{"id":4642,"date":"2011-12-15T08:55:05","date_gmt":"2011-12-15T06:55:05","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=4642"},"modified":"2025-03-06T18:38:54","modified_gmt":"2025-03-06T16:38:54","slug":"hundsgiftgewaechse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/en\/hundsgiftgewaechse\/","title":{"rendered":"Hundsgiftgew\u00e4chse, Anocynaceae"},"content":{"rendered":"<p><big>Z<\/big>ur gro\u00dfen, haupts\u00e4chlich in den Tropen und Subtropen verbreiteten Familie der Hundsgiftgew\u00e4chse <em>(Apocynaceae)<\/em> aus der Ordnung der Enzianartigen geh\u00f6ren der auf Naxos weitverbreitete Oleander <em>Nerium oleander<\/em> und das Gro\u00dfe Immergr\u00fcn <em>(Vinca major)<\/em>. Bei den meisten Angeh\u00f6rigen der Hundsgiftgew\u00e4chse, die 380 Gattungen umfassen, handelt es sich um Geh\u00f6lze oder Lianen mit ledrigen Bl\u00e4ttern. Typisch sind die gro\u00dfen f\u00fcnfteiligen &#8220;Stieltellerbl\u00fcten&#8221; mit einer langen, engen R\u00f6hre und gro\u00dfen Kronblattspitzen, die oft ein wenig asymmetrisch sind, so dass die Bl\u00fcten Propeller-artig aussehen. Sie werden meist durch langr\u00fcsselige Falter best\u00e4ubt. Die Fr\u00fcchte sind trocken aufspringende Schoten. Viele Arten sind sehr giftig. Der Oleander ist die einzige Art seiner Gattung; die wohl noch junge, in der Entwicklung begriffene Gattung Immergr\u00fcn umfasst nur etwa sieben Arten. Heute werden zu den Hundsgiftgew\u00e4chsen auch die Baumschlingen <em>(Periplocoideae)<\/em> gez\u00e4hlt, die auf Naxos mit einer Art, der Griechischen Baumschlinge <em>(Periploca graeca)<\/em>, vertreten sind, sowie die auf einer eigenen Seite vorgestellten <a href=\"https:\/\/azalas.de\/seidenpflanzengewaechse\">Seidenpflanzengew\u00e4chse <em>(Asclepiadoideae)<\/em><\/a>.<\/p>\n<p>Hier kann man direkt zu den vorgestellten Arten springen (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern): <a href=\"#A\">Oleander, <em>Nerium oleander<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\">Gro\u00dfes Immergr\u00fcn, <em>Vinca major<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#C\">Griechische Baumschlinge, <em>Periploca graeca<\/em><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-johanniskraut\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-baeume\/\">zur Foto-\u00dcbersicht der Baumarten<\/a><\/p>\n<h6><a name=\"A\">Oleander, <em>Nerium oleander<\/em><\/a>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Oleander z\u00e4hlt zu den typischsten und sch\u00f6nsten Pflanzen des Mittelmeergebietes. Mit seinen steifen, immergr\u00fcnen, auf der Unterseite behaarten Bl\u00e4ttern kann er weitgehendes Austrocknen im Sommer vertragen; im Winter ist er jedoch auf hohe Feuchtigkeit angewiesen, weswegen er  vor allem in Torrenten und in der N\u00e4he von Quellen w\u00e4chst. Im Sommer sind die B\u00fcsche dicht mit den gro\u00dfen, rosa Bl\u00fcten \u00fcbers\u00e4t &#8211; und zeichnet so in der Landschaft den Verlauf der B\u00e4che und Fl\u00fcsse deutlich sichtbar nach. Der Oleander kommt vom Mittelmeerraum \u00fcber Vorder- und Zentralasien bis nach China vor; auf Naxos ist er an Quellen, Flussl\u00e4ufen und Flussm\u00fcndungen sehr h\u00e4ufig.<\/p>\n<p><big>D<\/big>er Oleander ist sehr giftig; er besitzt auf das Herz wirkende Glykoside, die dem Gift des Fingerhutes \u00e4hnlich sind. Fr\u00fcher wurden Kartoffeln auf Oleanderzweige gelagert, um Sch\u00e4dlinge fernzuhalten, und M\u00e4usel\u00f6cher mit seinen Bl\u00e4ttern verstopft, so dass sich die M\u00e4use durch die Bl\u00e4tter hindurchfressen mussten, um ins Freie zu gelangen, und sich so vergifteten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apocynaceae\/nerium_oleander_habitat-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Oleander, Nerium oleander\"><br \/>\n<small>Der Oleander ist auf ein hohes Wasserangebot im Winter angewiesen, weswegen er entlang der Torrente und Wasserl\u00e4ufe vorkommt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apocynaceae\/nerium_oleander-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Oleander, Nerium oleander\"><br \/>\n<small>Die ledrigen Bl\u00e4tter sind lanzettlich. Im Sommer sind die B\u00fcsche dicht mit rosa Bl\u00fcten \u00fcbers\u00e4t.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apocynaceae\/nerium_oleander_flower-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Oleander, Nerium oleander\"><br \/>\n<small>Bei den Bl\u00fcten handelt es sich um Stieltellerbl\u00fcten mit einer langen, schmalen R\u00f6hre und gro\u00dfen Kronzipfeln sowie einer gefransten Nebenkrone an der M\u00fcndung der Bl\u00fctenr\u00f6hre. Sie werden von Faltern best\u00e4ubt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apocynaceae\/nerium_oleander_fruit-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Oleander, Nerium oleander\"><br \/>\n<small>Der Oleander bildet lange, braunrote Schoten aus, die bei Trockenheit ihre Samen freisetzen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apocynaceae\/nerium_oleander_fruit-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Oleander, Nerium oleander\"><br \/>\n<small>Die br\u00e4unlichen, pelzigen Samen besitzen einen Haarschopf und sind wie alle Teile der Pflanze giftig.