Workshop in Azalas

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Frühling…

Hier ein paar neue Fotos – es ist ja nun wirklich nicht mehr Winter!

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Der Winter ist da!

Pünktlich zum Beginn des neuen Jahres ist auf Naxos der Winter eingetroffen, diesmal mit besonders niedrigen Temperaturen und besonders viel Schnee, nachdem es bislang sehr warm und trocken war (die Kinder haben vor ein paar Tagen noch im Meer gebadet). Aber den Schnee heute haben sie ganz besonders genossen – eine höchst willkommene Neujahrs-Überraschung!


Der Schneemann durfte mit nach Azalas kommen!

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Neujahrsgrüße

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Dank an alle Leser

In der letzten Zeit komme ich ja nur höchst selten dazu, neue Beiträge zu schreiben. Es gibt ein paar Themen, die schon anstehen, aber irgendwie sind immer dringendere Dinge zu tun: Kinder, Schule, Verbesserungen an den Häusern (ja, es wird wieder einiges verschönert und ersetzt) – all das braucht einfach die Zeit auf. Dieses Jahr ist es besonders eng, aber nächstes Jahr wird es hoffentlich wieder ruhiger. Trotzdem habe ich von ein paar Tagen die Grenze von einer halben Million Aufrufe auf der Azalas-Seite überschritten.

Ich danke allen Lesern ganz herzlich!

Ich wünsche allen eine schöne Weihnachtszeit!


als Weihnachtsgruß ein Foto von einem kürzlichen Frühmorgen mit Mond, Jupiter und Venus

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Steinzeitmenschen auf Naxos: Die Steinwerkzeuge der Stelida

Bis vor kurzem ging man davon aus, dass die Ägäischen Inseln erst in der Jungsteinzeit von Menschen besiedelt wurden. Neue Forschungsergebnisse von Kreta und einigen anderen griechischen Inseln sowie eine in den letzten Jahren wieder aufgenommene Untersuchung auf Naxos werfen jedoch ein ganz neues Licht auf die Frühgeschichte der Ägäis: Sie zeigen, dass diese Inseln schon wesentlich früher von Menschen besiedelt waren als bisher angenommen. Auf Naxos sind auf dem Hügel der Stelída südlich der Chóra menschliche Artefakte zu finden, die in die Mittel- und sogar die Altsteinzeit zu datieren sind. Diese Fundstellen sind in den frühen Achtziger Jahren erstmals entdeckt und beschrieben worden, werden aber erst in den letzten Jahren von griechischen und kanadischen Archäologen systematisch untersucht.


Der Hügel der Stelída vom Strand von Ágios Prokópios aus. Die von den Archäologen untersuchten Gebiete liegen größtenteils auf dem felsigeren Gelände an der Spitze des Hügels.


Oben auf dem Hügel stehen dicke Hornstein-Schichten an. Aus diesem Hornstein stellten die Frühmenschen auf der Stelída einfache Steinwerkzeuge her, von denen heute hier noch Überbleibsel gefunden werden können.


Als Hornstein werden kieselsäurehaltige Gesteine bezeichnet, d.h. Gesteine, die überwiegend aus Siliziumdioxid (kristalline Form: Quarz) bestehen. Je nach Verunreinigung durch andere Mineralien kann der Hornstein eine rötliche, bräunliche, grünliche oder fast schwarze Färbung aufweisen.


Diese Hornstein-Splitter zeigen Merkmale eines künstlichen Abschlags. Die Schlagstelle ist mit einem Pfeil markiert; sie liegt oft auf einer künstlich geglätteten Schlagfläche. Die abgebildete Seite des Splitters ist jeweils die Ventralfläche, d.h. die, die am Kern angelegen hat, von dem der Splitter abgeschlagen wurde. Sie zeigt eine deutliche, durch den Schlag entstandene Wölbung (Bulbus); nahe bei der Schlagstelle sieht man die Schlagnarbe, die dadurch entsteht, dass sich beim Schlag oft ein kleines Splitterchen ablöst (Kreis).

