{"id":9029,"date":"2014-01-07T19:08:11","date_gmt":"2014-01-07T17:08:11","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=9029"},"modified":"2025-02-14T17:39:01","modified_gmt":"2025-02-14T15:39:01","slug":"farne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/en\/farne\/","title":{"rendered":"Farne, Polypodiopsida"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie Echten Farne <em>(Polypodiopsida)<\/em> sind eine Klasse der Gef\u00e4\u00dfsporenpflanzen, die au\u00dferdem Gruppen wie die B\u00e4rlapppflanzen und die Schachtelhalme umfasst. Es handelt sich um urt\u00fcmliche Pflanzen, die den Samenpflanzen gegen\u00fcberstehen. Sie besitzen kein sekund\u00e4res Dickenwachstum und bleiben au\u00dfer einigen tropischen Vertretern, den Baumfarnen, recht klein. Die Farne besitzen meist ein langlebiges, kriechendes Rhizom, aus dem gefiederte &#8220;Bl\u00e4tter&#8221;, die Wedel, entsprie\u00dfen. An der Unterseite der Fiederchen sitzen die Sporangien, die die Sporen produzieren; bei manchen Familien sind sie von einem H\u00e4utchen, dem &#8220;Schleier&#8221;, verh\u00fcllt.<\/p>\n<h3>Verbreitung und Evolution<\/h3>\n<p><big>E<\/big>s gibt weltweit etwa 11.000 Vertreter der Echten Farne; in Europa treten etwa 150 Arten auf. Die gr\u00f6\u00dfte Artenvielfalt erreichen die Farne in den Tropen. Die meisten Arten gedeihen an feuchten, schattigen Stellen. Farne sind eine sehr alte Pflanzengruppe: Sie sind seit dem Devon (vor 400 Mio. Jahren) fossil nachgewiesen und bildeten im Karbon riesige W\u00e4lder. Von Naxos kennt man bislang 15 Arten, die vor allem (aber nicht nur) in den h\u00f6heren Regionen der Insel vorkommen.<\/p>\n<h3>Fortpflanzung<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Farnpflanzen besitzen einen Generationswechsel: Bei der Farnpflanze handelt es sich um den Sporophyten, das hei\u00dft die Sporen-produzierende Generation. Aus den Sporen entwickelt sich der Gametophyt (Prothallium), eine winzige, sehr einfache Pflanze, die sich manchmal sogar nur unterirdisch entwickelt und dann saprophytisch lebt, sich also von abgestorbenem organischem Material ern\u00e4hrt und keine Photosynthese betreibt. Der meist zwittrige Gametophyt bildet an der Unterseite die weiblichen und die m\u00e4nnlichen Keimzellen, die sich in feuchter Umgebung selbst\u00e4ndig fortbewegen k\u00f6nnen. Nach der Befruchtung entwickelt sich aus den Keimzellen wieder der uns als Farnpflanze bekannte Sporophyt.<\/p>\n<p><big>W<\/big>\u00e4hrend die Sporen auch l\u00e4ngere Trockenzeiten \u00fcberdauern k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen die Gametophyten zu ihrer Entwicklung gen\u00fcgend Feuchtigkeit; wegen der Kleinheit und schnellen Entwicklung der Gametophyten braucht diese feuchte Periode jedoch nicht lang zu sein. (Zur ausf\u00fchrlicheren Beschreibung der Fortpflanzung der Gef\u00e4\u00dfsamenpflanzen siehe auch die Seite \u00fcber den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/moosfarn\/\">Moosfarn<\/a>.)<\/p>\n<p>Hier kann man direkt zu den vorgestellten Arten und Gattungen springen (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern): <a href=\"#A\">Frauenhaarfarn, <em>Adiantum capillus-veneris<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\">D\u00fcnnbl\u00e4ttriger Nacktfarn, <em>Anogramma leptophylla<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#C\">Milzfarne, <em>Asplenium<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#D\">Schuppenfarne, <em>Cheilanthes<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#E\"><em>Cosentinia vellea<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#F\">Starrer Wurmfarn, <em>Dryopteris villarii ssp. pallida<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#I\">Gew\u00f6hnliche Natternzunge, <em>Ophioglossum vulgatum<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#G\">S\u00fcdlicher T\u00fcpfelfarn, <em>Polypodium cambricum<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#H\">Adlerfarn, <em>Pteridium aquilinum<\/em><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/fotouebersicht-farne\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<h6><a name=\"A\">Frauenhaarfarn, <em>Adiantum capillus-veneris<\/em><\/a>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er weltweit