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Skeponi 2

– ein verwunschener Gebirgsbach und Erdbeerbäume Skepóni heißt die Gegend oberhalb des großen Stausees nördlich der Chóra, am westlichen Abhang des Kóronos-Berges. Den Spaziergang zur verlassenen Siedlung haben wir schon beschrieben; um dorthin zu gelangen, muss man an der Weggabelung oberhalb des Hirtenhofes nach links abbiegen und den nördlichen Flussarm überqueren. Die rechte Straße führt in steilen Biegungen weiter den Berg hinauf bis zu einem umzäunten, noch...

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Ein Tümpel bei Kinidaros

Bei uns im östlichen Teil der Insel bestehen die Berge hauptsächlich aus Marmor und verwandten Gesteinen. Anders in Zentral-Naxos: Hier ist die Wurzel des Gebirges aus Granit (bzw. Migmatit) und Gneis freigelegt. Ende Mai machten wir einen Spaziergang durch die Gneislandschaft in der Nähe des Marmorwerks an der Straße von Kinídaros nach Moní: Wir wollten einen Teich suchen, den wir als blaue glänzende Wasserfläche vom Gipfel des Kóronos-Berges ausgemacht hatten. ...

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Bei Atsipapi

Wenn man vom Dorf Kóronos aus Richtung (Süd-)Osten fährt, gelangt man auf eine Hochebene mit aufgegebenen Feldern und Olivenhainen. Hier liegt die kleine, schon lange verlassene Siedlung Atsipápi mit ihren malerischen Steinhäusern und einer von hohen Bäumen beschatteten Quelle. Blick über die Hochfläche mit aufgegebenen Getreidefeldern; im Hintergrund das Argokili In der Nähe von Atsipápi wird auf einer kleinen Anhöhe eine große Wallfahrtskirche gebaut, der Panagía...

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Mauervegetation bei Koronos

Auf Naxos stehen außer im westlichen Bereich nur an wenigen Stellen ebene Flächen zur Verfügung, die für eine großflächigere Kultivation geeignet sind. In der Bergregion mussten die Bauern für den Anbau von Pflanzen, die mehr Erde benötigen, wie vor allem Gemüse und Obstbäume sowie Wein, die Hänge terrassieren. Die Terrassen schützen nicht nur die oft spärliche Erde vor dem Wegschwemmen durch die Winterregen, sondern ermöglichen auch eine gleichmäßige Bewässerung. Zum Bau...

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Von Koronos nach Skado

Kóronos und Skadó sind zwei typische, urtümliche Gebirgsdörfer von Naxos. Sie liegen am Rande eines der schönen, fruchtbaren Hochtäler der Gebirgsregion, nordöstlich des fast 1000 Meter hohen Gebirgrückens des Kóronos-Berges. Das Hochtal von Kóronos mündet nach Osten in ein steiles, karges, teilweise fast schluchtartiges Tal, das bei dem winzigen Hafenörtchen Liónas das Meer erreicht. Unsere Wanderung beginnt am Pass, der nach Kóronos führt, der Pórta...

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Durch die Phrygana

Die schönste Zeit für Wanderlustige, Blumenfreunde und botanisch Interessierte ist auf Naxos der Frühling, also etwa (je nach den Wetterbedingungen) von Ende März bis Anfang Mai. Dann ist die Hauptblütezeit für die meisten Pflanzen: Überall wachsen Wucherblumen und Margeriten, Mohn und Winden, zahlreiche Klee- und Wickensorten und vielerlei Lippenblütler. Wer im April auf Naxos ist, der sollte es nicht versäumen, einen Spaziergang durch die Phrygana zu machen, die...

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Kap Stavros bei Moutsouna

Kap Stavros bei Moutsouna ist das einzige größere Kap der Insel Naxos. Es erstreckt sich etwa anderthalb Kilometer ins Meer. Unsere Ferienhäuser liegen ungefähr zwei Kilometer nördlich des Kaps. Wir haben über die Bucht von Azalas einen herrlichen Blick auf dessen Spitze, die sich leicht nach Norden wendet. Blick von Norden auf Agios Dimitris und das Kap; rechts im Hintergrund Moutsouna Das Wort „Azalas“ (das „z“ wird als weiches „s“...

