Die Seegurken gehören wie die Seesterne und die Seeigel zu den Stachelhäutern. Obwohl sie ihnen nicht besonders ähnlich sehen, zeigen sie doch Ähnlichkeiten im Aufbau, wie die dicke Haut mit kleinen stachelartigen Fortsätzen und die ausfahrbaren Ambulacralfüßchen. Seegurken sehen eher hässlich aus und wirken uninteressant, spielen aber eine große Rolle im Ökosystem des Meeres. Sie leben vorwiegend auf Sandböden, deren Sediment sie aufnehmen; nachdem sie alle organischen Bestandteile verdaut haben, wird der Sand in charakteristischen “Kotwürmern” wieder ausgeschieden. Auf diese Weise dienen sie als “Abfallentsorger” des Meeres. Sie sind unempfindlich und anpassungsfähig und können auch in belasteten Meeren existieren. In vielen Gegenden treten sie massenhaft auf; auch in der Tiefsee sind sie die häufigsten Tiere der Makrofauna. Manche Seegurken stoßen, wenn sie gestört werden, sogenannte Cuvier’sche Schläuche aus, die ein Gespinst bilden, das vermutlich den Angreifer verkleben oder ablenken soll.