{"id":6857,"date":"2013-07-01T00:00:08","date_gmt":"2013-06-30T21:00:08","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=6857"},"modified":"2025-01-22T12:49:19","modified_gmt":"2025-01-22T10:49:19","slug":"blattflechten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/el\/blattflechten\/","title":{"rendered":"Blattflechten"},"content":{"rendered":"<p><big>U<\/big>nter den Flechten stellen die Blattflechten keine taxonomische Gruppe dar &#8211; es handelt sich nur um eine praktische Unterscheidung anhand der Wuchsform. Als Blattflechten (Laubflechten) werden die Flechten bezeichnet, die einen mehr oder weniger blattf\u00f6rmigen, flach ausgebreiteten Thallus besitzen. Dieser ist bei den meisten Gattungen auch auf der Unterseite berindet und haftet dem Substrat mit wurzelartigen Rhizinen an. Der \u00dcbergang zu den Krustenflechten ist flie\u00dfend; diese sind auf der Unterseite jedoch unberindet und lassen sich nicht vom Untergrund abl\u00f6sen, w\u00e4hrend das bei den Blattflechten mehr oder weniger m\u00f6glich ist. Die Strauchflechten erheben sich im Gegensatz zu den Blattflechten strauchartig vom Substrat; auch hier ist der \u00dcbergang flie\u00dfend.<\/p>\n<p><a href=\"#Arten\">Hier kann man die Einleitung \u00fcberspringen und direkt zu den vorgestellten Arten kommen.<\/a> <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Xanthoria parietina\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/xanthoria_parietina-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die h\u00e4ufigste Blattflechten-Art auf Naxos ist die leuchtend gelbe <em>Xanthoria parietina<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Xanthoria parietina\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/xanthoria_parietina_underside-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Von unten ist die berindete Thallus-Unterseite erkennbar.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Peltigera membranacea\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/peltigera_membranacea_underside-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf der Unterseite dieser Blattflechte sieht man die Rhizinen, mit denen der Thallus am Substrat haftet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Squamarina lentigera\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/squamarina_lentigera-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Manche schuppig ausgebildeten Krustenflechten wie <em>Squamarina lentigera<\/em> sehen fast wie eine Blattflechte aus. Sie werden jedoch zu den Krustenflechten gez\u00e4hlt, da ihr Lager auf der Unterseite nicht berindet ist und sich nicht vom Untergrund abl\u00f6sen l\u00e4sst.<\/small><\/p>\n<p><big>B<\/big>lattflechten kommen entsprechend ihrer meist etwas h\u00f6heren Feuchtigkeitsanspr\u00fcche auf Naxos vor allem in den mittleren und h\u00f6heren Lagen vor. Es gibt eine Reihe von Arten, die auf Erde oder Gestein wachsen, insbesondere auf saurem Gestein wie Granit oder Schiefer; die Mehrzahl der Arten lebt jedoch epiphytisch, d.h. auf der Rinde von B\u00e4umen, insbesondere auf dem Stamm und den dickeren \u00c4sten. Die artenreichsten Blattflechten-Gattungen auf Naxos sind <em>Parmelia<\/em> (s.l.), <em>Physcia<\/em> und <em>Physconia<\/em>. Au\u00dferdem treten auf der Insel Arten der Gattungen <em>Catapyrenium, Degelia, Dermatocarpon, Hypogymnia, Lobaria, Nephroma, Pannaria, Parmotrema, Peltigera, Phaeophyscia, Platismatia, Umbilicaria<\/em> und <em>Xanthoria<\/em> auf sowie unter den Gallertflechten <em>Collema<\/em> und <em>Leptogium<\/em>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Blattflechtengesellschaft auf dickem Ast\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/foliose_lichens_on_branch-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>diverse Blattflechten auf dem dicken Ast einer Eiche<\/small><br \/>\n<a name=\"Arten\"><font color=\"#ffffff\">Flechten-Arten auf Naxos<\/font><\/a><\/p>\n<h3>Blattflechten-Arten auf Naxos<\/h3>\n<p>Hier kann man direkt zu den Gattungen springen (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern): <a href=\"#A\"><em>Degelia<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\"><em>Nephroma<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#C\"><em>Parmelia<\/em> s.l.<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#D\"><em>Parmotrema<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#E\"><em>Peltigera<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#F\"><em>Physcia<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#G\"><em>Physconia<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#H\"><em>Xanthoria<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#I\"><em>Umbilicaria<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#J\"><em>Dermatocarpon<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#K\"><em>Collema und Lathagrium<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#L\"><em>Scytinium (=Leptogium)<\/em><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/fotouebersicht-flechten-und-pilze\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<h3><a name=\"A\"><em>Degelia<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung <em>Degelia<\/em> umfasst nur wenige, meist seltene Arten. Diese besitzen Blaualgen der Gattung <em>Nostoc<\/em> als Symbiosepartner und sind an den R\u00e4ndern blattartig, in der Mitte des Thallus aber oft krustig ausgebildet.<\/p>\n<h6><em>Degelia plumbea<\/em>, P.M. Jorg. &#038; P. James<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uf Naxos kommt die in Westeuropa in Regionen mit ozeanischen Klimabedingungen auftretende <em>Degelia plumbea<\/em> vor, allerdings nur in sehr wenigen Exemplaren in den allerh\u00f6chsten Lagen. Das Auftreten dieser feuchtigkeitsliebenden, seltenen Art auf Naxos ist bemerkenswert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Degelia plumbea\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/degelia_pumbea-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Degelia plumbea<\/em> besitzt einen am Rand bl\u00e4ttrigen, aber in der Mitte eher krustig ausgebildeten Thallus. Sie w\u00e4chst an schattigen Stellen zwischen <em>Pertusaria<\/em>-Arten und Moos auf dem Stammfu\u00df von B\u00e4umen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Degelia plumbea\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/degelia_pumbea-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Thallus dieser Flechte ist bleigrau und tr\u00e4gt zahlreiche kleine, r\u00f6tlich braune Apothecien mit Eigenrand.