Brot und Feigen

Zur Abwechslung mal ein „Stillleben“ – ein Foto von unserem Freund Panajotis.


Brot und Feigen – ein Stillleben aus Azalas – man kann es geradezu riechen…!

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Eine besondere Kermeseiche

Gastbeitrag und Gemälde von Barbara Lang

Eine Kermeseiche im April auf Naxos, hier zu einem richtigen, mehrere Meter hohen Baum herangewachsen. Diese häufige Eichenart wurde früher als Gerbstofflieferant und als ausgezeichnetes Brennholz geschätzt. Zudem ist sie die Wirtspflanze der Kermesschildlaus. „Rötlich schimmerndes Gold und flammendes Kermesrot“ waren schon im 5. Jhd. Farben für Könige. Die weiblichen Läuse sind gefüllt mit Eiern, die diesen roten Saft enthalten. Nach dem Absterben der Weibchen bleiben ihre Hüllen mit den Eiern zurück in Form von bräunlichen Kügelchen, die von den Griechen für Früchte gehalten wurden: kokkos ( Beeren). Diese Beeren, auch „Paradieskörner“ genannt, wurden für die Herstellung der ehemals kostbarsten und schönsten Farbe eingesammelt.

Die dichte rundliche Wuchsform des Baumes mit seinen stachligen, ledrigen Blättern bietet einen sicheren Schutz für manche Tiere, vor allem Vögel. Meist wächst die Kermeseiche aber mehr als Busch, und da sie prädestiniert zu sein scheint, von Ziegen zerbissen und abgefressen zu werden, bilden sich oft ganze niedrige Wälder von den bizarrsten Formen, „Ziegenbarock“ genannt. Mein Baum, auch barock, aber dem Ziegenfrass entkommen, hat mich fasziniert, wie er sich über das alte Gemäuer, eine alte Kirche, ausgebreitet hat, ein Zusammenspiel von ungehindertem Wachstum und Zerfall.

siehe auch:

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Segetalflora – seltene Ackerwildkräuter auf Naxos

Gastbeitrag von Stefan Meyer, Universität Göttingen

Die europäische Kulturlandschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten aufgrund der zunehmend intensiven Landwirtschaft dramatisch verändert. Besonders betroffen von dieser Entwicklung ist die Ackerwildkrautflora (Segetalflora). In Griechenland, dem Land mit der ältesten Ackerbautradition Europas, werden in einigen Regionen noch vergleichsweise wenige Agrochemikalien im Ackerbau eingesetzt. Der dadurch bedingte Reichtum an Agrobiodiversität als Ausdruck traditioneller Landwirtschaft ist einzigartig in Europa. Gleichwohl kann, besonders seit Griechenlands EU-Beitritt, ein Wandel hin zu einer industriellen Landwirtschaft beobachtet werden. Dadurch ist die einst sehr diverse Segetalflora heute stark gefährdet.

Trotz der langjährigen floristischen Untersuchungen in der Ägäis (die 2016 von Arne Strid im „Atlas of the Aegean Flora“ zusammengefasst wurden) sind die Kenntnisse zu den Arten der Segetalflora meist begrenzt – die Ackerwildkräuter werden bei botanischen Untersuchungen manchmal etwas stiefmütterlich behandelt. Im Frühjahr 2017 kartierten wir noch relativ traditionell bewirtschaftete Ackerflächen auf Naxos, um mehr Information zu diesem Gebiet zu sammeln. Nachfolgend sollen kurz einige bemerkenswerte Arten der naxiotischen Segetalflora vorgestellt werden.

Eine der seltensten Arten, die in der Untersuchung der Segetalflora auf Naxos nachgewiesen werden konnte, ist Garidella nigellastrum, die auf der Roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) als im Bestand gefährdet eingestuft ist. Das zierliche und sehr leicht zu übersehende Hahnenfußgewächs mit je fünf schmalen Kelch- und Kronblättern konnte im Mai 2017 mit ca. einem Dutzend Pflanzen an einem Ackerrand westlich von Kalandós erstmals für die Insel nachgewiesen werden. Von den Kykladen war Garidella nigellastrum bisher nur von Sifnos bekannt. Im Bereich der Ägäis kommt die Pflanze auch auf der Peleponnes (Argolis im Raum Ermioni) in einigen Populationen vor.


Garidella nigellastrum


Der Löwentrapp ist eine weitere seltene Segetalart, die auf Naxos in einzelnen Beständen vorkommt.


Die Erdkastanie wurde im Rahmen unserer Untersuchung erstmals auf Naxos nachgewiesen.


Dasselbe trifft auf den Finkensamen zu.

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Delfi

Delfi – der Nabel der Welt. Eines der wichtigsten Heiligtümer der griechischen antiken Welt; wie das große Heiligtum auf Delos dem Gott Apollo geweiht. Seine Berühmtheit erlangte das Apollo-Heiligtum in Delfi vor allem durch seine Funktion als Orakel: über Jahrhunderte hinweg suchten die Griechen bei wichtigen Entscheidungen in Delfi Rat.