verbreitete Frauenhaarfarn (auch Venushaar genannt) w\u00e4chst an st\u00e4ndig nassen, schattigen Stellen. Er kommt in allen Regionen von Naxos vor und ist oft an Quellen oder Wasserl\u00e4ufen anzutreffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Frauenhaarfarn, Adiantum capillus-veneris\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/adiantum_capillus_veneris_habitat-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Frauenhaarfarn kommt nur an st\u00e4ndig feuchten Stellen vor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Frauenhaarfarn, Adiantum capillus-veneris\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/adiantum_capillus_veneris_habitat-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Er ist an fast allen Quellen von Naxos zu finden; hier die Quelle Adis\u00e1rou bei Sangr\u00ed.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Frauenhaarfarn, Adiantum capillus-veneris\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/adiantum_capillus_veneris_habitat-3.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Am liebsten w\u00e4chst er an schattigen Stellen wie hier einer kleinen \u00fcberdeckten Quelle bei Ap\u00edranthos.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Frauenhaarfarn, Adiantum capillus-veneris\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/adiantum_capillus_veneris-2.jpg\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Frauenhaarfarn, Adiantum capillus-veneris\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/adiantum_capillus_veneris-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Seine Wedel besitzen einen zarten, dunklen Stiel und etwa rhombische Fiederchen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Frauenhaarfarn, Adiantum capillus-veneris\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/adiantum_capillus_veneris_spores-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man auch die Sporangien.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"B\">D\u00fcnnbl\u00e4ttriger Nacktfarn, <em>Anogramma leptophylla<\/em><\/a>, (L.) Link<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er D\u00fcnnbl\u00e4ttrige Nacktfarn w\u00e4chst an schattigen Stellen; er ist recht selten. Die unteren Fiederchen sind anders gestaltet als die oberen: Sie stehen horizontal und sind im Umriss rundlich, w\u00e4hrend die oberen aufrecht stehen und wesentlich schmaler sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"D\u00fcnnbl\u00e4ttriger Nacktfarn, Anogramma leptophylla\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/anogramma_leptophylla-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der D\u00fcnnbl\u00e4ttrige Nacktfarn ist eine kleine, vereinzelt wachsende Farnpflanze, die gut an den unterschiedlich gestalteten Wedeln zu erkennen ist.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"D\u00fcnnbl\u00e4ttriger Nacktfarn, Anogramma leptophylla\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/anogramma_leptophylla-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die unteren Wedel sind breite und stehen horizontaler<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/anogramma_leptophylla-3.jpg\" alt=\"D\u00fcnnbl\u00e4ttriger Nacktfarn, Anogramma leptophylla\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die oberen Wedel wachsen schlank in die H\u00f6he; ihre Fiederchen sind sehr schmal.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"D\u00fcnnbl\u00e4ttriger Nacktfarn, Anogramma leptophylla\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/anogramma_leptophylla_spores-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf der Unterseite der Fiederchen sind die kleinen, nicht von einem Schleier verh\u00fcllten Sporangien zu sehen.