Zu den vielen merkwürdigen Lebewesen der Gezeitenzone gehören die Wurm- oder Röhrenschnecken. Diese Schnecken kriechen nur als Jungtier frei herum, dann heften sie sich am Substrat fest und nehmen eine sessile Lebensweise an. Auf Naxos kommen mehrere Arten vor. Die Wurmschnecken oder Röhrenschnecken bilden eine eigene Familie (Vermetidae) innerhalb der Littorinimorpha, einer großen Teilordnung innerhalb der Gastropoda, zu der viele unserer marinen Schnecken gehören.
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Seepocken
Wer an einer Felsküste Seepocken sieht, der wird bei ihrem Anblick kaum auf die Idee kommen, dass es sich bei ihnen um enge Verwandte der Krebse handelt. Sie gehören aber tatsächlich zum Unterstamm der Krebstiere: Gemeinsam mit den Entenmuscheln und manchen parasitischen Formen bilden sie die Unterklasse der Rankenfüßer.
Hier kann man die Einleitung überspringen und direkt zu den vorgestellten Arten kommen.
Seepocken sind sessile, das heißt festsitzende Tiere, die in...
Die Zonierung des Mittelmeeres
Der Lebensraum Meer wird in eine ganze Reihe von Zonen mit unterschiedlichen Umweltbedingungen eingeteilt. Grundsätzlich sind zunächst der Meeresboden, das Benthal, und der Wasserraum, das Pelagial, zu unterscheiden. Innerhalb beider Systeme weisen die euphotischen (lichtreichen) Bereiche deutlich andere Lebensbedingungen auf als die aphotischen (lichtlosen). Die küstennahen, flacheren Gebiete über dem Kontinentalschelf werden als neritische, die echt ozeanischen als...
Die Anforderungen des Meeres an seine Bewohner
Das Meer stellt als Medium deutlich andere Anforderungen an die Organismen als die Luft. Zunächst einmal ist natürlich das unbegrenzte Wasserangebot von Bedeutung. Alle Organismen brauchen Wasser – sie bestehen zu einem großen Anteil aus Wasser. Landorganismen müssen deswegen einen entsprechend der Trockenheit ihres Lebensraums unterschiedlich effektiven Verdunstungsschutz besitzen. Wasserlebewesen können auf diesen verzichten, abgesehen von den Organismen des...
Die Umweltfaktoren im Mittelmeer
Mit 3,9 Volumenprozent hat das östliche Mittelmeer einen recht hohen Salzgehalt. Die Wassertemperaturen bewegen sich zwischen 25°C im August und September und 14°C im Dezember und Januar. Im Sommer erwärmen sich die oberen Wasserschichten bis zu einer Tiefe von manchmal bis zu 30 Metern, wo die Temperatur plötzlich abfällt (Thermokline). In der Tiefe hat das Wasser des Mittelmeeres eine Temperatur von nicht weniger als 13°C. Wenn sich im Winter die oberen Wasserschichten...
Die Entstehung der Mittelmeerflora und -fauna
Die Vorläufer-Ozeane des Mittelmeeres, die Paläo- und die Neotethys, waren tropische Ozeane, die in der Nähe des Äquators lagen. Entsprechend lebte in ihnen, wie aus Fossilfunden bekannt ist, eine tropische Pflanzen- und Tierwelt ähnlich der heute beispielsweise im Indischen Ozean verbreiteten Arten. Im Jura und in der Kreide existierten riesige Korallenriffe in den damals weit ausgedehnten Schelfgebieten von Afrika und in den relativ flachen Ozeanarmen sowie auf den...
Die geologische Entstehungsgeschichte des Mittelmeeres
Im Erdaltertum (Paläozoikum)
Der erste Vorläufer des Mittelmeeres war der paläozoische Ozean Paläotethys. Dieser bestand als riesige Meeresbucht schon am Ende des ersten (und längsten) der drei durch Fossilien dokumentierten Erdzeitalter, des Paläozoikums (vor 540 bis 250 Mio. Jahren). Während der letzten Epochen des Paläozoikums, dem Karbon (vor 345 bis 295 Mio. Jahren) und dem Perm (vor 295 bis 250 Mio. Jahren), lagerten sich alle Kontinente aneinander (Pangäa) und...
