{"id":2958,"date":"2011-05-21T00:58:12","date_gmt":"2011-05-20T21:58:12","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=2958"},"modified":"2025-02-23T20:06:26","modified_gmt":"2025-02-23T18:06:26","slug":"zistrosengewaechse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/en\/zistrosengewaechse\/","title":{"rendered":"Zistrosengew\u00e4chse, Cistaceae"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie Zistrosengew\u00e4chse sind nahe Verwandte der Malvengew\u00e4chse und geh\u00f6ren zur Ordnung der Malvenartigen <em>(Malvales)<\/em>. Sie umfassen acht Gattungen mit knapp 200 Arten, die vor allem in den gem\u00e4\u00dfigten Breiten der Nordhalbkugel vorkommen mit einem Verbreitungsschwerpunkt im Mittelmeerraum. Auf Naxos kommen drei Zistrosen, drei Nadelr\u00f6schen, drei Sonnenr\u00f6schen und ein Sandr\u00f6schen vor.<\/p>\n<p>Hier kann man direkt zu den Gattungen springen (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern): <a href=\"#A\">Zistrosen, <em>Cistus<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\">Nadelr\u00f6schen, <em>Fumana<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#C\">Sonnenr\u00f6schen, <em>Helianthemum<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#D\">Sandr\u00f6schen, <em>Tuberaria<\/em><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-rosenartige\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<h3><a name=\"A\">Zistrosen, <em>Cistus<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Zistrosen geh\u00f6ren zu den charakteristischsten Zwergstr\u00e4uchern im Mittelmeergebiet; sie sind in Phryganas auf sauren Gesteinen wie Schiefer und Granit oft sehr h\u00e4ufig. Auf Naxos kommen drei Arten vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_creticus_habitat-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Kretische Zistrose, Cistus creticus\"><br \/>\n<small>Wie alle Zistrosen w\u00e4chst die Kretische Zistrose vor allem auf Schiefer oder Granit.<\/small><\/p>\n<p><big>Z<\/big>istrosen zeigen eine besonders effektive Anpassung an Trockenheit: Die dicht behaarten Bl\u00e4tter werden im Sommer zunehmend eingerollt und teilweise abgeworfen. Die Pflanze legt w\u00e4hrend der langen Sommertrockenheit eine Pause ein, in der die Lebensprozesse und damit auch die Verdunstung extrem reduziert werden. Auch an Beweidung sind die Zistrosen gut angepasst: Die ganze Pflanze sondert ein klebriges Harz ab, das den Schafen und Ziegen nicht schmeckt. Wegen ihres hohen Harzgehalts sind Zistrosen sehr leicht brennbar. Im Gegensatz zu vielen anderen Str\u00e4uchern und B\u00e4umen des Mittelmeergebietes k\u00f6nnen sie nach einem Brand nicht wieder aus den Wurzeln ausschlagen, s\u00e4en sich aber so effektiv aus, dass sie nach einem Feuer als erste wieder hochwachsen und nur allm\u00e4hlich durch andere Str\u00e4ucher verdr\u00e4ngt werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_monspeliensis_habitat-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Montpellier-Zistrose, Cistus monspeliensis\"><br \/>\n<small>Phrygana mit Montpellier-Zistrosen bei Azal\u00e1s<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_monspeliensis_habitat-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Montpellier-Zistrose, Cistus monspeliensis\"><br \/>\n<small>Im Fr\u00fchling verwandelt sich die Phrygana in ein wei\u00dfes Bl\u00fctenmeer.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_monspeliensis_dry_leaves-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Montpellier-Zistrose, Cistus monspeliensis\"><br \/>\n<small>Im Sommer werden die Bl\u00e4tter braun und rollen sich zusammen. So \u00fcberstehen die Zistrosen die lange Sommertrockenheit.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>as aromatische Harz der Zistrosen (Labdanum) wird schon seit dem Altertum genutzt (vermutlich handelt es sich um die &#8220;Myrrhe&#8221; der Bibel). Es wirkt stark antibakteriell und antiviral und zeigt eine heilende Wirkung f\u00fcr Haut und Magen. