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26. Juli

Die Waldreben gehören zu den wenigen Hahnenfußgewächsen, die verholzen. Sie wachsen als Lianen. Es gibt etwa 300 Waldreben-Arten, die vor allem in den gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel vorkommen. Die Rankende Waldrebe wächst kletternd in Bäumen oder auf Mauern; sie kommt in Wäldern und Macchie vor allem in den niedrigen Lagen von Naxos vor. Sie besitzt immergrüne, gelappte oder dreiteilige Blätter. Die Waldreben besitzen keine Kronblätter; die vier Kelchblätter sind kronblattartig ausgebildet. Bei der Rankenden Waldrebe sind sie cremefarben. Die Blüte besitzt zahlreiche freie Staubblätter und Griffel. Die Blüten der Waldrebe bieten den bestäubenden Insekten Nektar und vor allem viel Pollen – die Biene hat schon prall gefüllte “Höschen”! Die zu vielen zusammenstehenden Früchte der Waldreben sind kleine Nüsschen, an denen der Griffel als langer fedrig behaarter Anhängsel erhalten bleibt. Bei trockenem Wetter sind die Griffelhaare abgespreizt und dienen der Windverbreitung. Bei Feuchtigkeit legen sich die Haare dagegen an; die Früchte mit den langen Griffeln haften dann leicht an vorbeistreifenden Tieren. Durch abwechselndes Trockenen und Befeuchten bewegen sich die Früchte außerdem langsam fort und können sich so in die Bodenvegetation oder die Erde hineinbohren.