Der Apollo-Tempel liegt am Hang des Berges Parnass etwa 100 km von Athen, von hohen Steilwänden beschützend umrundet.


Auf dem Ausgrabungsgelände leben die wenig scheuen, hübschen Felsenkleiber, eine Vogelart, die gern in Ruinen lebt: Hier sitzt ein Exemplar auf einer antiken Säule.


Der Omfalos, Mittelpunkt der antiken griechischen Welt und Verbindungsachse zwischen Himmel, Erde und Unterwelt. Ursprünglich war der Stein im Apollo-Tempel aufgestellt; angeblich war er als Meteor vom Himmel gefallen. Der heute im Archäologischen Museum in Delfi ausgestellte Omphalos ist eine hellenistische oder römische Replik aus Marmor. Bemerkenswert ist die ungewöhnliche, einem Flechtwerk aus Wolle nachempfundene Skulpturierung des Steins.


Das Theater von Delfi, das für die bedeutenden poetischen und dramatischen Wettkämpfe bei den Pythischen Spielen genutzt wurde, liegt am Hang oberhalb des Apollo-Tempels. Es bot 5.000 Zuschauern Platz.


Im teilweise rekonstruierten Schatzhaus der Athener wurden die Weihegeschenke der Stadt Athen aufbewahrt. Einflussreiche Städte errichteten Schatzhäuser dieser Art in Delfi, um ihre Stärke zu demonstrieren. Das Athener Schatzhaus misst gut 6 x 9 m und wurde um 500 v. Chr. aus parischem Marmor errichtet.


Besonders bekannt war auch das Schatzhaus der Siphnier. Im Museum in Delfi sind die Überreste des mit Figuren verzierten Frieses ausgestellt. Hier ein Teil der im Nordfries dargestellten Gigantomachie (mythischer Kampf der Götter des Olymp gegen die Giganten, die die Macht an sich reißen wollten) mit dem von einem Löwen gezogenen Wagen der Göttermutter Kybele, weiter rechts sind Apollo und seine Zwillingsschwester Artemis abgebildet.


Der Wagenlenker ist eine der wenigen gut erhaltenen Bronzeskulpturen der griechischen Antike. Besonders beeindruckend die mit Glasfluss eingelegten Augen.

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Mondfinsternis

Und nun noch ein paar Fotos von der Mondfinsternis, die sehr beeindruckend und toll zu sehen war, insbesondere da es gerade windstill ist – und die windstillen Abende sind sowieso immer zauberhaft…

Eine besondere Mondfinsternis dieses Mal: die längste des Jahrhunderts, zu einer super-günstigen Tageszeit (am frühen Abend), wundervoller Sternhimmel zu sehen zur Zeit der totalen Verdunklung, und der Mars in der Nähe des Mondes, zur Zeit besonders nah: Er strahlt heller als der Jupiter!


Zum Mondaufgang ist der Mond schon im Halbschatten.


Nun fällt allmählich der Kernschatten auf die Mondscheibe.


Hier der Mond mit dem Mars, der schon länger jeden Abend ganz wunderbar zu sehen ist.


Wie immer habe ich die Fotos einfach mit einer ganz normalen Kamera ohne Stativ gemacht, darum sind sie nicht alle ganz scharf, aber immerhin!

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Regen

Dieses Foto ist zwar schon aus dem Juni, aber es hat doch tatsächlich diese Tage geregnet auf Naxos, gestern auch – und das ist (wenn ich mich recht erinnere) in den ganzen 20 Jahren, die ich hier bin, erst das zweite Mal, dass ich im Juli Regen sehe!

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Weintrauben

Dieses Jahr ist alles etwas seltsam – das Wetter ist auch hier auf Naxos ungewöhnlich. Wir hatten einen sehr milden Winter und frühen Sommer. Das Obst ist einen Monat früher reif als normalerweise. In vielen Fällen ist die Ernte auf Naxos dieses Jahr ziemlich schlecht gewesen, oder sogar ganz ausgefallen. Aber Weintrauben gibt es, und sogar besonders schöne!

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Gute Nachrichten für die Kirche Agia Kyriaki

Für die kleine byzantinische Kirche Agia Kyriaki bei Apeiranthos, die mit sehr seltenen Wandmalereien aus der Zeit des Bilderstreites (8. und 9. Jhd.) ausgeschmückt ist, gibt es gute Nachrichten: Ihre Restaurierung, die in den letzten Jahren von einem Schweizer Team in Zusammenarbeit mit griechischen Organisationen durchgeführt wurde, ist für 2018 mit dem European Heritage Award ausgezeichnet worden.

Hier gibt es mehr Informationen:

Die Kirche Agia Kyriaki
Kirchen und Klöster
Sehenswürdigkeiten
Geschichte
Die byzantinische Epoche

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und wieder ein Mal-Retreat

Auch dieses Jahr soll Ende Juni wieder ein Mal-Retreat bei uns stattfinden, mit der amerikanischen Künstlerin Sherri Bustad. Es wird wie immer sicher eine tolle Erfahrung – Interessenten können sich bei der Künstlerin direkt melden.

Siehe auch hier: Retreat 2016

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