Ostersamstag, 14. April 2012

Ostern – das wichtigste orthodoxe Fest, die wichtigste Feier in Griechenland. Karfreitag ist der höchste Fastentag, aber einige Menschen fasten die ganze Osterwoche oder gar alle vierzig Tage der Fastenzeit vor Ostern. Am Ostersamstag geht man abends um Mitternacht in die Kirche, wo die Auferstehung Christi verkündet und das Heilige Licht verteilt wird; dann ist die Fastenzeit beendet und man geht nach Haus, um die magirítsa zu essen, eine Suppe, die aus den Innereien des Lamms bereitet wird, das am nächsten Tag am Spieß gegrillt wird.


Der Ostergottesdienst findet in Moutsouna in der kleinen Kirche des Heiligen Joannis statt.


Da in die kleine Kirche nicht alle Leute hineinpassen, wird der zweite Teil der Zeremonie draußen vor der Kirche abgehalten. Hier wird das Heilige Licht herausgebracht und an alle Anwesenden verteilt.


Der Priester kommt ebenfalls auf den kleinen Vorplatz, wo er unter Glockengeläut die Auferstehung Christi verkündet.


Das Anzünden der Kerzen wird wie jedes Jahr durch den Wind erschwert.


Ach ja, die kleine Kerzenflamme… „und in ihrem Schein leuchtet der Abglanz der promethischen Glut, des trostspendenden, heimeligen Herdfeuers, der reinigenden, heiligen Flamme der Religionen, des Feuers der Weltenbrande und Revolutionen, und der symbolträchtigen Fackeln, die die Gäubigen bei den befreienden, ekstatischen dionysischen Umzügen trugen…“


Und am nächsten Tag wartet das Osterfrühstück mit tsourékia und koulourákia.

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