{"id":8036,"date":"2013-10-05T23:13:56","date_gmt":"2013-10-05T20:13:56","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=8036"},"modified":"2024-11-09T19:41:26","modified_gmt":"2024-11-09T17:41:26","slug":"santorin-akrotiri","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/el\/santorin-akrotiri\/","title":{"rendered":"Akrotiri auf Santorin"},"content":{"rendered":"<p><big>A<\/big>krotiri hei\u00dft eine kleine Ortschaft im S\u00fcdwesten von Santorin. Sie ist in der letzten Zeit sehr bekannt geworden durch die Entdeckung einer bronzezeitlichen (&#8220;minoischen&#8221;) Siedlung, die durch die letzte gro\u00dfe Eruption des Vulkans von Santorin um 1645 v. Chr. zerst\u00f6rt und versch\u00fcttet wurde: ein griechisches Pompeji.<\/p>\n<h3>Das Dorf Akrotiri<\/h3>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1220159-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>Seit einigen Jahrzehnten hat sich die kleine Ortschaft Akrotiri aufgrund der ber\u00fchmten nahegelegenen Ausgrabungsst\u00e4tte touristisch entwickelt. Am Kraterrand sind eine Reihe von Hotels und Pensionen entstanden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1220160-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>Vor der Entdeckung der versch\u00fctteten bronzezeitlichen Siedlung lebte die Bev\u00f6lkerung von Akrotiri in traditioneller Weise als Selbstversorger von der Landwirtschaft. Das Dorf liegt an einem H\u00fcgel, der von einer kleinen venezianischen Festung gekr\u00f6nt ist.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1220058-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>Reste des venezianischen Kastros<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1220060-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>Blick vom Kastro-H\u00fcgel zur Ausgrabungsst\u00e4tte, die in der Ebene nah an der S\u00fcdk\u00fcste der Insel liegt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1220083-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>Die bedeutendsten landwirtschaftlichen Produkte von Santorin waren Wein, Tomaten und Fava-Bohnen. Da die Insel fast keine Quellen bietet, wurden (und werden) die Pflanzen ohne Bew\u00e4sserung kultiviert. Der n\u00e4hrstoffreiche vulkanische Boden speichert das Regenwasser lange genug, dass eine Ernte m\u00f6glich ist.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1220055-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>Die Weinst\u00f6cke werden auf Santorin auf eine besondere Weise kultiviert, bei der die Zweige korbartig geflochten werden, um die Trauben vor dem oft sehr starken Wind zu sch\u00fctzen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1220080-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>Die jungen Trauben werden in das Innere des aus den Zweigen geflochtenen &#8220;Korbes&#8221; gesteckt, wo sie dem austrocknenden Wind weniger stark ausgesetzt sind. Man sieht auch den humusarmen, &#8220;staubigen&#8221; Boden, der sich aus der Vulkanasche bildet.<\/small><\/p>\n<h3>Die Ausgrabungsst\u00e4tte<\/h3>\n<p><big>B<\/big>is zur Mitte des letzten Jahrhunderts war sehr wenig \u00fcber die Vorgeschichte der Kykladen bekannt, im Gegensatz zum benachbarten Kreta, dessen minoische Pal\u00e4ste schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckt und ausgegraben worden waren. Zwar waren beim Bimssteinabbau auf Santorin schon fr\u00fcher pr\u00e4historische Mauerreste unter dicken Ascheschichten gefunden worden; diesen Funden wurde jedoch noch keine Bedeutung beigemessen. Als Erster setzte der griechische Arch\u00e4ologe <strong>Spyridon Marinatos<\/strong> Bimsstein-Ablagerungen in einer minoischen Villa auf Kreta mit einer Eruption des Vulkans von Santorin in Verbindung