Eine neue Pflanzenart für Naxos
Auf einem Ausflug nach Agiassós fanden wir gestern bei der Kirche Panagía stous Gialloús eine Pflanzenart, die bislang auf Naxos nicht nachgewiesen war: Bellevalia hyacinthoides. Die Gattung der Bellevalien ist mit den Traubenhyazinthen verwandt, von denen mehrere Arten auf Naxos sehr häufig sind. Die Bellevalie ist vermutlich unter anderem deswegen bislang übersehen worden, weil sie sehr früh im Jahr blüht (ab Januar). Es wäre interessant zu wissen, ob sie auf Naxos nur an dieser Stelle vorkommt, oder vielleicht weiter verbreitet ist. Bislang war die Art in der Ägäis nur von den Kykladeninseln Paros, Santorin, Sikinos und Folegandros bekannt; sie ist jedoch auf dem griechischen Festland, dem Peloponnes und auf den Ionischen Inseln weit verbreitet und tritt auch in Südalbanien auf.

Im Gegensatz zu den Traubenhyazinthen sind bei den Bellevalien die äußeren Zipfel der Blütenblätter meist nach außen gebogen, so dass die Blüten von “vorn” sternförmig aussehen.

Bellevalia hyacinthoides blüht schon im Winter, weswegen die Art vielleicht bislang übersehen worden ist.

Wie die anderen Bellevalien bildet auch Bellevalia hyacinthoides breite, fast dem Boden anliegende Blätter aus, die deutlich länger sind als der Blütenstand. Der Blütenstand wird bei dieser Art nur bis etwa 10 cm hoch.

Der Blütenstand ist sehr dicht mit fast sitzenden, himmelblauen Blüten mit sternförmig spreizenden Zipfeln. Die Staubblätter sind dunkelblau. Unter den Blüten sitzen kurze häutige, weiße Tragblätter. In der Rosette sieht man einen zweiten Blütenstand hervorwachsen.
siehe auch: Traubenhyazinthen und Bellevalien