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Autor: astrid

3. März

3. März Die Gichtwespen oder Schmalbauchwespen sind mit bis zu 2 cm Körperlänge gar nicht so klein; da sie so dünn und schmal sind, kann man sie aber leicht übersehen. Während die Artbestimmung schwierig ist, kann man die Familie recht gut erkennen: Charakteristische Mermale sind der deutliche „Hals“, die relativ großen Augen, der hoch angesetzte, vorn sehr dünne Hinterleib, der leicht nach unten gekrümmt gehalten wird, und die langen Hinterbeine mit...

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2. März

2. März Die Niederliegende Lappenblume ist im Mittelmeergebiet und in Südwestasien verbreitet; auf Naxos ist sie selten. Sie wächst auf sandigen Böden, in Flusstälern und in Küstennähe sowie an Feldrändern und kommt in Ágios Dimítris und an der Bucht von Azalás sowie auch auf unserem Grundstück vor. Sie gehört zu den Erdrauchgewächsen (Verwandte der Mohngewächse). Die Niederliegende Lappenblume wächst mehr oder weniger am Boden anliegend mit länglichen, fein dreifach...

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1. März

1. März Der zu den Spargelgewächsen gehörende Stechende Mäusedorn ist ein sehr merkwürdiger Strauch. Man kann ihm auf Naxos an manchen Stellen im Wald begegnen, z.B. bei Agiá und im Flusstal oberhalb von Engarés. Das Besondere an ihm ist, dass seine Blätter keine Blätter sind, sondern Phyllokladien, d.h. blattartig verbreiterte Stängel. Die Phyllokladien enden in einer scharfen Spitze und stehen sehr regelmäßig am Stängel. Die Blüten bilden sich in der Mitte der...

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28. Februar

28. Februar Auf einem Hügel in Südostnaxos, in der Nähe von Pánormos, sind interessante Steinplatten gefunden worden, die hier und da in die Hirtenmauern eingebaut waren. Die Steinplatten aus Marmor zeigen bronzezeitliche Einritzungen oder besser Einpunzungen. Dargestellt sind Menschen und Tiere (Hirsche, Ziegen-ähnliche Tiere), teilweise auf Booten. Auf demselben Hügel wurde ein bronzezeitliches Gebäude gefunden, das als Heiligtum interpretiert wird. Waren die Platten...

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27. Februar

27. Februar Anders als die meisten Spinnen bauen Krabbenspinnen keine Netze und jagen ihre Beute auch nicht zu Fuß, sondern lauern ihr unbeweglich auf, und zwar auf Blüten – ein besonders günstiger Ort, um einen Schmetterling oder eine Biene zu erwischen. Die Krabbenspinne sitzt unbeweglich mit weit geöffneten vorderen Beinpaaren auf der Blüte, bis ein Insekt nahe genug an sie herangekommen ist. Dann schnappt sie es mit ihren Vorderbeinen und lähmt es mit einem Biss...

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26. Februar

26. Februar Der Gelbe Günsel ist in Europa, Nordafrika und Südwestasien weit verbreitet. Als Pflanze nährstoffarmer Äcker und ähnlicher Standorte ist sie in Deutschland inszwischen vom Aussterben bedroht. Im Mittelmeergebiet kommt sie regelmäßig vor, auf Naxos ist sie aber erst sehr selten nachgewiesen worden. Vor vielen Jahren fand ich zwei, drei Exemplare an einer kleinen Felswand direkt oberhalb von Ágios Dimítris (Bilder oben und links unten). Der Gelbe Günsel gehört...

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25. Februar

25. Ferbuar Die Empuse gehört wie die Gottesanbeterinnen zu den Fangschrecken. Sie ist auf Naxos recht häufig, man bekommt sie aber nur selten zu Gesicht. Tagsüber sitzt sie meist bewegungslos und gut getarnt in der Vegetation. Nachts begibt sie sich manchmal in der Nähe von Außenlampen auf Mottenjagd. Wie die Gottesanbeterinnen lauert die Empuse ihrer Beute, meist Insekten, bewegungslos auf und ergreift sie plötzlich mit den Fangarmen, wenn sie in Reichweite kommt. Die...

