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Autor: astrid

23. März

23. März An den Flüssen von Naxos lebt die interessante Süßwasserkrabbe. Diese Art ist im östlichen Mittelmeergebiet verbreitet; die naxiotische Population stellt eine eigene Unterart (Potamon potamios ssp. schoenmanni). In der Ägäis kommt die Krabbe außer auf Naxos (je in eigenen Unterarten) auch auf Rhodos, Karpathos und Kreta vor. Die Süßwasserkrabbe besitzt einen dunkelgrauen, abgerundet quadratischen Rückenpanzer, der bis zu 7 cm Breite erreichen kann. Die Scheren...

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22. März

22. März Die Morgenländische Platane kommt auf Naxos an allen Quellen und Flussläufen vor und ist auch der Baum, der in allen griechischen Dörfern den Dorfplatz beschattet. Platanen können eine enorme Größe erreichen, sowohl was die Höhe als auch den Kronen- und den Stammumfang betrifft. Auch auf Naxos findet man viele sehr große Exemplare wie den sehr weit ausladenden Baum bei der Quelle von Danakós, oder die sehr hochgewachsenen Exemplare zum Beispiel in den Flussläufen...

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21. März

21. März Die Gattung Meier (Asperula) mit etwa 200 Arten gehört zu den Rötegewächsen. Die sehr seltene Art Asperula abbreviata ist auf auf Naxos und auf Amorgos (und der neben Amorgos gelegenen Insel Nikouria) endemisch. Auf Naxos wächst sie nur auf dem Gipfel des Zeus-Berges. Ursprünglich wurde sie als eine an extreme Beweidung angepasste Form von Asperula lutea betrachtet, später aber als eigene Art abgegrenzt. Asperula abbreviata beitzt kleine zartrosa gefärbte,...

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20. März

20. März Zu den Schmetterlingsblütlern mit den merkwürdigsten Früchten gehört der Stachelige Skorpionsschwanz. Er besitzt orangegelbe, zu zweit oder dritt an einem langen Stängel stehende Blüten, die die typische Form der Schmetterlingsblüten mit Fahne, Flügeln und Schiffchen aufweist. Die Früchte drehen sich unregelmäßig spiralig auf und sind von zahlreichen kurzen, rötlichen Stacheln besetzt. Die Blätter sind – für Schmetterlingsblütler eher ungewöhnlich –...

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19. März

19. März Die kleine im Mittelmeergebiet weit verbreitete Springspinne Menemerus semilimbatus ist auf Naxos sehr häufig. Man trifft sie häufig auf den Veranden an, wo sie die Mäuerchen patroulliert, aber auch in den Häusern, wo sie besonders gern an den Fensterscheiben sitzt, um dort die Stubenfliegen zu fangen. Sie pirscht sich an ihre Beute langsam an, um sie dann mit einem plötzlichen Sprung zu erhaschen. Wenn es sich um eine Fliege handelt, umkreist sie diese erst, so...

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18. März

18. März Die Leuchtkäfer benutzen Leuchtsignale zum Anlocken ihrer Geschlechtspartner: Insbesondere die Weibchen leuchten, um die Männchen anzulocken. Auf Naxos kommt eine Art der Gattung Nyctophila vor, bei der es sich vermutlich um die in der Ägäis endemische Art Nyctophila colorata handelt. Die Weibchen der Leuchtkäfer sehen of larvenähnlich aus und haben keine oder stark verkleinerte Flügel. Auf dem oberen Bild sieht man ein Weibchen, von einer Larve am großen...

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17. März

17. März Die Gelbe Ragwurz ist auf Naxos die häufigste Orchidee. Man kann sie in vielen Gegenden der Insel antreffen; sie wächst in der Phrygana und an Straßenrändern. Sie besitzt eher kleine gelbe Blüten mit einer braunen Mitte und hellgrünen Kelchblättern. Sie kommt in zwei Unterarten vor. Bei Ophrys lutea ssp. lutea besitzt die Lippe einen breiten gelben Rand und ihre drei Lappen stehen nicht von einander getrennt, sondern berühren sich fast; außerdem ist die Lippe...

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16. März

16. März Das Ikaria-Schneeglöckchen kommt auf Naxos, auf Ikaria und auf Andros vor; auf Naxos kann man es an schattigen, waldigen Standorten bei Apíranthos, Kóronos und Komiakí antreffen. Es blüht im Februar und März, wenn es auch auf Naxos gelegentlich tatsächlich schneit. Die Schneeglöckchen können Wärme erzeugen, wodurch die Temperatur um bis zu 10° C ansteigt, so dass der Schnee direkt um die Pflanzen schmilzt. Die Blüten öffnen sich nur in der Sonne. Das...

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15. März

15. März Die Seegurken gehören wie die Seesterne und die Seeigel zu den Stachelhäutern. Obwohl sie ihnen nicht besonders ähnlich sehen, zeigen sie doch Ähnlichkeiten im Aufbau, wie die dicke Haut mit kleinen stachelartigen Fortsätzen und die ausfahrbaren Ambulacralfüßchen. Seegurken sehen eher hässlich aus und wirken uninteressant, spielen aber eine große Rolle im Ökosystem des Meeres. Sie leben vorwiegend auf Sandböden, deren Sediment sie aufnehmen; nachdem sie alle...

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14. März

14. März Auf Naxos kommen elf Leimkraut-Arten vor. Die schönste unter ihnen ist vielleicht Silene cythnia, eine im Ägäisraum endemische Art, die an schattigen und feuchten Stellen in den Bergen gedeiht und dort große Bestände bilden kann. Sie besitzt sehr schöne große rosa Blüten mit am Grund schmalen und am Ende geschwungen verbreiterten und tief ausgerandeten Blütenblättern; der schmale dunkelrosa Kelch ist röhrenförmig mit einer netzartigen Musterung. Man kann diese...

