{"id":7969,"date":"2013-09-22T23:48:32","date_gmt":"2013-09-22T20:48:32","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=7969"},"modified":"2026-03-20T19:53:02","modified_gmt":"2026-03-20T17:53:02","slug":"eleonorenfalken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/el\/eleonorenfalken\/","title":{"rendered":"Eleonorenfalken"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>er Eleonorenfalke ist eine der interessantesten und auff\u00e4lligsten Vogelarten der \u00c4g\u00e4is. 90 % seines Brutbestandes (\u00fcber 10.000 Brutpaare) lebt in der \u00c4g\u00e4is; au\u00dferdem kommt er verstreut in anderen Regionen des Mittelmeeres und auf den Kanaren vor. Der Eleonorenfalke br\u00fctet in Kolonien von meist einigen Dutzend bis Hundert Paaren, vor allem auf kleinen, unbewohnten Felseninseln. Er ist ein Zugvogel und \u00fcberwintert fast ausschlie\u00dflich in Madagaskar.<\/p>\n<p><big>D<\/big>er Eleonorenfalke ist eine mittelgro\u00dfe, schlanke Falkenart. Er ist ein geschickter Flieger, der fast ausschlie\u00dflich fliegende Tiere erbeutet &#8211; \u00fcber den gr\u00f6\u00dften Teil des Jahres f\u00e4ngt er vor allem gro\u00dfe Insekten, aber w\u00e4hrend der Brutzeit fast ausschlie\u00dflich V\u00f6gel. An diese Art der Ern\u00e4hrung hat sich der Eleonorenfalke auch in Bezug auf seine Brutzeit angepasst: Im Gegensatz zu allen anderen Vogelarten Europas br\u00fctet er nicht im Fr\u00fchjahr, sondern erst im fr\u00fchen Herbst zur Zeit des herbstlichen Vogelzuges.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320021-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>Eleonorenfalken br\u00fcten fast ausschlie\u00dflich auf unbewohnten, nur mit dem Boot zu erreichenden Felseninseln.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320022-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Makares\" \/><br \/>\n<small>Hier unser heutigel Ziel: die der Ostk\u00fcste von Naxos vorgelagerten Inseln Strongyle (rechts) und Makares (links), wo wir gemeinsam mit Mitgliedern der Griechischen Ornithologischen Gesellschaft die Falken z\u00e4hlen und untersuchen wollen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320025-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Strongyle\" \/><br \/>\n<small>Auf Strongyle gibt es keinen g\u00fcnstigen Platz zum Anlegen; wir springen an diesem Felsen von Bord.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320027-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Strongyle\" \/><br \/>\n<small>Die ganze Insel ist nur sp\u00e4rlich bewachsen und recht steil und felsig.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320029-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Eleonorenfalken\" \/><br \/>\n<small>Die schwarzen Fleckchen in der Luft sind einige Eleonorenfalken, die wir aufgescheucht haben bzw. die \u00fcber der Insel jagen. Es ist auch ein recht bemerkenswerter Greifvogelzug in Gang, vor allem mit vielen Rohrweihen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320066-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Eleonorenfalke Nest\" \/><br \/>\n<small>Die Eleonorenfalken legen ihre Eier etwa Anfang August in einer einfachen, schattig unter einem Felsblock gelegenen Nestmulde ab.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320064-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Eleonorenfalke Nest\" \/><br \/>\n<small>Mitte September m\u00fcssten eigentlich alle Jungv\u00f6gel geschl\u00fcpft sein; diese Eier sind wohl verlassen worden haben sich oder aus anderen Gr\u00fcnden nicht entwickelt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320059-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Eleonorenfalke Nest\" \/><br \/>\n<small>ein weiterer typischer Nistplatz<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320063-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Eleonorenfalke Jungvogel\" \/><br \/>\n<small>Darin sitzt ein noch ziemlich kleiner Jungvogel: In diesem Alter sind die Jungen mit wei\u00dfen, flauschigen Daunen bedeckt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320036-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Eleonorenfalke Rupfungen\" \/><br \/>\n<small>Vor dem Nest befinden sich in gro\u00dfer Zahl die Federn der Opfer. Eleonorenfalken ern\u00e4hren sich in der \u00c4g\u00e4is w\u00e4hrend der Brutzeit vor allem von den Arten Fitis, Neunt\u00f6ter, Grauschn\u00e4pper und Braunkehlchen; au\u00dferdem treten in den Rupfungen aber auch zahlreiche andere Arten auf wie Schwalben, Limikolen und sogar Wiedehopfe.