Mittelmeer Übersicht
Das Mittelmeer
Das Mittelmeer ist ein vergleichsweise kleines Meer. Die Ägäis ist kein echter Ozean, sondern ein versunkenes Stück Kontinent, weswegen die Meerestiefen im Allgemeinen eher gering sind. Die Artikel auf dieser Webseite beschäftigen sich hauptsächlich mit den Organismen, die man der Küste und im flachen Wasser antreffen kann.
Schon direkt an der Küste kann man einen faszinierenden Einblick in die Meereswelt erhalten. Fast alle in den folgenden Artikeln...
Krebse
Die Krebse gehören zum Stamm der Gliederfüßer, der die Kieferklauenträger (Chelicerata) mit den Pfeilschwanzkrebsen und den Spinnentieren (Spinnen, Skorpione und Milben) umfasst sowie die Tausendfüßer, die Krebstiere und die Sechsfüßer (Insekten, Springschwänze u.a.). Der Unterstamm der Krebstiere umfasst die Höheren Krebse, die Kiemenfüßer (z.B. Salinenkrebs), die muschelähnlichen Muschelkrebse und die “Maxillopoda”, zu denen die Entenmuscheln und die...
Seesterne
Die Seesterne (Klasse Asteroidea) gehören ebenso wie die Seegurken und die Seeigel zu den Stachelhäutern (Stamm Echinodermata).
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Die ausschließlich marinen (d.h. im Meer lebenden) Stachelhäuter sind fünfstrahlig-radiärsymmetrisch und besitzen ein in der Epidermis liegendes Exoskelett, das entweder als Schale (Seeigel) oder als verkalkte Plättchen ausgebildet ist (Seesterne und...
Meerestiere Überblick
Meerestiere Überblick
Die Meeresfauna ist bei uns in Azalas noch recht artenreich. Das Mittelmeer ist zwar überall überfischt, aber es ist hier – mitten in der Ägäis – vergleichsweise noch recht sauber und die verschiedenen Pflanzen- und Tiergesellschaften der unterschiedlichen Biotope sind relativ intakt. Interessant und artenreich ist vor allem die Zone um die Wasserlinie, das Eulitoral, wo an der Felsküste oft ein schönes “Kalkalgentrottoir”...
Schnecken 9: Nacktschnecken
Die marinen Nacktschnecken gehören zu den Schnecken (Gastropoda) und zwar zu den Hinterkiemern (Ordnung Opisthobranchia). Es gibt etwa 3.000 marine Nacktschnecken-Arten, von denen einige Pflanzenfresser sind, während andere sich vorwiegend von sessilen Meerestieren wie Schwämmen, Korallen, Polypen und Manteltieren ernähren. Vor Fressfeinden schützen sie sich durch ihre Färbung, die trotz der oft leuchtenden Farben als Tarnung wirken kann; außerdem sind viele Arten...
Seeigel
Seeigel sind nicht unbedingt die beliebtesten Meeresbewohner. In mäßiger Anzahl gehören jedoch auch sie zu einem gesunden Ökosystem.
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Schwarze Seeigel im flachen Wasser
Die Seeigel stehen trotz ihres einfachen Körperbaus recht hoch im Tierstammbaum in der Nähe der Wirbeltiere. Sie stellen mit knapp 1000 Arten eine eigene Klasse (Echinoidea) und gehören gemeinsam mit den Seegurken und...