Nach ihrer Machart und Form gehören die Steinwerkzeuge der Stelída zu zwei unterschiedlichen Epochen. Etwas kleinere und feiner gearbeitete Schaber, Bohrer oder Klingen, oft mit sorgfältig bearbeiteten Rändern, sind typisch für die Jüngere Mittelsteinzeit (etwa 9.000 v. Chr). Ein zweites Set von Werkzeugen, die etwas größer und gröber gearbeitet sind und eine unregelmäßigere Form aufweisen (größtenteils rundliche oder etwa dreieckige Schaber), ist in die Mittlere Altsteinzeit einzuordnen, die im Bereich des Mittelmeeres vermutlich in die Zeit von etwa 130.000 bis 80.000 vor heute zu datieren ist (in der Levante noch früher: vor 250.000 bis 160.000 Jahren). Diese Abschläge sind mit der sogenannten Levallois-Technik hergestellt: Hier werden nicht die abgeschlagenen Stücke nach der Abspaltung feiner bearbeitet, sondern der „Kern“, der Stein, von dem sie abgespalten werden, wird zuerst sorgfältig vorbereitet und in Form gebracht, und danach wird das fertige Werkzeug durch einen Schlag abgelöst.

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Fledermäuse

Die Fledermäuse bilden gemeinsam mit den Flughunden die Ordnung der Fledertiere, die mit etwa 1.100 Arten nach den Nagetieren die artenreichste Säugetier-Ordnung darstellt. Fledermäuse sind weltweit verbreitet; die Gattung der Mausohren besitzt das ausgedehnteste Verbreitungsgebiet innerhalb der Säugetiere. Zweifellos ist diese weite Verbreitung auf die Flugfähigkeit der Fledertiere zurückzuführen. Zu den Fledermäusen gehört eins der kleinsten Säugetiere (Schweinsnasenfledermaus, Körperlänge 3 cm), während Flughunde eine Flügelspannweite von bis zu 1,7 m erreichen.

Außer den ausgestorbenen Flugsauriern und den Vögeln sind die Fledertiere die einzigen Wirbeltiere, die die Fähigkeit zum aktiven Flug entwickelt haben.


Der Flügel der Fledermaus ist zwischen den Hinterbeinen und den extrem langen und dünnen Knochen der Vorderbeine und der Finger aufgespannt. Der Daumen steht als Kralle ab; er ist nicht in die Flughaut eingebunden und wesentlich kürzer als die anderen Finger. Die Flughaut ist durch Muskelstränge stabilisiert und wird durch Adern versorgt; sie ist arttypische „Felder“ aufgeteilt.


Fledermäuse sind die einzigen Säugetiere, die aktiv fliegen können. Sie sind außerordentlich geschickt und wendig im Flug.

Wie jedermann weiß, sind Fledermäuse nachtaktiv, d.h. sie verbringen den Tag an ihren Ruheplätzen (Baumhöhlen, Höhlen, alte Gebäude usw) und fliegen in der Nacht auf Nahrungssuche. In der Ruhe wird der Stoffwechsel der Fledermäuse stark heruntergefahren; auch die Körpertemperatur sinkt deutlich ab. Im Winter halten die Arten der gemäßigten Regionen eine Winterruhe. Fledermäuse sitzen nicht wie andere Tiere, sondern hängen sich an die Decke der Höhlen oder Räume, in denen sie leben.


Ruhende Große Hufeisennase. Das Tier hat sich regelrecht in seine Flughaut „eingepackt“. In der Ruhe wird der Stoffwechsel stark heruntergefahren und die Körpertemperatur sinkt bis auf wenige Grad über der Außentemperatur.

Fledermäuse besitzen gute, leistungsfähige Augen; manche Arten können auch UV-Licht wahrnehmen. In der Nacht orientieren sie sich beim Flug jedoch hauptsächlich über Echo-Ortung. Sie stoßen im Ultraschallbereich liegende Rufe aus, wobei bei vielen Arten merkwürdige Nasenaufsätze bei der Erzeugung der speziellen Laute helfen. Ihre großen, sehr sensiblen Ohren nehmen das zurückkehrende Echo so genau wahr, dass sich die Fledermaus perfekt in ihrer Umgebung zurechtfindet und dabei auch feinste Objekte wahrnehmen kann. Außerdem findet und fängt die Fledermaus über die Echo-Ortung auch ihre Beute, meist fliegende Tiere wie Insekten. Dabei kann sie ihre Beute nicht nur lokalisieren, sondern auch deren Bewegung und Größe berechnen. Anhand der Flügelschlagfrequenz kann sie in vielen Fällen gar die Artzugehörigkeit bestimmen – und all das, während sie selbst mit hoher Geschwindigkeit fliegt!