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Gerbstoffe, die auch das Immunsystem unterst\u00fctzen. Zur Bek\u00e4mpfung von Erk\u00e4ltungen und entz\u00fcndlichen Krankheiten kann ein Teeaufguss oder ein alkoholischer Auszug aus der Pflanze verwendet werden. Das Labdanum wurde fr\u00fcher gesammelt, indem man an hei\u00dfen Tagen mit Lederriemen durch die Pflanzen strich, wodurch sich das Harz auf den Riemen sammelte. (Auf Naxos machte man es sich mit dem Sammeln laut dem franz\u00f6sischen Botaniker Tournefort, der im Jahr 1700 die Insel besuchte, allerdings etwas einfacher: Man schnitt den durch die Zistrosen laufenden Ziegen die Haare und B\u00e4rte ab, in denen sich Harz angesammelt hatte. Diese Form des Sammelns beschreibt schon Dioscorides, der sich wundert, wie ein so gut duftender Stoff wie das Labdanum aus dem stinkenden Bart des Ziegenbocks gewonnen werden kann&#8230;)<\/p>\n<h6>Montpellier-Zistrose, <em>Cistus monspeliensis<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Montpellier-Zistrose besitzt wei\u00dfe Bl\u00fcten; sie ist an ihren lanzettlichen Bl\u00e4ttern zu erkennen. Auf Naxos kommt sie nur in der Gegend von Moutso\u00fana und Azal\u00e1s vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_monspeliensis-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Montpellier-Zistrose, Cistus monspeliensis\"><br \/>\n<small>Die Montpellier-Zistrose besitzt schneewei\u00dfe Bl\u00fcten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_monspeliensis_flower-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Montpellier-Zistrose, Cistus monspeliensis\"><br \/>\n<small>Alle Zistrosen haben runzelige und dicke Bl\u00e4tter; bei dieser Art sind sie lanzettlich.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_monspeliensis_flower-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Montpellier-Zistrose, Cistus monspeliensis\"><br \/>\n<small>Die Bl\u00fctenbl\u00e4tter der Zistrosen sehen immer ein wenig ungeb\u00fcgelt aus.<\/small><\/p>\n<h6>Salbeibl\u00e4ttrige Zistrose, <em>Cistus salviifolius<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie sch\u00f6ne Salbeibl\u00e4ttrige Zistrose mit den reinwei\u00dfen Bl\u00fcten ist vor allem im Migmatit-Gebiet im Inselinnern anzutreffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_salviifolius-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Salbeibl\u00e4ttrige Zistrose, Cistus salviifolius\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_salviifolius_detail-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Salbeibl\u00e4ttrige Zistrose, Cistus salviifolius\"><br \/>\n<small>Diese sch\u00f6ne Art sieht der Montpellier-Zistrose auf den ersten Blick \u00e4hnlich, hat aber breitere, eif\u00f6rmige Bl\u00e4tter. Die Bl\u00e4tter \u00e4hneln denen des Salbeis, daher der Name.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_salviifolius_flower-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Salbeibl\u00e4ttrige Zistrose, Cistus salviifolius\"><br \/>\n<small>Die Bl\u00fcten dieser Art sind ganz besonders sch\u00f6n!<\/small><\/p>\n<h6>Kretische oder Graubehaarte Zistrose, <em>Cistus creticus<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Kretische Zistrose ist auf Naxos h\u00e4ufig und weit verbreitet; sie kommt vor allem auf Schiefer und Granit bzw. Migmatit vor. Sie ist an ihren rosa Bl\u00fcten leicht von den anderen zwei Arten zu unterscheiden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_creticus-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Kretische Zistrose, Cistus creticus\"><br \/>\n<small> Die Kretische Zistrose ist auf Granit und Schiefer auf Naxos sehr h\u00e4ufig.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_creticus_flower-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Kretische Zistrose, Cistus creticus\"><br \/>\n<small>Ihre Bl\u00fcten sind intensiv rosa.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_creticus_flower-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Kretische Zistrose, Cistus creticus\"><br \/>\n<small>Bei allen Zistrosen sitzen zahlreiche Staubbeutel in mehreren Reihen um den Fruchtknoten herum.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cytinaceae\/cytinus_ruber_habitat-1.jpg\" alt=\"Roter Zistrosenw\u00fcrger, Cytinus ruber\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Gelegentlich wird die Kretische Zistrose vom Roten Zistrosenw\u00fcrger parasitiert.