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Degelia plumbea\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/degelia_pumbea_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sind an den hochgebogenen R\u00e4ndern des Thallus die dichten wei\u00dfen Rhizinen erkennbar, mit denen die Flechte am Untergrund festgeheftet ist.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"B\"><em>Nephroma<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung <em>Nephroma<\/em> weist ebenfalls meist Blaualgen als Symbiosepartner auf. Die <em>Nephroma-<\/em>Arten besitzen \u00fcblicherweise graue oder braune gro\u00dflappige Lager, die dem Untergrund nur locker anliegen. Ober- und Unterseite der Thalli sind berindet. Charakteristisch sind die meist br\u00e4unlichen Apothecien, die an der Unterseite aufgebogener Lappenenden liegen. Weltweit sind etwa 35 Arten bekannt; der Verbreitungsschwerpunkt liegt in den k\u00fchleren, ozeanischen Gebieten, also vor allem in West- und Nordeuropa. Im Mittelmeergebiet sind sie auf regenreiche, montane Gebiete beschr\u00e4nkt. Auf Naxos gedeiht eine Art; sie ist allerdings sehr selten und auf die feuchtesten, nebelreichen Gipfellagen beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<h6><em>Nephroma laevigatum<\/em>, Ach.<\/h6>\n<p><em><big>N<\/big>ephroma laevigatum<\/em> gedeiht auf Naxos nur in sehr nebelreichen, feuchten Gebieten in der h\u00f6chsten Bergregion; sie w\u00e4chst epiphytisch auf Baumst\u00e4mmen an schattigen Stellen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Nephroma laevigatum\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/nephroma_laevigatum-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Nephroma laevigatum<\/em> besitzt eine hellbraune bis gr\u00fcnliche Oberseite mit aufsteigenden Lappen, unter deren R\u00e4ndern sich unregelm\u00e4\u00dfig geformte braune Apothecien bilden. Die Unterseite des Thallus ist kahl.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"C\"><em>Parmelia<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie ehemalige Gattung <em>Parmelia<\/em>, eine der gr\u00f6\u00dften Flechtengattungen, ist auf Naxos mit etwa 15 Arten vertreten &#8211; heute ist diese Gattung allerdings in viele Gattungen aufgespalten <em>(Xanthoparmelia, Pleurosticta, Melanelia, Melanexilia&#8230;)<\/em>. Die Arten besitzen ein kr\u00e4ftiges graues, gr\u00fcnliches oder braunes Lager mit meist recht breiten Lappen. Die berindete Unterseite des Lagers ist meist braun oder schwarz, die Apothecien besitzen eine braune oder rotbraune Scheibe mit Lagerrand. Viele Arten bilden Isidien oder Soredien aus (ungeschlechtliche Fortpflanzungseinheiten).<\/p>\n<h6><em>Parmelia saxatilis<\/em>, Ach.<\/h6>\n<p><em><big>P<\/big>armelia saxatilis<\/em> w\u00e4chst sowohl auf Erde und saurem Gestein als auch auf Rinde. Sie ben\u00f6tigt viel Feuchtigkeit und gedeiht auf Naxos nur in den h\u00f6chsten Lagen, vor allem in der Heide auf dem K\u00f3ronos-Berg.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Parmelia saxatilis\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/parmelia_saxatilis-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der oft rosettige, graue Thallus von <em>Parmelia saxatilis<\/em> bildet rissartige Pseudocyphellen aus, aus denen sich Isidien entwickeln, die erst zylindrisch, sp\u00e4ter manchmal leicht verzweigt sind und oft bei \u00e4lteren Exemplaren die Lagermitte vollst\u00e4ndig bedecken. <\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Parmelia saxatilis\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/parmelia_saxatilis-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>HIer sieht man die feinen Pseudocyphellen auf dem Lager, die teilweise schon leicht isidi\u00f6s werden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Parmelia saxatilis\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/parmelia_saxatilis-3.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Und noch ein Exemplar, das in der Mitte schon sehr isidi\u00f6s ist.<\/small><\/p>\n<h6><em>Parmelia sulcata<\/em>, Taylor<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uch <em>Parmelia sulcata<\/em> ist auf Naxos weitgehend auf die h\u00f6chsten, feuchtesten Lagen beschr\u00e4nkt, sie ist allerdings etwas h\u00e4ufiger als die vorige Art und gelegentlich auch in etwas niedrigeren Lagen anzutreffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Parmelia sulcata\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/parmelia_sulcata-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Parmelia sulcata<\/em> sieht der vorigen Art recht \u00e4hnlich; die Pseudocyphellen auf dem Thallus werden jedoch soredi\u00f6s, nicht isidi\u00f6s.<\/small><\/p>\n<h6><em>Parmelina tiliacea<\/em>, Hale<\/h6>\n<p><em>(= Parmelia tiliacea)<\/em><\/p>\n<p><em><big>P<\/big>armelina tiliacea<\/em> ist auf Naxos die h\u00e4ufigste <em>Parmelia<\/em>-Art. Sie w\u00e4chst sowohl auf Rinde als auch auf (saurem) Gestein. Sie ist ziemlich anspruchslos und kommt vor allem in den mittleren und h\u00f6heren Lagen der Insel vor (Traga\u00eda, Hocht\u00e4ler; an gesch\u00fctzten Stellen auch in niedrigeren Lagen; in den h\u00f6chsten Gipfellagen durch andere Arten ersetzt).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Parmelina tiliacea\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/parmelina_tiliacea-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die graue <em>Parmelina tiliacea<\/em> ist in den meisten Regionen von Naxos anzutreffen; sie ben\u00f6tigt nicht viel Feuchtigkeit und vertr\u00e4gt auch st\u00e4rkere Sonneneinstrahlung.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Parmelina tiliacea\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/parmelina_tiliacea-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Art ist an den stabf\u00f6rmigen Isidien zu erkennen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Parmelina tiliacea\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/parmelina_tiliacea_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Gelegentlich bildet sie auch Apothecien aus.<\/small><\/p>\n<h6><em>Parmelina pastillifera<\/em>, Hale<\/h6>\n<p><em>(= Parmelia pastillifera)<\/em><\/p>\n<p><em><big>P<\/big>armelina pastillifera<\/em> ist der vorigen Art sehr \u00e4hnlich, unterscheidet sich aber daran, dass die Isidien nicht stabf\u00f6rmig, sondern knopfartig und besonders schwarz ausgebildet sind. Auf Naxos w\u00e4chst diese Art nur in den h\u00f6chsten Gipfellagen, wo sie sehr h\u00e4ufig ist und <em>P. tiliacea<\/em> fast vollst\u00e4ndig ersetzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Parmelina pastillifera\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/parmelina_pastillifera-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Parmelina pastillifera<\/em> ben\u00f6tigt eine hohe Luftfeuchtigkeit und kommt auf Naxos nur in den allerh\u00f6chsten Gipfellagen vor (fast ausschlie\u00dflich auf dem Zeus-Berg).