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Das Circalitoral

Das Circalitoral beginnt dort, wo das Licht zu schwach wird, als dass lichtliebende Organismen (wie beispielsweise das Seegras) gedeihen könnten, also etwa ab 30 bis 50, in sehr klaren Gewässern auch 100 Metern Tiefe. An Nordhängen oder vor allem in Höhlen treten Arten des Circalitorals jedoch auch schon viel näher an der Oberfläche auf. Ich tauche selbst nicht und schnorchele nur sehr wenig. Alle Fotos auf dieser Seite stammen von Themos Bogiatsoglou, dem ich herzlich für...

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Das Infralitoral

Das Infralitoral beginnt an der unteren Wasserlinie, das heißt es umfasst den ständig untergetauchten Bereich des küstennahen Benthals. Nach unten reicht bis zu der Tiefe, ab der lichtliebende Arten wie das Seegras und viele Algenarten nicht mehr gedeihen können. Entsprechend seiner großen Ausdehnung und der Tatsache, dass die Organismen hier keinem Trockenfallen ausgesetzt sind, ist das Infralitoral viel artenreicher als die darüber gelegenen Zonen. Das Infralitoral...

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Das Eulitoral

Das Eulitoral oder Mesolitoral ist die Gezeitenzone; es ist als der Bereich zwischen der oberen und der unteren Wasserlinie (mittlere Wasserlinien von Flut und Ebbe) definiert. In Gegenden mit starken Gezeiten, insbesondere im Watt, hat das Eulitoral eine enorme Ausdehnung, ist voller Leben und spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem. Im Mittelmeergebiet ist die Gezeitenzone dagegen entsprechend des geringen Tidenhubes auf eine schmale Zone von oft nur wenigen Zentimetern...

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Was in den Algen lebt

Die benthischen, das heißt auf dem Boden festsitzenden Algen bieten unzähligen Tieren einen Lebensraum. Da die meisten dieser Tierarten ziemlich klein sind, muss man sich schon etwas bemühen, um sie überhaupt zu entdecken. Viele kann man erst finden, wenn man die Algen abpflückt und mit der Lupe untersucht. Den besten Lebensraum bieten verschiedene Cystoseira-Arten (Ährentang), die mit ihrem dichten Gezweig ein ideales Versteck für zahlreiche Tiere bieten. Die meisten...

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Aspekte der Evolution der Algen

Die ersten Lebewesen der Erde waren Bakterien (und Archaeer, eine heute eher seltene, noch wenig erforschte bakterienähnliche Abteilung, die sich jedoch deutlich sowohl von den Bakterien als auch von den Eukaryoten (Pflanzen, Tiere, Pilze) unterscheidet). Diese Organismen lebten im Meer und deckten ihren Energiebedarf aus chemischen Reaktionen mit Schwefelwasserstoff oder auch Wasserstoff (die Erdatmosphäre war damals noch sauerstofffrei). Verwandte von ihnen existieren...

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Algen

Algen haben generell keinen besonders guten Ruf. Die meisten Menschen denken, wenn es um Algen geht, an Killeralgen, an giftige Algenblüten oder einfach an rutschige, knochenbrechende, häßliche Überzüge auf feuchten Steinen. Ja, auch das gehört zum Thema Algen. Algen können lästig oder gar gefährlich werden, insbesondere da wo das natürliche Zusammenspiel der Organismen eines Lebensraumes durch zu großen Nährstoffeintrag aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. ...