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"B\">Nadelr\u00f6schen, <em>Fumana<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Nadelr\u00f6schen sind zwar ebenfalls mehrj\u00e4hrige Zwergstr\u00e4ucher, sie sind aber wesentlich kleiner und zarter gebaut als die Zistrosen. Die Bl\u00fcten sind gelb.<\/p>\n<h6>Arabisches Nadelr\u00f6schen, <em>Fumana arabica<\/em>, (L.) Spach<\/h6>\n<p><big>D<\/big>as Arabische Nadelr\u00f6schen mit seinen recht gro\u00dfen gelben Bl\u00fcten ist an vielen Stellen auf Naxos in offener Vegetation und Macchie h\u00e4ufig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/fumana_arabica-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Arabisches Nadelr\u00f6schen, Fumana arabica\"><br \/>\n<small>Das Arabische Nadelr\u00f6schen w\u00e4chst als zarter, verzweigter Strauch mit linealischen, wechselst\u00e4ndigen Bl\u00e4ttern.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/fumana_arabica_flower-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Arabisches Nadelr\u00f6schen, Fumana arabica\"><br \/>\n<small>Die gro\u00dfen gelben Bl\u00fcten haben einen Durchmesser von etwa 3 cm; sie sind nur vormittags ge\u00f6ffnet.<\/small><\/p>\n<h6>Thymianbl\u00e4ttriges Nadelr\u00f6schen, <em>Fumana thymifolia<\/em>, (L.) Webb<\/h6>\n<p><big>D<\/big>as Thymianbl\u00e4ttrige Nadelr\u00f6schen in seiner Nominatform ist auf Naxos sehr selten; h\u00e4ufig kommt dagegen die Form var. <em>laevis<\/em> vor, die manchmal als eigene Art eingestuft wird (s.u.).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/fumana_thymifolia-2.jpg\" alt=\"Thymianbl\u00e4ttriges Nadelr\u00f6schen, Fumana thymifolia\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das Thymianbl\u00e4ttrige Nadelr\u00f6schen w\u00e4chst als kleiner ausdauernder Strauch. Die Bl\u00fcten sind kleiner als bei der vorigen Art (bis 2 cm Durchmesser) und es besitzt gegenst\u00e4ndige Bl\u00e4tter, die sich zum Bl\u00fctenstand hin zu wechselst\u00e4ndigen Tragbl\u00e4ttern verkleinern. Bei dieser Form sind Bl\u00e4tter und St\u00e4ngel dr\u00fcsig behaart. Die Nebenbl\u00e4tter sind \u00e4hnlich gro\u00df wie die Bl\u00e4tter, so dass es so wirkt, als ob die Bl\u00e4tter quirlig stehen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/fumana_thymifolia-1.jpg\" alt=\"Thymianbl\u00e4ttriges Nadelr\u00f6schen, Fumana thymifolia\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die gelben Bl\u00fcten stehen zu mehreren in Wickeln. Die Bl\u00fctenbl\u00e4tter sind mit etwa 10 mm etwas l\u00e4nger als die inneren Kelchbl\u00e4tter; die \u00e4u\u00dferen Kelchbl\u00e4tter sind deutlich k\u00fcrzer. Die Knospen h\u00e4ngen oft herab.<\/small><\/p>\n<h6>Glattes Nadelr\u00f6schen, <em>Fumana laevis<\/em>, (Cav.) Pau<\/h6>\n<p><big>D<\/big>as Glatte Nadelr\u00f6schen wird oft nur als Variante des Thymianbl\u00e4ttrigen Nadelr\u00f6schens betrachtet. Es ist auf Naxos stellenweise h\u00e4ufig und w\u00e4chst oft gemeinsam mit dem Arabischen Nadelr\u00f6schen. Es besitzt kleinere und etwas hellere Bl\u00fcten als dieses.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/fumana_laevis-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Fumana laevis\"><br \/>\n<small>Das Glatte Nadelr\u00f6schen <em>(Fumana laevis)<\/em> wird oft nur als Form oder Variante des Thymianbl\u00e4ttrigen Nadelr\u00f6schens <em>(&#8220;Fumana thymifolia var. laevis&#8221;)<\/em> betrachtet, ist aber deutlich zu unterscheiden. Es ist auf Naxos wesentlich h\u00e4ufiger als <em>Fumana thymifolia<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/fumana_laevis-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Fumana laevis\"><br \/>\n<small>Es ist nicht oder nur wenig behaart. Die Nebenbl\u00e4tter sind wesentlich kleiner als die Bl\u00e4tter, so dass die Bebl\u00e4tterung klar als gegenst\u00e4ndig zu erkennen ist. Die Bl\u00fcten stehen an l\u00e4ngeren, schmaleren Stielen und sind etwas gr\u00f6\u00dfer als bei der vorigen Form.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"C\">Sonnenr\u00f6schen, <em>Helianthemum<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>A<\/big>uf Naxos kommen drei Sonnenr\u00f6schen-Arten vor; alle sind jedoch nur selten anzutreffen. Mit insgesamt etwa 175 Arten besitzen die Sonnenr\u00f6schen ihren Verbreitungsschwerpunkt im Mittelmeergebiet. Es handelt sich um kleine Halbstr\u00e4ucher oder Kr\u00e4uter.