Zum Hauptinhalt springen

Autor: astrid

Flechten auf dem Zeus-Berg

Der Gipfel des Zeus-Berges, des höchsten Berges von Naxos (und der Kykladen), war ursprünglich sicher dicht bewaldet. Heute ist er mit spärlich verstreutem, niedrigem, von den Ziegen verbissenem Gesträuch bewachsen, das sich vor allem aus den Arten Kreta-Ahorn, Kermes-Eiche und Kreuzdorn zusammensetzt, kümmerliche Nachfahren der stolzen Bäume, die einst den Gipfel bedeckten. Es gibt jedoch einige geringe Reste der früheren Wälder, die um so bemerkenswerter und...

Weiterlesen

Strauchflechten

Als Strauchflechten bezeichnet man Flechten, die sich strauchig vom Substrat erheben. Meist sind sie schmallappig bis ästig ausgebildet; die Wuchsformen sind jedoch sehr variabel. Zu den Strauchflechten zählen auch die Bartflechten, die ein hängendes, bartartiges Gewirr dünner Ästchen bilden. Der Übergang zu den Blattflechten ist fließend; bei einigen Gattungen ist es eine Definitionsfrage, wo man sie einordnet. Hier kann man die Einleitung überspringen und direkt zu den...

Weiterlesen

Fotoübersichten der Pflanzen

Weil ich die Tendenz habe, von Jahr zu Jahr die Namen der Pflanzen wieder zu vergessen, habe ich Foto-Übersichten der Pflanzenarten von Naxos erstellt. Ich möchte sie hier veröffentlichen, weil sie vielleicht auch anderen Menschen, die sich für die Pflanzen der Kykladen interessieren, als Hilfe bei der Bestimmung dienen können. Natürlich habe ich die Pflanzen der Insel noch längst nicht vollständig abgehandelt, aber die meisten der häufigeren oder auffälligeren Arten sind...

Weiterlesen

Die Süßwasserkrabbe

Außer den zahlreichen im Meer und an der Küste lebenden Krebsen gibt es auf Naxos auch eine Krebsart, die im Süßwasser vorkommt, nämlich an den perennierenden (d.h. nie austrocknenden) Flüssen der Insel wie beispielsweise am Fluss zwischen Kinídaros und Engarés, bei Potamiá sowie bei Apóllonas. Es handelt sich um die Süßwasserkrabbe Potamon potamios, die im südöstlichen Bereich der Ägäis, im östlichen Mittelmeergebiet und in der Levante auftritt. Süßwasserkrabbe, Potamon...

Weiterlesen

Tiere an den Flüssen von Naxos

Mit Naxos, wie mit allen Kykladeninseln, wird man immer vor allem Meer, Sandstrand, Hitze, Trockenheit, weißverputzte kykladische Häuser und romantische Dörfer assoziieren. Aber das ist längst nicht alles, was die Insel zu bieten hat. Hier (zum wiederholten Mal, aber es ist eben immer wieder schön) einige Fotos von einem der ganzjährig fließenden Flüsse von Naxos und seinen faszinierenden Bewohnern. Der Fluss bei Kinídaros – immer wieder schön! Überall gibt es...

Weiterlesen

Bei den Felsenschwalben

Auf Naxos brüten drei Schwalbenarten: die Rauchschwalbe, die Rötelschwalbe und die Felsenschwalbe. Die Mehlschwalbe, die in vielen anderen Gegenden Griechenlands (und Europas) sehr häufig ist, fehlt merkwürdigerweise auf Naxos als Brutvogel und ist nur auf dem Zug häufig zu beobachten, ebenso wie die Uferschwalbe. Keine der drei brütenden Schwalben kommt auf Naxos häufig vor. Die Rauchschwalbe brütet vor allem in den Kuhställen und landwirtschaftlichen Gebäuden in den...