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"C\">Milzfarn, <em>Asplenium ceterach<\/em><\/a>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er kleine Milzfarn ist einer der wenigen trockenheitsresistenten Farne. Diese mediterrane Art ist auf Naxos auch in trockenen Lagen sehr h\u00e4ufig. Er w\u00e4chst vor allem in den Spalten von Felsen. W\u00e4hrend der trockenen Jahreszeit rollen sich die dicken Bl\u00e4tter ein, so dass die von braunen Spreuschuppen bedeckte Unterseite nach au\u00dfen gekehrt ist. Die linealischen Sori sind meist schlecht zu sehen, da sie unter den Spreuschuppen sitzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Milzfarn, Asplenium ceterach\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/asplenium_ceterach-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Milzfarn kann auch an trockenen Stellen gedeihen; besonders gern w\u00e4chst er in den Spalten von Felsen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Milzfarn, Asplenium ceterach\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/asplenium_ceterach-3.jpg\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Milzfarn, Asplenium ceterach\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/asplenium_ceterach-4.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier w\u00e4chst der Milzfarn an einem g\u00fcnstigeren, schattigen Standort.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Milzfarn, Asplenium ceterach\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/asplenium_ceterach-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Den trockenen Sommer \u00fcberdauert der Milzfarn mit eingerollten Bl\u00e4ttern.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Milzfarn, Asplenium ceterach\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/asplenium_ceterach_spores-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Unterseite der dunkelgr\u00fcnen, dicken Wedel ist von braunen Sch\u00fcppchen bedeckt, die die Verdunstung verringern.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Milzfarn, Asplenium ceterach\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/asplenium_ceterach_spores-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sind auch die Sori mit den Sporen zu erkennen.<\/small><\/p>\n<h6>Eif\u00f6rmiger Streifenfarn, <em> Asplenium obovatum<\/em>, Viv.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Eif\u00f6rmige Streifenfarn kommt in Europa und Nordafrika vor. Er w\u00e4chst an feuchteren Standorten als der Milzfarn und kommt vor allem im Norden von Naxos vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/asplenium_obovatum-1.jpg\" alt=\"Eif\u00f6rmiger Streifenfarn, Asplenium obovatum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Eif\u00f6rmige Streifenfarn hat zwei- oder dreifach gefiederte Bl\u00e4tter.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/asplenium_obovatum-2.jpg\" alt=\"Eif\u00f6rmiger Streifenfarn, Asplenium obovatum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf Naxos ist er ziemlich selten; er kommt an bewaldeten, schattigen Standorten vor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/asplenium_obovatum_spores-1.jpg\" alt=\"Eif\u00f6rmiger Streifenfarn, Asplenium obovatum\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/asplenium_obovatum_spores-2.jpg\" alt=\"Eif\u00f6rmiger Streifenfarn, Asplenium obovatum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die l\u00e4nglichen, strichf\u00f6rmigen Sori (die der Gattung zu ihrem deutschen Namen verholfen haben) stehen recht nah zum Rand der Bl\u00e4ttchen.<\/small><\/p>\n<h6>Braunstieliger Streifenfarn, <em>Asplenium trichomanes<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Braunstielige Streifenfarn kommt in Eurasien, Nordamerika, Nordafrika, Australien, Neuseeland und Neuguinea vor. Auf Naxos ist er sehr selten; ich habe ihn zwischen Fil\u00f3ti und Chalk\u00ed sowie bei Komiak\u00ed gefunden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/asplenium_trichomanes-1.jpg\" alt=\"Braunstieliger Streifenfarn, Asplenium trichomanes\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Braunstielige Streifenfarn besitzt schmale, einfach gefiederte Wedeln mit schwarzem St\u00e4ngel. Die eif\u00f6rmigen Fiedern sind im oberen Teil stumpf gez\u00e4hnt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/asplenium_trichomanes_detail-1.jpg\" alt=\"Braunstieliger Streifenfarn, Asplenium trichomanes\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Sporenkapseln auf der Unterseite der Bl\u00e4tter sind in mehreren kurzen &#8220;Stricheln&#8221; angeordnet.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"D\">Wimpern-Schuppenfarn, <em>Cheilanthes acrostica<\/em><\/a>, (Balb.) Tod.