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Korbblütler I, Asteroideae: Filzkräuter, Filago

Die Filzkräuter gehören zu den Korbblütlern, auch wenn ihre kleinen Blütenstände auf den ersten Blick nicht nach Korbblüten aussehen. Sie kommen mit etwa 40 Arten vor allem im Mittelmeerraum und im westlichen Asien vor. Auf Naxos sind bislang acht Arten gefunden worden. Die meisten Filzkräuter sind nur wenige Zentimeter hoch und stark filzig behaart. Oft stehen mehrere Blütenköpfchen nah beieinander in zusammengesetzten Blütenständen.

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Zwergedelweiß, Filago pygmaea (= Evax pygmaea), L.


Das Zwergedelweiß ist ein winziges Pflänzchen mit nur wenige Millimeter großen Blütenköpfchen, die zu mehreren zusammenstehen und von breiten, abstehenden, ungestielten Blättern umgeben sind.


Die Blütenköpfchen sind von zahlreichen häutigen, lang begrannten Hüllblättern eingehüllt.

Filago contracta, Chrtek & Holub


Auch Filago contracta ist klein, wird aber doch etwas größer als die vorige Art. Die Blätter verengen sich an ihrem Grund stielartig.


Die Hüllblätter der Blütenköpfchen sind kürzer begrannt als beim Zwergedelweiß.

Deutsches Filzkraut, Filago germanica, (L.) Huds.


Das Deutsche Filzkraut besitzt spatelige, am Rand wellige Blätter, die ihre breiteste Stelle in der unteren Hälfte haben und dem Stängel mehr oder weniger anliegen. Von der folgenden Art unterscheidet es sich darin, dass die Hüllblätter der Köpfchen in eine dünne Granne auslaufen und am Rand leicht rötlich gefärbt sind.

Filago eriocephala, Guss.


Filago eriocephala ist dem Deutschen Filzkraut sehr ähnlich und wurde früher nur als Unterart von ihm betrachtet. Es wächst meist mehr dem Boden anliegend.


Die Hüllblätter der Blütenköpfchen sind zugespitzt, tragen aber keine Granne.

Filago pyramidata, L.


Diese Art ist den vorigen ähnlich; die den zusammengesetzen Blütenstand (Köpfchenknäuel) umgebenden Hochblätter sind jedoch breiter und liegen nicht so eng an. Die Hüllblätter der einzelnen winzigen Blütenköpfchen tragen lange Grannen und stehen in fünf Längsreihen, so dass die Köpfchen fünfeckig erscheinen.

Kretisches Filzkraut, Filago cretensis, Gandoger


Das kleine und unauffällige Kretische Filzkraut besitzt einen kurzen, manchmal verzweigten Stängel, der ein oder mehrere Knäuel aus eher wenigen Blütenköpfchen trägt. Die Blätter besitzen ihre breiteste Stelle oberhalb der Mitte. Die Hüllblätter sind zart und grün mit kurzen Grannen.


Hier sieht man den verblühten Blütenstand mit den stehen gebliebenen, jetzt trockenen und braunen Hüllblättern.

Ägäisches Filzkraut, Filago aegaea, Wagenitz


Das Ägäische Filzkraut ist sehr ähnlich, aber die Hüllblätter sind steifer und dicht filzig, wodurch sie weißlich wirken.


Bei der Unterart ssp. aristata tragen die Hüllblätter eine gut ausgebildete Granne.

Französisches Filzkraut, Filago gallica, L.

(= Logfia gallica Coss. & Germ.)


Das Französische Filzkraut zeichnet sich durch die sehr schmalen Blätter aus, die den Blütenstand deutlich überragen. Es ist auf Naxos nur selten anzutreffen.

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siehe auch:

Zur Flora von Naxos

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