{"id":10242,"date":"2016-11-10T00:44:46","date_gmt":"2016-11-09T22:44:46","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?p=10242"},"modified":"2024-01-30T19:09:05","modified_gmt":"2024-01-30T17:09:05","slug":"artenportraet-der-eisstern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/en\/artenportraet-der-eisstern\/","title":{"rendered":"Artenportr\u00e4t: Der Eisstern"},"content":{"rendered":"<p><big>S<\/big>eesterne kommen auf Naxos eher selten vor, w\u00e4hrend sie in vielen Meeren, vor allem in den k\u00e4lteren Regionen, den gr\u00f6\u00dften Teil der Makrofauna stellen. Seesterne sind gef\u00e4hrliche R\u00e4uber, die sich vor allem von Muscheln und Schnecken, aber auch von Krebstieren, Seeigeln, Seegurken, anderen Seesternen und Korallen, sowie seltener von Fischen oder von Algen ern\u00e4hren. Im N\u00e4hrstoff- und Plankton-armen Mittelmeer k\u00f6nnen Seesterne ebenso wie ihre haupts\u00e4chlichen Beutetiere, die Muscheln und Schnecken, nur in relativ geringen Zahlen existieren.<\/p>\n<p><big>D<\/big>er Eisstern ist eine von sechs <a href=\"https:\/\/azalas.de\/seesterne\/\">Seestern-Arten<\/a>, die man auf Naxos antreffen kann. Er besitzt eine graugr\u00fcnliche bis r\u00f6tliche Farbe und ist zwischen den Algen gut getarnt. Bei uns kann man bis etwa 30 cm gro\u00dfe Exemplare finden; der Eisstern ist allerdings einer der gr\u00f6\u00dften Seesterne \u00fcberhaupt und erreicht bis zu 1 m Durchmesser.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/starfish\/marthasterias_glacialis-1.jpg\" alt=\"Eisstern, Marthasterias glacialis\" border=\"0\"><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Seesterne besitzen einen meist f\u00fcnfteilig-radi\u00e4rsymmetrischen K\u00f6rperbau mit einer mehr oder weniger gro\u00dfen K\u00f6rperscheibe und breiten oder schlanken Armen. Sie besitzen eine ledrige Haut, in die Kalkpl\u00e4ttchen eingelassen sind, die das Au\u00dfenskelett der Tiere darstellen. Ein Teil dieser Platten tr\u00e4gt kleine Stacheln, andere tragen winzige Greifzangen, die Pedicellarien, die der S\u00e4uberung der K\u00f6rperoberfl\u00e4che dienen. Die Seesterne besitzen einen einfach gebauten Magen, den sie ausst\u00fclpen k\u00f6nnen, so dass sie auch gr\u00f6\u00dfere Beutetiere verdauen k\u00f6nnen. Die Atmung l\u00e4uft \u00fcber kleine Kiemenpapillen ab, die \u00fcberall l\u00e4ngs der Arme sitzen. Au\u00dfer einem einfachen, offenen Blutgef\u00e4\u00dfsystem und einfachen D\u00e4rmen, die sich in die Arme hineinziehen, ist das wichtigste Organsystem der Seesterne das Ambulacral-System, das aus kleinen Kan\u00e4len mit einer proteinhaltigen Fl\u00fcssigkeit besteht, und das \u00fcber den hydraulischen Druck die Bewegung der Seesterne erm\u00f6glicht. Zum Ambulacral-System geh\u00f6ren die vielen kleinen ausfahrbaren F\u00fc\u00dfchen, die an der Unterseite der Seesterne sitzen; mit Hilfe dieser F\u00fc\u00dfchen k\u00f6nnen die Seesterne ihre Beute fangen und langsam laufen. Die F\u00fc\u00dfchen heften sich durch klebende Stoffe, die abgesondert bzw wieder aufgel\u00f6st werden, so fest ans Substrat, dass die Seesterne mit ihnen sogar Muscheln \u00f6ffnen k\u00f6nnen. Das Nervensystem der Seesterne ist sehr einfach mit gr\u00f6\u00dftenteils einzeln in die Haut verstreuten Sinneszellen, mit denen sie Ber\u00fchrungsreize, Helligkeit, Wassertemperatur und manche Geruchsstoffe wahrnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><big>D<\/big>er im \u00f6stlichen Atlantik und im Mittelmeer verbreitete Eisstern besitzt f\u00fcnf relativ schlanke Arme und eine kleine Mittelscheibe. Die Arme tragen in drei L\u00e4ngsreihen dicke, mit kr\u00e4ftigen Stacheln versehene H\u00f6cker.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/starfish\/marthasterias_glacialis-3.jpg\" alt=\"Eisstern, Marthasterias glacialis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>die Unterseite des Eissterns<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/starfish\/marthasterias_glacialis-5.jpg\" alt=\"Eisstern, Marthasterias glacialis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Oberfl\u00e4che des Eissterns tr\u00e4gt wei\u00dfliche bis r\u00f6tliche Stacheln (auf der Oberseite einzeln stehend, am Rand zu zweit), die von Kr\u00e4nzen winziger Ausst\u00fclpungen umgeben sind. Zwischen den Stacheln liegen die zahlreichen, braunroten Kiemenpapillen mit einzelnen, kleineren Stacheln (Pedicellarien, aber ohne Greifzangen) dazwischen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/starfish\/marthasterias_glacialis-4.jpg\" alt=\"Eisstern, Marthasterias glacialis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man sch\u00f6n die ausfahrbaren F\u00fc\u00dfchen des Seesterns.<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seesterne kommen auf Naxos eher selten vor, w\u00e4hrend sie in vielen Meeren, vor allem in den k\u00e4lteren Regionen, den gr\u00f6\u00dften Teil der Makrofauna stellen. Seesterne sind gef\u00e4hrliche R\u00e4uber, die sich vor allem von Muscheln und Schnecken, aber auch von Krebstieren, Seeigeln, Seegurken, anderen Seesternen und Korallen, sowie seltener von Fischen oder von Algen ern\u00e4hren. 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