Bei dieser Großen Hufeisennase sieht man den merwürdigen Nasenaufsatz und die großen, kompliziert gebauten Ohren. Man beachte auch den frei abstehenden, rückgebildeten Daumen.

Leider wissen die meisten Menschen nur wenig über diese faszinierenden Tiere.

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Off the Map: 5 Days of Creative Immersion on a Greek Island by Sherri Bustad

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Zu Besuch bei den Fledermäusen

Fledermäuse gehören zu den Tieren, die nicht so ganz einfach zu erforschen sind: Sie sind nur nachts aktiv, und tags sitzen sie oft schwer erreichbar in Höhlen, Felsspalten, verfallenen Häusern oder Baumhöhlen. Nachdem wir in den Schmirgelminen zumindest zu dieser Jahreszeit keine Fledermäuse angetroffen haben (soweit wir in sie vordringen konnten), wollen wir unser Glück nun in der Zeus-Höhle versuchen, in der es viele Fledermäuse geben soll. Uns begleitet Michalis Bardanis aus Apíranthos, der schon oft in der Höhle gewesen ist.

Wir brechen am frühen Nachmittag auf, um genug Zeit zu haben, die Höhle zu erkunden, bis die Fledermäuse gegen Abend aktiv werden. Vom Parkplatz in der Nähe der Quelle „ton Arión“ ist es etwa eine halbe Stunde zu Fuß bis zur Höhle. Wir haben einiges an Ausrüstung zu schleppen: Wir nehmen eine Fledermaus-Falle mit, die am Eingang der Höhle aufgestellt werden kann.


Von der Quelle „ton Arión“ aus ist es etwa eine halbe Stunde zu Fuß bis zur Höhle.


Auf halbem Weg. Im Hintergrund ragt steil der Gipfel des Zeus-Berges, des höchsten Berges der Kykladen, auf.

Die Zeus-Höhle liegt in den dicken Marmorschichten, aus denen der Zeus-Berg aufgebaut ist. Schon der erste Raum der Höhle ist ganz schön groß, wenn auch eher niedrig. In der Nähe des Eingangs kann man noch recht gut laufen; je weiter man vordringt, desto beschwerlicher wird das Vorwärtskommen jedoch, weil der ganze Boden mit großen, von der Decke herabgestürzten Felsblöcken übersät ist, die man mühselig erklettern muss. Schließlich gelangt man zur zweiten, beeindruckenden Kammer der Höhle, die eine Größe von 78 mal 65 Metern mit bis zu 22 Metern Höhe besitzt. Das Vorwärtskommen wird hier sehr beschwerlich; es ist nicht daran zu denken, die Höhle bis zum anderen Ende zu erkunden. Das größte Problem ist, dass die großen Felsbrocken, über die wir klettern müssen, durch Fledermauskot so schmierig und rutschig sind, dass man sich nur mit äußerster Vorsicht vorwärts bewegen kann.


Hinter dem Eingang bildet die Zeushöhle einen großen, aber mit bis zu etwa 5 Metern eher niedrigen Raum.


Weiter hinten gelangt man über die hier zu sehende Anhöhe in eine zweite Kammer, die mit 78 mal 65 Metern und einer Höhe von bis zu 22 Metern wesentlich größer ist. Die Höhle ist sehr schwer begehbar, weil der Boden durch herabgestürzte Felsbrocken sehr unwegsam ist.

