{"id":5594,"date":"2012-01-19T00:13:06","date_gmt":"2012-01-18T22:13:06","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=5594"},"modified":"2024-08-27T15:28:19","modified_gmt":"2024-08-27T12:28:19","slug":"hemikryptophyten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/el\/hemikryptophyten\/","title":{"rendered":"Hemikryptophyten: Staudenpflanzen"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie Hemikryptophyten oder Stauden sind mehrj\u00e4hrige (oft zweij\u00e4hrige) Pflanzenarten, deren oberirdische Teile wie bei den Geophyten w\u00e4hrend der ung\u00fcnstigen Jahreszeit absterben, die sich aber nicht g\u00e4nzlich in unterirdische Teile zur\u00fcckziehen, sondern deren Erneuerungsknospen, zwischen totem oder lebendem Pflanzenmaterial gesch\u00fctzt, an der Erdoberfl\u00e4che liegen.<\/p>\n<h3>Strategie<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Hemikryptophyten sind eine sehr erfolgreiche Pflanzengruppe. Sie sind auf Naxos durch sehr viele Arten vertreten, von denen eine ganze Reihe auf der Insel au\u00dferdem sehr h\u00e4ufig und weit verbreitet sind. Insgesamt ist ein knappes Viertel der auf Naxos vorkommenden Arten hemikryptophytisch (gut 200 Arten); damit sind die Stauden die zweith\u00e4ufigste Lebensform nach den einj\u00e4hrigen Pflanzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/centaurea_raphanina_small-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Rettichartige Flockenblume, Centaurea raphanina\"><br \/>\n<small>Die Hemikryptophyten \u00fcberdauern die Sommertrockenheit unterirdisch und treiben im Sp\u00e4therbst oder Winter wieder aus, sobald die Erde durch ausreichende Regenf\u00e4lle tief durchn\u00e4sst ist. Hier die Rettichartige Flockenblume.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/centaurea_raphanina-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Rettichartige Flockenblume, Centaurea raphanina\"><br \/>\n<small>Die Rettichartige Flockenblume im Fr\u00fchling. Dieser Korbbl\u00fctler hat sitzende Bl\u00fcten mit einer Rosette aus charakteristisch leierf\u00f6rmig gefiederten Bl\u00e4ttern.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/astragalus_spruneri_small-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Astragalus spruneri\"><br \/>\n<small>Wer schaut hier aus dem Boden heraus?<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/astragalus_spruneri-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Astragalus spruneri\"><br \/>\n<small>Dieselbe Pflanze einige Monate sp\u00e4ter: Es ist ein Tragant <em>(Astragalus spruneri)<\/em>, einer der wenigen staudenf\u00f6rmigen Schmetterlingsbl\u00fctler.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apiaceae\/opopanax_hispidus_leaves-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Opopanax hispidus\"><br \/>\n<small>Viele Hemikryptophyten bilden im Winter erst nur die bodenst\u00e4ndigen Bl\u00e4tter, in deren Mitte im Fr\u00fchjahr die Bl\u00fctentriebe erscheinen wie hier bei <em>Opopanax hispidus<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apiaceae\/opopanax_hispidus-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Opopanax hispidus\"><br \/>\n<small>Die voll aufgebl\u00fchte Pflanze im Sommer bietet ein ganz anderes Bild: Die bodenst\u00e4ndigen Bl\u00e4tter sind verwelkt, und der kurze Bl\u00fctentrieb hat sich in einen gro\u00dfen, locker verzweigten Bl\u00fctenstand verwandelt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/leontodon_tuberosus-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Knolliger L\u00f6wenzahn, Leontodon tuberosus\"><br \/>\n<small>Viele Hemikryptophten sind auf Naxos h\u00e4ufig und weitverbreitet, aber bei den meisten Arten stehen die einzelnen Individuen eher einzeln als fl\u00e4chendeckend. Der Knollige L\u00f6wenzahn ist eine der wenigen Arten, die sehr dicht stehend wachsen.<\/small><\/p>\n<h3>Wuchsformen<\/h3>\n<p><big>U<\/big>nter den Hemikryptophyten k\u00f6nnen mehrere Typen unterschieden werden: die <u>Schaftpflanzen<\/u>, die einen ganz normalen bebl\u00e4tterten St\u00e4ngel ausbilden, die <u>Rosettenpflanzen<\/u>, deren Sprossachse stark gestaucht ist, so dass die Bl\u00e4tter in einer Rosette am Erdboden liegen; die <u>Halbrosettenpflanzen<\/u>, die zun\u00e4chst eine Rosette bilden, aus der sich aber zur Bl\u00fctezeit ein Bl\u00e4tter- und Bl\u00fcten-tragender Spross entwickelt, w\u00e4hrend die Blattrosette zugrunde geht, die <u>Horstpflanzen<\/u>, die einen Horst aus vielen gleichstarken St\u00e4ngeln bilden, und schlie\u00dflich die mehrj\u00e4hrigen, krautigen <u>Kletterpflanzen<\/u>.