Auf Naxos kommen fünf Arten aus der Familie der Primelgewächse vor, die sich größtenteils ziemlich unähnlich sehen. Eine dieser Arten ist das Efeublättrige Alpenveilchen, das auf Naxos häufig und weit verbreitet ist. Es kommt überwiegend an schattigen Standorten vor, wächst aber auch in den niedrigeren Lagen in kleinen Waldresten und in der Macchie. Alpenveilchen sind mehrjährige Pflanzen, die flache Knollen ausbilden, die die Sommertrockenheit gut überstehen. Aus den Knollen treiben im Winter erst die Blüten, später die Blätter aus; manchmal sind auch Blätter und Blüten gleichzeitig an der Pflanze. Die Blüten haben eine einzigartige, charakteristische Form und sehen mit ihren nach oben zurückgeschlagenen, leicht verdrehten, zartrosa Blütenblättern sehr hübsch aus. Wenn die Blüten verblüht sind, beginnen die Stiele sich spiralig aufzudrehen, so dass die Frucht, eine runde Kapselfrucht, an die Erdoberfläche gelangt. Alpenveilchen sind wie viele Geophyten sehr giftig.