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17. Mai

Der Milzfarn ist der häufigste Farn in den niedrigen Lagen von Naxos; er gehört zu den wenigen Farnarten, die sich an trockene Standorte angepasst haben. Er wächst vor allem in den Spalten von Felsen oder in alten Trockenmauern. Die Unterseite der dunkelgrünen, steifen Wedel ist von braunen Schüppchen bedeckt, die die Verdunstung verringern. Im Sommer rollen sich die Wedel ein, so dass die Unterseite sich nach außen wendet. Bei Wasserverlust kann die Pflanze ihren Stoffwechsel stark herunterfahren. Wie bei allen Farnen bilden sich die Sporangien auf der Unterseite der Wedel, wo sie in linealischen Gruppen (“Sori”) stehen; sie sind unter den Spreuschuppen verdeckt. Der Name Milzfarn leitet sich davon ab, dass die Pflanze früher als Heilmittel bei Erkrankungen der Milz angewendet wurde. Außerdem kann man ihn bei Harnwegserkrankungen, Hämorrhoiden und Fieber verwenden; neuere Untersuchungen zeigen eine hemmende Wirkung auf Krebszellen, während gesunde Zellen nicht beeinträchtigt werden.