<\/p>\n<h6>1. Schaftpflanzen<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/hypericaceae\/hypericum_perfoliatum-1.jpg\" alt=\"Durchwachsenbl\u00e4ttriges Johanniskraut, Hypericum perfoliatum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das Durchwachsenbl\u00e4ttrige Johanniskraut geh\u00f6rt zu den Schaftpflanzen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/ajuga_orientalis-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Orientalischer G\u00fcnsel, Ajuga orientalis\"><br \/>\n<small>Die meisten Arten der Lippenbl\u00fctler, die auf Naxos vorkommen, verholzen und \u00fcberdauern oberirdisch, sind also Zwergstr\u00e4ucher. Der Orientalische G\u00fcnsel ist eine der eher wenigen hemikryptophytisch wachsenden Arten; er ist ein Schaft-Hemikryptophyt.<\/small><\/p>\n<h6>2. Rosettenpflanzen<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/tragopogon_porrifolius_australis-1.jpg\" alt=\"Haferwurz, Tragopogon porrifolius ssp. australis\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Tragopogon porrifolius ssp. australis<\/em> ist Rosettenpflanze.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/centaurea_raphanina-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Rettichartige Flockenblume, Centaurea raphanina\"><br \/>\n<small>Die Rettichartige Flockenblume bildet gar keinen St\u00e4ngel aus.<\/small><\/p>\n<h6>3. Halbrosettenpflanzen<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ranunculaceae\/ranunculus_paludosus-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Ranunculus paludosus\"><br \/>\n<small>Bei den Halbrosettenpflanzen wie hier bei <em>Ranunculus paludosus<\/em> w\u00e4chst aus der anf\u00e4nglichen Blattrosette ein bebl\u00e4tterter St\u00e4ngel hervor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/chondrilla_juncea_leaves-1.jpg\" alt=\"Binsen-Knorpellattich, Chondrilla juncea\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Binsen-Knorpellattich bildet im Fr\u00fchjahr zun\u00e4chst eine grundst\u00e4ndige Rosette, die sp\u00e4ter verschwindet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/chondrilla_juncea-1.jpg\" alt=\"Binsen-Knorpellattich, Chondrilla juncea\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Sommer w\u00e4chst er zu einer bis einen Meter hohen, sparrig verzweigten Pflanze mit wenigen kleinen St\u00e4ngelbl\u00e4ttern und verstreuten, sitzenden Bl\u00fcten heran.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/boraginaceae\/echium_italicum-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Italienischer Natternkopf, Echium italicum\"><br \/>\n<small>Der Italienische Natternkopf geh\u00f6rt zu den zweij\u00e4hrigen Pflanzen, die man ebenfalls bei den Halbrosettenpflanzen einordnen kann: Im ersten Jahr bildet die Pflanze eine Blattrosette, aus der im zweiten Jahr der gro\u00dfe, verzweigte Bl\u00fctenstand treibt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apiaceae\/malabaila_involucrata-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Malabaila involucrata\"><br \/>\n<small>Auch die meisten Doldenbl\u00fctler sind Halbrosettenpflanzen. <em>Malabaila involucrata<\/em> kommt in der Traga\u00eda und der zentralen Bergregion vor.<\/small><\/p>\n<h6>4. Horstpflanzen<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/poaceae\/hyparrhenia_hirta-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"><br \/>\n<small>Die gro\u00dfen, mehrj\u00e4hrigen Gr\u00e4ser wachsen als sogenannte Horstpflanzen: Aus dem dicken Wurzelstock wachsen zahlreiche gleichstarke St\u00e4ngel hervor. Hier die h\u00e4ufige Art <em>Hyparrhenia hirta<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/trifolium_uniflorum-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Einbl\u00fctiger Klee, Trifolium uniflorum\"><br \/>\n<small>Fast alle Kleearten sind einj\u00e4hrig. Eine der hemikryptophytischen Arten ist der Einbl\u00fctige Klee, ein Horst-Hemikryptophyt, der als dichtes Polster w\u00e4chst.<\/small><\/p>\n<h6>5. Kletterpflanzen<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/vicia_pinetorum-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Vicia pinetorum\"><br \/>\n<small>Nur recht wenige der kletternden krautigen Pflanzen sind mehrj\u00e4hrig; hier <em>Vicia pinetorum<\/em>.<\/small><\/p>\n<h3>Gr\u00f6\u00dfe<\/h3>\n<p><big>V<\/big>iele Staudenpflanzen werden sehr gro\u00df: Dadurch, dass sie mehrj\u00e4hrig sind, k\u00f6nnen sie h\u00f6her heranwachsen als die einj\u00e4hrigen Pflanzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/acanthaceae\/acanthus_spinosus-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Acanthus spinosus, Dorniger Akanthus\"><br \/>\n<small>Die Stauden des Dornigen Akanthus bilden hohe und auff\u00e4llige Bl\u00fctenst\u00e4nde.