{"id":74426,"date":"2025-01-14T10:47:16","date_gmt":"2025-01-14T08:47:16","guid":{"rendered":"https:\/\/azalas.de\/de\/?p=74426"},"modified":"2025-01-14T10:47:16","modified_gmt":"2025-01-14T08:47:16","slug":"25-august","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/en\/25-august\/","title":{"rendered":"25. August"},"content":{"rendered":"<h1>25. August<\/h1>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/spiders\/araneus_angulatus_web-3.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>Die Spinnen sind vor allem f\u00fcr ihre F\u00e4higkeit F\u00e4den und Netze zu spinnen bekannt; tats\u00e4chlich leitet sich ja auch ihr Name davon ab. Sie teilen diese F\u00e4higkeit mit vielen Insekten (deren Larven Kokons spinnen), aber z.B. auch mit manchen Tausendf\u00fc\u00dflern und Muscheln. Die Spinnseide wird bei den Spinnen von meist sechs Spinndr\u00fcsen abgesondert, die in deutlich sichtbaren Spinnwarzen an der Unterseite des Hinterleibs liegen. In den Spinndr\u00fcsen liegt die Seide noch in Form ihrer Polymerbestandteile vor, die in Salzl\u00f6sung gel\u00f6st sind; sie formt sich als Seidenfaden, sobald sie an die Luft abgeschieden wird. Dabei produzieren die Spinnen je nach Verwendungszweck eine ganze Reihe verschiedener Fadentypen, die eine unterschiedliche St\u00e4rke, Dicke und Elastizit\u00e4t aufweisen; die Gestaltung dieser F\u00e4den wird durch winzige sogenannte Spinnspulen kontrolliert. Dicke, starke F\u00e4den verwendet die Spinne f\u00fcr ihre &#8220;Sicherungsleine&#8221; und f\u00fcr das Ger\u00fcst des Netzes (Rahmenf\u00e4den, Speichen, Signalfaden) sowie auch f\u00fcr Fang- und Stolperf\u00e4den und die Herstellung der Wohnr\u00f6hre. Der Klebfaden des Netzes ist dagegen d\u00fcnner und besonders elastisch. Sehr feine Seide wird f\u00fcr die Innenauskleidung des Eikokons und f\u00fcr das Einspinnen der Beute verwendet; au\u00dfen wird der Kokon von besonders z\u00e4her Seide umh\u00fcllt. Auf die Fangf\u00e4den und die Anheftungspunkte der F\u00e4den des Netzes tr\u00e4gt die Spinne einen speziellen Leim auf, der als Klebstoff dient. De Seidenf\u00e4den der Spinnen sind extrem belastbar (f\u00fcnfmal st\u00e4rker als Stahl) und gleichzeitig dehnbar (um das Dreifache). Sie werden von keinen Bakterien angegriffen und sind sehr haltbar, aber trotzdem biologisch abbaubar: ein ideales Material, von dessen Effizienz menschliche Techniker nur tr\u00e4umen k\u00f6nnen. Viele Spinnen, wie hier die bei uns sehr h\u00e4ufige Geh\u00f6rnte Kreuzspinne, legen regelm\u00e4\u00dfige, runde, senkrecht gespannte Radnetze an. F\u00fcr die Erstellung des Radnetzes l\u00e4sst die Spinne als erstes einen Faden von einer hohen Warte aus zu einem anderen Befestigungspunkt hin\u00fcberwehen, l\u00e4uft hin\u00fcber, wenn sich der Faden verfangen hat und spinnt dabei einen weiteren Faden, den sie m\u00f6glichst weit oben befestigt. Dann l\u00e4uft sie zur Mitte des ersten Fadens, seilt sich ab und zieht mehrere weitere F\u00e4den, so dass die ersten Speichen des Rades entstehen. Danach zieht sie die rundherum liegenden Rahmenf\u00e4den und f\u00fcgt weitere Speichen ein. Im Zentrum des Netzes (Nabe) wird oft eine feine Spirale gezogen. Von dort aus legt die Spinne dann eine nicht klebende Hilfsspirale; diese entlanggehend zieht sie danach von au\u00dfen nach innen die feine, enge Fangspirale aus Klebefaden ein, wobei sie die Hilfsspirale wieder entfernt. Ganz zum Schluss wird die Nabe neu gestaltet, manchmal bleibt die Mitte frei, manchmal besteht sie aus einer feinen, nicht-klebenden Spirale. Es ist immer wieder faszinierend, einer Kreuzspinne beim Bau ihres Netzes zuzuschauen! Wenn das Netz fertig ist, setzen sich die Kreuzspinnen, wie alle gr\u00f6\u00dferen Spinnen-Arten, meist in dessen Mitte und warten dort auf Beute. Die Geh\u00f6rnte Kreuzspinne, die oft riesige Netze zwischen gro\u00dfen B\u00e4umen spannt, ist in Europa weit verbreitet und auf Naxos sehr h\u00e4ufig; man trifft sie vor allem im fr\u00fchen Sommer an.<\/div>\n<ul>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/spiders\/araneus_angulatus_web-2.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/spiders\/araneus_angulatus-2.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<p><a href=\"\/spinnen\/\">Zu den Spinnen<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><!--more--><br \/>\n<!-- {\"type\":\"layout\",\"children\":[{\"type\":\"section\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"style\":\"default\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"vertical_align\":\"middle\",\"width\":\"default\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"25. 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