und stellte die These von der Zerst\u00f6rung der minoischen Kultur durch einen Vulkansausbruch auf. Im Jahr 1967 begann Marinatos mit der Suche nach minoischen \u00dcberresten auf Santorin selbst. F\u00fcr die Ausgrabung w\u00e4hlte er eine Stelle in der N\u00e4he des Dorfes Akrotiri, weil es mit seiner Lage am Rande der K\u00fcstenebene eine geeignete Stelle f\u00fcr eine Besiedlung darstellte, weil es Richtung Kreta schaute und schlie\u00dflich weil an dieser Stelle die Ascheschicht vom letzten Ausbruch des Vulkans mit maximal 15 Metern relativ d\u00fcnn war. Die Ergebnisse der Ausgrabung \u00fcbertrafen selbst die k\u00fchnsten Erwartungen: Die Arch\u00e4ologen trafen auf die gut konservierten \u00dcberreste einer sp\u00e4tbronzezeitlichen Stadt, die \u00fcberraschend gro\u00df und gut organisiert war und deren kulturelles Niveau sich durchaus mit dem der gleichzeitigen minoischen Pal\u00e4ste in Kreta messen konnte. Bis heute sind etwa 2 Hektar der Stadt freigelegt worden; dabei handelt es sich aber vermutlich erst um wenige Prozent des Stadtareals: Die Zahl der Einwohner des bronzezeitlichen Akrotiri wird auf mehrere Tausend gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p><big>D<\/big>as bronzezeitliche Akrotiri war durch einen Ausbruch des Vulkans von Santorin zerst\u00f6rt worden, der sp\u00e4ter auf das Jahr 1645 v. Chr. datiert werden konnte. Die dicke Ascheschicht, durch die die Stadt bei der Eruption bedeckt wurde, hatte sie gleichzeitig konserviert, so dass sie bei der Ausgrabung in vergleichsweise gutem Zustand aufgefunden wurde. Die bislang ausgegrabenen Teile der Stadt bestanden aus engen Stra\u00dfenz\u00fcgen mit zwei- und dreist\u00f6ckigen H\u00e4usern, die teilweise aus unbehauenen, teilweise aber auch aus ordentlich zurechtgeschnittenen, mit M\u00f6rtel zusammengef\u00fcgten Steinen bestanden. Es gab gepflasterte Stra\u00dfen, die sich zu kleinen Pl\u00e4tzen erweiterten, und eine sorgf\u00e4ltig angelegte Kanalisation. Die H\u00e4user besa\u00dfen keine H\u00f6fe, St\u00e4lle oder G\u00e4rten. Teilweise handelte es sich um Werkst\u00e4tten oder Gesch\u00e4fte mit gro\u00dfen Fenstern zu Stra\u00dfe; einigen H\u00e4usern wird eine religi\u00f6se Funktion zugeschrieben, andere dienten vermutlich Verwaltungszwecken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1220162-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>Teil der Ausgrabungsst\u00e4tte in Akrotiri; man sieht einfachere und sorgf\u00e4ltiger errichtete Mauern; im Hintergrund sieht man drei aneinanderstehende T\u00fcrrahmen (die verbrannten T\u00fcrpfosten sind bei der Ausgrabung mit Beton ausgegossen worden). <\/small><\/p>\n<p><big>I<\/big>n Akrotiri sind (bislang) keine \u00dcberreste von Menschen gefunden worden: Die Bev\u00f6lkerung war schon vor dem Ausbruch geflohen. Einige Zeit vor der eigentlichen Eruption hat offenbar ein starkes Erdbeben die Stadt ersch\u00fcttert, so dass H\u00e4user zerst\u00f6rt, Stra\u00dfen versch\u00fcttet sowie Treppenstufen zerbrochen wurden. Nach dem Erdbeben r\u00e4umten die Bewohner ihre Stadt wieder auf, st\u00fctzten W\u00e4nde ab und schafften Schutt weg usw. Aber nicht viel sp\u00e4ter flohen sie erneut, und diesmal wurde es ernst. Die fl\u00fcchtenden Menschen nahmen ihre Wertsachen mit &#8211; Schmuck oder andere Wertgegenst\u00e4nde sind in Akrotiri nicht gefunden worden. Auch Vorratsgef\u00e4\u00dfe und M\u00f6bel sind teilweise aus den H\u00e4usern geholt worden; man hat Sammelstellen mit zahlreichen zum Transport bereitstehenden Gef\u00e4\u00dfen gefunden, die jedoch nicht mehr mitgenommen wurden &#8211; der Vulkan bereitete den Rettungsarbeiten ein j\u00e4hes Ende. Auch wenn man in Akrotiri noch keine \u00dcberreste von