Weiterlesen

Fuchsschwanz, Amaranthus

Die Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae), zu der heute auch die Beifußgewächse (Chenopodiaceae) gerechnet werden, umfasst etwa 2.500 Arten in 170 Gattungen, die weltweit verbreitet sind mit einem Schwerpunkt in Amerika. Viele der insgesamt gut 60 Fuchsschwanz-Arten haben sich in den letzten Jahrhunderten als Ackerunkräuter weit verbreitet. In Europa war ursprünglich vermutlich nur eine Art heimisch, der Griechische Fuchsschwanz (Amaranthus graecizans); heute...

Weiterlesen

Sommerwurz, Orobanche und Phelipanche

Die Sommerwurzen wurden früher zu den Rachenblütlern gerechnet; heute werden sie mit etwa 80 anderen Gattungen (z.B. Bellardien, Augentrost, Klappertopf und Läusekräuter) als eigene Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) abgetrennt. Es gibt etwa 200 Sommerwurz-Arten mit Verbreitungsschwerpunkt in den subtropischen und gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel. Die Sommerwurzen sind Vollschmarotzer, das heißt sie besitzen kein Chlorophyll, sondern „zapfen“...

Weiterlesen

Baldriangewächse, Valerianoideae

Die Baldriangewächse werden heute als Unterfamilie zu den Geißblattgewächsen (Caprifoliaceae), Ordnung Dipsacales, gestellt. Sie kommen vor allem in den gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel und in den Anden vor. Es gibt acht Gattungen mit etwa 350 Arten. Auf Naxos kommen gut zehn Arten aus drei Gattungen vor. Hier kann man direkt zu den Gattungen springen (zurück kommt man durch Zurückblättern): Baldrian, Valeriana  –  Feldsalate, Valerianella ...

Weiterlesen

Brennnesselgewächse, Urticaceae

Die Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae) gehört zu den Rosenartigen. Sie umfasst gut 50 Gattungen mit etwa 2.500 Arten und ist weltweit verbreitet. Eine Reihe von Gattungen besitzen Nesselhaare mit einer Juckreiz verursachenden Flüssigkeit (enthält u.a. Histamin, Acetylcholin und Serotonin). Wuchsform und Aussehen der verschiedenen Mitglieder dieser Familie sind vielfältig; gewöhnlich sind die Blüten klein und unauffällig. In Europa treten mehrere Arten Glaskräuter...

Weiterlesen

Strandflieder, Limonium

Die Strandflieder gehören zu den Bleiwurzgewächsen (Plumbaginaceae), einer Familie mit 27 Gattungen und knapp 1000 Arten innerhalb der Nelkenartigen (Caryophyllales). Es handelt sich größtenteils um krautige Pflanzen trockener oder salziger Standorte. Sie besitzen fünfzählige, radiärsymmetrische Blüten, die eine Kronröhre mit ausgebreiteten Kronzipfeln ausbilden. Die Strandflieder wachsen als mehrjährige, krautige Pflanzen mit Blattrosette und verzweigtem Blütenstand. Sie...

Weiterlesen

Dickblattgewächse, Crassulaceae

Die Dickblattgewächse (Crassulaceae) stehen in der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales). Es handelt sich um meist kleine, sukkulente Arten, die an trockene Standorte angepasst sind. Viele zählen zu den CAM-Pflanzen. Sie besitzen radiärsymmetrische, vier- bis sechszählige Blüten und bilden kleine Balgfrüchte aus. Hier kann man direkt zu den Gattungen springen (zurück kommt man durch Zurückblättern): Dickblatt, Crassula  –  Fetthennen, Sedum ...

Weiterlesen

Seidenpflanzengewächse, Asclepiadoideae

Die Seidenpflanzengewächse, heute als Unterfamilie Asclepiadoideae zu den Apocynaceae (Oleander, Immergrün) gestellt, umfassen etwa 170 hauptsächlich (sub)tropische Gattungen. In Mitteleuropa kommt nur die Schwalbenwurz vor; im Mittelmeergebiet gibt es einige einheimische und mehrere verwildert wachsende Arten. Auf Naxos kommen vier Vertreter der Seidenpflanzengewächse vor. Die Griechische Baumschlinge wird (zusammen mit dem Oleander und dem Großen Immergrün) auf der Seite...

