{"id":70582,"date":"2024-09-24T11:38:32","date_gmt":"2024-09-24T08:38:32","guid":{"rendered":"https:\/\/azalas.de\/de\/?p=70582"},"modified":"2026-03-31T19:21:20","modified_gmt":"2026-03-31T16:21:20","slug":"kreiselschnecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/el\/kreiselschnecken\/","title":{"rendered":"Schnecken 3: Kreiselschnecken"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie Kreiselschnecken geh\u00f6ren in die gro\u00dfe \u00dcberfamilie der <em>Trochoidea<\/em>; die bei uns vorkommenden Arten werden in die Familien der <em>Trochidae<\/em> (Kreiselschnecken), der <em>Calliostomatidae<\/em>, der <em>Turbinidae<\/em>, der <em>Phasianellidae<\/em> und der <em>Colloniidae<\/em> eingeordnet (teilweise werden diese auch nur als Unterfamilien oder aber als \u00dcberfamilien betrachtet); wie <a href=\"http:\/\/azalas.de\/meerohren-und-lochschnecken\/\">die Meerohren und die Lochschnecken<\/a> geh\u00f6ren sie zu der \u00dcberordnung <em>Vetigastropoda<\/em>. Au\u00dferdem beschreibe ich auf dieser Seite auch die Nixenschnecke, die einzige bei uns vorkommende Art der \u00dcberordnung <em>Neritimorpha<\/em>.<\/p>\n<p>In der <a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-meeresschnecken\/\"><strong>Foto-\u00dcbersicht der Meeresschnecken<\/strong><\/a> findet man einen \u00dcberblick \u00fcber alle bislang von mir fotografierten Arten. <\/p>\n<p><small><strong>Eine Anmerkung zur Bestimmung:<\/strong> Einige Arten der Meeresschnecken sind leicht und sicher zu erkennen. In vielen F\u00e4llen gibt es jedoch mehrere verwandte Arten, die schwer zu unterscheiden sind. Ein weiteres Problem bei der Bestimmung ist, dass in den Bestimmungsb\u00fcchern nicht alle Arten enthalten sind; aber auch im Internet kann man zu vielen Arten kaum Informationen finden. Entsprechend sind manche der Bestimmungen leider ziemlich unsicher, und einige Arten m\u00fcssen g\u00e4nzlich unbestimmt bleiben.<\/small><\/p>\n<p><small><strong>Und ein Wort zu den Namen:<\/strong> Wie bei so machen Meerestieren herrscht bei den Schnecken eine gro\u00dfe Verwirrung mit den Namen: F\u00fcr fast alle Arten gibt es eine gro\u00dfe Anzahl von heute nicht mehr g\u00fcltigen Synonymen, die in \u00e4lteren B\u00fcchern aber durchaus noch benutzt werden. Ich verwende hier die Namen entsprechend dem <a href=\"http:\/\/www.marinespecies.org\/\">World Register of Marine Species<\/a> (Stand 2020), wo man auch die entsprechenden Synonyme finden kann.<\/small><\/p>\n<p>Hier kann man direkt <strong>zu den Gattungen springen<\/strong> (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern): <a href=\"#A\">Kreiselschnecken, <em>Gibbula<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\">Kreiselschnecken, <em>Steromphala<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#C\">Clanculus<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#D\">Jujubinus<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#E\">W\u00fcrfelturban, <em>Phorcus<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#F\">Calliostoma<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#G\">Runzelstern, <em>Bolma<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#H\">Fasanenschnecke, <em>Tricolia<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#I\">Homalopoma<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#J\">Nixenschnecke, <em>Smaragdia<\/em><\/a><\/p>\n<h2>A: Unterklasse <em>Vetigastropoda<\/em><\/h2>\n<h3><a name=\"A\">1. <em>Trochidae<\/em>, Kreiselschnecken<\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Kreiselschnecken sind kleine Schnecken mit kegelf\u00f6rmigem Geh\u00e4use mit rundlicher M\u00fcndung, oft eingesenktem Nabel und h\u00f6chstens schwach angedeuteter Siphonalrinne. Sie leben meist in der Gezeitenzone oder in Seegraswiesen und ern\u00e4hren sich von Detritus und vom Algenbewuchs, den sie mit der Raspelzunge abschaben. Es gibt eine ganze Reihe von Arten, die teilweise schwer auseinander zu halten sind. Sie unterscheiden sich in der genauen Form und F\u00e4rbung der Schale, in deren Skulpturierung durch Spiralleisten und Knoten sowie in der Gestaltung des Nabels.