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320031-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Eleonorenfalke Jungvogel\" \/><br \/>\n<small>In den meisten F\u00e4llen haben die Eleonorenfalken zwei Junge. Hier zwei ein wenig \u00e4ltere Junge, bei denen schon die &#8220;richtigen&#8221; Federn durch die Daunen hindurchschauen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320033-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Eleonorenfalke Jungvogel\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320047-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Eleonorenfalke Jungvogel\" \/><br \/>\n<small>ein noch \u00e4lteres Tier&#8230;<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320046-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Eleonorenfalke Jungvogel\" \/><br \/>\n<small>Die Wachshaut um die Augen ist bei Jungv\u00f6geln und Weibchen blaugrau, bei erwachsenen M\u00e4nnchen dagegen leuchtend gelb gef\u00e4rbt: das sicherste Unterscheidungsmerkmal der Geschlechter.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320042-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Eleonorenfalke Jungvogel\" \/><br \/>\n<small>Einige Junge sind schon fast fl\u00fcgge und entfernen sich aus dem Nest.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320051-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Eleonorenfalke Jungvogel\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320071-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Eleonorenfalke dunkle Morphe\" \/><br \/>\n<small>Der Eleonorenfalke tritt in einer hellen Morphe mit r\u00f6tlich gestreifter Unterseite und einer fast schwarzen dunklen Morphe (30 % der Tiere) auf.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320079-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Eleonorenfalke helle Morphe\" \/><br \/>\n<small>Zur Jagd steigen die Falken oft hoch in die Luft hinauf. Wenn sie eine geeignete Beute erblicken, sto\u00dfen sie auf sie hinab; oft fliegen mehrere Falken nacheinander Angriffe auf dasselbe Tier und versuchen sich dieses gegenseitig auch noch abzujagen, wenn einer erfolgreich war. Die Eleonorenfalken jagen insbesondere fr\u00fch morgens oder abends, aber auch tags\u00fcber oder teilweise im (fast) Dunkeln. Sie sind sehr geschickte J\u00e4ger, aber trotzdem sind l\u00e4ngst nicht alle Angriffe erfolgreich. Die ziehenden Kleinv\u00f6gel fliegen h\u00e4ufig direkt \u00fcber der Meeresoberfl\u00e4che, um den Attacken der Eleonorenfalken m\u00f6glichst zu entgehen. Wenn es ein Vogel bis zur rettenden Insel geschafft hat, versteckt er sich im Geb\u00fcsch oder unter den Felsen und ist dort dem Menschen gegen\u00fcber oft wenig scheu.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320082-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Makares\" \/><br \/>\n<small>der Blick hin\u00fcber zur Hauptinsel der Inselgruppe<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320085-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Makares\" \/><br \/>\n<small>Hier steigen wir wieder ins Boot &#8211; auch hier ist die K\u00fcste unwegsam und steil.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320087-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><br \/>\n<small>Auf der \u00dcberfahrt zur anderen Insel sehen wir sehr nah eine sehr gro\u00dfe Mittelmeer-M\u00f6nchsrobbe &#8211; das ist wirklich eine seltene Art, von der weltweit vermutlich nur noch 350 bis 450 Individuen existieren.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320128-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Eleonorenfalke\" \/><br \/>\n<small>Und zum Abschluss noch ein erwachsener Eleonorenfalke beim Sonnenuntergang&#8230;<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320132-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Eleonorenfalke\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1320144-1_450.jpg\" alt=\"Makares\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/voegel-von-naxos\/\">Die V\u00f6gel von Naxos<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-tiere\/\">Die Tiere von Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/makares\/\">Makares &#8211; Felseninseln wie aus dem Paradies<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/bei-den-sturmtauchern-auf-den-makares-inseln\/\">Bei den Sturmtauchern auf den Makares-Inseln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/sturmwellenlaeufer-auf-den-makares-inseln\/\">Sturmwellenl\u00e4ufer auf den Makares-Inseln<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>zum Weiterlesen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eleonorenfalke\">Der Eleonorenfalke bei Wikipedia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.ornithologiki.gr\/index.php?loc=en\">Griechische Ornithologische Gesellschaft, auf englisch<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Eleonorenfalke ist eine der interessantesten und auff\u00e4lligsten Vogelarten der \u00c4g\u00e4is. 90 % seines Brutbestandes (\u00fcber 10.000 Brutpaare) lebt in der \u00c4g\u00e4is; au\u00dferdem kommt er verstreut in anderen Regionen des Mittelmeeres und auf den Kanaren vor. 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