<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Parmelina pastillifera\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/parmelina_pastillifera_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Von der sehr \u00e4hnlichen <em>P. tiliacea<\/em> unterscheidet sie sich durch die schwarzen, knopfartigen Isidien.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Parmelina pastillifera\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/parmelina_pastillifera-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Nur ziemlich selten kann man ein Exemplar mit Apothecien entdecken.<\/small><\/p>\n<h6><em>Parmelina quercina<\/em>, Hale<\/h6>\n<p><em>(= Parmelia quercina)<\/em><\/p>\n<p><em><big>P<\/big>armelina quercina<\/em> kommt auf Naxos in der Traga\u00eda, den Hocht\u00e4lern um die Bergd\u00f6rfer und in der Gipfelregion vor. Insgesamt ist sie eher selten, lokal tritt sie jedoch recht h\u00e4ufig auf. Teilweise handelt es sich um die Unterart <em>P. quercina carporrhizans<\/em> mit Rhizinen am Unterrand der Apothecien.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Parmelina quercina\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/parmelina_quercina-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Parmelina quercina<\/em>, eine bei uns recht seltene Art, besitzt einen grauen Thallus mit gro\u00dfen braunen Apothecien.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Parmelina quercina\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/parmelina_quercina-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Wie sch\u00f6n diese Flechte ist!<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Parmelina quercina\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/parmelina_quercina_detail-1.jpg\" border=\"0\"><\/p>\n<h6><em>Pleurosticta acetabulum<\/em>, Elix &#038; Lumbsch<\/h6>\n<p><em>(= Parmelia acetabulum)<\/em><\/p>\n<p><big>D<\/big>iese feuchtigkeitsliebende Art ist auf Naxos eher selten und an luftfeuchten Standorten in den h\u00f6heren Lagen anzutreffen. Sie w\u00e4chst meist auf Eichen oder dem Kreta-Ahorn \u00fcber Marmor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Pleurosticta acetabulum\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/pleurosticta_acetabulum-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Pleurosticta acetabulum<\/em> besitzt ein graugr\u00fcnes Lager ohne Isidien oder Sorale, aber gelegentlich mit Apothecien.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Pleurosticta acetabulum\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/pleurosticta_acetabulum-2.jpg\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Pleurosticta acetabulum\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/pleurosticta_acetabulum_underside-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Lappenenden sind oft nach oben gebogen, so dass die braune, mit Rhizinen besetzte Unterseite sichtbar wird.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Pleurosticta acetabulum\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/pleurosticta_acetabulum_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Apothecien besitzen einen dicken Rand, der oft mir kleinen L\u00e4ppchen besetzt ist.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Pleurosticta acetabulum\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/pleurosticta_acetabulum-3.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Pleurosticta acetabulum<\/em> w\u00e4chst auf den St\u00e4mmen der B\u00e4ume, aber auch auf den \u00c4sten; durch die Sonneneinstrahlung wird das Lager an besonnten Wuchsorten dunkler. <\/small><\/p>\n<h6><em>Melanelixia glabra<\/em>, O.Blanco, A.Crespo, Divakar, Essl., D.Hawksw. &#038; Lumbsch <\/h6>\n<p><em>(= Parmelia glabra, Melanelia glabra)<\/em><\/p>\n<p><em><big>M<\/big>elanelixia glabra<\/em> ist auf Naxos in den mittleren H\u00f6henlagen (Traga\u00eda usw) relativ h\u00e4ufig; sie fehlt in den trockenen Regionen, aber weitgehend auch auf den nebelreichen Gipfeln. Sie w\u00e4chst auf B\u00e4umen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Melanelixia glabra\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/melanelixia_glabra-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die recht h\u00e4ufige <em> Melanelixia glabra<\/em> besitzt einen braunen, kr\u00e4ftigen Thallus mit Apothecien. An den jungen Lappen und den Apothecien sitzen feine H\u00e4rchen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Melanelixia glabra\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/melanelixia_glabra_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man noch einmal die gro\u00dfen, sch\u00fcsself\u00f6rmigen Apothecien.<\/small><\/p>\n<h6><em> Melanelixia glabratula<\/em>, Sandler &#038; Arup<\/h6>\n<p><em>(= Parmelia glabratula, Melanelia glabratula)<\/em><\/p>\n<p><big>D<\/big>iese epiphytisch oder seltener auch epilithisch wachsende Art ist auf Naxos nur stellenweise h\u00e4ufig, so bei Keramot\u00ed und im Nordwesten bei Skep\u00f3ni und Myr\u00edsis, also in Regionen, in denen saures Gestein ansteht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Melanelixia glabratula\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/melanelixia_glabratula-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei <em> Melanelixia glabratula<\/em> ist das Lager dicht mit zylindrischen, manchmal verzweigten Isidien besetzt. Im feuchten Zustand besitzt diese Art eine gr\u00fcnliche Farbe, trocken ist sie br\u00e4unlich.<\/small><\/p>\n<h6><em>Xanthoparmelia loxodes <\/em>, O.Blanco, A.Crespo, Elix, D.Hawksw. &#038; Lumbsch<\/h6>\n<p><em>(= Parmelia loxodes, Neofuscelia loxodes)<\/em><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie epilithische Art <em>Xanthoparmelia loxodes<\/em> w\u00e4chst in den mittleren und h\u00f6heren Lagen der Insel auf Granit und Schiefer; stellenweise tritt sie hier recht h\u00e4ufig auf. Die Gattung <em>Xanthoparmelia<\/em> umfasst nach einer Neurevision im Jahr 2004 \u00fcber 800 Arten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Xanthoparmelia loxodes\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/xanthoparmelia_loxodes-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Xanthoparmelia loxodes<\/em> ist braun oder gr\u00fcnbraun mit eher locker anliegenden Lappen, die oft quergerunzelt sind. Sie bildet gro\u00dfe, flache Apothecien aus.