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apiaceae\/foeniculum_vulgare-1.jpg\" alt=\"Wilder Fenchel, Foeniculum vulgare\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Wilde Fenchel treibt einen bis \u00fcber zwei Meter hohen Bl\u00fctenstand.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apiaceae\/ferula_communis-5.jpg\" border=\"0\" alt=\"Riesenfenchel, Ferula communis\"><br \/>\n<small>Der Gigant unter den auf Naxos vorkommenden Hemikryptophyten ist der Riesenfenchel, dessen Bl\u00fctenstand eine H\u00f6he von gut drei Metern erreicht.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/cheilanthes_acrostica-1.jpg\" alt=\"Wimpern-Schuppenfarn, Cheilanthes acrostica\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Andere Staudenpflanzen sind sehr klein, wie dieser Wimpern-Schuppenfarn.<\/small><\/p>\n<h3>Bl\u00fctezeit<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Stauden k\u00f6nnen zu recht unterschiedlichen Zeiten bl\u00fchen, beginnend fr\u00fch im Herbst \u00fcber den Winter bis in den Sommer hinein. Dieses wird ihnen durch die \u00fcberdauernden Pflanzenteile erm\u00f6glicht, die Reservestoffe f\u00fcr alle Jahreszeiten speichern. Die bei weitem \u00fcberwiegende Zahl der Stauden bl\u00fcht jedoch im Fr\u00fchling.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/taraxacum_minimum_flower-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"L\u00f6wenzahn, Taraxacum spec.\"><br \/>\n<small>Der L\u00f6wenzahn <em>(Taraxacum<\/em> spec.) geh\u00f6rt zu den wenigen Hemikryptophyten, bei denen die Bl\u00fcten vor den Bl\u00e4ttern erscheinen, und die im Herbst zu Beginn der neuen Vegetationsperiode bl\u00fchen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/bituminaria_bituminosa-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Pechklee, Bituminaria bituminosa\"><br \/>\n<small>Der Pechklee geh\u00f6rt zu den zahlreichen Staudenpflanzen, die im Fr\u00fchling bl\u00fchen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/lactuca_tuberosa-1.jpg\" alt=\"Lactuca tuberosa\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Lactuca tuberosa<\/em> ist eine der sp\u00e4teren Arten; sie bl\u00fcht erst dann, wenn die Vegetation allm\u00e4hlich vertrocknet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/inula_viscosa-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Klebriger Alant, Inula viscosa\"><br \/>\n<small>Meist verwelken die Hemikryptophyten aufgrund ihrer tiefreichenden, der Bodenfeuchtigkeit &#8220;hinterherwachsenden&#8221; Wurzeln erst deutlich sp\u00e4ter als die kurzlebigen einj\u00e4hrigen Pflanzen. Manche Arten bl\u00fchen erst im Sommer oder gar im Herbst wie der Klebrige Alant.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/carlina_gummifera-1.jpg\" alt=\"Mastixdistel, Carlina gummifera\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Mastixdistel bl\u00fcht erst im sp\u00e4ten Sommer und Herbst, wenn die Bl\u00e4tter schon vertrocknet sind; die Bl\u00fcten sitzen direkt am Boden, von den vertrockneten Bl\u00e4ttern gesch\u00fctzt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/korfari_ton_amygdalion-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Korfari ton Amygdalion, Panormos\"><br \/>\n<small>Auf der kleinen bronzezeitlichen Akropolis bei Panormos im Sommer: Diese Gegend im \u00e4u\u00dfersten S\u00fcden von Naxos ist besonders hei\u00df und trocken, und innerhalb der Ruinen sind oberirdisch keine Pflanzen zu finden, au\u00dfer ein paar verwelkten, trockenen \u00dcberresten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/DSCN1908-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"><br \/>\n<small>Im Winter bietet sich ein v\u00f6llig anderes Bild: Die Ruinen sind hoch \u00fcberwuchert, vor allem von gro\u00dfen Stauden und Geophyten.