Bei uns im östlichen Teil der Insel bestehen die Berge hauptsächlich aus Marmor und verwandten Gesteinen. Anders in Zentral-Naxos: Hier ist die Wurzel des Gebirges aus Granit (bzw. Migmatit) und Gneis freigelegt. Ende Mai machten wir einen Spaziergang durch die Gneislandschaft in der Nähe des Marmorwerks an der Straße von Kinídaros nach Moní: Wir wollten einen Teich suchen, den wir als blaue glänzende Wasserfläche vom Gipfel des Kóronos-Berges ausgemacht hatten.
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Koronos – das Dorf des Schmirgels
Kóronos ist eines der größeren Gebirgsdörfer von Naxos (in den Vierziger Jahren zählte es 1888 Einwohner); heute ist es jedoch größtenteils verlassen (die letzte Volkszählung ergab etwa 300 Einwohner, plus gut 60 Einwohner in Liónas, 15 in Argokíli und 10 in Atsipápi). Es liegt in etwa 500 Meter Höhe am Rand eines terrassierten Talkessels unterhalb des gleichnamigen Bergzuges. Wie alle traditionellen Dörfer der Kykladen besteht es aus einfachen, meist geweißten Häusern,...
Bei Atsipapi
Wenn man vom Dorf Kóronos aus Richtung (Süd-)Osten fährt, gelangt man auf eine Hochebene mit aufgegebenen Feldern und Olivenhainen. Hier liegt die kleine, schon lange verlassene Siedlung Atsipápi mit ihren malerischen Steinhäusern und einer von hohen Bäumen beschatteten Quelle.
Blick über die Hochfläche mit aufgegebenen Getreidefeldern; im Hintergrund das Argokili
In der Nähe von Atsipápi wird auf einer kleinen Anhöhe eine große Wallfahrtskirche gebaut, der Panagía...
Mauervegetation bei Koronos
Auf Naxos stehen außer im westlichen Bereich nur an wenigen Stellen ebene Flächen zur Verfügung, die für eine großflächigere Kultivation geeignet sind. In der Bergregion mussten die Bauern für den Anbau von Pflanzen, die mehr Erde benötigen, wie vor allem Gemüse und Obstbäume sowie Wein, die Hänge terrassieren. Die Terrassen schützen nicht nur die oft spärliche Erde vor dem Wegschwemmen durch die Winterregen, sondern ermöglichen auch eine gleichmäßige Bewässerung. Zum Bau...
Traditionelle Kalkbrennöfen
Ein typisches kykladitisches Dorf zeichnet sich durch seine eng aneinander stehenden, einfachen, etwa würfelförmigen, weiß getünchten Häuser aus.
Dabei ist diese Vorliebe für den weißen Verputz relativ neu; im Mittelalter waren die Häuser der Dörfer unverputzt, damit sie weniger leicht zu sehen und somit weniger durch Piraten gefährdet waren, die große Plage in der Ägäis waren. Aus demselben Grund sind die größeren Dörfer auf den Kykladen auch fast ausnahmslos so...
Von Koronos nach Skado
Kóronos und Skadó sind zwei typische, urtümliche Gebirgsdörfer von Naxos. Sie liegen am Rande eines der schönen, fruchtbaren Hochtäler der Gebirgsregion, nordöstlich des fast 1000 Meter hohen Gebirgrückens des Kóronos-Berges. Das Hochtal von Kóronos mündet nach Osten in ein steiles, karges, teilweise fast schluchtartiges Tal, das bei dem winzigen Hafenörtchen Liónas das Meer erreicht.
Unsere Wanderung beginnt am Pass, der nach Kóronos führt, der Pórta...
Mehr Meerestiere
Die Meerestier-Seiten haben sich bei unseren letzten Küstenspaziergängen und Fischzügen um einige Arten erweitert, vor allem um Fische wie den interessanten Pfeifenfisch,
einen hübschen Schleimfisch,
die Felsengrundel,
den Drückerfisch
und die Zahnbrasse
… und um Krebse wie den Hummer,
den Großen Bärenkrebs,
die Süßwasserkrabbe, die in den Flüssen von Naxos lebt,
und den phantastischen Gespensterkrebs.
