In unserem Garten findet man oft kleine hübsche Überraschungen. Im Herbst wunderte ich mich darüber, dass viele Brennesseln nicht so gut aussahen. Bei genauerer Betrachtung waren sie von Raupen in Mitleidenschaft gezogen, so dass viele Blätter und Triebspitzen angeknabbert oder abgeknickt und vertrocknet waren. Die Raupen selbst waren zunächst nicht zu sehen – dann entdeckte ich sie aber: Sie steckten in hübsch zusammengeklebten Blatt-Tütchen! Was für eine nette...
Süßwasserschnecken
Auf Naxos kann man zahlreiche Schneckenarten antreffen, sowohl Meeresschnecken als auch Landschnecken. Interessanterweise leben in den ganzjährig wasserführenden Flüssen der Insel auch mehrere Süßwasserschnecken. Bei einer häufigen Art handelt es sich vermutlich um Melanopsis buccinoidea. Sie kommt in allen ganzjährig wasserführenden Flüssen der Insel vor.
Die Süßwasserschnecken leben sowohl in den langsam fließenden Flüssen mit sandigem Untergrund…
…als auch in...
Wanderung an der Südküste
Die Südküste von Naxos ist wohl die einsamste und abgelegenste Gegend der Insel. Auf den älteren Karten der Insel ist zwar häufig eine Fahrstraße von Pánormos nach Kalandós eingezeichnet, aber diese gibt es (immer noch) nicht, und eine Wanderung die Küste entlang ist ein Erlebnis der besonderen Art.
Wir beginnen die Wanderung in Pánormos, einer abgelegenen Bucht im Südosten von Naxos. Hier gibt es nur wenige Häuser, eine kleine Kapelle und eine bronzezeitliche...
Von Koronos nach Lionas
Die heiße Sommerzeit ist vorbei, und nun ist wieder Wanderzeit. Diesmal laufen wir von Kóronos nach Liónas. Der alte Pfad ist (in seinem unteren Teil) diesen Sommer von einer griechischen Organisation in Stand gesetzt und freigelegt worden, und ist nun eine der schönsten Wanderstrecken auf der Insel. Für die ganze Strecke benötigt man etwa vier Stunden, wenn man gemütlich geht. Ich hatte Gelegenheit, mit der Wandergruppe von Hermann Richter mitzulaufen, immer ein...
Seescheiden
Die Seescheiden (Klasse Ascidia) gehören zum Stamm der sogenannten Manteltiere, bei denen es sich trotz ihres einfachen Aufbaus um die nächsten Verwandten der Wirbeltiere handelt. Sie zeichnen sich durch eine gallertartige, knorpelige oder ledrige zelluloseähnliche Substanz aus, die den ganzen Körper umhüllt (Mantel oder Tunica). In der Chorda, einem knorpeligen Stab, der als Stützorgan dient, besitzen sie einen Vorläufer der Wirbelsäule.
Der Körperbau der Seescheiden ist...
Bewohner der Unterwasserwelt
In diesem Beitrag will ich diverse Bewohner der Unterwasserwelt vorstellen, denen wir auf unseren letzten Schnorchel-Ausflügen begegnet sind.
Korallen sind vor allem als Bewohner der tropischen Meere bekannt. Die meisten Arten bilden große Kolonien, die aus kleinen, polypenförmigen Einzeltieren bestehen; sie besitzen ein gemeinsames Skelett („Stock“) aus Kalk, Horn oder Chitin. Es gibt aber auch einzellebende Korallen, so die Steinkoralle Balanophyllia...
Unterwasser-Landschaften
Der Juni sowie der Spätsommer und frühe Herbst, wenn es häufiger windstille Tage gibt und das Wasser schön warm ist, ist die beste Jahreszeit, um in die Unterwasserwelt bei Azalas einzutauchen. Direkt bei uns am Sandstrand und an der anschließenden felsigen Küste kann man schon beeindruckende Unterwasserlandschaften erkunden und zahlreiche interessante Bewohner des Meeres kennenlernen.
Blick über die Meeresküste in Azalas von unserem „Reinspring-Felsen“ aus
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Ein Erdbeerbaumfalter auf Besuch
Heute gab es eine schöne Überraschung im Garten: eine neue Schmetterlingsart! Ein Erdbeerbaumfalter – ein wunderschöner, großer Edelfalter mit samtbrauner Oberseite mit gelbem Streifen and Rand und einer fantastisch gemusterten Unterseite. Er flog um unsere Olivenbäume herum und setzte sich auch hin, so dass ich das Foto schießen konnte.
Die Raupen des Erdbeerbaumfalters (Charaxes jasius) leben, wie der Name schon sagt, ausschließlich an Erdbeerbäumen (Arbutus), die...
Kieselkunst in Azalas
In diesen Tagen tauchte bei uns am Strand eine neue Form der Kunst auf: die Kieselstein-Kunst. Wir finden immer wieder neue kleine Steinmännchen auf den Felsen um unseren Strand herum…
Bootsfahrt nach Apollonas
Im Sommer ist es selten windstill, aber dieses Jahr beschert uns der Juli eine ganze Reihe wunderschöner Tage, die auch für eine Bootsfahrt bestens geeignet sind. Hier ein paar Fotos von einer Tour, die uns erst nach Moutsoúna und dann nach Apóllonas führte.
Der Blick auf die kleine Siedlung Ágios Dimítris; die rechtesten Häuser etwa in der Bildmitte sind unsere Ferienhäuser. Auch die kleine Kapelle des Heiligen Dimitris ist zu erkennen.
Wir fahren um das Kap herum nach...