<\/small><\/p>\n<h3>Lebensr\u00e4ume<\/h3>\n<p><big>H<\/big>emikryptophyten brauchen Standorte, die ihnen f\u00fcr ihren schnellen Wuchs ausreichend N\u00e4hrstoffe bereitstellen; au\u00dferdem ben\u00f6tigen sie Boden, der sich tief durchwurzeln l\u00e4sst, so dass ihnen f\u00fcr eine ausreichend lange Zeit Feuchtigkeit zur Verf\u00fcgung steht. Entsprechend sind sie typisch f\u00fcr die g\u00fcnstigeren Standorte auf Naxos, spielen also vor allem in der Kulturlandschaft eine gro\u00dfe Rolle im Artenspektrum; in Phrygana und Macchie sind sie weniger dominant, obwohl auch hier zahlreiche, meist kleinere Arten vorkommen. Die Stauden sind besonders h\u00e4ufig und auff\u00e4llig entlang von Wegen und Stra\u00dfen, auf nicht mehr bewirtschafteten Terrassen und auf aufgegebenen Feldern. Auf gefl\u00fcgten Feldern k\u00f6nnen sie sich weniger gut halten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/P1130957-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"><br \/>\n<small>Die Pfade in der Traga\u00eda sind oft von den vielen gro\u00dfen Stauden fast zugewachsen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apiaceae\/smyrnium-olusatrum-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Gespenst-Gelbdolde Smyrnium olustratum\"><br \/>\n<small>Einer der h\u00e4ufigsten Hemikryptophyten in der Traga\u00eda ist die gro\u00dfe Gespenst-Gelbdolde <em>(Smyrnium olustratum)<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apiaceae\/daucus_carota-1.jpg\" alt=\"Wilde M\u00f6hre, Daucus carota\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Viele Staudenpflanzen sind Kulturfolger und wachsen in G\u00e4rten und in extensiv bewirtschafteten Feldern oder an Wegr\u00e4ndern, so die Wilde M\u00f6hre.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/linaceae\/linum_bienne-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Zweij\u00e4hriger Lein, Linum bienne\"><br \/>\n<small>Der Zweij\u00e4hrige Lein w\u00e4chst ebenfalls vor allem in der Kulturlandschaft. Er ist eine wesentlich zartere und unauff\u00e4lligere Pflanze.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ranunculaceae\/ranunculus_bullatus-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Blasiger Hahnenfu\u00df, Ranunculus bullatus\"><br \/>\n<small><em>Ranunculus bullatus<\/em> ist einer der der wenigen Hemikryptophyten, die in der Phrygana wachsen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/frankeniaceae\/frankenia_hirsuta_flower-1.jpg\" alt=\"Behaarte Frankenie, Frankenia hirsuta\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Gegensatz zu den meisten Hemikryptophyten w\u00e4chst die Behaarte Frankenie an armen Standorten mit wenig Erde.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caryophyllaceae\/paronychia_argentea-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Silber-Mauermiere, Paronychia argentea\"><br \/>\n<small>Die Silber-Mauermiere ist eins der wenigen hemikryptophytischen Nelkengew\u00e4chse. Auch sie kommt an eher trockenen und flachgr\u00fcndigen Standorten vor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/medicago_marina-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Medicago marina\"><br \/>\n<small>Fast alle Schneckenklee-Arten sind einj\u00e4hrig und wachsen in G\u00e4rten und Feldern. <em>Medicago marina<\/em> ist dagegen eine Staude. Er kommt an Sandstr\u00e4nden vor, d.h. in einem etwas schwierigeren Lebensraum, an dem sich die kurzlebigen Therophyten mit ihren kleinen Wurzelsystemen nicht so gut behaupten k\u00f6nnen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/plumbaginaceae\/limonium_sinuatum-1.jpg\" alt=\"Gefl\u00fcgelter Strandflieder, Limonium sinuatum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Gefl\u00fcgelte Strandflieder kommt nur in Meeresn\u00e4he vor. Er ist an der Westk\u00fcste von Naxos recht h\u00e4ufig.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/scutellaria_albida_habitat-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Wei\u00dfes Helmkraut, Scutellaria albida ssp. velenovskyi\"><br \/>\n<small><em>Scutellaria albida<\/em> kommt anders als die meisten Hemikryptophyten nur an schattigen Stellen vor; sie ist nur in Nord-Naxos anzutreffen. Sie ist einer der sehr wenigen hemikryptophytischen Lippenbl\u00fctler.<\/small><\/p>\n<h3>Pflanzenfamilien<\/h3>\n<p><big>H<\/big>emikryptophytisch wachsende Arten treten in den meisten der auf Naxos vorkommenden Pflanzenfamilien auf; es w\u00fcrde zu weit f\u00fchren, alle Familien aufzulisten. In einigen Pflanzenfamilien sind alle oder fast alle der auf Naxos vorkommenden Arten Hemikryptophyten, so unter den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/raublattgewaechse\/\">Raublattgew\u00e4chsen<\/a>, den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/reseda\/\">Reseden<\/a>, den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/weidenroeschen\/\">Weidenr\u00f6schen<\/a> und den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/farne\/\">Farnen<\/a>. Sehr viele Stauden treten auch unter den <a href=\"https:\/\/azalas.de\/suessgraeser\/\">Gr\u00e4sern<\/a> und Seggen, den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/johanniskraut\/\">Johanniskr\u00e4utern<\/a>, den  <a