Die etwa 35 Meerträubel-Arten, die einzigen Angehörigen ihrer Familie, sind eng mit den Koniferen (den Nadelbäumen) verwandt. Es handelt sich um Rutensträucher, die nur winzige Blätter besitzen und ihre Photosynthese mit den Stängeln betreiben. Das Meerträubel bildet einen dichten Strauch, der nicht „aus eigener Kraft“ steht, sondern sich auf Mauern oder andere Bäume stützt. Es ist zweihäusig, was bedeutet, dass es männliche und weibliche Pflanzen gibt. Die Blüten stehen in kleinen Zapfen; im Bild unten links sieht man einen männlichen, gelben Zapfen mit den kleinen Staubblättern. Die weiblichen Zapfen schwellen zur Reifezeit beerenartig an (Bild oben) und nehmen eine rote Färbung an. Das Meerträubel enthält berauschende Substanzen und wurde schon in der Jungsteinzeit zu rituellen Zwecken verwendet. Wegen ihrer krampflösenden Wirkung wurde es manchmal bei Asthma eingesetzt; aufgrund der starken Nebenwirkungen wird es aber heute nicht mehr verwendet.