<\/p>\n<h6><em>Gibbula ardens<\/em>, Salis Marschlins<\/h6>\n<p>h\u00e4ufig<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/gibbula_ardens-2.jpg\" alt=\"Gibbula ardens\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Gibbula ardens<\/em> hat einen besonders tiefen Nabel. Das Geh\u00e4use ist olivbraun oder r\u00f6tlich gef\u00e4rbt und tr\u00e4gt eine intensive Zeichnung mit Flammenb\u00e4ndern und hellen Flecken an den oberen R\u00e4ndern der Umg\u00e4nge. Von der Seite sieht die M\u00fcndung rundlich aus. H\u00f6he: 10 mm<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/gibbula_ardens-1.jpg\" alt=\"Gibbula ardens\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Gibbula ardens<\/em> ist wohl die h\u00fcbscheste Kreiselschnecke bei uns. Gelegentlich findet man Exemplare mit einer rosa Spitze oder mit einem wei\u00dfen Spiralband.<\/small><\/p>\n<h6><em>Gibbula turbinoides ?<\/em>, Deshayes<\/h6>\n<p>sehr selten<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/gibbula_turbinoides-1.jpg\" alt=\"Gibbula turbinoides ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei dieser kleinen, sehr dunklen Schnecke mit kr\u00e4ftiger Zeichnung handelt es sich vielleicht um <em>Gibbula turbinoides.<\/em> H\u00f6he: 8 mm<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"B\"><em>Steromphala adansonii ?<\/em>, Payraudeau<\/a><\/h6>\n<p>h\u00e4ufig insbesondere an den Sandstr\u00e4nden in S\u00fcdwestnaxos<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/steromphala_adansonii-1.jpg\" alt=\"Steromphala adansonii ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Steromphala adansoni<\/em> ist br\u00e4unlich gef\u00e4rbt mit feinen Flammenb\u00e4ndern; sie besitzt einen engen, kleinen Nabel, der oft eine charakteristische gr\u00fcne F\u00e4rbung zeigt. Das Geh\u00e4use ist etwas h\u00f6her als bei den anderen Arten. H\u00f6he: 9 mm<\/small><\/p>\n<h6><em>Steromphala divaricata<\/em>, L.<\/h6>\n<p>sehr selten<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/steromphala_divaricata-1.jpg\" alt=\"Steromphala divaricata\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Steromphala divaricata<\/em> besitzt deutlich voneinander abgesetzte Umg\u00e4nge; das Geh\u00e4use ist recht hoch. Der Nabel ist geschlossen; die Schale besitzt eine graue bis gr\u00fcnliche Farbe mit einer roten Punktierung, die etwa in Radialstreifen verl\u00e4uft. H\u00f6he: 11 mm<\/small><\/p>\n<h6><em>Steromphala rarilineata<\/em>, Michaud<\/h6>\n<p>eher selten, aber h\u00e4ufiger als die vorige Art<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/steromphala_rarilineata-1.jpg\" alt=\"Steromphala rarilineata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Nabel von <em>Steromphala rarilineata<\/em> ist sehr klein oder ganz geschlossen; die Schale ist \u00e4hnlich gef\u00e4rbt wie bei der vorigen Art. Das Geh\u00e4use ist eher niedrig und besitzt eine oft leicht konkave Unterseite; die Umg\u00e4nge sind nicht deutlich voneinander abgesetzt. H\u00f6he: 12 mm<\/small><\/p>\n<h6>Weitgenabelte Buckelschnecke, <em>Steromphala umbilicaris<\/em>, L.<\/h6>\n<p>selten<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/steromphala_umbilicaris-1.jpg\" alt=\"Weitgenabelte Buckelschnecke, Steromphala umbilicaris\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Steromphala umbilicaris<\/em> ist meist grau oder braun gef\u00e4rbt, besonders flach und hat einen sehr weiten Nabel. Gr\u00f6\u00dfe: 11 mm<\/small><\/p>\n<h6><em>Steromphala varia<\/em>, L.