href=\"http:\/\/azalas.de\/doldenbluetler-1\/\">Doldenbl\u00fctlern<\/a> und den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/korbbluetler-1\/\">Korbbl\u00fctlern<\/a> auf. Weniger hemikryptophytische Arten gibt es bei den  <a href=\"http:\/\/azalas.de\/wegerichgewaechse\/\">Wegerichgew\u00e4chsen<\/a>, den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/lippenbluetler-1\/\">Lippenbl\u00fctlern<\/a> und den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/hahnenfussgewaechse\/\">Hahnenfu\u00dfgew\u00e4chsen<\/a>. Viele Stauden sind auf Naxos sehr h\u00e4ufig, und einige geh\u00f6ren zu den gr\u00f6\u00dferen und auff\u00e4lligeren heimischen Pflanzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/boraginaceae\/cynoglossum_creticum-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Kretische Hundszunge, Cynoglossum creticum\"><br \/>\n<small>Fast alle Raublattgew\u00e4chse sind Hemikryptophyten; hier die Kretische Hundszunge.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/asplenium_ceterach-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Milzfarn, Asplenium ceterach\"><br \/>\n<small>Der Milzfarn ist ein Hemikryptophyt, so wie viele andere Farne.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/hypericaceae\/hypericum_triquetrifolium-1.jpg\" alt=\"Krausbl\u00e4ttriges Johanniskraut, Hypericum triquetrifolium\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auch die meisten Johanniskrautgew\u00e4chse sind Stauden. Das Krausbl\u00e4ttrige Johanniskraut w\u00e4chst bei uns an Wegr\u00e4ndern und im Weinberg.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCN6217-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"><br \/>\n<small>Zu den typischen Hemikryptophyten z\u00e4hlen die gro\u00dfen Horstgr\u00e4ser. Hier sieht man ein im Fr\u00fchjahr aus dem Wurzelstock austreibendes Gras.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apiaceae\/smyrnium_perfoliatum_rotundifolium-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"St\u00e4ngelumfassende Gelbdolde, Smyrnium perfoliatum rotundifolium\"><br \/>\n<small>Die St\u00e4ngelumfassende Gelbdolde ist einer der zahlreichen Hemikryptophyten in der Familie der Doldenbl\u00fctler.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apiaceae\/thapsia_garganica-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Gargano-Purgierdolde, Thapsia garganica\"><br \/>\n<small>Ein weiterer typischer staudenf\u00f6rmiger Doldenbl\u00fctler ist die Gargano-Purgierdolde.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/doronicum_orientale-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"\u00d6stliche Gamswurz, Doronicum orientale\"><br \/>\n<small>Die meisten Korbbl\u00fctler sind einj\u00e4hrig, aber es gibt auch zahlreiche Hemikryptophyten unter ihnen, so die h\u00fcbsche, auf Naxos seltene \u00d6stliche Gamswurz.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/bellis_sylvestris-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Gro\u00dfes G\u00e4nsebl\u00fcmchen, Bellis sylvestris\"><br \/>\n<small>Auch das Gro\u00dfe G\u00e4nsebl\u00fcmchen ist mehrj\u00e4hrig.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/scorzonera_cana-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Scorzonera cana\"><br \/>\n<small>Hier ein weiteres Beispiel: <em>Scorzonera cana<\/em>, eine Schwarzwurzel-Art.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/papaveraceae\/glaucium_flavum-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Gelber Hornmohn, Glaucium flavum\"><br \/>\n<small>Unter den auf Naxos vorkommenden Mohngew\u00e4chsen ist nur der Gelbe Hornmohn eine Staude.<\/small><\/p>\n<h3>Vermehrung und Verbreitungsstrategien<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie meisten Hemikryptophyten besitzen Fr\u00fcchte bzw. Samen, die f\u00fcr eine Ausbreitung \u00fcber eher geringe Entfernungen geeignet sind, so dass die Samen zwar einen freien Platz finden k\u00f6nnen, sich jedoch nicht zu weit vom Wuchsort der Mutterpflanze entfernen: Hemikryptophyten kommen vor allem an g\u00fcnstigen, stabilen Standorten vor, so dass ein gr\u00f6\u00dferer Ortswechsel nicht anzustreben ist. Die Art der Verbreitung ist bei den verschiedenen Arten sehr unterschiedlich: Die Samen bzw. Fr\u00fcchte werden durch Wind und Regenwasser, durch Tiere (als Futter oder als Klettfr\u00fcchte), selbst\u00e4ndig durch Wegrollen oder Davonschleudern verbreitet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apiaceae\/smyrnium_perfoliatum_rotundifolium_fruit-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"St\u00e4ngelumfassende Gelbdolde, Smyrnium