{"id":74340,"date":"2025-01-13T15:56:38","date_gmt":"2025-01-13T13:56:38","guid":{"rendered":"https:\/\/azalas.de\/de\/?p=74340"},"modified":"2025-01-13T15:56:38","modified_gmt":"2025-01-13T13:56:38","slug":"11-august","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/en\/11-august\/","title":{"rendered":"11. August"},"content":{"rendered":"<h1>11. August<\/h1>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/jellyfish\/cotylorhiza_tuberculata-1.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>Die Quallen geh\u00f6ren zu den Nesseltieren. Diese zeichnen sich durch einen Generationswechsel aus, bei dem sich eine frei im Plankton treibende Medusen- (= Quallen-) und eine sessile Polypengeneration abwechseln; bei vielen Nesseltieren fehlt aber die Medusen- oder die Polypengeneration oder ist sehr reduziert. Die Generationen sind in Aussehen und Lebensweise so unterschiedlich, dass sie urspr\u00fcnglich oft als verschiedene Arten beschrieben worden sind. Oftmals ist auch nur eine der beiden Formen bekannt. Generell ist unser Wissen \u00fcber viele Quallengruppen und -arten ihrer pelagischen Lebensweise entsprechend noch recht l\u00fcckenhaft. Die bei uns vorkommenden Arten geh\u00f6ren \u00fcberwiegend zu den Schirmquallen. Auch diese besitzen eine Polypen-Generation, wobei die Polypen meist einzeln sessil am Meeresboden leben; bei manchen Arten sitzen sie an der Quallengeneration fest. Die Schirmquallen sind einige Zentimeter bis Dezimeter gro\u00df; einige Arten k\u00f6nnen bis zu zwei Meter Durchmesser erreichen. Sie besitzen einen rundlichen Schirm, der aus einer oberen und einer unteren Zellschicht sowie einer gallertigen, zellfreien Masse dazwischen besteht. Vom Rand und von der Unterseite des Schirms (um die zentrale Mund\u00f6ffnung) h\u00e4ngen von Art zu Art unterschiedlich gestaltete Tentakel herab. Quallen besitzen ein sehr einfaches Verdauungs- und Nervensystem und wenige simple Sinneszellen oder -organe. Meist sind sie getrenntgeschlechtlich; Eier und Spermien werden ins Wasser abgegeben. Die Fortbewegung erfolgt passiv durch Treiben in der Meeresstr\u00f6mung oder aktiv nach dem R\u00fccksto\u00dfprinzip durch Kontraktion des Schirmes. Die Tentakel, die manchmal als sehr lange, d\u00fcnne F\u00e4den hinabh\u00e4ngen, besitzen Nesselzellen, die bei Ber\u00fchrung &#8220;explodieren&#8221;. Bei vielen Arten k\u00f6nnen die Nesselzellen die menschliche Haut nicht durchdringen, andere reizen die Haut \u00e4hnlich wie eine Brennessel, w\u00e4hrend manche l\u00e4stige oder sogar gef\u00e4hrliche L\u00e4hmungen und Wunden hervorrufen k\u00f6nnen. Quallen ern\u00e4hren sich meist von kleinen Lebenwesen des Planktons, die sie mit ihren Tentakeln einfangen. Die Beute bleibt an den Fangf\u00e4den haften und wird dann durch Wimpernschlag der Zellen der Tentakel oder durch Verk\u00fcrzung der Tentakel zur Mund\u00f6ffnung transportiert und aufgenommen. Quallen sind dem Menschen h\u00e4ufig l\u00e4stig, besonders wenn es zu einem massenhaften Auftreten kommt, so dass die Badestr\u00e4nde beeitr\u00e4chtigt werden. In manchen Gegenden, so auch im Mittelmeer, kommt es in der letzten Zeit h\u00e4ufiger zu Massenvermehrungen von Quallen, was vermutlich mit der Erw\u00e4rmung der Meere und mit \u00dcberfischung zusammenh\u00e4ngt. Auch Fischern k\u00f6nnen Quallen l\u00e4stig werden, weil sie die Netze verstopfen. Giftige Arten k\u00f6nnen in Fischzuchtanlagen gr\u00f6\u00dfere Sch\u00e4den anrichten. Manche Arten k\u00f6nnen so h\u00e4ufig werden und sind so effektive Nahrungskonkurrenten, dass sie betr\u00e4chtliche Sch\u00e4den f\u00fcr die Fischerei verursachen k\u00f6nnen. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass die Quallen als Bestandteil des nat\u00fcrlichen \u00d6kosystems auch eine wichtige Rolle im Gleichgewicht des Meeres spielen und &#8220;dazugeh\u00f6ren&#8221;. Einige Arten werden ausgiebig in der Zell- und Molekularforschung verwendet, und neuerdings wird ihre m\u00f6gliche Rolle als Kollagenlieferant untersucht, sowie eine Nutzung f\u00fcr Filter, mit denen das Meer von Mikroplastik und \u00e4hnlichen verunreinigenden Stoffen ges\u00e4ubert werden kann. Bei uns sehen wir normalerweise nur sehr weniger Quallen. Die Spiegeleiqualle, deren Schirm einen Durchmesser von 40 cm erreichen kann, ist f\u00fcr den Menschen ungef\u00e4hrlich: Ihre Nesselzellen k\u00f6nnen unsere Haut nicht durchdringen. Die Spiegeleiqualle ist aufgrund ihrer gelben F\u00e4rbung leicht im Meer zu entdecken. Sie kann durch Kontraktion des Schirms aktiv schwimmen. Oft wird sie &#8211; wie wir beobachten konnten &#8211; von kleinen Fischchen begleitet, die unter ihrem Schirm Schutz suchen. In der Mitte des gelblichen Schirms befindet sich eine halbkugelige, dotterfarbene Aufw\u00f6lbung, von der sich der Name ableitet. Vom Schirm h\u00e4ngen acht gr\u00f6\u00dfere und zahlreiche kleinere, stark verzweigte Arme herab, die viele kr\u00e4ftig lila gef\u00e4rbte &#8220;Kn\u00f6pfe&#8221; tragen.<\/div>\n<ul>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/jellyfish\/cotylorhiza_tuberculata-5.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/jellyfish\/cotylorhiza_tuberculata-2.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<p><a href=\"\/quallen\/\">Zu den Quallen<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><!--more--><br \/>\n<!-- {\"type\":\"layout\",\"children\":[{\"type\":\"section\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"style\":\"default\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"vertical_align\":\"middle\",\"width\":\"default\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"11. 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