Menschen gefunden hat, so hat die Bev\u00f6lkerung der Stadt vermutlich doch keine andere Insel erreicht, jedenfalls kann man nirgendwo in der N\u00e4he eine entsprechende Einwanderung einer gr\u00f6\u00dferen Bev\u00f6lkerung erkennen &#8211; die Menschen sind vielleicht auf der Flucht noch umgekommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1220178-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>Diese Treppe ist bei dem Erdbeben, das den Vulkanausbruch ank\u00fcndigte, zerst\u00f6rt worden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1220170-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>An manchen Stellen sind gr\u00f6\u00dfere Mengen an t\u00f6nernen Vorratsgef\u00e4\u00dfen gefunden worden.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie in Akrotiri gefundenen <strong>Lebensmittel und Werkzeuge<\/strong> vermitteln uns einen Eindruck vom t\u00e4glichen Leben der Einwohner. In jedem Haus gab es beispielsweise Webst\u00fchle, wie man an den zahlreichen Webgewichten erkennt, au\u00dferdem fand man Metallwerkst\u00e4tten, ein Lagerhaus oder Gesch\u00e4ft mit zahlreichen Tongef\u00e4\u00dfen, eine Weinpresse und mehrere kleine Handm\u00fchlen f\u00fcr Getreide. Gegessen wurden Weizen und Gerste, Bohnen, Linsen und Erbsen, Zwiebeln, Meeresfr\u00fcchte und Fische, Fleisch von Schafen, Ziegen, seltener auch von Schweinen und Rindern; ferner Mandeln, Feigen, Weintrauben und Pistazien. Honig wurde gesammelt, Wein wurde produziert, \u00d6l wurde aus Oliven und Sesam hergestellt. Die Wasserversorgung der gro\u00dfen Stadt wurde vermutlich durch vom Profitis Elias, dem h\u00f6chsten Berg der Insel, hergeleitetes Quellwasser gew\u00e4hrleistet; man hat neuerdings Teile einer t\u00f6nernen Rohrleitung entdeckt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1220177-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>In diesem Raum standen zahlreiche gro\u00dfe Gef\u00e4\u00dfe <em>(p\u00edthoi)<\/em>, vermutlich handelt es sich um ein Lagerhaus.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1310235-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>Die gro\u00dfen, oben offenen Gef\u00e4\u00dfe mit Schilf-\u00e4hnlichen Verzierungen dienten vermutlich als Trinkwasserbeh\u00e4lter in den H\u00e4usern.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1220171-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>Mit derartigen kleinen Hand-Mahlsteinen wurde das Getreide gemahlen.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie weitaus bedeutendsten Funde von Akrotiri sind jedoch die <strong>Wandmalereien<\/strong>, die in allen H\u00e4usern gefunden wurden (meist nicht mehr an der Wand, sondern zu Boden gefallen). Diese Bilder geben uns einen ungew\u00f6hnlichen Einblick in die Lebensweise und den Geschmack der Bewohner von Akrotiri, beispielsweise in ihre Bekleidung, Frisuren und Schmuck; auch verhelfen uns die Malereien zu einem Eindruck von den f\u00fcr sie wichtigen Themen. Die Malereien sind sorgf\u00e4ltig und aufw\u00e4ndig in einem eigenen, charakteristischen Stil ausgef\u00fchrt. Die Motive weisen teilweise auf eine Verbindung zum Nahen Osten oder nach \u00c4gypten hin: So tauchen eine Reihe von Tierarten wie wilde Katzen, Gazellen und Affen auf, die in Griechenland nicht heimisch waren. Ein interessanter Hinweis ist auch die Tatsache, dass in Pal\u00e4stina und in Syrien Malereien mit \u00e4hnlichen Motiven bzw. Verzierungen gefunden worden sind. Die Malereien von Akrotiri entwerfen das Bild einer reichen, luxuri\u00f6sen Gesellschaft. Die Menschen trugen aufw\u00e4ndigen Schmuck und sorgf\u00e4ltig verzierte Kleidung und liebten Luxusprodukte wie Safran und Purpur (in der Ausgrabungsst\u00e4tte wurden unz\u00e4hlige Geh\u00e4use von Purpurschnecken gefunden). Sie hatten eine enge Beziehung zum Meer, wie die Darstellungen von Schiffen und Fischern zeigen.