Weiterlesen

Blattflechten

Unter den Flechten stellen die Blattflechten keine taxonomische Gruppe dar – es handelt sich nur um eine praktische Unterscheidung anhand der Wuchsform. Als Blattflechten (Laubflechten) werden die Flechten bezeichnet, die einen mehr oder weniger blattförmigen, flach ausgebreiteten Thallus besitzen. Dieser ist bei den meisten Gattungen auch auf der Unterseite berindet und haftet dem Substrat mit wurzelartigen Rhizinen an. Der Übergang zu den Krustenflechten ist...

Weiterlesen

Von Apiranthos nach Moni

Ende Juni: die langen schönen Tage laden zum Wandern ein. Heute probieren wir einen Wanderweg von Apíranthos über den nördlichen Hang des Fanári nach Sífones und dann nach Moní aus. Morgens geht es in Apiranthos los – mit schönem Blick nach Osten. Apiranthos Wir laufen erst auf einer Schotterstraße, dann auf einem alten Pfad Richtung Nordwesten quer über den Bergrücken des Fanári hinüber. In der Phrygana blüht hier und da diese kleine Nelke, vielleicht ein Hybrid...

Weiterlesen

…und noch mal Delfine

An windstillen Tagen kann man gelegentlich direkt von unserem Grundstück aus Delfine beobachten. Heute hielt sich eine kleine Gruppe von mindestens fünf Tieren recht lange in Sichtweite auf und war mit dem Fernglas von unserem Balkon aus gut zu beobachten – zum ersten Mal habe ich die Tiere auch häufig gänzlich aus dem Wasser springen sehen. Die Bedingungen zum Fotografieren waren (ohne Teleobjektiv) aufgrund der Entfernung natürlich nicht besonders günstig, aber ich...

Weiterlesen

Kraniche

Auf Naxos gibt es naturgemäß viel Vogelzug: Viele Vögel, die über die Ägäis ziehen, machen auf der Insel Station. Zur Zugzeit kann man entsprechend wesentlich mehr Vogelarten sehen als auf der Insel brüten. Kraniche tauchen allerdings sehr selten auf; diese waren die ersten, die ich hier gesehen habe. Sie flogen sehr hoch, und so habe ich sie eigentlich nur durch Zufall entdeckt. Eine schöne Überraschung! mehr über die Vögel von Naxos Zum Inhaltsverzeichnis

Weiterlesen

Tropfsteine und Mineralien

Beim Erforschen der Schmirgelminen von Naxos gibt es vieles Schönes und Interessantes zu entdecken: so beispielsweise Tropfsteine und bunte Mineralien. Tropfsteine und Sinterröhrchen Tropfsteine sind Ablagerungen von Calcit (Kalkspat, Calciumcarbonat), die entstehen, wenn in Höhlen kalkhaltiges Wasser von der Decke tropft. Das Regenwasser ist immer leicht sauer, da es aus der Luft Kohlendioxid aufnimmt, wobei sich Kohlensäure bildet. Im Boden nimmt das durchsickernde...

Weiterlesen

Im Marmor-Schneidewerk

Auf Naxos wird Marmor guter Qualität in mehreren Steinbrüchen abgebaut und in Schneidewerken weiter verarbeitet. Hier ein paar Fotos aus dem Schneidewerk östlich von Kinídaros. In den Steinbrüchen wird der Marmor zu großen Blöcken geschnitten, die zu den Schneidewerken transportiert und dort weiterverarbeitet werden. Vorm Schneidewerk stehen viele fertig geschnittene Marmorscheiben. Die Brücke dient dem Transportieren und dem Aufladen des Marmors. Im Schneidewerk werden...

Weiterlesen