<\/p>\n<h6>\u00c4gyptisches Sonnenr\u00f6schen, <em>Helianthemum aegyptiacum<\/em>, (L.) Mill.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>as \u00c4gyptische Sonnenr\u00f6schen habe ich bislang nur im Migmatit-Gebiet in der N\u00e4he von \u00c1no Potami\u00e1 gefunden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/helianthemum_aegyptiacum_detail-1.jpg\" alt=\"\u00c4gyptisches Sonnenr\u00f6schen, Helianthemum aegyptiacum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das \u00c4gyptische Sonnenr\u00f6schen ist ein unauff\u00e4lliges zartes Kraut.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/helianthemum_aegyptiacum_flower-1.jpg\" alt=\"\u00c4gyptisches Sonnenr\u00f6schen, Helianthemum aegyptiacum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Gegensatz zu den meisten Zistrosengew\u00e4chsen besitzt es eher kleine, schmale Kronbl\u00e4tter.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/helianthemum_aegyptiacum_flower-2.jpg\" alt=\"\u00c4gyptisches Sonnenr\u00f6schen, Helianthemum aegyptiacum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die drei inneren Kelchbl\u00e4tter sind h\u00e4utig bis strohig und gr\u00f6\u00dfer als die Kronbl\u00e4tter. Die Kronbl\u00e4tter fallen bald ab; die Kelchbl\u00e4tter bleiben abgespreizt stehen. Unterhalb der inneren Kelchbl\u00e4tter sieht man auch die zwei \u00e4u\u00dferen, schmalen Kelchbl\u00e4tter.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/helianthemum_aegyptiacum_fruit-1.jpg\" alt=\"\u00c4gyptisches Sonnenr\u00f6schen, Helianthemum aegyptiacum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Sp\u00e4ter schlie\u00dfen sich die Kelchbl\u00e4tter wieder zusammen und umh\u00fcllen die Frucht. Sie besitzen auff\u00e4llige, vorstehende, r\u00f6tliche, mit Wimpern besetzte Nerven.<\/small><\/p>\n<h6>Weidenbl\u00e4ttriges Sonnenr\u00f6schen, <em>Helianthemum salicifolium<\/em>, (L.) Mill.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>as Weidenbl\u00e4ttrige Sonnenr\u00f6schen, obwohl klein und unauff\u00e4llig, ist die h\u00e4ufigste Sonnenr\u00f6schen-Art auf Naxos.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/helianthemum_salicifolium-2.jpg\" alt=\"Weidenbl\u00e4ttriges Sonnenr\u00f6schen, Helianthemum salicifolium\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das Weidenbl\u00e4ttrige Sonnenr\u00f6schen w\u00e4chst als kleines, niedriges Pfl\u00e4nzchen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/helianthemum_salicifolium-1.jpg\" alt=\"Weidenbl\u00e4ttriges Sonnenr\u00f6schen, Helianthemum salicifolium\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die kleinen Bl\u00fcten sind hellgelb; die Kronbl\u00e4tter fallen leicht ab. Ein gutes Merkmal sind die weich behaarten Bl\u00e4tter mit auff\u00e4lliger Aderung.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/helianthemum_salicifolium-3.jpg\" alt=\"Weidenbl\u00e4ttriges Sonnenr\u00f6schen, Helianthemum salicifolium\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die drei inneren Kelchbl\u00e4tter sind etwa so lang wie die Kronbl\u00e4tter, die \u00e4u\u00dferen sind k\u00fcrzer und sehr schmal. Die Kelchbl\u00e4tter sind wie die ganze Pflanze weich behaart.<\/small><\/p>\n<h6>Apenninen-Sonnenr\u00f6schen, <em>Helianthemum apenninum<\/em>, (L.) Mill.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>as sehr sch\u00f6ne Apenninen-Sonnenr\u00f6schen mit seinen gro\u00dfen wei\u00dfen Bl\u00fcten kenne ich nur von Kap Stavr\u00f3s.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/helianthemum_apenninum-2.jpg\" alt=\"Apenninen-Sonnenr\u00f6schen, Helianthemum apenninum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das Apenninen-Sonnenr\u00f6schen habe ich bislang nur auf dem Kap bei Moutso\u00fana angetroffen. Es ist leicht an den gro\u00dfen, wei\u00dfen Bl\u00fcten und den durch eine filzige Behaarung grau erscheinenden, regelm\u00e4\u00dfig angeordneten Bl\u00e4ttern zu erkennen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/helianthemum_apenninum-1.jpg\" alt=\"Apenninen-Sonnenr\u00f6schen, Helianthemum apenninum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Art ist vor allem im westlichen Europa verbreitet; in Deutschland ist sie selten und streng gesch\u00fctzt.