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Xanthoparmelia loxodes\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/xanthoparmelia_loxodes_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das Lager ist besonders im Zentrum von dichten, oft verzweigten, Blumenkohl-artig &#8220;aufbrechenden&#8221; Isidien besetzt; auch die Apothecien-R\u00e4nder sind oft isidi\u00f6s.<\/small><\/p>\n<h6><em>Xanthoparmelia pulla,<\/em>, O.Blanco, A.Crespo, Elix, D.Hawksw. &#038; Lumbsch<\/h6>\n<p><em>(= Parmelia pulla, Neofuscelia pulla)<\/em><\/p>\n<p><big>A<\/big>uch <em>Xanthoparmelia pulla<\/em> w\u00e4chst epilithisch; sie ist oft gemeinsam mit der vorigen Art anzutreffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Xanthoparmelia pulla\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/xanthoparmelia_pulla-1.jpg\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Xanthoparmelia pulla\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/xanthoparmelia_pulla_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Xanthoparmelia pulla<\/em> bildet keine Isidien; das Lager ist oft dicht mit gro\u00dfen Apothecien besetzt.<\/small><\/p>\n<h6><em>Xanthoparmelia tinctina<\/em>, Hale<\/h6>\n<p><em>(= Parmelia tinctina)<\/em><\/p>\n<p><big>D<\/big>iese Art w\u00e4chst epilithisch auf Granit und Schiefer; sie kommt verstreut vor und ist eher selten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Xanthoparmelia tinctina\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/xanthoparmelia_tinctina-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Isidien von <em>Xanthoparmelia tinctina<\/em> sind hell und rundlich.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"D\"><em>Parmotrema<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>iese Gattung mit etwa 250 Arten wurde erst in j\u00fcngerer Zeit von <em>Parmelia<\/em> abgespalten.<\/p>\n<h6><em>Parmotrema chinense<\/em>, Hale &#038; Ahti<\/h6>\n<p><em>(= Parmelia perlata)<\/em><\/p>\n<p><em><big>P<\/big>armotrema chinense<\/em> w\u00e4chst auf Erde und auf Rinde. Diese Art ben\u00f6tigt sehr hohe Feuchtigkeit und kommt auf Naxos im Gezweig und Gestr\u00fcpp des Kreta-Ahorns auf dem Zeus-Gipfel sowie in der Heide auf dem Gipfel des K\u00f3ronos-Berges vor, wo sie lokal recht h\u00e4ufig ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Parmotrema chinense\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/parmotrema_chinense-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Parmotrema chinense<\/em> besitzt ein graues Lager, das dem Untergrund nicht sehr dicht anliegt; die R\u00e4nder der Lappen sind oft nach oben gebogen. Typisch sind die \u00fcber die Lappenr\u00e4nder hervorstehenden, schwarzen Rhizinen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Parmotrema chinense\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/parmotrema_chinense_underside-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man die schwarze Unterseite des Lagers mit den Rhizinen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Parmotrema chinense\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/parmotrema_chinense-2.jpg\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Parmotrema chinense\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/parmotrema_chinense_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An den Lappenr\u00e4ndern bilden sich kleine, halbkugelf\u00f6rmige Sorale aus, die manchmal ineinander flie\u00dfen.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"E\"><em>Peltigera<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie etwa 50 Arten der Gattung <em>Peltigera<\/em> (&#8220;Schildflechten&#8221;) wachsen meist an sehr feuchten Stellen auf der Erde, oft zwischen Moos. Es gibt gr\u00fcnlich gef\u00e4rbte Arten mit Gr\u00fcnalgen sowie br\u00e4unlich gef\u00e4rbte Arten mit Blaualgen als Symbiosepartner. Die <em>Peltigera<\/em>-Arten besitzen ein dunkles Lager mit einer unberindeten, filzigen Unterseite, die oft ein Netz hervorstehender &#8220;Adern&#8221; tr\u00e4gt. An den Lappenr\u00e4ndern bilden sich die braunen bis schwarzen, unberandeten, sattel- oder scheibenf\u00f6rmigen Apothecien. Nur wenige Arten besitzen Sorale oder Isidien. Die <em>Peltigera-<\/em>Arten treten vor allem in k\u00fchlen und feuchten Regionen auf, d.h. vor allem in Nordeuropa. Das Vorkommen von drei Arten auf Naxos ist eher \u00fcberraschend.<\/p>\n<h6><em>Peltigera neckeri<\/em>, Hepp<\/h6>\n<p><em><big>P<\/big>eltigera neckeri<\/em> kann nur an sehr feuchten Standorten wachsen und ist auf Naxos an schattigen, gesch\u00fctzten Stellen in der Gipfelregion anzutreffen. Sie w\u00e4chst epig\u00e4isch in Moos oder epiphytisch auf St\u00e4mmen oder Stammf\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Peltigera neckeri\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/peltigera_neckeri-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Peltigera neckeri<\/em> besitzt breite, auf der Oberseite gl\u00e4nzend dunkelgraue Lappen, die sich auf charakteristische Weise an den Enden umbiegen und die hellbraune Unterseite zeigen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Peltigera neckeri\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/peltigera_neckeri_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Unterseite des Thallus ist hell gef\u00e4rbt mit nur undeutlichen Adern und eher wenigen, flaschenb\u00fcrstenartigen Rhizinen.<\/small><\/p>\n<h6><em>Peltigera membranacea ?<\/em>, Nyl.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese sch\u00f6ne, gro\u00dfe Flechte w\u00e4chst epig\u00e4isch auf dem Zeus-Berg \u00fcber Granit. Die Bestimmung ist nicht ganz sicher; es k\u00f6nnte sich auch um die eng verwandte <em>P. canina<\/em> handeln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Peltigera membranacea\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/peltigera_membranacea-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Peltigera membranacea<\/em> bildet gro\u00dfe Lager mit kr\u00e4ftigen, breiten, gerundeten, dem Untergrund nicht sehr dicht anliegenden Lappen. Zu den R\u00e4ndern hin sind die Lappen wei\u00df gef\u00e4rbt; zur Mitte hin ist das Lager hellgrau.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Peltigera membranacea\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/peltigera_membranacea_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man die sch\u00f6nen wei\u00dfen Lappen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Peltigera membranacea\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/peltigera_membranacea_underside-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Unterseite des Lagers ist ebenfalls hell gef\u00e4rbt mit deutlich ausgebildeten Adern; sie tr\u00e4gt flaschenb\u00fcrstenartig ausgefranste Rhizinen; das spricht f\u00fcr <em>P. membranacea<\/em>.