<\/p>\n<p><big>A<\/big>uch \u00fcber die <strong>Religion<\/strong> der Bewohner von Akrotiri stehen uns eine Reihe von Informationen zur Verf\u00fcgung. In manchen Wandmalereien scheinen Zeremonien abgebildet zu sein, die beispielsweise mit dem Safran oder auch mit Tieren zusammenh\u00e4ngen. Bislang wurden in Akrotiri keine Tempel oder \u00e4hnlichen Geb\u00e4ude gefunden (solche k\u00f6nnen nat\u00fcrlich beispielsweise an einem bislang unentdeckten zentralen Platz der Stadt, oder an deren Rand gelegen haben). Eine religi\u00f6se Funktion vermutet man f\u00fcr eine gro\u00dfe Sammlung von Ziegenh\u00f6rnern gemeinsam mit einigen Rinderh\u00f6rnern und einem Hirschgeweih in einer Grube, bei denen in einem kostbaren Holzkasten ein kleines goldenes Idol einer Ziege lag. Unter dem gr\u00f6\u00dften Platz, der bislang ausgegraben wurde, fand man fr\u00fchkykladische Kammergr\u00e4ber, die in die \u00e4lteren Ascheschichten eingearbeitet waren. Hier lagen weitere Ziegenh\u00f6rner sowie kleine t\u00f6nerne Rinderidole, die auf eine besondere Bedeutung auch dieser Tiere in den religi\u00f6sen Vorstellungen der Bewohner von Akrotiri hinweisen (man denke an die Bedeutung des Stiers in Kreta). Unter einem kleinen Steinh\u00fcgel fanden sich zahlreiche Kykladenidole (vom Ende des 3. Jahrtausend v. Chr., also gut 500 Jahre \u00e4lter als die Siedlung) sowie eine Steinschale mit kleinen, vom Meer rundgeschliffenen Kieselsteinen (derartige Kiesel tauchen auch anderswo oft bei Friedh\u00f6fen auf &#8211; ihnen wurde offenbar eine reinigende rituelle Funktion zugeschrieben); diese Funde lassen auf eine Verehrung der Vorfahren schlie\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1220191-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>Die H\u00e4user von Akrotiri waren oft mit sch\u00f6nen Darstellungen von Landschaften, Tieren oder Blumen ausgeschm\u00fcckt, hier vermutlich stilisierte D\u00fcnen-Trichternarzissen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1220197-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>Die Darstellungen von Tieren, die in Griechenland nicht vorkommen, sondern in Nordafrika oder dem nahen Orient, bezeugen die engen Beziehungen zu diesen Gebieten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1220216-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>die Safran-Pfl\u00fcckerinnen<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1310259-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>Abbildung eines Fischerjungen; bei den Fischen handelt es sich wohl um Gemeine Goldmakrelen, ein sehr beliebter Speisefisch aus tropischen und subtropischen Meeren.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1310271-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>In mehreren H\u00e4usern wurden kleine Friese mit Landschaftsdarstellungen gefunden, hier eine Flusslandschaft mit Greif (die Farben sind leider ziemlich verf\u00e4lscht). <\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1310274-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>naturnahe Darstellung einer Stockente<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1310303-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>Frau mit aufw\u00e4ndigem Schmuck (vermutlich Priesterin; nimmt evt. als Personifizierung einer G\u00f6ttin an einem Ritual teil). Man beachte die Halskette aus aneinandergereihten Enten und darunter die Kette oder Borte aus Libellen-artigen Tieren.