perfoliatum rotundifolium\"><br \/>\n<small>Viele Doldenbl\u00fctler, wie hier die St\u00e4ngelumfassende Gelbdolde, besitzen rundliche Doppelach\u00e4nen, die durch den Wind oder durch vorbeistreifende Tiere abgesch\u00fcttelt werden und dann ein St\u00fcck \u00fcber den Boden davon rollen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/resedaceae\/reseda_lutea_fruit-1.jpg\" alt=\"Gelber Wau, Reseda lutea\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Gelbe Wau (Reseda) besitzt sich von allein \u00f6ffnende Kapseln, die die kleinen Samen ausstreuen, die dann durch den Wind, durch Wegrollen oder durch das Regenwasser ein St\u00fcck weit entfernt werden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/tragopogon_porrifolius_australis_fruit-1.jpg\" alt=\"Haferwurz, Tragopogon porrifolius ssp. australis\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Tragopogon porrifolius<\/em> bildet wie die meisten Korbbl\u00fctler Flugfr\u00fcchte aus.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apiaceae\/eryngium_campestre-1.jpg\" alt=\"Feld-Mannstreu, Eryngium campestre\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Feld-Mannstreu bricht nach dem Vertrocknen als ganze Pflanze ab und wird dann vom Wind davongerollt (Steppenroller), wobei die Samen ausgestreut werden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/boraginaceae\/echium_angustifolium_detail-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Schmalbl\u00e4ttriger Natternkopf, Echium angustifolium\"><br \/>\n<small>Die Samen vieler Raublattgew\u00e4chse werden durch Ameisen verbreitet (Myrmekochorie); hier der Schmalbl\u00e4ttrige Natternkopf.<\/small><\/p>\n<h3>Geographische Verbreitung<\/h3>\n<p><big>E<\/big>ntsprechend ihrer Trockenheits-Resistenz sind die Hemikryptophyten besonders geeignet f\u00fcr die Lebensbedingungen, die im Mittelmeergebiet herrschen. Ein besonders hoher Anteil der im \u00f6stlichen Mittelmeergebiet endemischen Arten ist hemikryptophytisch. Anders als unter den einj\u00e4hrigen Pflanzen gibt es unter den (auf Naxos vorkommenden) Hemikryptophyten nur sehr wenige Kosmopoliten. Die meisten der auf Naxos vorkommenden Arten sind in ihrer Verbreitung auf das Mittelmeergebiet, oft nur auf das \u00f6stliche, oder sogar nur auf die \u00c4g\u00e4is beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/adiantum_capillus_veneris-2.jpg\" alt=\"Frauenhaarfarn, Adiantum capillus-veneris\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Nur vergleichsweise wenige Stauden sind weltweit verbreitet. Eine dieser Arten ist der Frauenhaarfarn.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/malvaceae\/malva_sylvestris-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Wilde Malve, Malva sylvestris\"><br \/>\n<small>Die Wilde Malve ist einer der wenigen auf Naxos vorkommenden Hemikryptophyten, deren Verbreitungsgebiet bis nach Nordeuropa reicht.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/plantaginaceae\/cymbalaria_muralis-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Mauer-Zimbelkraut, Cymbalaria muralis\"><br \/>\n<small>Das Zimbelkraut geh\u00f6rt ebenfalls dieser n\u00f6rdlichen Gruppe an.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/polygalaceae\/polygala_venulosa-1.jpg\" alt=\"Geaderte Kreuzblume, Polygala venulosa\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Geaderte Kreuzblume ist eine der ostmediterranen Arten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/jurinea_consanguinea-1.jpg\" alt=\"Jurinea consanguinea\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auch <em>Jurinea consanguinea<\/em> ist auf das \u00f6stliche Mittelmeergebiet beschr\u00e4nkt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apiaceae\/hellenocarum_multiflorum-1.jpg\" alt=\"Hellenocarum multiflorum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die ebenfalls ostmediterrane Art <em>Hellenocarum multiflorum<\/em> w\u00e4chst an Steilfelsen und ist auf Naxos sehr selten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/hymenonema_graecum-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Hymenonema graecum\"><br \/>\n<small><em>Hymenonema graecum<\/em> ist ein \u00c4g\u00e4is-Endemit. Diese Art wurde schon vom franz\u00f6sischen Botaniker Tournefort, der um das Jahr 1700 durch die \u00c4g\u00e4is reiste, auf Naxos beschrieben.