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Die Entstehung der Mittelmeerflora und -fauna

Die Vorläufer-Ozeane des Mittelmeeres, die Paläo- und die Neotethys, waren tropische Ozeane, die in der Nähe des Äquators lagen. Entsprechend lebte in ihnen, wie aus Fossilfunden bekannt ist, eine tropische Pflanzen- und Tierwelt ähnlich der heute beispielsweise im Indischen Ozean verbreiteten Arten. Im Jura und in der Kreide existierten riesige Korallenriffe in den damals weit ausgedehnten Schelfgebieten von Afrika und in den relativ flachen Ozeanarmen sowie auf den...

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Oliven: Tsakistés

Die Oliven sind reif! Bei uns sind sie eigentlich schon ziemlich lange reif; wir haben die ersten schon Mitte August gepflückt. In Azalas sind wir im Garten immer besonders früh dran; in den kühlen Bergen werden viele Früchte erst zwei oder drei Monate später reif als bei uns. Jetzt, Anfang Oktober, werden die Oliven bei uns schon schwarz, das heißt, es ist höchste Zeit zu pflücken. Oliven für Öl zu ernten hat (noch) keinen Zweck, da die Ölmühlen noch gar nicht geöffnet...

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Meerzwiebel, Drimia maritima

Die erste Pflanze, die im Herbst wieder austreibt, meist noch deutlich vor den ersten Regenfällen, ist die Meerzwiebel (Drimia maritima = Urginea m.). Ihr Name kommt daher, dass sie vor allem in den wärmsten, meernahen Lagen auftritt. Sie bildet eine dicke Zwiebel, die einer großen Küchenzwiebel ähnlich ist. Ab Mitte August wächst aus den Zwiebeln ein bis über einen Meter hoher Blütenstand, eine Traube mit hübschen, kleinen, weißen Blüten, die nach und nach von unten nach...

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Das Lebensformenspektrum von Naxos

Das Lebensformen-Spektrum von Naxos Von großer Aussagekräftigkeit über die Vegetation eines Gebietes ist das sogenannte Lebensformenspektrum. Die Pflanzen werden eingeteilt in folgende Lebensformen: Phanerophyten Chamaephyten Geophyten Hemikryptophyten Therophyten Hydrophyten Phanerophyten (Bäume, Sträucher und Lianen) Chamaephyten (Zwergsträucher) Geophyten (Knollen-, Zwiebel- und Rhizompflanzen) Hemikryptophyten (Staudenpflanzen) Therophyten...

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Beweidung

Fast alle Pflanzen der Insel Naxos müssen sich mit dem Problem der Beweidung auseinandersetzen, da es nur sehr wenige Stellen gibt (wie etwa die Auwälder oder extrem schlecht erreichbare Felsstandorte), die nicht oder nur wenig beweidet werden. Schafe beweiden vor allem die Krautschicht, das heißt Gräser und andere meist einjährige Pflanzen, die zwischen den Sträuchern gedeihen. Für sie gibt es einen sehr großen Unterschied im Nahrungsangebot je nach Jahreszeit, so dass...

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Die Vegetation von Naxos

Die Vegetation von Naxos (Hier kann man direkt zu den weiterführenden Links ganz unten springen.) Für den Besucher aus Mitteleuropa wirkt die Insel Naxos auf den ersten Blick eher karg und öde, was die Vegetation betrifft. Dieser Eindruck trügt jedoch und kann schnell revidiert werden, wenn man beispielsweise eines der wasserreichen Täler wie das von Potamiá, von Kinídaros, Skepóni oder Myrísis besucht, oder durch die Tragaía im Zentrum der Insel oder die grünen...

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Die Hartlaubvegetation

Die Hartlaubvegetation Die typische Vegetationsform der mediterranen Klimagebiete ist die Hartlaubvegetation. Als Hartlaubgewächse werden Bäume und Sträucher mit immergrünen, harten oder ledrigen, trockenheitsresistenten und eher kleinen Blättern bezeichnet. Typische Hartlaubgewächse sind die Steineiche, die Kermeseiche, die Steinlinde, die Olive, der Erdbeerbaum, der Mastixstrauch, die Baumheide, der Rosmarin, der Lorbeer und die Myrte. Kermeseiche, Quercus...

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