Seepocken sind Krebstiere, die dauerhaft sessil, d.h. am Untergrund festsitzend leben. Ihre Verwandschaft mit den Krebsen ist äußerlich kaum mehr zu erkennen. Sie besitzen ein aus mehreren verbundenen Platten bestehendes kegelförmiges Gehäuse mit einer offenen Spitze, aus der das Tier zur Nahrungsaufnahme seine Füßchen vorstreckt, die mittels beweglicher Kalkplatten jedoch auch fest verschlossen werden kann. Die Sternseepocke ist an dem oft sternförmigen Umriss und der geschwungenen Verbindungslinie zwischen den Verschlussklappen zu erkennen. Sie kommt vor allem an der Wasserlinie und in der Spritzwasserzone vor, an deren extreme Umweltbedingungen mit starkem Wellenschlag und stark schwankender Feuchtigkeit und Temperatur sie gut angepasst ist. Außerdem kann sie auch auf anderen Tieren wachsen wie auf dem Bild unten links auf einer Felsenkrabbe. Seepocken ernähren sich von Plankton, das sie mit ihren “Rankenfüßchen” herbeistrudeln. Obwohl ich schon oft darauf geachtet habe, ist es mir noch nie gelungen, eine geöffnete Seepocke mit vorgestreckten Rankenfüßchen zu sehen; vielleicht sind sie überwiegend nachtaktiv.