Fliegen

Und hier noch eine Insektengruppe, deren Bedeutung und Schönheit nicht immer gewürdigt wird: die Fliegen. Sie formen gemeinsam mit den Mücken die Ordnung der Zweiflügler (Diptera), die etwa 160.000 Arten umfasst. Im Gegensatz zu den meisten anderen Insekten besitzen die Zweiflügler, wie der Name sagt, nur zwei Flügel; das hintere Flügelpaar ist zu sogenannten Halteren zurückgebildet, kleinen, keulenförmigen Schwingkölbchen, die der Stabilisierung des Fluges dienen.

Die Fliegen besitzen meist große, gut ausgebildete Augen. Ihre Fühler sind ungewöhnlich: Sie sind kurz und keulenförmig mit einer feinen, seitlich abgehenden Borste (Arista). Die Mundwerkzeuge sind leckend-saugend oder stechend-saugend. Die Fliegen tragen am Kopf, am Körper und an den Beinen auffällige, kräftige Borsten, die ebenso wie die Aderung der durchsichtigen Flügel für die Bestimmung und systematische Einordnung wichtig sind. Sie haben viele unterschiedliche Lebensweisen entwickelt und alle Lebensräume der Erde erobert. Es handelt sich um eine sehr erfolgreiche Tiergruppe, die oft in hohen Zahlen auftritt. Es gibt räuberische Arten, Pflanzenfresser sowie parasitisch lebende Arten. Fliegen zeigen eine holometabole Entwicklung mit einem Puppenstadium. Die Larven besitzen keine Beine und keine Kopfkaspel (Maden).


Die allbekannte Stubenfliege besitzt große braunrote Komplexaugen, einen schwarz und grau längsgestreiften Körper und gelbliche Flecken an den Flügelbasen. Hier sieht man die leckend-saugenden Mundwerkzeuge mit ihrem kissenartigen „Tupfer“, mit dem die Fliege Flüssigkeiten und feine Feststoffe aufnimmt.


Bei dieser Fleischfliege kann man gut die keulenartigen Fühler der Fliegen mit ihrer feinen, in der Mitte entspringenden Borste erkennen sowie die Haftlappen an der Füßen, die der Fliege ermöglichen sich an sehr glatten oder überhängenden Stellen festzuhalten.


Die Schmeißfliege Calliphora vicina besitzt einen metallisch-bläulichen Hinterleib; der Thorax ist blaugrau. Die großen Komplexaugen berühren sich auf der Stirn fast.


Diese kleine Schwebfliege, vermutlich die Art Scaeva pyrastri, zeigt eine charakteristische abschreckende Färbung mit gelben wespenähnlichen Streifen.


Die Igelfliege ist nach ihren besonders langen Borsten benannt. Die Larven parasitieren an den Raupen verschiedener Eulenschmetterlinge.


Manche Fliegen fangen andere Insekten nach Art der Libellen. Diese Raubfliege saugt gerade mit ihrem Stechrüssel eine Stubenfliege aus. Man sieht den langen, schmalen Hinterleib.


Die Olivenfliege ist ein bedeutender Schädling im Mittelmeergebiet. Sie trägt eine auffällige Färbung auf dem Körper.


Und hier noch ein winziger Vertreter: Diese nur 2 mm große gelbe Halmfliege mit ihrer hübschen schwarzen Zeichnung lebt an Gräsern und Sträuchern. Es gibt zahlreiche sehr ähnliche Arten in mehreren Gattungen.

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