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apocynaceae\/nerium_oleander_saplings-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Oleander, Nerium oleander\"><br \/>\n<small>Der Oleander ben\u00f6tigt ein gutes N\u00e4hrstoffangebot. Seine Samen werden vom Wind verweht und vom Flusswasser verschleppt; sie keimen schnell im Sand des Flussbettes. So kommt jedes Jahr viel neuer Jungwuchs auf, der im Winter teilweise wieder weggerissen wird, wenn der Fluss bei Starkregen viel Wasser f\u00fchrt.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"B\">Gro\u00dfes Immergr\u00fcn, <em>Vinca major<\/em><\/a>, L.<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uf den ersten Blick sieht das niedrige, kriechend wachsende Immergr\u00fcn dem Oleander kaum \u00e4hnlich; bei n\u00e4herer Betrachtung fallen aber doch viele \u00dcbereinstimmungen auf, so die Form der Bl\u00fcten, die ledrigen Bl\u00e4tter und die Giftigkeit. Die sieben Immergr\u00fcn-Arten sind im Mittelmeergebiet und in Vorderasien verbreitet. Das Gro\u00dfe Immergr\u00fcn kommt in der Traga\u00eda vor; au\u00dferdem habe ich es bei Atsip\u00e1pi, Ap\u00f3llonas und in Ap\u00edranthos angetroffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apocynaceae\/vinca_major-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Gro\u00dfes Immergr\u00fcn, Vinca major\"><br \/>\n<small>Das Gro\u00dfe Immergr\u00fcn ist zwischen Chalk\u00ed und Mon\u00edtsia recht h\u00e4ufig.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apocynaceae\/vinca_major-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Gro\u00dfes Immergr\u00fcn, Vinca major\"><br \/>\n<small>Es w\u00e4chst mehr oder weniger kriechend und ist als h\u00fcbscher Bodendecker auch bei den G\u00e4rtnern beliebt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apocynaceae\/vinca_major_flower-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Gro\u00dfes Immergr\u00fcn, Vinca major\"><br \/>\n<small>Die Bl\u00fcten mit ihren etwa rautenf\u00f6rmigen Kronblattzipfeln sind blauviolett.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apocynaceae\/vinca_major_flower-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Gro\u00dfes Immergr\u00fcn, Vinca major\"><br \/>\n<small>Die Kelchbl\u00e4tter sind sehr schmal lanzettlich.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"C\">Griechische Baumschlinge, <em>Periploca graeca<\/em><\/a>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie im \u00f6stlichen Mittelmeergebiet verbreitete Griechische Baumschlinge wurde fr\u00fcher zu den Seidenpflanzengew\u00e4chsen gestellt. Heute werden sowohl die Baumschlingen als auch die Seidenpflanzengew\u00e4chse als Unterfamilien der Hundsgiftgew\u00e4chse betrachtet. Auf Naxos kommt die Griechische Baumschlinge im Auwald oberhalb von Engar\u00e9s vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apocynaceae\/periploca_graeca-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Griechische Baumschlinge, Periploca graeca\"><br \/>\n<small>Die Griechische Baumschlinge w\u00e4chst als verholzende Liane. Die einfachen Bl\u00e4tter sind gegenst\u00e4ndig.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apocynaceae\/periploca_graeca_flower-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Griechische Baumschlinge, Periploca graeca\"><br \/>\n<small>Die f\u00fcnfz\u00e4hligen Bl\u00fcten besitzen dunkelviolette, l\u00e4ngliche Bl\u00fctenbl\u00e4tter und hellgr\u00fcne Kelchbl\u00e4tter. Die f\u00fcnf bogenf\u00f6rmig nach innen geneigten Staubbl\u00e4tter bilden ein Nebenkr\u00f6nchen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apocynaceae\/periploca_graeca_fruit-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Griechische Baumschlinge, Periploca graeca\"><br \/>\n<small>Die eigent\u00fcmliche Frucht besteht aus zwei an der Basis verwachsenen Fruchtbl\u00e4ttern, die sich zur Reife wie eine Balgfrucht an der Innennaht \u00f6ffnen.<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-johanniskraut\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-baeume\/\">zur Foto-\u00dcbersicht der Baumarten<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/seidenpflanzengewaechse\/\">Seidenpflanzengew\u00e4chse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/enziangewaechse\/\">Enziangew\u00e4chse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/roetegewaechse\/\">R\u00f6tegew\u00e4chse<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/flora-von-naxos\/\">Zur Flora von Naxos<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur gro\u00dfen, haupts\u00e4chlich in den Tropen und Subtropen verbreiteten Familie der Hundsgiftgew\u00e4chse (Apocynaceae) aus der Ordnung der Enzianartigen geh\u00f6ren der auf Naxos weitverbreitete Oleander Nerium oleander und das Gro\u00dfe Immergr\u00fcn (Vinca major). Bei den meisten Angeh\u00f6rigen der Hundsgiftgew\u00e4chse, die 380 Gattungen umfassen, handelt es sich um Geh\u00f6lze oder Lianen mit ledrigen Bl\u00e4ttern. 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