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"D\">Sandr\u00f6schen, <em>Tuberaria<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Sandr\u00f6schen sind im Gegensatz zu den vorigen Arten einj\u00e4hrige Kr\u00e4uter. Die auf Naxos vorkommende Art besitzt deutlich gr\u00f6\u00dfere Bl\u00e4tter als die Nadelr\u00f6schen; die untersten, sehr breiten Bl\u00e4tter stehen in einer Rosette.<\/p>\n<h6>Geflecktes Sandr\u00f6schen, <em>Tuberaria guttata<\/em>, (L.) Fourr.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>as Gefleckte Sandr\u00f6schen ist auf Naxos an vielen Stellen recht h\u00e4ufig, vor allem im Migmatit-Gebiet im Zentrum der Insel.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/tuberaria_guttata-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Geflecktes Sandr\u00f6schen, Tuberaria guttata\"><br \/>\n<small>Das Gefleckte Sandr\u00f6schen besitzt eine Grundrosette aus breiten, recht gro\u00dfen Bl\u00e4ttern; die Bl\u00e4tter am St\u00e4ngel sind schmal l\u00e4nglich. Es kommt in zwei Formen vor; die hier abgebildete hat nur kleine braune Flecken am Grund der Bl\u00fctenbl\u00e4tter.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/tuberaria_guttata-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Geflecktes Sandr\u00f6schen, Tuberaria guttata\"><br \/>\n<small>Diese ebenfalls h\u00e4ufige Form besitzt gro\u00dfe schwarze Flecken am Grund der Kronbl\u00e4tter.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/tuberaria_guttata_flower-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Geflecktes Sandr\u00f6schen, Tuberaria guttata\"><br \/>\n<small>Die Bl\u00fcten sehen einfach zu h\u00fcbsch aus!<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-rosenartige\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/zistrosenwuerger\/\">Roter Zistrosenw\u00fcrger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/malvengewaechse\/\">Malvengew\u00e4chse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/spatzenzungen\/\">Spatzenzungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/phrygana\/\">Phrygana<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>zum Weiterlesen: &#8220;Naxos, Alte Reisebeschreibungen&#8221; von Christian Ucke, Hofbauer-Verlag 1989<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/flora-von-naxos\/\">Zur Flora von Naxos<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zistrosengew\u00e4chse sind nahe Verwandte der Malvengew\u00e4chse und geh\u00f6ren zur Ordnung der Malvenartigen (Malvales). Sie umfassen acht Gattungen mit knapp 200 Arten, die vor allem in den gem\u00e4\u00dfigten Breiten der Nordhalbkugel vorkommen mit einem Verbreitungsschwerpunkt im Mittelmeerraum. Auf Naxos kommen drei Zistrosen, drei Nadelr\u00f6schen, drei Sonnenr\u00f6schen und ein Sandr\u00f6schen vor. Hier kann man direkt zu [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":57128,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26,11,9,12],"tags":[489,732,729,490,1758,487,865,730,488,1759,491,486],"class_list":["post-2958","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-flora-of-naxos","category-nature","category-naxos","category-plants","tag-cistus","tag-flora-of-naxos","tag-flora-von-naxos","tag-fumana","tag-helianthemum","tag-nadelroschen","tag-naxos","tag-pflanzen-von-naxos","tag-sandroschen","tag-sonnenroeschen","tag-tuberaria","tag-zistrosen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2958","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2958"}],"version-history":[{"count":34,"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2958\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":75629,"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2958\/revisions\/75629"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/57128"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2958"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2958"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2958"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}