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/onopordum_caulescens-1.jpg\" alt=\"Onopordum caulescens\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Onopordum caulescens<\/em> kommt nur in der zentralen \u00c4g\u00e4is vor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caryophyllaceae\/silene_cythnia_habitat-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Silene cythnia\"><br \/>\n<small><em>Silene cythnia<\/em> ist auf den Kykladen endemisch. Fast alle Arten der Gattung <em>Silene<\/em> sind einj\u00e4hrig; diese in ihrer Verbreitung auf die trockenen Kykladen beschr\u00e4nkte Art w\u00e4chst jedoch hemikryptophytisch.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/campanulaceae\/campanula_calaminthifolia-1.jpg\" alt=\"Campanula calaminthifolia\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Campanula calaminthifolia<\/em> ist auf Naxos endemisch (auch auf Paros gibt es einen kleinen Bestand).<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/boraginaceae\/symphytum_davisii_naxicola-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Symphytum davisii ssp. naxicola\"><br \/>\n<small>Die naxiotische Beinwell-Art ist zu einer Unterart heruntergestuft worden und hei\u00dft nun <em>Symphytum davisii naxicola<\/em>. Sie ist an feuchten Stellen sehr h\u00e4ufig.<\/small><\/p>\n<h3>Anpassungen an Trockenheit und Beweidung<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Hemikryptophyten sch\u00fctzen sich kaum durch nennenswerte Ma\u00dfnahmen gegen die <u>Trockenheit<\/u>, au\u00dfer eben durch ihre F\u00e4higkeit, die sommerliche Trockenperiode unterirdisch zu \u00fcberstehen. Nur wenige der Arten haben besonders an die Trockenheit angepasste Bl\u00e4tter; am besten n\u00fctzen ihnen im Kampf gegen die Trockenheit ihre oft sehr tief in den Boden reichenden Wurzeln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/boraginaceae\/anchusa_undulata_detail-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Hybrid-Ochsenzunge, Anchusa undulata\"><br \/>\n<small>Die Hybrid-Ochsenzunge ist wie alle Raublattgew\u00e4chse dicht behaart: ein Schutz nicht nur gegen Wasserverluste durch Verdunstung, sondern auch gegen zu intensive Sonneneinstrahlung.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/carlina_gummifera_root-1.jpg\" alt=\"Mastixdistel, Carlina gummifera\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An dieser Mastixdistel sieht man die kr\u00e4ftige, sehr tief in den Boden reichende Wurzel, die der Pflanze das \u00dcberleben auch im Sommer erm\u00f6glicht.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Stauden stellen mit den einj\u00e4hrigen Pflanzen die wichtigsten Futterpflanzen der in Garrigue und Phrygana weidenden Schafe. Sie sch\u00fctzen sich vor <u>Beweidung<\/u> haupts\u00e4chlich durch ihren rosettigen Wuchs mit den dicht dem Boden anliegenden Bl\u00e4ttern. Es gibt nur wenige giftige oder stark aromatische Arten; insbesondere die Korbbl\u00fctler versuchen allerdings (ohne viel Erfolg), die Pflanzenfresser durch die Einlagerung von Bitterstoffen abzuschrecken. Die effektivste Ma\u00dfnahme, die es den Hemikryptophyten erm\u00f6glicht, mit der Beweidung zurecht zu kommen, ist ihre F\u00e4higkeit, aus den an der Erdoberfl\u00e4che gesch\u00fctzten Knospen wieder auszutreiben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/boraginaceae\/onosma_graeca-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Griechische Lotwurz, Onosma graeca\"><br \/>\n<small>Es gibt eher wenige Hemikryptophyten die sich effektiv vor Beweidung sch\u00fctzen. Die Griechische Lotwurz ist besonders stark borstig behaart.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/onopordum_tauricum-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Taurische Eselsdistel, Onopordum tauricum\"><br \/>\n<small>Den besten Schutz besitzen die Disteln, von denen einige Hemikryptophyten sind wie hier die Taurische Eselsdistel.<\/small><\/p>\n<h3>Nutzbarkeit<\/h3>\n<p><big>E<\/big>s gibt eine ganze Reihe essbarer Arten unter den Hemikryptophyten. Davon geh\u00f6ren die meisten zu den Korbbl\u00fctlern, einige sind aber auch Doldenbl\u00fctler. Viele Arten werden von den Griechen sehr gern gesammelt und gegessen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apiaceae\/daucus_carota_leaves-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Wilde M\u00f6hre, Daucus carota\"><br \/>\n<small>Die Wilde M\u00f6hre bildet zwar keine essbare Wurzel aus; auf Naxos wurden fr\u00fcher aber ihre Bl\u00fctentriebe geerntet und gegessen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/P1040027-1_450.jpg\" alt=\"\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Unter den Korbbl\u00fctlern sind fast alle Arten essbar und werden gern gesammelt, obwohl viele von ihnen recht bitter sind.