Regen im Juli
Hier ein kleiner Nachtrag, etwa zwei Wochen zu spät: Es hat geregnet! Das hat es in den letzten 15 Jahren bei uns im Juli nur einmal gegeben… Wir hatten einen kräftigeren Schauer, und dann hat es während der Nacht und am nächsten Morgen noch ein bisschen getropft. Höchst merkwürdig! Nicht mal auf das Wetter ist mehr Verlass…
Entenmuscheln
Vor kurzem wurde bei uns am Strand ein interessantes Treibgut angetrieben: ein alter Leuchtstab mit Entenmuscheln daran. Diese faszinierenden Tiere gehören zu den Krebstieren, auch wenn man ihnen das kaum ansieht. Ebenso wie die eng verwandten, ebenfalls sessilen Seepocken ernähren sie sich durch Filtrieren des Meerwassers.
Die Angehörigen der Klasse der Pedunculata (Entenmuscheln) zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen muskulösen Stiel besitzen; dieser wird von...
Inselhüpfen mit dem See-Kajak, Teil 1
Gastbeitrag von Sarah und Peter: See-Kajak Teil 1
Kleine Kykladen, März/April 2014, 4 Tage
Distanz/Route: ca. 130 km. Azalas (Naxos) – Panormos – Nord-Schinousa – Heraklia – Süd-Schinousa – Keros – Kato Koufounisi – Pano Koufonisi – „Steininsel“ – Azalas
Wind: April und Mai sind in der Regel die windärmsten Monate. Im Winter herrscht oft Sturm, im Sommer meist Nordwind von 5 bis 6 Beaufort. Die Planung der...
Inselhüpfen mit dem See-Kajak, Teil 2
Gastbeitrag von Sarah und Peter: See-Kajak Teil 2
Paros – Antiparos, April 2014, 3 Tage
Distanz/Route: ca. 110 km. Von der Westküste von Naxos aus im Gegenuhrzeigersinn um Paros und Antiparos
Wind: April und Mai sind in der Regel die windärmsten Monate. Im Winter herrscht oft Sturm, im Sommer meist Nordwind von 5 bis 6 Beaufort. Die Planung der Routen muss aufgrund der häufig wechselnden Windverhältnisse kurzfristig gemacht werden. Auf unserer Tour haben die Winde...
Tau
In einer trockenen Region wie Naxos ist Tau ein wahres Geschenk des Himmels – und ein zauberhafter Anblick!
Die Schönheit liegt oft im Kleinen; und man muss sich ein wenig Zeit nehmen und sich auch mal hinknien, um sie entdecken und genießen zu können.
Zu den Wassermühlen bei Provolakia
Und wieder ein Spaziergang, diesmal von Apíranthos aus das Tal Richtung Moutsoúna hinunter zu mehreren alten Wassermühlen in „Provolákia“, einem steilen, felsigen Tal nicht weit vom Dorf. In den Wintermonaten fließt hier ein kleiner Fluss; im Sommer trocknet dieser jedoch weitgehend aus. Der Pfad führt duch alte Terrassen, die heute mit Wald vor allem aus Kermeseichen bewachsen sind – eine versteckte, zauberhafte Welt.
In Apiranthos beginnt unser...
Weidenröschen, Epilobium
Die Weidenröschen gehören zu den Nachtkerzengewächsen (Onagraceae). Die Gattung Epilobium mit an die 200 Arten ist in Nordamerika und Eurasien verbreitet. Es handelt sich um krautige Pflanzen mit meist kleinen, rosa oder rötlichen Blüten und langen, schmalen Kapselfrüchten mit Samen, die fädige Anhängsel für die Windverbreitung besitzen. Auf Naxos sind bislang fünf Arten nachgewiesen worden; sie wachsen in feuchten Gebieten, vor allem entlang der Flussläufe und an...
Schachtelhalme, Equisetum
Die Schachtelhalme (Gattung Equisetum) sind die einzigen heutigen Vertreter der zu den Farnen gehörenden Klasse Equisetopsida, die seit dem Devon (vor etwa 375 Mio. Jahren) fossil auftritt und zusammen mit den Farnen v.a. während des Karbons riesige Wälder bildete. Die heutigen etwa 15 bis 20 Arten sind die letzten Überbleibsel einer ehemals sehr bedeutenden Klasse und können somit als „lebende Fossilien“ betrachtet werden.
Die Schachtelhalme sind einfach...
Gezähnter Moosfarn, Selaginella denticulata
Die Moosfarne sind eine urtümliche Pflanzengruppe, die zur Klasse der Bärlapppflanzen gehört. Die Ordnung der Moosfarnartigen umfasst nur eine Gattung, die Moosfarne Selaginella mit etwa 700 vor allem in den Tropen verbreiteten Arten. Im Mittelmeergebiet kommt die Art Selaginella denticulata vor.
Aufbau
Die Moosfarne sind kleine, einfach gebaute, auf den ersten Blick den Moosen ähnliche Gewächse. Sie wachsen meist niederliegend mit einer gabelig verzweigten Sprossachse,...
Farne, Polypodiopsida
Die Echten Farne (Polypodiopsida) sind eine Klasse der Gefäßsporenpflanzen, die außerdem Gruppen wie die Bärlapppflanzen und die Schachtelhalme umfasst. Es handelt sich um urtümliche Pflanzen, die den Samenpflanzen gegenüberstehen. Sie besitzen kein sekundäres Dickenwachstum und bleiben außer einigen tropischen Vertretern, den Baumfarnen, recht klein. Die Farne besitzen meist ein langlebiges, kriechendes Rhizom, aus dem gefiederte „Blätter“, die Wedel,...



