<\/h6>\n<p>recht h\u00e4ufig<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/steromphala_varia-1.jpg\" alt=\"Steromphala varia\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em> Steromphala varia<\/em> kann sehr unterschiedlich gef\u00e4rbt sein: grau, braun oder r\u00f6tlich. Die Zeichnung ist eher schwach. Der Nabel ist tief, aber kleiner als bei <em>G. ardens<\/em>; die wei\u00dfe &#8220;Windung&#8221; des Nabels ist gr\u00f6\u00dfer. Das Geh\u00e4use tr\u00e4gt meist schwache, feine Spiralrillen. Charakteristisch ist das eher niedrige Profil mit einem schwachen &#8220;Knie&#8221; auf dem letzten Umgang und die von der Seite gesehen flache, nicht runde M\u00fcndung. Von innen gl\u00e4nzt das Geh\u00e4use perlmutterig. Gr\u00f6\u00dfe: 11 mm<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"C\"><em>Clanculus corallinus<\/em>, Gmelin<\/a><\/h6>\n<p>h\u00e4ufig<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/clanculus_corallinus-1.jpg\" alt=\"Clanculus corallinus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei den <em>Clanculus-<\/em>Arten ist das Geh\u00e4use oft fein gek\u00f6rnt. Es besitzt einen tiefen Nabel. <em>Clanculus corallinus<\/em> ist an der gez\u00e4hnten M\u00fcndung und den zwei gro\u00dfen Z\u00e4hnen an der Spindelbasis zu erkennen. Das Geh\u00e4use ist korallenrot oder braun, oft mit helleren Flecken. H\u00f6he: 10 mm<\/small><\/p>\n<h6><em>Clanculus cruciatus<\/em>, L.<\/h6>\n<p>h\u00e4ufig<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/clanculus_cruciatus-1.jpg\" alt=\"Clanculus cruciatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Art ist <em>C. corallinus<\/em> sehr \u00e4hnlich, besitzt jedoch wesentlich kleinere Z\u00e4hne an der Spindelbasis. Die Geh\u00e4use sind variabel gef\u00e4rbt und gemustert; rote Exemplare sind deutlich seltener als braune. H\u00f6he: 9 mm<\/small><\/p>\n<h6><em>Clanculus jussieui<\/em>, Payraudeau<\/h6>\n<p>eher selten, vor allem an den Sandstr\u00e4nden im S\u00fcdwesten<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/clanculus_jussieui-1.jpg\" alt=\"Clanculus jussieui\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Clanculus jussieui<\/em> \u00e4hnelt <em>Cl. cruciatus<\/em> in der F\u00e4rbung und der Form des Nabels, besitzt aber eine glatte, gl\u00e4nzende, nicht k\u00f6rnige Oberfl\u00e4che. H\u00f6he: 7 mm<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"D\"><em>Jujubinus exasperatus<\/em>, Pennant<\/a><\/h6>\n<p>eher selten<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/jujubinus_exasperatus-1.jpg\" alt=\"Jujubinus exasperatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die <em>Jujubinus-<\/em>Arten besitzen besonders hohe Geh\u00e4use. Diese Art ist intensiv schwarz-wei\u00df gezeichnet. H\u00f6he: 11 mm<\/small><\/p>\n<h6><em>Jujubinus curinii ?<\/em>, Bogi &#038; Campani<\/h6>\n<p>sehr selten<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/jujubinus_curinii-1.jpg\" alt=\"Jujubinus curinii ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Sehr selten kann man auch diese Art finden, m\u00f6glicherweise <em>Jujubinus curinii<\/em>, mit br\u00e4unlicher F\u00e4rbung und gerundeter, nicht flacher Unterseite. H\u00f6he: 9 mm<\/small><\/p>\n<h6><em>Jujubinus karpathoensis ?<\/em>, F. Nordsiek<\/h6>\n<p>sehr selten<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/jujubinus_karpathoensis-1.jpg\" alt=\"Jujubinus karpathoensis ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Eine weitere sehr kleine Art mit roter Schale, m\u00f6glicherweise <em>Jujubinus karpathoensis<\/em>. H\u00f6he: 6 mm<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"E\">W\u00fcrfelturban, <em>Phorcus turbinatus<\/em>, Born<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>er W\u00fcrfelturban sitzt oft in gro\u00dfer Zahl in Felsspalten an der K\u00fcste; nachts kommen die Schnecken auf der Nahrungssuche aus ihren Verstecken hervor. Sie ern\u00e4hren sich vegetarisch und schaben vor allem den d\u00fcnnen Algenbelag auf den Felsen in der Spritzwasserzone mit ihrer Raspelzunge ab.