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er kleine Wimpern-Schuppenfarn w\u00e4chst an \u00e4hnlichen Stellen wie der Milzfarn, d.h. er kommt auch an ziemlich trockenen Standorten vor. Seine Wedel besitzen sehr kleine Fiederchen und braune, behaarte St\u00e4ngel. Die R\u00e4nder der Fiederchen sind nach unten umgeschlagen und die Sporangien sind von Schuppen mehr oder weniger bedeckt, die bei dieser Art am Rand Wimpern tragen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Wimpern-Schuppenfarn, Cheilanthes acrostica\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/cheilanthes_acrostica-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Wimpern-Schuppenfarn ist \u00e4hnlich trockenheitsresistent wie der Milzfarn.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Wimpern-Schuppenfarn, Cheilanthes acrostica\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/cheilanthes_acrostica-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Er ist sehr klein und zierlich.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Wimpern-Schuppenfarn, Cheilanthes acrostica\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/cheilanthes_acrostica_spores-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man die Unterseite der Wedel mit den kleinen, runden Sori (Gr\u00fcppchen von Sporangien), die von am Rand bewimperten Sch\u00fcppchen mehr oder weniger verdeckt sind.<\/small><\/p>\n<h6><em>Cheilanthes maderensis<\/em>, Lowe<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uf Naxos kommt, wesentlich seltener, noch eine zweite Schuppenfarn-Art vor, <em>Cheilanthes maderensis<\/em>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/cheilanthes_maderensis-1.jpg\" alt=\"Cheilanthes maderensis\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Cheilanthes maderensis<\/em> besitzt weniger tief gefiederte Bl\u00e4ttchen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/cheilanthes_maderensis_spores-1.jpg\" alt=\"Cheilanthes maderensis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Sch\u00fcppchen tragen bei dieser Art keine Wimpern, sondern besitzen nur einen leicht gelappten Rand.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"E\"><em>Cosentinia vellea<\/em><\/a>, (Aiton) Tod.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Farn-Art <em>Cosentina vellea<\/em> ist auf Naxos sehr selten. Ich habe ein paar Exemplare auf einem trockenen Hang n\u00f6rdlich von \u00c1gios Dim\u00edtris sowie bei Sangr\u00ed (Adys\u00e1rou) gefunden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/cosentinia_vellea-1.jpg\" alt=\"Cosentinia vellea\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/cosentinia_vellea-2.jpg\" alt=\"Cosentinia vellea\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Cosentina vellea<\/em> kommt auf Naxos nur recht selten vor; diese Art w\u00e4chst an trockenen Standorten auf Marmor. Die gut 10 cm langen Wedel sind einfach gefiedert und dicht wollig behaart.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/cosentinia_vellea_spores-1.jpg\" alt=\"Cosentinia vellea\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Von der Unterseite sind die Wedel br\u00e4unlich und ebenfalls dicht behaart; zwischen den Haaren sind die kleinen, schwarzen, freiliegenden Sporen zu sehen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/cosentinia_vellea_habitat-1.jpg\" alt=\"Cosentinia vellea\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Cosentinia vellea<\/em> w\u00e4chst im Flusstal n\u00f6rdlich von \u00c1gios Dim\u00edtris in einer alten Terrassenmauer.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"F\">Starrer Wurmfarn, <em>Dryopteris villarii ssp. pallida<\/em><\/a>, (Bory) Heywood<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Starre Wurmfarn besitzt ein kurzes, schuppiges Rhizom, aus dem je mehrere lange, hellgr\u00fcne, zweifach gefiederte Wedel entspringen; die Fiederbl\u00e4ttchen sind l\u00e4nglich und gez\u00e4hnt. Er kommt auf Naxos in den h\u00f6heren Lagen an schattigen Stellen vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Starrer Wurmfarn, Dryopteris villarii ssp. pallida\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/dryopteris_villarii_pallida-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Beim Starren Wurmfarn entspringen je mehrere Wedel gemeinsam dem Rhizom; die St\u00e4ngel tragen im