<\/small><\/p>\n<h6><em>Peltigera praetextata<\/em>, Zopf<\/h6>\n<p><big>E<\/big>ine weitere <em>Peltigera<\/em>-Art w\u00e4chst im Moos auf feuchten Felsen; wir haben sie einmal in Skep\u00f3ni im Nordwesten von Naxos angetroffen. Vermutlich handelt es sich um <em>Peltigera praetextata<\/em>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Peltigera praetextata\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/peltigera_praetextata-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Peltigera praetextata<\/em> ist braun gef\u00e4rbt mit wei\u00dfer Unterseite.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Peltigera praetextata\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/peltigera_praetextata_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Art ist an den kleinen schuppenf\u00f6rmigen Isidien an den Lappenr\u00e4ndern zu erkennen.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"F\"><em>Physcia<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Arten der Gattung <em>Physcia<\/em> besitzen meist rosettige, hellgraue, oft bereifte Lager mit schmalen Lappen. Die Unterseite des Lagers ist hell gef\u00e4rbt, ebenso die meist einfachen Rhizinen. Manche Arten tragen Cilien an den Lappenr\u00e4ndern. Die Apothecien besitzen einen deutlichen Lagerrand und sind dunkel gef\u00e4rbt oder oft bereift. Viele Arten tragen charakteristisch ausgebildete Sorale oder Isidien. Die etwa 50 <em>Physcia-<\/em>Arten sind \u00fcberwiegend epiphytisch; einige Arten wachsen auf Gestein. Auf Naxos kommen acht Arten vor.<\/p>\n<h6><em>Physcia adscendens<\/em>, H. Olivier<\/h6>\n<p><em><big>P<\/big>hyscia adscendens<\/em> ist auf Naxos sehr h\u00e4ufig und weit verbreitet und kommt in fast allen Gegenden vor, au\u00dfer in den trockensten Lagen; auch in der h\u00f6chsten Gipfelregion ist sie selten. Sie w\u00e4chst vor allem auf Baumst\u00e4mmen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physcia adscendens\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physcia_adscendens_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Physcia adscendens<\/em> w\u00e4chst meist fl\u00e4chig, nicht rosettig und besitzt kuppelf\u00f6rmige Sorale, die sich unterhalb der helmf\u00f6rmigen Lappenenden bilden. An den vom Untergrund abgehobenen Lappenenden sitzen helle Cilien.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physcia adscendens\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physcia_adscendens-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier ein besonders dichtes Lager.<\/small><\/p>\n<h6><em>Physcia aipolia<\/em>, F\u00fcrnr.<\/h6>\n<p><em><big>P<\/big>hyscia aipolia<\/em> ist auf Naxos in den mittleren und h\u00f6heren Lagen anzutreffen; sie w\u00e4chst vor allem auf St\u00e4mmen und dicken \u00c4sten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physcia aipolia\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physcia_aipolia-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Physcia aipolia<\/em> ist an dem wei\u00dffleckigen Thallus und den meist bereiften Apothecien zu erkennen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physcia aipolia\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physcia_aipolia_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Art ist eher selten; nur in der Traga\u00eda tritt sie h\u00e4ufiger auf. Die Abgrenzung von anderen <em>Physcia<\/em>-Arten wie <em>P. stellaris<\/em> ist nicht einfach.<\/small><\/p>\n<h6><em>Physcia biziana<\/em>, Zahlbr.<\/h6>\n<p><em><big>P<\/big>hyscia biziana<\/em> ist der verwandten Art <em>Physcia stellaris<\/em> sehr \u00e4hnlich; beide Arten wachsen mehr oder weniger rosettig und bilden Apothecien aus; <em>Physcia biziana<\/em> ist aber deutlich bereift. Es handelt sich um eine eher s\u00fcdlich verbreitete Art, die auf Naxos sehr h\u00e4ufig ist und vor allem in den niedrigeren, trockenen Lagen vorkommt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physcia biziana\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physcia_biziana-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Physcia biziana<\/em> ist eine der h\u00e4ufigsten Blattflechten in den niedrigeren Lagen von Naxos. Sie ist am deutlich bereiften Thallus zu erkennen.<\/small><\/p>\n<h6><em>Physcia caesia<\/em>, F\u00fcrnr.<\/h6>\n<p><em><big>P<\/big>hyscia caesia<\/em> w\u00e4chst epilithisch auf Gestein (sowohl eher saurem als auch kalkhaltigem); sie ist auf Naxos eher selten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physcia caesia\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physcia_caesia-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Physcia caesia<\/em> besitzt rundliche, oft halbkugelig vorgew\u00f6lbte Sorale, die fl\u00e4chig auf den Lappen oder an den Enden kleiner Seitenlappen stehen. Lager und Sorale weisen eine leicht bl\u00e4uliche Farbe auf.<\/small><\/p>\n<h6><em>Physcia dimidiata<\/em>, Nyl.<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uch <em>Physcia dimidiata<\/em> ist eine epilithisch wachsende Flechte; sie w\u00e4chst auf Schiefer und Granit und ist ebenfalls bei uns recht selten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physcia dimidiata\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physcia_dimidiata-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Physcia dimidiata<\/em> ist an den Soralen zu erkennen, die an den R\u00e4ndern der Lappen stehen; im Innern l\u00f6st sich der Thallus oft g\u00e4nzlich soredi\u00f6s auf.<\/small><\/p>\n<h6><em>Physcia semipinnata<\/em>, Moberg<\/h6>\n<p><em><big>P<\/big>hyscia semipinnata<\/em> ist auf Naxos in den h\u00f6heren Lagen h\u00e4ufig. Sie w\u00e4chst an luftfeuchten Stellen vor allem auf \u00c4sten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physcia semipinnata\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physcia_semipinnata-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Physcia semipinnata<\/em> besitzt \u00fcber die Lappenenden herausstehende Cilien wie <em>P. adscendens<\/em> und <em>P. tenella<\/em>, bildet aber keine Sorale, sondern Apothecien und w\u00e4chst meist in mehr oder weniger rundlichen Lagern.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physcia semipinnata\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physcia_semipinnata-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Meist sind die Lagerlappen ziemlich schmal und langgestreckt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physcia semipinnata\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physcia_semipinnata-3.