Schnecken 1: Napfschnecken
Die Napfschnecken (Gattung Patella) zählen zu den Schnecken und nicht zu den Muscheln, obwohl ihr Gehäuse nicht gewunden ist. Muscheln besitzen im Gegensatz zu Schnecken immer zwei Schalen. Innerhalb der Schnecken bilden die Napfschnecken und Verwandte die eher urtümliche Unterklasse der Eogastropoda, der allen anderen Schnecken in der Unterklasse Orthogastropoda gegenüberstehen.
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25. Februar 2009: Der Fluss in Azalas fließt!
der Fluss in Azalas fließt
Bei starken Regenfällen wird auf einer steilen Insel wie Naxos längst nicht alles Regenwasser von der Erde aufgesaugt. Dann werden die trockenen Torrente der Insel kurzfristig zu Flüssen, und in den Flussbetten rauscht wild das Wasser. Vor den Flussmündungen färbt sich das Meer auf weite Strecken braunrot. Und die Fische haben eine Abwechslung im Speiseplan: die Fische, die Nikos einmal nach einem starken Regenfall fing, bei dem die Flüsse...
Eis und Schnee
Trotz der Sommerhitze gibt es auch in Griechenland jedes Jahr Eis und Schnee. Auf dem Festland sind die Winter in den Bergen in vielen Gegenden sogar sehr hart; der Schnee liegt manchmal metertief und die Temperaturen können bis deutlich unter -10°C sinken. Viel Schnee fällt bei den Wintereinbrüchen außer in den Gebirgen des Festlandes auch auf Kreta und der Peloponnes, wo der Schnee sich auf den Bergen bis in den Sommer hinein halten kann. Besonders schneereich ist auch...
Regen, Hagel und Gewitter
Regen, Hagel und Gewitter
Regen und Hagel
Wenn Wolken eine große vertikale Ausdehnung erreichen (Cumulonimbus– und Nimbostratus-Wolken), dann beginnt es aus ihnen zu regnen. In reinen Wasserwolken können die Regentropfen nur so weit anwachsen, dass es zu einem leichten Sprühregen kommt. Damit großtropfiger Regen fallen kann, muss die Wolke zumindest in ihren obersten Teilen vereist sein: Nur Hagelkörner können in der Wolke soweit anwachsen, dass sie (wieder...
Regenbogen und Halo-Erscheinungen
Halo-Erscheinungen
In dünnen Zirruswolken-Schleiern entstehen durch die Brechung des Sonnenlichtes an den Eiskristallen oft regenbogenartige Leuchterscheinungen. Die häufigste dieser Erscheinungen ist der Kleine Haloring in einem Winkelabstand von 22° von der Sonne, der durch die Brechung des Sonnenlichtes an sechseckigen Eisplättchen entsteht, die in Zirrus-Wolken bei -20 bis -50° C vorherrschen. Dieser kann von weiteren Bögen umgeben sein, die ihn oben und unten...
Wolkenformen
Wolkenformen
Die Bestimmung von Wolken
Die Wolken werden nach ihrer Höhe und Form in unterschiedliche Kategorien eingeteilt. So werden sehr hohe (Cirrus-), mittelhohe (Altus-) und niedrige Wolken unterschieden. Nach der Wolkenform unterscheidet man Haufenwolken (Cumulus) und Schichtwolken (Stratus). Mit dem Zusatz -nimbus werden die Wolken bezeichnet, aus denen es regnet.
Bei der Bestimmung von Wolken ist zu beachten, dass die Übergänge zwischen zwei verwandten...
Wetter und Klima
Wetter und Wolken
Die Beobachtung der Wolken ist eine der schönsten Naturstudien: Wolken sind faszinierend und beeindruckend. Wolken und das Wetter kann man überall beobachten kann, ohne dass Hilfsmittel oder weitreichende Kenntnisse nötig wären: Man braucht nur ein wenig hinzuschauen! Und die Beobachtung der Wolken ist nützlich, denn mit zunehmender Erfahrung kann man (gegebenenfalls in Verbindung mit der offiziellen Wettervorhersage) durchaus etwas über die lokale...



