Außerdem gab es eine Ergänzung bei den Röhrenwürmern:...
Durch die Phrygana
Die schönste Zeit für Wanderlustige, Blumenfreunde und botanisch Interessierte ist auf Naxos der Frühling, also etwa (je nach den Wetterbedingungen) von Ende März bis Anfang Mai. Dann ist die Hauptblütezeit für die meisten Pflanzen: Überall wachsen Wucherblumen und Margeriten, Mohn und Winden, zahlreiche Klee- und Wickensorten und vielerlei Lippenblütler.
Wer im April auf Naxos ist, der sollte es nicht versäumen, einen Spaziergang durch die Phrygana zu machen, die...
Kap Stavros bei Moutsouna
Kap Stavros bei Moutsouna ist das einzige größere Kap der Insel Naxos. Es erstreckt sich etwa anderthalb Kilometer ins Meer. Unsere Ferienhäuser liegen ungefähr zwei Kilometer nördlich des Kaps. Wir haben über die Bucht von Azalas einen herrlichen Blick auf dessen Spitze, die sich leicht nach Norden wendet.
Blick von Norden auf Agios Dimitris und das Kap; rechts im Hintergrund Moutsouna
Das Wort „Azalas“ (das „z“ wird als weiches „s“...
Wanderungen und Spaziergänge
Wanderungen und Spaziergänge
Die richtige Art, die Insel Naxos zu erkunden, ist ohne Zweifel zu Fuß: Nur so kommt man tatsächlich in den Genuss der landschaftlichen Eigenheiten, der Schönheit im Detail, der Vielfalt der Formen und Farben, der Stille und Friedlichkeit. Die besten Zeiten um auf Naxos zu wandern sind natürlich das Frühjahr und der Herbst, aber auch im Sommer kann man kürzere Wanderungen durchführen, wenn man sich an die Abend- und Morgenstunden hält, oder...
Meereswürmer
Es gibt zahlreiche marine Würmer, von denen die meisten allerdings wegen ihrer geringen Größe oder versteckten Lebensweise kaum jemals gesehen werden. Die Fadenwürmer, Saitenwürmer, Priapswürmer, Hufeisenwürmer, Ringelwürmer, Spritzwürmer, Schnurwürmer, Kelchwürmer, Plattwürmer und Kratzwürmer stellen je eigene Stämme dar und weisen trotz der oberflächlichen Ähnlichkeit große Unterschiede im Körperbau auf. Auf dieser Seite stellen wir einige Vertreter des großen Stammes...
Das Circalitoral
Das Circalitoral beginnt dort, wo das Licht zu schwach wird, als dass lichtliebende Organismen (wie beispielsweise das Seegras) gedeihen könnten, also etwa ab 30 bis 50, in sehr klaren Gewässern auch 100 Metern Tiefe. An Nordhängen oder vor allem in Höhlen treten Arten des Circalitorals jedoch auch schon viel näher an der Oberfläche auf.
Ich tauche selbst nicht und schnorchele nur sehr wenig. Alle Fotos auf dieser Seite stammen von Themos Bogiatsoglou, dem ich herzlich für...
Das Infralitoral
Das Infralitoral beginnt an der unteren Wasserlinie, das heißt es umfasst den ständig untergetauchten Bereich des küstennahen Benthals. Nach unten reicht bis zu der Tiefe, ab der lichtliebende Arten wie das Seegras und viele Algenarten nicht mehr gedeihen können. Entsprechend seiner großen Ausdehnung und der Tatsache, dass die Organismen hier keinem Trockenfallen ausgesetzt sind, ist das Infralitoral viel artenreicher als die darüber gelegenen Zonen. Das Infralitoral...