unteren Teil kleine Sch\u00fcppchen. Die Wedel sind oft zu einer Seite gebogen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Starrer Wurmfarn, Dryopteris villarii ssp. pallida\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/dryopteris_villarii_pallida-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Art kommt auf Naxos verstreut in den W\u00e4ldern und an schattigen Stellen vor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Starrer Wurmfarn, Dryopteris villarii ssp. pallida\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/dryopteris_villarii_pallida_spores-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf der Unterseite der Fiederbl\u00e4ttchen sitzen die braunen, regelm\u00e4\u00dfig angeordneten, rundlichen bis nierenf\u00f6rmigen Sori.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"I\">Gew\u00f6hnliche Natternzunge, <em>Ophioglossum vulgatum<\/em><\/a>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Gew\u00f6hnliche Natternzunge sieht auf den ersten Blick nicht wie ein Farn aus. Als eine von je nach Auffassung 20 bis 50 Arten ihrer Gattung ist sie in Amerika, Eurasien und Afrika verbreitet; sie w\u00e4chst in feuchten W\u00e4ldern und kommt dort teilweise in dichten Best\u00e4nden vor. Auf Naxos ist sie sehr selten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/ophiogossum_vulgatum-2.jpg\" alt=\"Gew\u00f6hnliche Natternzunge, Ophioglossum vulgatum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf Naxos ist die feuchteliebende Gew\u00f6hnliche Natternzunge sehr selten. Hier ein kleiner Bestand an einem feuchten, schattigen Hang oberhalb des Flusses n\u00f6rdlich von Kin\u00eddaros.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fagaceae\/quercus_ilex_habitat-2.jpg\" alt=\"Standort der Gew\u00f6hnlichen Natternzunge, Ophioglossum vulgatum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Gew\u00f6hnliche Natternzunge w\u00e4chst hier in einem Waldrest mit Steineichen, Kermeseichen, Platanen, Schwarzerlen und dem Storaxbaum.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/ophiogossum_vulgatum-1.jpg\" alt=\"Gew\u00f6hnliche Natternzunge, Ophioglossum vulgatum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Aus den Rhizomen treibt je nur ein Laubblatt, bestehend aus einem ungeteilten, eif\u00f6rmigen, blattf\u00f6rmigen Trophophyll und dem langen, schlanken, aufrechten Sporophyll, das die Sporangien tr\u00e4gt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/ophiogossum_vulgatum_detail-1.jpg\" alt=\"Gew\u00f6hnliche Natternzunge, Ophioglossum vulgatum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die je etwa 20 &#8211; 30 Sporangien sind in zwei ordentlichen Zeilen angeordnet. Der doppelte Chromosomensatz befindet sich in 480, in manchen Best\u00e4nden gar 1320 Chromosomen pro Zelle, eine der h\u00f6chsten Chromosomenzahlen unter den Pflanzen.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"G\">S\u00fcdlicher T\u00fcpfelfarn, <em>Polypodium cambricum<\/em><\/a>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er S\u00fcdliche T\u00fcpfelfarn ist auf Naxos selten. Er kommt nur an feuchten, schattigen Stellen vor. Die langen Wedel sind einfach gefiedert, wobei die ganzrandigen Fiedern am Grund nicht getrennt, sondern miteinander verwachsen sind. Im Sommer sterben die Wedel ab; sie treiben nach den Regenf\u00e4llen im Herbst neu aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"S\u00fcdlicher T\u00fcpfelfarn, Polypodium cambricum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/polypodium_cambricum-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der T\u00fcpfelfarn ist an den einfach gefiederten, langen Wedeln mit den nicht am Grund verbundenen Fiedern zu erkennen. Die untersten Fiedern sind leicht nach unten geneigt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"S\u00fcdlicher T\u00fcpfelfarn, Polypodium cambricum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/polypodium_cambricum-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Herbst treiben neue Wedel aus.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"S\u00fcdlicher T\u00fcpfelfarn, Polypodium cambricum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/polypodium_cambricum-3.