{"id":73644,"date":"2025-01-01T19:27:45","date_gmt":"2025-01-01T17:27:45","guid":{"rendered":"https:\/\/azalas.de\/de\/?p=73644"},"modified":"2025-01-01T19:27:45","modified_gmt":"2025-01-01T17:27:45","slug":"18-april","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/el\/18-april\/","title":{"rendered":"18. April"},"content":{"rendered":"<h1>18. April<\/h1>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sponges\/cliona_celata-1.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>Es gibt viele Arten an Schw\u00e4mmen, die endolithisch im Gestein leben; bei uns ist die h\u00e4ufigste Art der Gelbe Bohrschwamm. Der Schwamm lebt in Kammern, die er ins Gestein \u00e4tzt; von au\u00dfen sieht man die zahlreichen als gelbe Punkte erscheinenden Papillen mit den Ausstr\u00f6m\u00f6ffnungen \u00fcber die der Schwamm das Wasser, das er filtriert, wieder ausscheidet. Der Bohrschwamm ist \u00fcberaus effektiv darin, das Gestein &#8220;abzubauen&#8221;. Er bewerkstelligt das auf erstaunliche Weise durch spezielle bewegliche \u00c4tzzellen. Die \u00c4tzzelle treibt von ihren R\u00e4ndern aus winzige Filopodien von 0,5 \u00b5m Durchmesser in das Gestein, wobei sie S\u00e4ure und Enzyme einsetzt um den Kalk aufzul\u00f6sen. Diese Filopodien wenden sich unter der \u00c4tzzelle nach innen. Auf diese Weise wird ein Steinst\u00fcckchen (&#8220;Chip&#8221;) von etwa 50 \u00b5m Kantenl\u00e4nge umschlossen, das dann als Ganzes abgesprengt wird. Der Chip wird von der \u00c4tzzelle aufgenommen und Zelle und Chip werden \u00fcber das Ausstr\u00f6mwasser abgef\u00fchrt. Auf diese Weise braucht nur etwa 2% des Gesteins chemisch aufgel\u00f6st zu werden; der Rest wird physikalisch abgesprengt. So erstellt der Schwamm schnell und effektiv kleine, untereinander durch Poren verbundene Kammern im Gestein, in denen der Schwammk\u00f6rper lebt. Auf dem Bild unten links sieht man einen Gelben Bohrschwamm, der nicht ganz endolithisch lebt. Unten rechts sieht man einen Stein, in dem ein Bohrschwamm lebte; die Oberfl\u00e4che des Steins ist wegerodiert und die offenen Kammern mit kleinen, sie verbindenden Poren sind sichtbar.<\/div>\n<ul>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sponges\/cliona_celata-3.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/DSCN8212-1_450.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<p><a href=\"\/schwaemme\/\">Zu den Schw\u00e4mmen<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><!--more--><br \/>\n<!-- {\"type\":\"layout\",\"children\":[{\"type\":\"section\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"style\":\"default\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"vertical_align\":\"middle\",\"width\":\"default\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"18. 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