Nachdem wir ein Stück in die Höhle vorgedrungen sind, hören wir ein zunehmendes Gequietsche und Gezeter: Fledermäuse! Der Lärm geht von einer Stelle in der hinteren Kammer aus; glücklicherweise nicht sehr tief in die Höhle hinein, sondern für uns einigermaßen erreichbar. Wir gehen vorsichtig näher an die Quelle der Aufregung heran und sehen schließlich eine große Traube von Fledermäusen hoch über uns an der Wand hängen. Vorsichtig nähern wir uns noch ein Stück und fotografieren die Fledermäuse, ohne sie durch zu viel Licht zu sehr zu stören. Es sind Mausohren; um welche Art es sich handelt, kann man so aus der Ferne nicht bestimmen. Außer dieser Traube entdecken wir an mehreren Stellen der Höhlendecke einige einzeln sitzende Fledermäuse, vermutlich Hufeisennasen.


An der Höhlendecke hängen hier und da ein paar einzelne Hufeisennasen.


Und hier sitzt eine ganz Traube an Mausohren, die, durch uns aufgestört, ein von weitem zu hörendes Gezeter und Gequietsche veranstalten.

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Fledermaus-Zählung auf Naxos

Letzte Woche hatten wir ganz besonderen Besuch: zwei Umweltwissenschaftlerinnen, die im Rahmen eines Programms des griechischen Ministeriums die Fledermäuse in Griechenland untersuchen und zählen, insbesondere in den Natura-2000-Gebieten, aber auch anderswo. Ziel ist es, den Bestand der Arten zu ermitteln und überwachen, so dass gegebenenfalls Schutzmaßnahmen für gefährdete oder seltene Arten ergriffen werden können. Bislang war über die Fledermäuse in Griechenland eher wenig bekannt; von den Kykladen gab es so gut wie gar keine Daten. In einigen Tagen auf Naxos wollen die zwei Wissenschaftlerinnen Elena Papadatou und Artemis Kafkaletou-Diez nun zumindest die häufigeren Arten der Insel erfassen und Aufenthaltsorte der Fledermäuse finden. Wenn möglich wollen sie auch versuchen, Fledermäuse zu fangen, um die Tiere zu bestimmen und zu vermessen sowie auch um DNA-Proben (zur Untersuchung ihrer Verwandtschaft mit den Fledermäusen anderer Regionen) zu entnehmen.

Die meisten Fotos dieses Berichtes stammen von Artemis und Elena; ich danke ihnen ganz herzlich für das Zur-Verfügung-Stellen der Informationen und der Fotos, sowie für das ganze Erlebnis.


Als erstes heißt es Informationen sammeln. Hier registrieren wir auf der Karte alle Orte, an denen ich schon mal Fledermäuse gesehen habe. Zudem markieren wir mögliche Aufenthaltsorte wie Höhlen, alte Gebäude und Minen sowie Stellen, die zum Fangen der Tiere geeignet sein könnten.

An den ersten zwei Tagen sollen die Schmirgelminen untersucht werden: Am einen Tag begleite ich die zwei Fledermausforscherinnen zu den Minen bei Kóronos; am anderen Tag erkunden sie mit Michalis Bardanis die Minen bei Apíranthos.


Ein Teil des Minengeländes: die Umschalt- und Antriebsstation der Seilbahn und die Mine Stravolangáda. Wir schauen in alle alten Häuser hinein, und gehen auch so weit wie möglich in die (seit vielen Jahren stillgelegte) Mine hinein.


In einem der Häuser finden wir eine Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros). Hier hängt die Fledermaus in einem Kamin.


vor der Mine Stravolangáda

     
Wir untersuchen die Mine möglichst sorgfältig; in alle Ecken wird hineingeleuchtet.


Hier können wir nicht weiter: der Gang fällt sehr steil ab.

In den Minen finden wir keine Fledermäuse, nur an einigen Stellen den typischen Kot: kleine braunschwarze, längliche Krümelchen, die beim Zerreiben glänzen (von den Überresten der Insekten, die die Fledermäuse fressen).


Fledermauskot wie dieser beweist, dass sich hier manchmal Fledermäuse aufhalten. Möglicherweise werden die Minen von den Tieren aber eher im Winter genutzt; jetzt treffen wir jedenfalls keine Tiere an.

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