektiv darin, das Gestein „abzubauen“. Er bewerkstelligt das auf...
17. April
17. April
Auf Naxos kommt in der zentralen Region und in den Bergen häufig die Nelkenart Dianthus diffusus vor (Bild unten links). Sie besitzt rosa Blüten mit schwachen Strichen auf den Blütenblättern, deren Zähne recht abgerundet sind. Die Außenkelchblätter sind kurz. Bei uns tritt außerdem in wenigen Exemplaren Dianthus tripunctatus auf (Bild unten rechts), die bislang auf Naxos nicht nachgewiesen war. Sie besitzt je drei rote Punkte auf den Blütenblättern, deren...
16. April
16. April
Die Palästina-Grasskabiose blüht gegen Ende des Frühjahrs; sie kommt bei uns in der Phrygana vor. Sie gehört zu den Kardengewächsen, die heute als Unterfamilie zu den Geißblattgewächsen gestellt werden. Die Grasskabiosen sind eher kleine Pflanzen mit langen, kaum beblätterten Stängeln und lanzettlichen Blättern. Der Blütenstand ist ein lockeres Köpfchen mit kleineren Blüten in der Mitte, während bei den Randblüten je die äußeren drei Blütenblätter vergrößert...
15. April
15. April
Foto von Winfried Scharlau
Die Krähenscharbe kommt auf Naxos überall an der Küste vor. Sie brütet an Felsen in kleinen Kolonien und legt meist drei Eier in ein einfaches Nest aus Pflanzenteilen. Oft sieht man schwimmende Krähenscharben auf der Nahrungssuche: Sie tauchen nach kleinen Fischen und anderen Meerestieren wie Tintenfischen und Würmern. Die Krähenscharbe kann bis zu 45 m tief tauchen. Üblicherweise bleibt sie etwa eine halbe Minute unter Wasser. Nach...
14. April
14. April
Einer der charakteristischen Doldenblütler auf Naxos ist die Steifhaarige Gummiwurz. Wie die meisten Doldenblütler ist sie eine ausdauernde Staude, die im Winter zuerst die großen gefiederten, in einer Rosette stehenden Blätter bildet. Im Frühling treibt der kräftige Blütentrieb aus der Mitte der Rosette. So wie der Blütenstand sich bildet, beginnen die Blätter zu verwelken. Die gelben, kleinen Blüten mit zurückgeschlagenen Blütenblättern sitzen in lockeren...
13. April
13. April
Granit (Migmatit, Granodiorit) und Gneis bestehen bekanntlich aus Feldspat, Quarz und Glimmer. Sie verwitterern unter dem Einfluss von Feuchtigkeit vor allem chemisch, da die Feldspate sich unter der Einwirkung von Feuchtigkeit in lösliche Tonmineralien umwandeln, die mit dem Regenwasser davongetragen werden. Dabei verwittern die Blöcke besonders stark an ihrer beschatteten und somit feuchteren Nord- sowie der Unterseite. So bilden sich die merkwürdigen, von...