Der Vulkan von Santorin (Thera)

Eine der interessantesten Nachbarinseln von Naxos ist Santorin, die Vulkaninsel. Der Vulkan von Santorin ist einer der aktivsten Vulkane Europas. Im letzten Jahrhundert hat es drei schwächere Eruptionen gegeben, und eine ganze Reihe weitere fanden im Mittelalter und in der Antike statt. Der bekannteste Ausbruch war der sogenannte minoische um 1645 v. Chr., der die Insel Santorin größtenteils zerstörte. Er führte nach heutiger Auffassung zwar nicht direkt zum Untergang der Minoischen Kultur, läutete jedoch deren Ende ein.

Die Minoische Eruption war einer der stärksten Vulkanausbrüche seit Menschengedenken. Die Eruptionssäule aus Asche stieg fast 40 Kilometer hoch in die Atmosphäre hinauf. Um die 30 Kubikkilometer Asche und Bimsstein wurden ausgeworfen. Ein großer Teil der ehemals vermutlich wie ein Ring geformten Insel wurde weggesprengt und die verbliebenen Reste wurden von bis zu 60 m dicken Schichten von Bimsstein, Asche und Lava bedeckt. Der beim Ausbruch geförderte Bimsstein muss weite Teile der Ägäis bedeckt haben; noch heute kann man Bimsstein an den meisten Stränden der Ägäis finden. Auch Ascheschichten vom Minoischen Ausbruch sind an vielen Stellen im östlichen Mittelmeergebiet nachweisbar. Schließlich führte der Minoische Ausbruch durch die großen Mengen an Staub, die in die Atmosphäre geschleudert wurden, zu einer Verschlechterung des Klimas, die sich auf der ganzen Erde auswirkte.

Auf Santorin wurde eine große minoische Siedlung durch den Vulkanausbruch zerstört und unter Asche begraben. Ausgrabungen brachten mehrstöckige Häuser und zahlreiche Werkstätten zutage, die einen guten Einblick in das Leben der Zeit ermöglichen. Besonders bemerkenswert und aufschlussreich sind die wunderschönen Fresken mit denen die Wände in vielen Häusern verziert waren.

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