Marmorabbau im Steinbruch bei Kinidaros

Außer dem Schmirgel besitzt die Insel Naxos ein weiteres wichtiges Naturgut: den Marmor, der seit über 5000 Jahren verwendet, bearbeitet und auch exportiert wird. Eine wichtige Rolle spielte der Marmor in der kulturellen Entwicklung der Insel besonders während der archaischen Periode (7. und 6. Jhd. v. Chr.), als aus ihm monumentale Statuen und beeindruckende Tempel hergestellt wurden.

Auch heute noch wird auf Naxos Marmor guter Qualität abgebaut. Ein Besuch im Steinbruch gehört zu den eindrucksvollsten und interessantesten Erlebnissen, die die Insel zu bieten hat. Wir fahren zum östlich von Kinídaros gelegenen Steinbruch der Familie Karpontini.


Der Steinbruch von der Straße aus.


Der Marmor wird in etwa sechs Meter hohen Stufen abgebaut.


Mit dieser Maschine werden die tiefen Löcher in den Fels gebohrt, durch die das Seil der Seilsäge gezogen wird. Rechts liegen die Verlängerungsrohre.


Hier sieht man den aus dem fertigen Loch wieder herausgezogenen Bohrkopf.


Von oben wird mit einem Presslufthammer ein weiteres, schmaleres Loch zum Treffpunkt der Bohrungen getrieben. Dieses Loch wird mit einer Reihe von Bohrstangen erstellt, die jeweils um 80 cm länger sind; die längste Stange ist 7,20 Meter lang.


Durch die fertig gebohrten Löcher wird das Seil der Seilsäge gezogen. Mit dieser Maschine wird dann ein großer Marmorblock abgesägt; dieser wird später auf dieselbe Weise in kleinere Stücke zerlegt.


Das Sägeseil besteht aus Stahl mit Kunstdiamanten und kann mittels spezieller Muffen beliebig verlängert oder verkürzt werden.

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