<\/p>\n<p>sehr h\u00e4ufig, essbar<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/phorcus_turbinatus-2.jpg\" alt=\"W\u00fcrfelturban, Phorcus turbinatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die sehr h\u00e4ufige Art <em>Phorcus turbinatus (= Monodonta turbinata, Osilinus turbinatus)<\/em> besitzt ein kr\u00e4ftiges, dickschaliges, gedrungenes Geh\u00e4use mit geschlossenem Nabel und schwarz-wei\u00dfer Zeichnung. Das Exemplar unten links geh\u00f6rt vermutlich der Art <em>Ph. articulata<\/em> an. H\u00f6he: 26 mm<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/phorcus_turbinatus-3.jpg\" alt=\"W\u00fcrfelturban, Phorcus turbinatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>J\u00fcngere Exemplare besitzen deutliche Spiralrillen und sind br\u00e4unlich gef\u00e4rbt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/phorcus_turbinatus-1.jpg\" alt=\"W\u00fcrfelturban, Phorcus turbinatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf der Unterseite sieht man die kontrastreiche schwarz-wei\u00dfe Musterung und den hornigen Deckel.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/phorcus_turbinatus-4.jpg\" alt=\"W\u00fcrfelturban, Phorcus turbinatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auch derartige Exemplare geh\u00f6ren vermutlich zur selben Art; das Geh\u00e4use ist hier h\u00f6her und schw\u00e4cher gerillt.<\/small><\/p>\n<h6><em>Phorcus articulatus<\/em>, Lamarck<\/h6>\n<p>m\u00e4\u00dfig h\u00e4ufig, essbar<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/phorcus_articulatus-2.jpg\" alt=\"Phorcus articulatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Phorcus articulatus<\/em> ist der vorigen Art sehr \u00e4hnlich. Die Schnecke besitzt ein hohes Geh\u00e4use mit leicht abgesetzten Umg\u00e4ngen. Die oberen Umg\u00e4nge sind nicht geriffelt wie bei <em>Ph. turbinatus<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/phorcus_articulatus-3.jpg\" alt=\"Phorcus articulatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man die typische F\u00e4rbung mit feinem Muster und den charakteristischen Spiralb\u00e4ndern.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/phorcus_articulatus-4.jpg\" alt=\"Phorcus articulatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die wei\u00dfe Unterseite besitzt eine feinere Musterung als bei <em>Ph. turbinatus<\/em>. Der Deckel ist hell mit d\u00fcnnen Spiralrillen.<\/small><\/p>\n<h6><em>Phorcus richardi ?<\/em>, Payraudeau<\/h6>\n<p>stellenweise recht h\u00e4ufig<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/phorcus_richardi-2.jpg\" alt=\"Phorcus richardi ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei dieser Art mit dem robusten, rundlichen, innen perlmuttern gl\u00e4nzenden Geh\u00e4use mit deutlichem Nabel handelt es sich vermutlich um <em>Phorcus richardi<\/em>. Die F\u00e4rbung ist r\u00f6tlich oder grau, oft mit roten Fleckchen. Gr\u00f6\u00dfe: 14 mm<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/phorcus_richardi-3.jpg\" alt=\"Phorcus richardi ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier <em>Phorcus richardi<\/em> in seinem nat\u00fcrlichen Habitat. Man sieht die feine Musterung mit den kleinen r\u00f6tlichen Flecken.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/phorcus_richardi-1.jpg\" alt=\"Phorcus richardi ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der tiefe Nabel liegt in einem wei\u00dfen Feld; der hornige Deckel besitzt eine feine wei\u00dfe Spirallinie.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"F\">2. <em>Calliostomatidae<\/em><\/a><\/h3>\n<h6><em>Calliostoma laugieri<\/em>, Payraudeau<\/h6>\n<p>eher selten<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/calliostoma_laugieri-1.jpg\" alt=\"Calliostoma laugieri\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Schnecken der Gattung <em>Calliostoma<\/em> besitzen besonders sch\u00f6n kegelf\u00f6rmige Geh\u00e4use. <em>Calliostoma laugieri<\/em> ist gelblich oder olivgr\u00fcn mit sch\u00f6ner blauer Innenseite. H\u00f6he: 10 mm<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"G\">3. <em>Turbinidae<\/em>, Turbanschnecken<\/a><\/h3>\n<h6>Roter Runzelstern, <em>Bolma rugosa<\/em>, L.