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>a die kleine und trockene Insel Santorin auch in der damaligen Zeit keine sehr reiche Landwirtschaft besessen haben kann, muss die Bedeutung der Siedlung von Akrotiri vor allem im <strong>Handel<\/strong> gelegen haben, der ihren Reichtum bedingte. Sicher war Santorin eine entscheidende Station im Handel zwischen Kreta und den Kykladen bzw. dem griechischen Festland, da sie die einzige gr\u00f6\u00dfere Insel ist, die von Kreta aus in einer Tagesreise zu erreichen war. Au\u00dferdem spielte sie sicher eine wichtige Rolle im Handel zwischen Griechenland und Zypern, wo w\u00e4hrend der Bronzezeit bedeutende Kupfervorkommen entdeckt und ausgebeutet wurden. In der Ausgrabung von Akrotiri liegen unter der sp\u00e4tbronzezeitlichen Stadt \u00dcberreste jungsteinzeitlicher und fr\u00fchbronzezeitlicher Siedlungen, deren Keramikstil eng mit dem von Naxos und anderen Kykladen verwandt ist. Ab etwa 2.000 v. Chr. entwickelt sich die Siedlung von Akrotiri zur Stadt: die H\u00e4user werden mehrst\u00f6ckig, die Kanalisation wurde angelegt usw. In dieser Zeit entsteht in Akrotiri ein eigener Keramikstil, der sich nach und nach vom kykladischen Stil abwendet und einen gr\u00f6\u00dferen minoischen Einfluss zeigt, aber trotzdem seinen eigenen Charakter beibeh\u00e4lt. Die weit \u00fcberwiegende Anzahl der Gef\u00e4\u00dfe stammen von Santorin selbst; trotz des klaren minoischen Einflusses im Stil hat man nur wenige direkt von dort importierte St\u00fccke gefunden. Von Interesse ist au\u00dferdem, dass man auf Santorin im Gegensatz zu vielen anderen kykladischen Siedlungen derselben Zeit bislang keine Befestigungsanlagen gefunden hat &#8211; es scheint, dass die Stadt in Frieden mit ihren Nachbarn, insbesondere dem m\u00e4chtigen Kreta gelebt hat. Es sieht so aus, als w\u00e4re Akrotiri vor allem ein \u00fcberregional bedeutender Handelsplatz gewesen. Darauf lassen auch die Abbildungen von seet\u00fcchtigen Booten in den Wandmalereien schlie\u00dfen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1310253-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>hier eine Rekonstruktion eines Bootes nach den Wandmalereien (Santozeum, Fira)<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1220180-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>Am Tag unseres Besuches in Akrotiri w\u00e4re das Wetter f\u00fcr eine Fahrt in einem minoischen Boot allerdings nicht geeignet, ja es ist so st\u00fcrmisch, dass auch die modernen F\u00e4hrschiffe nicht fahren k\u00f6nnen!<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1220185-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><big>W<\/big>er die Insel Santorin besucht, sollte sich eine Besichtigung der  Ausgrabungsst\u00e4tte von Akrotiri nicht entgehen lassen. Zahlreiche Fundst\u00fccke und einige der Wandmalereien aus Akrotiri kann man im Pr\u00e4historischen Museum in Fira besichtigen; Repliken der Wandmalereien sind im Santozeum (in der N\u00e4he der Station der Seilbahn) ausgestellt.<\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/santorin-antikes-thera\/\">Das Antike Thera<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/santorin\/\">Santorin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/santorin-vulkan\/\">Der Vulkan von Santorin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/santorin-geologie\/\">Geologischer Spaziergang auf Santorin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-minoische-epoche\/\">Die Minoische Epoche<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>zum Weiterlesen: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Akrotiri_(Santorin)\">Akrotiri bei Wikipedia<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Akrotiri hei\u00dft eine kleine Ortschaft im S\u00fcdwesten von Santorin. 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