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der T\u00fcpfelfarn ist auf Naxos selten; hier Exemplare am Fluss von Potami\u00e1.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"S\u00fcdlicher T\u00fcpfelfarn, Polypodium cambricum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/polypodium_cambricum_spores-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die kreisrunden Sori auf der Unterseite der Wedel haben dem T\u00fcpfelfarn zu seinem Namen verholfen.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"H\">Adlerfarn, <em>Pteridium aquilinum<\/em><\/a>, (L.) Kuhn<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Adlerfarn bedeckt im zentralen und n\u00f6rdlichen Naxos gro\u00dfe Fl\u00e4chen; er w\u00e4chst besonders gern in alten, aufgegebenen Weinbergen. Im Sommer sterben die Bl\u00e4tter ab. Beim Adlerfarn wachsen die Wedel einzeln aus den langgestreckten Rhizomen, die viele Jahre alt werden k\u00f6nnen. Die Wedel werden bis \u00fcber einen Meter hoch und sind zweifach gefiedert mit l\u00e4nglichen, gez\u00e4hnten Fiederchen und langen Stielen. Der Adlerfarn ist weltweit verbreitet und teilweise sehr h\u00e4ufig; er ist sehr giftig und kann sich so gegen andere Pflanzen gut durchsetzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Adlerfarn, Pteridium aquilinum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/pteridium_aquilinum-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der gro\u00dfe Adlerfarn kommt in den Bergen von Naxos vor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Adlerfarn, Pteridium aquilinum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/pteridium_aquilinum-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Er wird bis \u00fcber einen Meter hoch und besitzt zweifach gefiederte Wedel (links im Bild ein Starrer Wurmfarn).<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Adlerfarn, Pteridium aquilinum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/pteridium_aquilinum_habitat-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Herbst verwelken die Wedel und werden braun. Hier am Westhang des Fan\u00e1ri sind die heute verfallenen Terrassen, die ehemals mit Wein bepflanzt waren, oft dicht mit Adlerfarn bewachsen.<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/fotouebersicht-farne\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/schachtelhalme\/\">Schachtelhalme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/moosfarn\/\">Moosfarn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/flechten\/\">Flechten<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/flora-von-naxos\/\">Zur Flora von Naxos<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Echten Farne (Polypodiopsida) sind eine Klasse der Gef\u00e4\u00dfsporenpflanzen, die au\u00dferdem Gruppen wie die B\u00e4rlapppflanzen und die Schachtelhalme umfasst. Es handelt sich um urt\u00fcmliche Pflanzen, die den Samenpflanzen gegen\u00fcberstehen. Sie besitzen kein sekund\u00e4res Dickenwachstum und bleiben au\u00dfer einigen tropischen Vertretern, den Baumfarnen, recht klein. Die Farne besitzen meist ein langlebiges, kriechendes Rhizom, aus dem gefiederte [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":63116,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26,11,9,12],"tags":[64,784,783,732,729,869,34,865,867,730,785],"class_list":["post-9029","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-flora-of-naxos","category-nature","category-naxos","category-plants","tag-botanik","tag-echte-farne","tag-farne","tag-flora-of-naxos","tag-flora-von-naxos","tag-griechenland","tag-kykladen","tag-naxos","tag-pflanzen","tag-pflanzen-von-naxos","tag-pteridophyta"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9029","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9029"}],"version-history":[{"count":43,"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9029\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":75520,"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9029\/revisions\/75520"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/63116"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9029"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9029"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9029"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}