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Physcia semipinnata<\/em> ist eine typische Art der \u00c4ste.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physcia semipinnata\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physcia_semipinnata-4.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Manchmal sind die Cilien nicht sehr deutlich ausgebildet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physcia semipinnata\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physcia_semipinnata_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier ein Exemplar mit sehr gro\u00dfen Apothecien in der Lagermitte.<\/small><\/p>\n<h6><em>Physcia stellaris ?<\/em>, Nyl.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese Art ist <em>Physcia biziana<\/em> sehr \u00e4hnlich; der Thallus ist aber unbereift. <em>Physcia stellaris<\/em> ist auf Naxos ebenfalls sehr h\u00e4ufig und kommt vor allem in den mittleren Lagen vor, gedeiht aber auch an recht trockenen Standorten. In der Gipfelregion ist sie selten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physcia stellaris\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physcia_stellaris-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Unterscheidung von <em>Physcia stellaris<\/em> und <em>Physcia biziana<\/em> ist nicht sehr klar; erstere besitzt ein unbereiftes Lager.<\/small><\/p>\n<h6><em>Physcia tenella<\/em>, DC.<\/h6>\n<p><em><big>P<\/big>hyscia tenella<\/em> w\u00e4chst meist epiphytisch und ist auf Naxos in den mittleren und h\u00f6heren Lagen verbreitet und h\u00e4ufig, so auf den \u00d6lb\u00e4umen in der Traga\u00eda und in den Str\u00e4uchern und \u00c4sten der B\u00e4ume der Gipfelregion. Sie ist etwas seltener als <em>P. adscendens<\/em>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physcia tenella\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physcia_tenella-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Physcia tenella<\/em> \u00e4hnelt <em>P. adscendens<\/em> mit den an den Lappenr\u00e4ndern stehenden Cilien und der wenig rosettigen Wuchsform; die Enden der kleinen Lappen sind jedoch nach oben gebogen und tragen lippenf\u00f6rmige Sorale.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"G\"><em>Physconia<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung <em>Physconia<\/em> \u00e4hnelt der vorigen Gattung. Im Allgemeinen sind die <em>Physconia-<\/em>Arten br\u00e4unlicher und etwas gr\u00f6\u00dfer und derber gebaut; oft sind die Lager bereift. Typisch ist die meist dunkle Unterseite mit rechtwinklich ausfasernden Rhizinen. Es gibt etwa 13 Arten, von denen auf Naxos f\u00fcnf vorkommen.<\/p>\n<h6><em>Physconia distorta<\/em>, J.R. Laundon<\/h6>\n<p><em><big>P<\/big>hysconia distorta<\/em> ist auf Naxos in den mittleren und h\u00f6heren Lagen an schattigen und feuchten Standorten sehr h\u00e4ufig; sie w\u00e4chst epiphytisch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physconia distorta\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physconia_distorta-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Physconia distorta<\/em> besitzt keine Isidien oder Sorale, sondern bildet Apothecien aus (meist in geringer Zahl). Die Unterseite ist zur Mitte hin schwarz. Das Lager ist braun, aber an den Lappenenden stark bereift, so dass es dort grau erscheint.<\/small><\/p>\n<h6><em>Physconia grisea ?<\/em>, Poelt<\/h6>\n<p><em><big>P<\/big>hysconia grisea<\/em> tritt auf Naxos in drei Formen auf, einer fertilen, einer soredi\u00f6sen und einer isidi\u00f6sen. Alle drei Formen sind auf der Insel selten und vor allem in den mittleren und h\u00f6heren Lagen zu finden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physconia grisea\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physconia_grisea-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Physconia grisea<\/em> besitzt bereifte Lappen mit Randsoralen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physconia grisea\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physconia_grisea-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Flechte besitzt eine helle Unterseite und einfache bis gabelige Rhizinen.<\/small><\/p>\n<h6><em>Physconia venusta<\/em>, Poelt<\/h6>\n<p><em><big>P<\/big>hysconia venusta<\/em> ist eine mediterrane Art, die in Mittel- und Nordeuropa fehlt. Sie kommt im Mittelmeerraum allerdings nicht in den trockenen, sondern in den feuchteren montanen Regionen vor. Auf Naxos tritt sie vor allem in den W\u00e4ldern der h\u00f6heren Lagen auf, wo sie recht h\u00e4ufig ist und an schattigen, gesch\u00fctzten, feuchten Standorten teilweise dichte Best\u00e4nde bilden kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physconia venusta\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physconia_venusta-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Typisches Merkmal von <em>Physconia venusta<\/em> sind die lappigen, oft in mehreren Kr\u00e4nzen stehenden Ausw\u00fcchse der Apothecien-R\u00e4nder.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Physconia venusta\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/physconia_venusta-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Unterrinde des Thallus ist hell und in Hyphen und Hyphenstr\u00e4nge aufgel\u00f6st.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"H\"><em>Xanthoria<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung <em>Xanthoria<\/em> umfasst etwa 15 teilweise sehr weit verbreitete und h\u00e4ufige Arten. Auf Naxos kommen zwei Arten vor. Die Angeh\u00f6rigen dieser Gattung sind s\u00e4mtlich gelb, orange oder r\u00f6tlich gef\u00e4rbt; auch die mit einem Lagerrand ausgestatteten Apothecien sind gelb bis rot. Der auch auf der Unterseite berindete Thallus liegt dem Untergrund bei einigen Arten eng an und ist mit ihm mit Rhizinen oder undifferenzierten Haftstellen verbunden.<\/p>\n<h6><em>Xanthoria calcicola<\/em>, Oxner<\/h6>\n<p><em><big>X<\/big>anthoria calcicola<\/em> w\u00e4chst auf kalkhaltigem Gestein an besonnten, eher trockenen Standorten. Sie ist auf Naxos m\u00e4\u00dfig h\u00e4ufig. Heute wird die Art nicht mehr von <em>X. parietina<\/em> abgetrennt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Xanthoria calcicola\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/xanthoria_calcicola-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Xanthoria calcicola<\/em> besitzt ein oranges Lager, dessen Zentrum sich in einem Gewirr kleiner L\u00e4ppchen und knolliger Ausw\u00fcchse aufl\u00f6st. Sie bildet meist nur wenige, kleine Apothecien aus.