<\/h6>\n<p>in gr\u00f6\u00dferer Tiefe, am Strand selten zu finden<\/p>\n<p><big>D<\/big>er bis zu 6 cm gro\u00dfe Rote Runzelstern kommt in tieferem Wasser auf Felsuntergrund vor, wo er Algen abweidet. Das Geh\u00e4use findet man nur selten am Strand, h\u00e4ufiger aber den h\u00fcbschen Geh\u00e4usedeckel, der oft zu Schmuck verarbeitet wird. Die Art taucht regelm\u00e4\u00dfig als Beifang in Schleppnetzen auf.<\/p>\n<p><big>D<\/big>er Rote Runzelstern hat ein kr\u00e4ftiges, kegelf\u00f6rmiges Geh\u00e4use mit deutlich gew\u00f6lbten Umg\u00e4ngen, die durch eine eingeschn\u00fcrte Naht voneinander getrennt sind. Auf den Umg\u00e4ngen sitzen zahlreiche Knoten, bei jungen Tieren Stacheln. Das Operculum, der dicke, verkalkte Deckel, mit dem die Schnecke die M\u00fcndung ihres Geh\u00e4uses verschlie\u00dft, wird <u>Marienauge<\/u> genannt. Marienaugen kann man mit ein bisschen Gl\u00fcck an den Sandstr\u00e4nden von Naxos im Sp\u00fclsaum finden. Sie sind auf der einen Seite glatt und wei\u00df mit einer zarten Spirallinie, auf der anderen Seite leicht gew\u00f6lbt und beige oder orangebraun gef\u00e4rbt und werden bis etwa 2 cm gro\u00df.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/bolma_rugosa-1.jpg\" alt=\"Bolma rugosa\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Rote Runzelstern besitzt ein stark getrepptes Geh\u00e4use. H\u00f6he: 45 mm<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/bolma_rugosa_marienauge-1.jpg\" alt=\"Bolma rugosa\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die h\u00fcbschen Geh\u00e4usedeckel des Roten Runzelsterns werden Marienaugen (gr. <em>m\u00e1ti tis Panag\u00edas<\/em>) oder Naxosaugen genannt. Sie werden auf Naxos zu Schmuck verarbeitet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/bolma_rugosa-2.jpg\" alt=\"Bolma rugosa\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die lebendigen Schnecken sind meist dicht mit Algen bewachsen; sie leben in tieferem Wasser<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/bolma_rugosa-3.jpg\" alt=\"Bolma rugosa\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier die Unterseite mit der perlmutterfarbenen M\u00fcndung, der gl\u00e4nzend orangeroten Nabelregion und dem sch\u00f6nen Geh\u00e4usedeckel.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"H\">4. <em>Phasianellidae<\/em>, Fasanenschnecken<\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Fasanenschnecken sind winzig klein. Sie haben eif\u00f6rmige Geh\u00e4use mit vorgew\u00f6lbten Windungen und rundlicher M\u00fcndung. Die Schale ist glatt und gl\u00e4nzend und tr\u00e4gt eine rote Fleckung und Fl\u00e4mmung. Die Fasanenschnecken leben im Algenbewuchs der Felsen, vor allem zwischen Rotalgen.<\/p>\n<h6>H\u00fchnchen-Fasanenschnecke, <em>Tricolia pullus<\/em>, L.<\/h6>\n<p><em>(= Phasianella pullus)<\/em><\/p>\n<p>recht h\u00e4ufig<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/tricolia_pullus-1.jpg\" alt=\"H\u00fchnchen-Fasanenschnecke, Tricolia pullus (=Phasianella p.)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese sehr kleine Art ist in der F\u00e4rbung sehr variabel: Die Geh\u00e4use k\u00f6nnen fast durchsichtig, wei\u00df, rosa, rot oder auch dunkel sein und tragen eine bei jeder Schnecke ein bisschen anders ausgebildete rote Fleckung und Fl\u00e4mmung. H\u00f6he: 7 mm<\/small><\/p>\n<h6><em>Tricolia speciosa<\/em>, Megerle von M\u00fchlfeld<\/h6>\n<p>sehr selten<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/tricolia_speciosa-1.jpg\" alt=\"Tricolia speciosa\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Tricolia speciosa<\/em> bildet ein deutlich h\u00f6heres Geh\u00e4use aus. Dieses ist hell orangerosa gef\u00e4rbt mit zarten Flammenb\u00e4ndern und feinen Spiralstreifen. H\u00f6he: 9 mm<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"I\">5. <em>Colloniidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Angeh\u00f6rigen der Gattung <em>Homalopoma<\/em> sind kleine Schnecken mit flachem Geh\u00e4use und geschlossenem Nabel.