{"id":121,"date":"2008-10-04T07:35:52","date_gmt":"2008-10-04T04:35:52","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?p=121"},"modified":"2024-06-07T18:06:06","modified_gmt":"2024-06-07T15:06:06","slug":"oliven-tsakistes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/en\/oliven-tsakistes\/","title":{"rendered":"Oliven: Tsakist\u00e9s"},"content":{"rendered":"<p>Die Oliven sind reif! Bei uns sind sie eigentlich schon ziemlich lange reif; wir haben die ersten schon Mitte August gepfl\u00fcckt. In Azalas sind wir im Garten immer besonders fr\u00fch dran; in den k\u00fchlen Bergen werden viele Fr\u00fcchte erst zwei oder drei Monate sp\u00e4ter reif als bei uns. Jetzt, Anfang Oktober, werden die Oliven bei uns schon schwarz, das hei\u00dft, es ist h\u00f6chste Zeit zu pfl\u00fccken. Oliven f\u00fcr \u00d6l zu ernten hat (noch) keinen Zweck, da die \u00d6lm\u00fchlen noch gar nicht ge\u00f6ffnet sind; bis es soweit ist, sind unsere Oliven wie fast jedes Jahr wohl schon von den B\u00e4umen gefallen&#8230;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCN5510-1_450.jpg\" alt=\"G\u00e4ste beim Olivenpfl\u00fccken\" \/><\/p>\n<p>Aber man kann Oliven ja auch essen, und daf\u00fcr ernten wir jetzt. Die hiesige, traditionelle Olivensorte enth\u00e4lt besonders viel \u00d6l (bis zu einem Drittel!) und ist darum bestens f\u00fcr die Gewinnung von \u00d6l und auch zum Essen geeignet. Sie tr\u00e4gt allerdings g\u00fcnstigenfalls jedes zweite Jahr gut. Wir haben etwa acht dieser B\u00e4ume auf unserem Grunst\u00fcck, dazu noch einige der kleinen Sorte Koroni\u00e1, die nicht zum Essen, sondern nur f\u00fcr \u00d6l geeignet ist und h\u00e4ufig angepflanzt wird, da sie kaum von der Olivenfliege angefallen wird und \u00fcblicherweise jedes Jahr tr\u00e4gt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/oleaceae\/olea_europaea_fruit-1.jpg\" alt=\"Oliven am Baum\" \/><\/p>\n<p>Dieses Jahr gibt es leider viel Olivenfliege <em>(&#8220;dh\u00e1kos&#8221;)<\/em>. Wo nicht gespritzt wird, wird es ziemliche Einbu\u00dfen bei der Ernte geben. Wer Zeit und Interesse hat, sich damit zu befassen, kann auch eine Reihe unsch\u00e4dlicher Bek\u00e4mpfungsmethoden ausprobieren. Zum Beispiel kann man Pheromon-Fallen kaufen; die ausgedienten Fallen kann man zum Anlocken auch mit Saft oder \u00c4hnlichem f\u00fcllen. Auch im Baum aufgeh\u00e4ngte S\u00e4ckchen mit Naphthalin sollen helfen. Eine andere Methode ist das Spritzen mit Lockstoff und Gift nicht auf die Oliven selbst, sondern beispielsweise auf den Stamm oder einen benachbarten wilden Busch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/flies\/bactrocera_oleae_damage-1.jpg\" alt=\"Olive mit Olivenfliegen-Schaden\" \/><\/p>\n<p>Wir essen die Oliven nicht schwarz, das hei\u00dft reif, sondern wenn sie noch gr\u00fcn sind. Dann haben sie noch mehr Vitamine und sind sch\u00f6n hart und knackig, allerdings vom Baum direkt kann man sie nicht essen: sie sind schrecklich bitter! Sie m\u00fcssen also erst entbittert werden, bevor man sie essen kann. Dazu kann man die Oliven entweder einfach in Salzlake einlegen, am besten mit ein paar Bl\u00e4ttern des Mastixstrauches (wilde Pistazie, <em>Pistacia lentiscus<\/em>), die ein sch\u00f6nes Aroma geben und verhindern, dass die Oliven weich werden. Diese Olivensorte wird <em>kolymb\u00e1dhes<\/em> (&#8220;Schwimmende&#8221;) genannt. Nach etwa einem Jahr haben sie ihre Bitterkeit soweit verloren, dass man sie essen kann; haltbar sind sie fast unbegrenzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCN5451-1_450.jpg\" alt=\"Oliven\" \/><\/p>\n<p>Wenn man nicht ein Jahr warten will, bis man die Oliven essen kann, ist es am besten, tsakist\u00e9s (&#8220;Aufgeschlagene&#8221;) herzustellen. Dazu schl\u00e4gt man die Oliven mit einem Stein oder einem Hammer einzeln auf. Dann gibt man sie in eine Sch\u00fcssel mit reichlich Wasser, das man jeden Tag ein- oder zweimal wechselt, etwa eine Woche lang, bis die Bitterkeit weg ist (manche m\u00f6gen es auch noch ein wenig bitter). Dann w\u00fcrzt man die Oliven mit grobem Salz, streut nach Belieben Fenchelsamen dar\u00fcber (w\u00e4chst bei uns wild im Garten wie auch in vielen Regionen von Naxos, z.B. bei Potami\u00e1 und um Ap\u00f3llonas) &#8211; und l\u00e4sst es sich schmecken! K\u00f6stlich!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCN5452-2_450.jpg\" alt=\"Oliven-Aufschlagen\" width=\"500\" \/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCN5466-1_450.jpg\" alt=\"Tsakistes\" width=\"500\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCN5458-1_450.jpg\" alt=\"Tsakistes in Flaschen\" \/><\/p>\n<p>Die Tsakist\u00e9s sind nicht lange haltbar und m\u00fcssen darum schnell aufgegessen werden (kein Problem!). Wenn man auch zu anderen Jahreszeiten welche genie\u00dfen m\u00f6chte, kann man sie auf diese Weise aufbewahren: Man gibt die frisch aufgeschlagenen, noch nicht entbitterten Oliven in eine leere Plastik-Wasserflasche, gibt Wasser und etwa ein Schnapsglas Salz dazu (oder Meerwasser) und schraubt gut zu (gr\u00fcndliches Verschlie\u00dfen ist wichtig!). So halten sich die Oliven ein oder zwei Jahre.<\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/azalas.de\/olivenernte-azalas\/\">Olivenernte in Azalas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/azalas.de\/oelbaum\/\">Der \u00d6lbaum<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Oliven sind reif! Bei uns sind sie eigentlich schon ziemlich lange reif; wir haben die ersten schon Mitte August gepfl\u00fcckt. In Azalas sind wir im Garten immer besonders fr\u00fch dran; in den k\u00fchlen Bergen werden viele Fr\u00fcchte erst zwei oder drei Monate sp\u00e4ter reif als bei uns. 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