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24. Februar

24. Februar Die Gattung Trifolium, Klee, ist auf Naxos mit über 20 Arten vertreten. Jede einzelne ist auf ihre Weise hübsch; jede hat sich eine andere Blütenfarbe und -form und vor allem eine andere Form des Fruchtstandes ausgedacht. Ich freue mich beim Wandern im Frühling über jede einzelne! Eine meiner Lieblingsarten ist Trifolium globosum mit seinen cremeweißen Blüten und den puscheligen runden Fruchtständen. Trifolium globosum kommt vor allem auf saurem Gestein...

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23. Februar

23. Februar Schmirgel ist ein schwarzes, sehr schweres Gestein mit einem hohen Anteil am Mineral Korund (Aluminiumoxid). Er entsteht duch Metamorphose aus bauxitreichen Gesteinsschichten, d.h. wenn diese bei der Aufschiebung von Gebirgen hohem Druck und hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Wegen der speziellen Umstände, die für ihre Entstehung erforderlich sind, gibt es nur an wenigen Stellen auf der Welt nennenswerte Schmirgelvorkommen guter Qualität. Auf Naxos steht...

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22. Februar

22. Februar Im Gegensatz zu vielen anderen ägäischen Inseln ist der Kaperstrauch auf Naxos selten; er kommt hauptsächlich in steilen Küstenfelsen vor. Er bildet einen dichten kleinen Strauch mit langen Zweigen, an denen die rundlichen Blätter sitzen. Die hübschen, kurzlebigen Blüten mit weißen Blütenblättern und langen lila Staubblättern erscheinen im Sommer. Seit der Antike werden die Blütenknospen als würzige Zutat verwendet; in Griechenland verwendet man manchmal auch...

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21. Februar

21. Februar Die der Kreuzotter ähnliche Sandotter oder Hornotter ist die einzige giftige Schlange auf Naxos. Sie ist sehr wenig aggressiv und es kommt fast nie dazu, dass jemand gebissen wird (für den Fall sollte man jedoch auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen). Gundsätzlich ist es ratsam, zu schauen wo man hintritt (und -fasst!) und beim Laufen ausreichend Geräusch und Erschütterungen zu verursachen. Eine Sandotter, die sich in die Ecke gedrängt fühlt, zischt einen...

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20. Februar

20. Februar Die Schwarze Mörtelbiene sorgt wie die meisten Bienen- und Wespenarten umständlich für ihre Nachkommen. Das Weibchen baut ein sorgfältig konstruiertes Nest aus Ton, das aus mehreren Brutröhren besteht. In die innere Tonschicht baut die Biene oft kleine Steinchen mit ein, um Ton zu sparen; die äußeren Wände werden jedoch aus reinem Ton gebaut, woduch sie unangreifbarer werden und besser getarnt sind. Sie füllt die Brutröhren mit Pflanzenpollen und -nektar, vor...

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19. Februar

19. Februar Der Mastixstrauch kommt auf Naxos vor allem in den niederen Lagen sehr häufig vor; er gehört zu den trockenheitsresistentesten Sträuchern. Er ist unempfindlich, kann nach Feuern gut wieder austreiben und wird von den Ziegen wegen seiner aromatischen Inhaltsstoffe nur wenig gefressen. Für den Menschen ist er in vieler Weise von Nutzen: Sein Holz liefert wunderbare Kohle zum Grillen, unter den Sträuchern sammelt sich beste Erde an, die Blätter wurden früher...