Das Eulitoral
Das Eulitoral oder Mesolitoral ist die Gezeitenzone; es ist als der Bereich zwischen der oberen und der unteren Wasserlinie (mittlere Wasserlinien von Flut und Ebbe) definiert. In Gegenden mit starken Gezeiten, insbesondere im Watt, hat das Eulitoral eine enorme Ausdehnung, ist voller Leben und spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem.
Im Mittelmeergebiet ist die Gezeitenzone dagegen entsprechend des geringen Tidenhubes auf eine schmale Zone von oft nur wenigen Zentimetern...
Muscheln
Die Muscheln oder Bivalvia gehören gemeinsam mit den Schnecken, den Kopffüßern (Tintenfische) und einigen kleineren Gruppen wie den Käferschnecken und den Kahnfüßern zum Stamm der Weichtiere. Es gibt weltweit etwa 8.000 Arten, die vorwiegend im Meer, aber auch im Süßwasser leben.
Hier kann man die Einleitung überspringen und direkt zu den vorgestellten Arten kommen.
Auf Naxos gibt es vergleichsweise wenig Muscheln. Nur an Stränden aus Sand oder feinem Kies kann man...
10. April 2009: Der Frühling ist da!
Der Frühling ist da:
Der Wein treibt aus…
…im Weinfeld blüht der Mohn…
…Schmetterlinge flattern umher…
…Bienen besuchen die Birnbaumblüten…
…und überall blüht es.
Und die Vögel zwitschern (leider nicht so einfach zu dokumentieren!): Kappenammern, durchziehende Dorngrasmücken, Grauortolane, Samtkopfgrasmücken; diese Tage singt auch oft eine Nachtigall bei uns im Garten. Der Vogelzug ist in vollem Gange: Graureiher sitzen...
Meeresschnecken Einführung
Die Schnecken oder Gastropoda gehören gemeinsam mit den Muscheln, den Kopffüßern (Tintenfische) und einigen kleineren Gruppen wie den Käferschnecken und den Kahnfüßern zum Stamm der Weichtiere; mit etwa 100.000 Arten sind sie dessen größte Klasse. Man trifft Schnecken in allen Lebensräumen auf der Erde an. Die meisten Arten leben im oder am Meer. Aber auch im Süßwasser kommen zahlreiche Arten vor, und als einzige der Weichtiere haben die Schnecken auch das Land erobert....
Die Warzenkoralle
Die Korallen gehören gemeinsam mit den Seeanemonen in die Klasse der Blumentiere (Anthozoa), die zusammen mit den Hydrozoen (Hydrozoa) und Quallen den Tierstamm der Nesseltiere bilden. Die Nesseltiere sind eine „niedrigstehende“, auf den ersten Blick eher den Pflanzen ähnliche Tiergruppe. Ihre Angehörigen sind gewöhnlich klein, einfach gebaut und meist radiärsymmetrisch; charakteristisches Merkmal sind die Nesselzellen, die zum Einfangen und Abtöten der Beute...
Käferschnecken
Der Stamm der Weichtiere (Mollusken) umfasst mehrere Klassen, unter denen die Muscheln, die Schnecken und die Kopffüßler (Tintenfische) die wichtigsten und bekanntesten sind. Es gibt jedoch noch eine Reihe weiterer Klassen, so die Käferschnecken (Polyplacophora). Die Käferschnecken sind eine sehr alte Tiergruppe, die auch in vielen fossilen Formen bekannt ist. Heute gibt es etwa 900 Arten, die ausschließlich im Meer leben.
Hier kann man die Einleitung überspringen und...
Was in den Algen lebt
Die benthischen, das heißt auf dem Boden festsitzenden Algen bieten unzähligen Tieren einen Lebensraum. Da die meisten dieser Tierarten ziemlich klein sind, muss man sich schon etwas bemühen, um sie überhaupt zu entdecken. Viele kann man erst finden, wenn man die Algen abpflückt und mit der Lupe untersucht.
Den besten Lebensraum bieten verschiedene Cystoseira-Arten (Ährentang), die mit ihrem dichten Gezweig ein ideales Versteck für zahlreiche Tiere bieten. Die meisten...



