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/DSCN6821-1_450.jpg\" alt=\"\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier der recht bittere L\u00f6wenzahn <em>(Taraxacum spec.)<\/em>, der roh als Salat oder gekocht gegessen werden kann.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/reichardia_picroides-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Bittere Reichardie, Reichardia picroides\"><br \/>\n<small>Ein weiterer der vielen als Gem\u00fcse gesammelten Korbbl\u00fctler ist die Bittere Reichardie.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apiaceae\/opopanax_hispidus_leaves-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Opopanax hispidus\"><br \/>\n<small>Unter den Doldenbl\u00fctler ist vor allem <em>Opopanax hispidus<\/em> als Wildgem\u00fcse beliebt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apiaceae\/opopanax_hispidus_karfa-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Opopanax hispidus\"><br \/>\n<small>Die auf griechisch <em>k\u00e1rfa<\/em> genannten Bl\u00fctentriebe werden abgeschnitten, wenn sie eine L\u00e4nge von etwa 10 cm erreichen. Man kocht sie zun\u00e4chst in Salzwasser.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apiaceae\/opopanax_hispidus_karfa-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Opopanax hispidus\"><br \/>\n<small>Danach werden die Triebe in Oliven\u00f6l angebraten und zu einem leckeren Omelett verarbeitet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apiaceae\/opopanax_hispidus_karfa-3.jpg\" border=\"0\" alt=\"Opopanax hispidus\"><br \/>\n<small>Zum <em>k\u00e1rfa<\/em>-Omelett passt Brot und K\u00e4se, hier der typische naxiotische Frischk\u00e4se <em>(mis\u00edthra)<\/em>. Guten Appetit!<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/chondrilla_juncea_shoots-1.jpg\" alt=\"Binsen-Knorpellattich, Chondrilla juncea\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Ein Korbbl\u00fctler, dessen Bl\u00fctentriebe gegessen werden, ist der Binsen-Knorpellattich. Die Triebe werden vorsichtig an der &#8220;Sollbruchstelle&#8221; (etwa 10 cm L\u00e4nge) abgezupft. Die abgeernteten Pflanzen bilden Seitentriebe, die erneut abgepfl\u00fcckt werden k\u00f6nnen. Die leicht bitteren Triebe k\u00f6nnen sowohl roh gegessen werden als auch gekocht mit \u00d6l \u00fcbergossen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/brassicaceae\/hirschfeldia_incana_chorta-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Bastardsenf, Hirschfeldia incana\"><br \/>\n<small>Auch manche Kreuzbl\u00fctler werden gegessen, wobei auch bei diesen die jungen Triebe abgezupft werden; so ist der Bastardsenf sehr beliebt und wird von den Inselbewohnern flei\u00dfig gesammelt. Er wird auf dieselbe Art durch Abbrechen der Bl\u00fctentriebe geerntet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/brassicaceae\/hirschfeldia_incana_chorta-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Bastardsenf, Hirschfeldia incana\"><br \/>\n<small>Im Gegensatz zu allen anderen <em>&#8220;chorta&#8221;<\/em> (wildgesammeltes Gem\u00fcse)  sollte man den Bastardsenf nicht zu h\u00e4ufig essen, da er den Blutdruck in die H\u00f6he treiben kann.<\/small><\/p>\n<p>n\u00e4chster Artikel: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/therophyten\/\">Therophyten (Einj\u00e4hrige Pflanzen)<\/a><\/p>\n<p>weitere Lebensformen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/phanerophyten\/\">Phanerophyten (B\u00e4ume und Str\u00e4ucher)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/chamaephyten\/\">Chamaephyten (Zwergstr\u00e4ucher)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/geophyten\/\">Geophyten (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/hydrophyten\/\">Hydrophyten (Wasserpflanzen)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-lebensformenspektrum\/\">Das Lebensformenspektrum von Naxos<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-vegetation\/\">Die Vegetation von Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/flora-von-naxos\/\">Die Flora von Naxos<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hemikryptophyten oder Stauden sind mehrj\u00e4hrige (oft zweij\u00e4hrige) Pflanzenarten, deren oberirdische Teile wie bei den Geophyten w\u00e4hrend der ung\u00fcnstigen Jahreszeit absterben, die sich aber nicht g\u00e4nzlich in unterirdische Teile zur\u00fcckziehen, sondern deren Erneuerungsknospen, zwischen totem oder lebendem Pflanzenmaterial gesch\u00fctzt, an der Erdoberfl\u00e4che liegen. Strategie Die Hemikryptophyten sind eine sehr erfolgreiche Pflanzengruppe. 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