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13. März

13. März Eine tektonische Brekzie entsteht dadurch, dass bei einem Erdbeben das im Bruch von der Bewegung zersplitterte Gestein leicht bewegt und dann später durch einwandernde Mineralien wieder verkittet wird. Die Gesteinsstücke in der Brekzie sind eckig und kantig und verschieden groß, da sie nicht durch einen Transport abgerundet und sortiert worden sind. Beim Wandern auf Naxos trifft man, insbesondere im Marmor, immer wieder auf kleine oder größere Spalten und...

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12. März

12. März Die etwa 35 Meerträubel-Arten, die einzigen Angehörigen ihrer Familie, sind eng mit den Koniferen (den Nadelbäumen) verwandt. Es handelt sich um Rutensträucher, die nur winzige Blätter besitzen und ihre Photosynthese mit den Stängeln betreiben. Das Meerträubel bildet einen dichten Strauch, der nicht „aus eigener Kraft“ steht, sondern sich auf Mauern oder andere Bäume stützt. Es ist zweihäusig, was bedeutet, dass es männliche und weibliche Pflanzen...

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4. März

4. März Foto von Winfried Scharlau Die Felsenschwalbe ist eine von drei Schwalbenarten, die auf Naxos brüten (außer ihr kommen noch die recht häufige Rauchschwalbe und, viel seltener, die Rötelschwalbe vor, während die Mehlschwalbe fehlt). Sie brütet hier und da in den Bergen, so zum Beispiel an den Felsen beim Wasserfall von Routsoúnas bei Keramotí, wo man sie im frühen Sommer fleißig umherfliegen sieht. Die Felsenschwalbe baut ein oben offenes Nest aus Lehm und...

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11. März

11. März Die Mastixdistel ist vor allem in den niedrigeren Lagen der Insel häufig. Sie blüht im späten Sommer und im Herbst; die großen Blütenköpfe mit den langen, spießförmigen rosafarbenen Röhrenblüten sitzen in die schon vertrockneten Blätter eingebettet. Im Frühjahr treiben die jungen Blätter aus; ganz frisch haben sie ein an Grünkohl erinnerndes Aussehen. Auf dem Bild unten links sieht man die sehr lange und dicke Wurzel der Mastixdistel. Wenn man den oberirdischen...

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10. März

10. März Die Schweber sind mit 5.000 Arten eine große Familie der Fliegen. Charakteristisch für die Gattung ist der schwirrende Flug, bei dem sie oft auch auf der Stelle stehen können. Im Sitzen halten sie ihre Flügel meist in einem Winkel gespreizt. Bei sehr vielen Arten sind die Flügel leicht getönt oder gemustert. Die Larven der Schweber leben parasitisch an den Larven anderer Insekten. Das Weibchen legt die Eier in der Nähe des Nestes ab, in das die Larve „zu...

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9. März

9. März Eine der vielen byzantinischen Kirchen auf Naxos mit interessanten Wandmalereien ist die kleine, unauffällige Kirche Ágios Panteleímonas zwischen Apíranthos und Danakós in der Gegend Lakkomérsina. Die Wandmalereien stammen aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Es erstaunt mich immer wieder, in einer so abgelegenen, bescheidenen Kirche so bemerkenswerte Wandmalereien zu finden: Man beachte, wie schön die Gesichter schattiert und wie sorgfältig die Gewänder...

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8. März

8. März Der Oleander ist ein besonderer Schmuck in der naxiotischen Landschaft: Im frühen Sommer zeichnet er alle Quellen, kleinen Bachtäler, Flussläufe und Torrente mit intensivem Rosa nach. Der immergrüne Strauch wächst überall dort, wo das ganze Jahr über ausreichend Feuchtigkeit zur Verfügung steht. Die großen Windrad-ähnlichen Blüten bestehen aus fünf innen zu einem Trichter verwachsenen Blütenblättern, die sich außen als große Kronlappen ausbreiten; am Schlund...

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7. März

7. März Schnee…! Hier sind nicht viele Worte nötig. Auf Naxos schneit es in den meisten Jahren ein oder zwei Mal; meist nur in den Bergen, wo der Schnee drei, vier Tage, an sehr schattigen Stellen auf etwas länger liegen bleiben kann. Auch bei uns fällt manchmal Schnee (Bild unten rechts), bleibt aber normalerweise nicht oder nur sehr kurz liegen. Wie man sich vorstellen kann, ist Schneefall für uns immer eine ganz besondere Freude! Die Landschaft sieht dann so ganz...

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6. März

6. März In den Höhlen und Schmirgelminen von Naxos kommt eine endemische Heuschreckenart vor, die Naxiotische Höhlenschrecke. Höhlenschrecken sind so stark an die speziellen Umweltbedingungen in den Höhlen (keine Sonne bzw. kein Licht, stabile Temperaturen, relativ hohe und stabile Feuchtigkeit, wenig Fressfeinde usw.) angepasst, dass sie außerhalb von Höhlen nicht überleben können. Deswegen kommt es bei ihnen leicht zur Bildung unterschiedlicher Arten durch geographische...

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5. März

5. März Die Schachtelhalme sind eine sehr alte Pflanzenklasse. Sie sind mit den Farnen verwandt und bildeten gemeinsam mit diesen schon im Karbon (vor über 300 Mio. Jahren) riesige Wälder. Heute gibt es nur noch eine Gattung mit etwa zwanzig Arten, die meist an feuchten Standorten wachsen. Der Riesen-Schachtelhalm wächst auf Naxos vor allem an den Flussläufen in der Gegend von Apóllonas und Komiakí. Aus langen unterirdischen Rhizomen treiben im Frühjahr erst braune...

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