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18. Februar

18. Februar Regenbögen sind ohne Zweifel eine der schönsten Naturerscheinungen. Ein Regenbogen entsteht durch die Streuung und Reflektion von Sonnenstrahlen an Regentropfen und ist dementsprechend vor allem bei Gewitterschauern, die sich mit sonnigen Abschnitten abwechseln, zu sehen. Er erscheint gegenüber der Sonne in einem Winkelabstand von 41° vom Gegenpunkt der Sonne. Das kurzwellige blaue Licht wird bei der Brechung stärker gestreut als das rote, so dass es innen am...

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17. Februar

17. Februar Das Wiener Nachtpfauenauge ist mit bis zu 15 cm Flügelspannweite der größte europäische Schmetterling. Es besitzt einen dicken, pelzig behaarten Körper und große Flügel mit beeindruckenden Augenflecken. Die adulten Tiere schlüpfen etwa im März aus dem Puppenkokon, in dem sie überwintert haben. Auf dem Bild unten links sieht man ein frisch geschlüpftes Wiener Nachtpfauenauge mit dem von einem lockeren Gespinst umhüllten Kokon rechts neben ihm. Es dauert bis zu...

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16. Februar

16. Februar Bei der Bucht von Pánormos im Südosten von Naxos liegt eine kleine Festung aus der Frühen Bronzezeit, der Zeit der Kykladenkultur. Es handelt sich um eine kleine Fluchtburg aus etwa zwanzig winzigen Räumen, die durch einen dicken Mauerwall befestigt war, aber wohl nicht dauerhaft bewohnt wurde. Die Räume waren durch schmale Gassen verbunden; ihre Dächer waren vermutlich mit Schilfrohr und Erde bedeckt. Die Mauern sind noch bis etwa auf Kniehöhe erhalten. Die...

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15. Februar

15. Februar Bis vor einigen Jahren hieß es bei Wikipedia noch, dass die Kermeseiche nur einen kleinen Baum bildet. Glücklicherweise ist das inzwischen korrigiert und es wird von Wuchshöhen bis 15 m berichtet. Auf dem Bild oben schaut man in die Krone einer der größten Kermeseichen, die ich auf Naxos kenne. Die Kermeseiche ist ein anspruchsloser Baum und ist in großen Teilen der Insel sehr häufig; sie fehlt nur auf sauren Gesteinen und an den trockensten und heißesten...

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14. Februar

14. Februar Die Zistosenwürger bilden mit zehn Arten eine eigene Familie. Alle Arten leben ausschließlich parasitisch, d.h. sie dringen mit sogenannten Haustorien in die Wurzeln ihres Wirtes ein und entnehmen ihm alle Nährstoffe und das Wasser, das sie benötigen. Sie besitzen kein Chlorophyll; die Blätter sind zu winzigen Schuppen zurückgebildet. Die ganze Pflanze besteht außer den Haustorien und dem Spross nur aus dem Blütenstand. Der Rote Zistrosenwürger parasitiert auf...

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13. Februar

13. Februar Seepocken sind Krebstiere, die dauerhaft sessil, d.h. am Untergrund festsitzend leben. Ihre Verwandschaft mit den Krebsen ist äußerlich kaum mehr zu erkennen. Sie besitzen ein aus mehreren verbundenen Platten bestehendes kegelförmiges Gehäuse mit einer offenen Spitze, aus der das Tier zur Nahrungsaufnahme seine Füßchen vorstreckt, die mittels beweglicher Kalkplatten jedoch auch fest verschlossen werden kann. Die Sternseepocke ist an dem oft sternförmigen...

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12. Februar

12. Februar Die Große Hufeisennase ist eine der häufigsten Fledermäuse auf Naxos. Man trifft sie in alten Minen und in Höhlen, aber auch in verlassenen Gebäuden an. Mit bis zu 40 cm Flügelspannweite ist sie eine der größten Fledermäuse Europas; sie kommt vor allem in Südeuropa und Nordafrika vor. Sie ernährt sich von großen Insekten, die sie auch von Pflanzen oder vom Boden aufgreifen kann. Ihr Name bezieht sich auf den merkwürdig gestalteten Nasenaufsatz mit einer...

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