<\/small><\/p>\n<h6><em>Xanthoria parietina<\/em>, Th.Fr.<\/h6>\n<p><em><big>X<\/big>anthoria parietina<\/em> ist die h\u00e4ufigste epiphytische Flechte auf Naxos. Sie ist sehr eury\u00f6k und in fast allen Gegenden der Insel verbreitet und fehlt nur an den schattigsten Standorten oder teilweise \u00fcber Granit. Am h\u00e4ufigsten ist sie an lichtreichen, eher trockenen Standorten \u00fcber kalkhaltigem Substrat. Meist w\u00e4chst sie auf Rinde, hier und da ist sie jedoch auch auf Gestein zu finden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Xanthoria parietina\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/xanthoria_parietina-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Xanthoria parietina<\/em> ist leicht zu erkennen an der leuchtend orangegelben Farbe und den gro\u00dfen, zahlreichen Apothecien.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Xanthoria parietina\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/xanthoria_parietina-3.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Sie ist fast \u00fcberall auf Naxos anzutreffen und w\u00e4chst besonders h\u00e4ufig zusammen mit anderen Blattflechten auf den besonnten \u00c4sten der B\u00e4ume.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"I\">Nabelflechten, <em>Umbilicaria<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Nabelflechten sind epilithisch auf saurem Gestein wachsende Blattflechten, deren meist rundlicher Thallus mit einem mehr oder weniger in der Mitte gelegenen &#8220;Nabel&#8221; am Untergrund festgewachsen ist. Die Oberseite des Thallus ist grau oder braun gef\u00e4rbt und tr\u00e4gt gelegentlich Isidien, Sorale oder Apothecien ohne Lagerrand. Die Unterseite des Thallus kann unterschiedlich gestaltet sein. Es gibt weltweit etwa 50 Nabelflechten-Arten, von denen auf Naxos zwei vorkommen. Sie wachsen meist auf senkrechten, schattigen Felsfl\u00e4chen und sind vor allem auf dem K\u00f3ronos-Berg und in der Granit-Region bei Tsikalari\u00f3 anzutreffen.<\/p>\n<h6><em>Umbilicaria spodochroa<\/em>, Ehrh.<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Umbilicaria spodochroa\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/umbilicaria_spodochroa-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Umbilicaria spodochroa<\/em> w\u00e4chst gern an schattigen, senkrechen Felsw\u00e4nden auf Granit.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Umbilicaria spodochroa\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/umbilicaria_spodochroa-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Thalli besitzen eine br\u00e4unliche Oberseite mit kleinen schwarzen Apothecien; die Unterseite ist schwarz gef\u00e4rbt und tr\u00e4gt Rhizinen.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"J\"><em>Dermatocarpon<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung <em>Dermatocarpon<\/em>, die in Europa mit mehreren Arten vorkommt, geh\u00f6rt nicht zu den Nabelflechten, hat aber sehr \u00e4hnliche Wuchsformen entwickelt. Die Lager sind oft einbl\u00e4ttrig und mit einem Nabel befestigt, besitzen aber in das Lager eingesenkte, kugelige Perithecien statt Apothecien wie <em>Umbilicaria<\/em>. Die glatte Oberseite ist braun oder grau; die Unterseite tr\u00e4gt (bei den heimischen Arten) keine Rhizinen.<\/p>\n<h6><em>Dermatocarpon miniatum<\/em>, W. Mann<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uf Naxos kommt eine <em>Dermatocarpon<\/em>-Art vor: <em>D. miniatum<\/em>, das hier und da auf sickerfeuchten, schattigen Felsfl\u00e4chen aus eher kalkhaltigem Gestein w\u00e4chst.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Dermatocarpon miniatum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/dermatocarpon_miniatum-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Arten der Gattung <em>Dermatocarpon<\/em> \u00e4hneln den Nabelflechten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Dermatocarpon miniatum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/dermatocarpon_miniatum_underside-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das Lager von <em>Dermatocarpon miniatum<\/em> ist von oben bereift; die Unterseite ist dunkelbraun und glatt und tr\u00e4gt keine Rhizinen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Dermatocarpon miniatum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/dermatocarpon_miniatum_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Gegensatz zu den Nabelflechten besitzt <em>Dermatocarpon<\/em> jedoch keine Apothecien, sondern eingesenkte, als kleine schwarze Punkte erscheinende Perithecien.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"K\">Leimflechten, <em> Collema<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Flechten der Gattung <em>Collema<\/em> enthalten Blaualgen <em>(Nostoc)<\/em> als Symbiosepartner (Gallertflechten). Im trockenen Zustand sind die oben und unten unberindeten Thalli schwarz und spr\u00f6de, feucht quellen sie gallertig auf und besitzen dann oft eine gr\u00fcnliche F\u00e4rbung. Die Apothecien sind meist r\u00f6tlich gef\u00e4rbt und besitzen einen Lagerrand. Leimflechten wachsen vor allem an trockenen, sonnigen Standorten, die nach Regenf\u00e4llen durch Sickerwasser gut befeuchtet werden. Die meisten Arten wachsen bl\u00e4ttrig, andere Arten haben eine krustige oder kleinstrauchige Wuchsform. Es gibt sowohl epiphytische, als auch epilithische oder epig\u00e4ische Arten; unter den epilithischen Arten wachsen einige auf kalkhaltigen, andere auf sauren Gesteinen. Weltweit sind \u00fcber 80 <em>Collema<\/em>-Arten bekannt; auf Naxos treten etwa 6 Arten auf. Eine Art, <em>Collema cristatum<\/em>, wird heute in die Gattung <em>Lathagrium<\/em> gestellt.<\/p>\n<h6><em>Lathagrium cristatum<\/em>, Ot\u00e1lora, P.M. J\u00f8rg. &#038; Wedin<\/h6>\n<p><em>(= Collema cristatum)<\/em><\/p>\n<p><em><big>L<\/big>athagrium cristatum<\/em> w\u00e4chst epilithisch an feuchten Standorten auf Schiefer vor allem in den mittleren und h\u00f6heren Lagen der Insel. Die Art ist auf Naxos eher selten anzutreffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Lathagrium cristatum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/lathagrium_cristatum-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Art besitzt Apothecien und schmale Lappen mit welligen R\u00e4ndern, so dass das ganze Lager kraus erscheint.<\/small><\/p>\n<h6><em>Collema flaccidum ?<\/em>, Ach.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese Art ist auf Naxos selten und kommt nur an sehr feuchten Stellen in den Flusst\u00e4lern sowie auf den Gipfeln vor. Sie w\u00e4chst auf Stammf\u00fc\u00dfen von B\u00e4umen meist zwischen Moos.