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13. Juni

Der Strand-Mauerpfeffer ist auf Naxos sehr häufig, sowohl an der Küste als auch in den Bergen. Er wächst an sehr unterschiedlichen Standorten: an steinigen Stränden, in Felsritzen, in der Phrygana, auf Schieferfelsen unter Bäumen in Bergwäldern. Die Pflanze bleibt sehr niedrig, wächst aber oft in dichten, teppichartigen Beständen. Sie bildet kurze, eiförmige Blättchen aus, die anfangs zart und grün sind und später dick und fleischig werden und eine rötliche Färbung annehmen. Die fünfzähligen Blüten sind gelb mit sehr kurzen, abgerundeten Kelchblättern und langen, zugespitzten Kronblättern. Die Staubblätter sollten der Literatur zufolge fünf an der Zahl sein, sind bei uns aber meistens zehn. Im Sommer vertrocknen die Pflänzchen. Die roten Balgfrüchte stehen sternförmig gespreizt. Die Mauerpfeffer-Arten sind sogenannte CAM-Pflanzen, die ihre Spaltöffnungen, um Wasserverluste durch Verdunstung zu vermeiden, nur nachts öffnen und das aufgenommene CO2 für die tagsüber betriebene Photosynthese als Äpfelsäure in den Zellen speichern.