<\/p>\n<h6><em>Homalopoma sanguineum<\/em>, L.<\/h6>\n<p>sehr selten<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/homalopoma_sanguineum-1.jpg\" alt=\"Homalopoma sanguineum\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Homalopoma sanguineum<\/em> ist eine h\u00fcbsche Schnecke mit einem sehr kleinen, roten Geh\u00e4use, das glatt und recht flach ist und einer wei\u00dflichen Fl\u00e4che in der Nabelregion aufweist. Gr\u00f6\u00dfe: 7 mm<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"J\">B. Unterklasse Neritimorpha<\/a><\/h3>\n<h3><em>Neritoidea: Neritidae<\/em>, Nixenschnecken<\/h3>\n<h6>Smaragdgr\u00fcne Nixenschnecke, <em>Smaragdia viridis<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie kleine Nixenschnecke kommt im flachen Wasser vor (bis 20 m Tiefe) und lebt auf Seegras, von dem sie sich ern\u00e4hrt.<\/p>\n<p>eher selten<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/smaragdia_viridis-3.jpg\" alt=\"Smaragdgr\u00fcne Nixenschnecke, Smaragdia viridis\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/smaragdia_viridis-1.jpg\" alt=\"Smaragdgr\u00fcne Nixenschnecke, Smaragdia viridis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die winzige Smaragdgr\u00fcne Nixenschnecke ist in Form und Farbe unverkennbar. Gr\u00f6\u00dfe: 5 mm<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-meeresschnecken\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/hornschnecken-und-turmschnecken\/\">Hornschnecken und Turmschnecken<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/schnecken-einfuehrung\/\">Schnecken Einf\u00fchrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-meerestiere\/\">Meerestiere \u00dcberblick<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kreiselschnecken geh\u00f6ren in die gro\u00dfe \u00dcberfamilie der Trochoidea; die bei uns vorkommenden Arten werden in die Familien der Trochidae (Kreiselschnecken), der Calliostomatidae, der Turbinidae, der Phasianellidae und der Colloniidae eingeordnet (teilweise werden diese auch nur als Unterfamilien oder aber als \u00dcberfamilien betrachtet); wie die Meerohren und die Lochschnecken geh\u00f6ren sie zu der \u00dcberordnung Vetigastropoda. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":70825,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21,2049,1987,11,9,22],"tags":[35,1265,1263,1261,2055,1259,869,1267,1262,2051,34,2056,91,144,48,865,2050,1264,2053,116,1268,1260,1266],"class_list":["post-70582","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-meer","category-meeresschnecken","category-meerestiere","category-natur","category-naxos","category-tiere","tag-agais","tag-bolma","tag-calliostoma","tag-clanculus","tag-fasanenschnecke","tag-gibbula","tag-griechenland","tag-homalopoma","tag-jujubinus","tag-kreiselschnecken","tag-kykladen","tag-marienauge","tag-meeresschnecken","tag-meerestiere","tag-mittelmeer","tag-naxos","tag-nixenschnecke","tag-phorcus","tag-runzelstern","tag-schnecken","tag-smaragdia","tag-steromphala","tag-tricolia"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70582","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70582"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70582\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":78340,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70582\/revisions\/78340"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/media\/70825"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70582"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70582"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70582"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}