Auf Naxos kommen drei Herbstzeitlosen vor. Viele Zeitlosen-Arten sind hochgiftig aufgrund eines hohen Alkaloidgehaltes. Der größte Alkaloid-Gehalt findet sich in der Blüte, aber auch die Blätter sind giftig: schon etwa 60 Gramm frische Blätter wirken tödlich. Auch im Altertum war die große Giftigkeit der Pflanze bekannt. Die Zauberin und Giftmischerin Medea, die Iason auf seiner Fahrt mit der Argo in das Schwarze Meer half, das Goldene Flies zu ergattern, soll die Herbstzeitlose für ihre Giftmorde benutzt haben und verhalf ihr so zu ihrem wissenschaftlichen Namen, der sich von ihrer Heimat, der Landschaft Kolchis in Georgien, ableitet. Colchicum cupanii gedeiht vor allem in den niedrigen Lagen von Naxos. Seine Blüten sind klein; die Blütenblätter können sehr schmal oder auch ziemlich breit sein. An der Blüte kann man es nicht von der verwandten Art C. pusillum unterscheiden, die auf Naxos überwiegend in den Bergen vorkommt. Colchicum cupanii ist daran zu erkennen, dass es nur zwei kräftige, breite Blätter besitzt, die schon früh, d.h. mehr oder weniger gleichzeitig mit den Blüten, erscheinen. Die Art kann dichte Bestände bilden.