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Collema flaccidum ?\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/collema_flaccidum-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Collema flaccidum<\/em> bildet nur selten Apothecien aus; der braunschwarze, d\u00fcnne Thallus tr\u00e4gt flache, schuppenf\u00f6rmige Isidien. Die Art kann \u00e4hnelt <em>Leptogium cyanescens<\/em>, dessen Thallus im Gegensatz zu dem der <em>Collema<\/em>-Arten berindet ist und das eine eher bl\u00e4uliche Farbe besitzt. <\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Collema flaccidum ?\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/collema_flaccidum_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man in der Nahaufnahme noch einmal die schuppenf\u00f6rmigen Isidien.<\/small><\/p>\n<h6><em>Collema furfuraceum<\/em>, Du Rietz<\/h6>\n<p><em><big>C<\/big>ollema furfuraceum<\/em> kommt auf Naxos sehr selten vor; es w\u00e4chst nur an recht feuchten Standorten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Collema furfuraceum\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/collema_furfuraceum-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Art besitzt deutliche radiale Rippen auf dem Thallus, die oft zylindrische oder verzweigte Isidien tragen.<\/small><\/p>\n<h6><em>Collema nigrescens<\/em>, DC.<\/h6>\n<p><em><big>C<\/big>ollema nigrescens<\/em> ist auf Naxos sehr h\u00e4ufig und weit verbreitet; der Schwerpunkt des Vorkommens liegt im Ostteil der Insel und in der Traga\u00eda, w\u00e4hrend sie in den Gipfellagen weitgehend fehlt. Sie w\u00e4chst vor allem an schattigen Stammf\u00fc\u00dfen von Baumarten wie <em>Quercus<\/em> und <em>Olea<\/em>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Collema nigrescens\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/collema_nigrescens-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Collema nigrescens<\/em> ist eine epiphytische Art, die zahlreiche, r\u00f6tlich braune Apothecien ausbildet. Das schwarze Lager weist radial verlaufende Runzeln auf.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"L\"><em>Scytinium<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung <em>Scytinium<\/em> ist k\u00fcrzlich von der mit den Leimflechten verwandten Gattung <em>Leptogium<\/em> abespalten worden. Auch hier handelt es sich um krustige oder bl\u00e4ttrige, bei Feuchtigkeit gallertig anschwellende, braun bis schwarz gef\u00e4rbte Flechten mit Blaualgen als Symbiosepartnern. Im Gegensatz zu den Leimflechten sind die Thalli der Gattungen <em>Leptogium<\/em> und <em>Scytinium<\/em> jedoch berindet. Auf Naxos kommen mindestens 5 Arten vor.<\/p>\n<h6><em>Scytinium lichenoides ?<\/em>, Ot\u00e1lora, P.M.J\u00f8rg. &#038; Wedin<\/h6>\n<p><em>(= Leptogium lichenoides)<\/em><\/p>\n<p><big>D<\/big>iese kleine <em>Scytinium<\/em>-Art haben wir in Skep\u00f3ni im Moosbewuchs von feuchten Gneisfelsen gefunden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Scytinium lichenoides ?\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/scytinium_lichenoides-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei dieser kleinen Art, deren Lappenr\u00e4nder schuppige bis koralloide Isidien tr\u00e4gt, handelt es sich vermutlich um <em>Scytinium lichenoides<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Scytinium lichenoides ?\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/scytinium_lichenoides_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man die feinen, korallenf\u00f6rmigen Isidien, die am Rand der Lappen stehen.<\/small><\/p>\n<h6>unbestimmt<\/h6>\n<p><big>U<\/big>nd nun noch eine kleine, gr\u00fcne Blattflechte mit winzigen Apothecien, die gemeinsam mit der vorigen Art im Moos w\u00e4chst. Ich habe noch nicht herausgefunden, um welche Art oder auch nur Gattung es sich handelt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"unbestimmte Blattflechte\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/unidentified_lichen-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese kleine gr\u00fcne Blattflechte mit winzigen Apothecien fanden wir gemeinsam mit der vorigen Art wachsend.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"unbestimmte Blattflechte\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/unidentified_lichen-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man die kleinen Apothecien.<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/fotouebersicht-flechten-und-pilze\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/strauchflechten\/\">Strauchflechten<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/flechten\/\">Flechten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/flechten-koronos-berg\/\">Flechten auf dem Koronos-Berg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/flechten-zeus-berg\/\">Flechten auf dem Zeus-Berg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/flechten-mandelbaum\/\">Flechtenflora eines Mandelbaumes<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/flora-von-naxos\/\">Zur Flora von Naxos<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter den Flechten stellen die Blattflechten keine taxonomische Gruppe dar &#8211; es handelt sich nur um eine praktische Unterscheidung anhand der Wuchsform. Als Blattflechten (Laubflechten) werden die Flechten bezeichnet, die einen mehr oder weniger blattf\u00f6rmigen, flach ausgebreiteten Thallus besitzen. Dieser ist bei den meisten Gattungen auch auf der Unterseite berindet und haftet dem Substrat mit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":66938,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26,11,9,12],"tags":[742,64,709,732,729,869,34,741,865,867,730],"class_list":["post-6857","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-flora-von-naxos","category-natur","category-naxos","category-pflanzen","tag-blattflechten","tag-botanik","tag-flechten","tag-flora-of-naxos","tag-flora-von-naxos","tag-griechenland","tag-kykladen","tag-lichens","tag-naxos","tag-pflanzen","tag-pflanzen-von-naxos"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6857","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6857"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6857\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":75155,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6857\/revisions\/75155"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/media\/66938"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6857"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6857"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6857"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}