Die Gelbstirnige Dolchwespe ist mit bis zu vier cm Körperlänge der größte Hautflügler Europas. Sie ist schwärzlich gefärbt mit behaartem Thorax und langgestrecktem Hinterleib mit zwei auffälligen gelben Querstreifen in der Mitte, während das Ende rötlich behaart ist. Die Flügel sind bräunlich getönt. Der Kopf trägt lange, kräftige Fühler. Die Männchen sind auf dem Thorax hellbraun behaart und besitzen einen eher kleinen und unauffällig schwarzen Kopf, während die Weibchen eine große, auffällige leuchtend orangefarbene oder gelbe Stirn und große Dolch-artige Kiefer aufweisen. Das Weibchen der Gelbstirnigen Dolchwespe legt nach der Befruchtung seine Eier an die im Boden lebenden Larven vom Nashornkäfer. Dazu fliegt es suchend in etwa 15 cm Höhe über den Boden. Es lokalisiert die Larven mithilfe des Geruchssinns. Wenn es eine Larve gefunden hat, gräbt es sich zu ihr durch und überwältigt die sich heftig wehrende Larve durch Bisse oder Stiche ohne Gift. Dann wird die Larve durch einen Stich gelähmt, der mit einem speziellen Gift das Nervensystem des Engerlings blockiert. Das Dolchwespen-Weibchen formt eine Höhlung um die Käferlarve, die es mit seinem Speichel stabilisiert, reinigt die Larve von eventuellen anderen Parasiten und legt das Ei an ihr ab. Die Wespenlarve ernährt sich bis zur Verpuppung ausschließlich von ihrem Engerling. Die riesigen, aber ungefährlichen Dolchwespen sind bei uns ziemlich selten; man findet sie gelegentlich auf großen Distelblüten, von deren Nektar und Pollen sie sich ernähren.