Käfer

Die Käfer sind mit etwa 350.000 beschriebenen Arten die größte Insektenordnung. Rund ein Fünftel aller bekannten Tier- und Pflanzenarten sind Käfer, und ihre gesamte Artenzahl wird auf 1 bis 5 Millionen geschätzt. Jährlich werden hunderte neuer Arten beschrieben, vor allem aus den tropischen Regenwäldern. Viele Arten sind in ihrer Lebensweise sehr spezialisiert und beispielsweise an eine einzige Pflanzenart gebunden.

Die Käfer gehören zu den relativ großen und kräftigen Insekten. Im Gegensatz zu den anderen Insektengruppen wird bei ihnen der zweite Körperabschnitt („Brust“) nur aus dem ersten Segment des Thorax gebildet, während die anderen zwei Thoraxsegmente den vordersten Teil des Hinterleibs bilden. Entsprechend sitzen die hinteren zwei Beinpaare und die Flügel bei den Käfern am hinteren Körperabschnitt. Dabei dienen nur die hinteren Flügel tatsächlich dem Fliegen, während die Vorderflügel zu starren, schützenden Deckflügeln umgebildet sind, unter denen die Hinterflügel zusammengefaltet liegen. Beim Fliegen werden die Deckflügel abgespreizt.


Der Kopf der meisten Käfer ist eher klein. Hinter ihm liegt die „Brust“, die nur aus dem ersten Thoraxsegment besteht und das vorderste Beinpaar trägt; ihr Rückenschild wird Halsschild genannt. Die Flügel und die hinteren zwei Beinpaare sitzen am hintersten Körperabschnitt („Hinterleib“), der aus dem mittleren und hinteren Thoraxsegment und den Hinterleibssegmenten besteht. Bei diesem Tier sieht man die zusammengefalteten häutigen Hinterflügel unter den starren, zum Fliegen ungeeigneten Deckflügeln hervorschauen.


Der Feld-Sandlaufkäfer besitzt eine metallisch-grüne Färbung. Von anderen verwandten Arten ist er an der Form und Anordnung der weißen Flecken auf den Flügeldecken zu unterscheiden.


Der flugunfähige Violette Ölkäfer besitzt mehrere interessante Besonderheiten in seiner Lebensweise. Auch sein Körperbau ist ungewöhnlich mit den stark verkürzten Deckflügeln, die den Hinterleib freilassen.


Scarabaeus variolosus betreibt eine aufwändige Brutpflege. Die Eier werden in Erdlöcher abgelegt, in denen der Käfer Dungkugeln als Nahrungsvorrat für die Larven deponiert. Hier sieht man den Käfer wie er eine Dungkugel rollt.


Die schönen, schwer zu bestimmenden Rosenkäfer sind metallisch glänzend mit grüngoldener Färbung. Sie sind auf Naxos häufig anzutreffen.


Der männliche Nashornkäfer trägt ein eindrucksvolles Horn auf seinem Kopf. Der Halsschild ist stark vergrößert mit einer dreihöckrigen Aufwölbung im hinteren Bereich. Kopf, Halsschild, Flügeldecken und Beine sind glänzend dunkelbraun. Auf der Unterseite ist der Körper rostbraun behaart.


Der Veränderliche Widderbock besitzt eine wespenähnliche Färbung, mit der er mögliche Fressfeine abschreckt, indem er vortäuscht wehrhaft und giftig zu sein.


Dorcadion scopolii sieht ein bisschen wie eine Spinne aus. Die Flügeldecken zeigen vier weiße Längstreifen und eine weiße Naht in der Mitte, die sich auch auf Hals und Kopf erstreckt. Dieser Käfer hält sich stets am Boden auf.


Der flugunfähige Rosmarin-Käfer lebt in großen Zahlen auf Rosmarin-Sträuchern, die er weitgehend kahlfressen kann. Dieser kleine Käfer hat eine sehr schöne, metallische Färbung.


Der aus Südostasien stammende Rote Palmrüsselkäfer ist dabei die Palmenbestände des Mittelmeergebiets zu zerstören; er breitet sich unaufhaltsam aus und führt zum schnellen, vollständigen Absterben der Bäume.

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